Anfang des Jahres veröffentlichte das amerikanische Duo von Big Deal …
Brendan Benson – My Old, Familiar Friend
Während The Raconteurs Songwriter Jack White keine Lust zu haben scheint, sich auf sein Urprojekt The White Stripes konzentrieren zu wollen und sich lieber in Kinofilmen mit The Edge und Jimmy Page über E-Gitarren unterhält, mit The Dead Weather eine Tour vorbereitet und an einem Soloalbum werkelt, scheint sich sein Kollege Brendan Benson an seinem Soloprojekt zu erfreuen wie selten zuvor. So klingt dann auch vier Jahre nach seinem letzten Soloalbum “The Alternative To Love” schon der Albumtitel nach einem warmen Willkommensgruß. Nach ungestümem Blues-Rock mit The Raconteurs heißt es jetzt zurück lehnen und den Pop-Kleinoden von Benson lauschen.
Aufgenommen hat Benson das Album natürlich wie es sich für einen amerikanischen Folk-Singer gehört in Nashville. Wobei der Begriff Folk-Singer wohl eher eine Vokabel ist, die Benson sich selbst mit dem gleichnamigen Hit vom zweiten Album “Lapalco” angedichtet hat. Im Grunde war er da schon Popmusiker, eine Tendenz, die er auf “The Alternative To Love” mit angenehmem 60ies Pop mit kleinen Rockakkorden weiter verinnerlichte. Vielleicht holte er sich deshalb auch den Hit-Produzenten Gil Norton ins Studio, der dem Grundsound den letzten Schliff verpassen sollte. Der Opener “A Whole Lot Better” scheint so etwas wie das Meisterstück dieser Zusammenarbeit zu sein. Die verspielte Gitarrenmelodie macht zusammen mit dem kurzweiligem Gesang einfach gute Laune und legt den Grundstein für ein unterhaltsames 60ies Pop-Album. “Eyes On The Horizon” kommt dann mit launigem Klavier und absolut eingängigem Refrain daher. Es scheint beinahe ein wenig Hippie-Attitüde im Song mitzuschwingen, während man die Sonne im Song aufgehen hört. “Garbage Days” gemahnt dann mit Streichern und Tanzbeat an den Soul der 70er. Eine Nummer, die Moneybrother nicht besser hätte schreiben können, kein Wunder, passt Benson’s Stimme doch auch viel besser in diesen Kontext. Aber auch kleine Rocknummern, wie “Poised and Ready” mit gehetztem Rhythmus haben ihren Weg auf “My Old, Familiar Friend” gefunden, was das Album insgesamt zu einer tollen Power-Pop Platte macht, mit der die letzten Sonnenstrahlen aus dem im Sterben liegenden Sommer gekitzelt werden. Zudem auch noch eine schöne und willkommene Abwechslung zum manchmal etwas gewollten Blues-Rock-Treiben des Jack White und ein Beleg dafür, dass der bei The Raconteurs aus gutem Grund das Zepter mit Benson teilt.










Brendan Benson
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