Anfang des Jahres veröffentlichte das amerikanische Duo von Big Deal …
Get Well Soon – Rest Now Weary Head! You Will Get Well Soon
Eigenwilliges Songwriting, ein Orchester, Chöre, ein Album, das über drei Jahre fast nur zu Hause mit der Unterstützung von Freunden eingespielt wurde, klingt erst mal nach Zutaten für ein neues Album von Conor Oberst, ist Lifted… doch genau so entstanden. Musikalisch wohl auch der Vergleich, der dem, was einem auf diesem Album erwartet auch erstmal am nächsten kommt. Die Stimme ist aber so ganz anders, anzuordnen irgendwo zwischen Tim Kasher, den dramatischen Gesten von Patrick Wolf, etwas Nick Cave, ein bisschen Tom Waits, garniert mit einer Prise Nick Drake. Get Well Soon, das ist der Projektname von Konstantin Gropper, den er seinem nun vorliegendem Debütalbum mit dem Titel „Rest Now, Weary Head! You Will Get Well Soon“, entliehen hat.
Nun da ihn nach einem Glastonbury Auftritt 2006 und einigen in England veröffentlichten EPs auch Deutschland entdeckt hat avanciert er hierzulande zu Everybody’s Darling und die englische Presse kann kaum glauben, dass so einer Deutscher ist, sind wir doch eher bekannt für die Scorpions und seltsame Beiträge zum Eurovision Song Contest. Das Album besticht vor allem durch die von Konstantin Gropper bis ins kleinste Detail geplanten Arrangements in jedem Track und wird getragen von seiner tiefen dramatischen Stimme. So avanciert allein der Eröffnungssong „Prelude“ mit seinen einfachen Lyrics, die einfach nur den Albumtitel wiederholen zu einem orchestralen Ereignis. Das setzt sich auf dem gesamtem Album fort, mal hört man die klaren Anleihen bei Bright Eyes „Christmas in Adventure Parks“, mit den weisen Worten „In Alaska, there’s no refrigarator needed“, dann wieder Patrick Wolf bei der ersten Single zum Album „If this Hat is missing I’be gone hunting“, die auch auf Heavy Rotation auf MTV läuft. Ein Highlight auch das Duett „Your Endless Dream“, das von seinem Charme fast an das Duett von Nick Cave und Kylie Minogue „Where The Wild Roses Grow“ heranreicht, aber trotzdem so ganz anders ist. Besonders noch hervorzuheben das geniale Cover von Underworlds „Born Slippy Nuxx“. Insgesamt lässt sich sagen, Deutschland hat nun seinen ersten Freak-Folk Star, das ist zwar nicht wirklich innovativ, aber Konstantin Gropper wollte das Rad auch nicht neu erfinden, sondern versichert uns auf der Rückseite des Albums „I tried my very best to make this music loveable.“ und das hat er geschafft, mit einer unglaublichen sinfonischen Vielfalt, die sich mit mehrfachem Hören immer weiter erschließt und aufs Neue überrascht.
Video zu “Christmas in Adventure Parks”
httpv://www.youtube.com/watch?v=Ppnba5nNWT0















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