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Port O’Brien – All We Could Do Was Sing

Kaum eine Band hatte in den letzten Jahren wohl einen so interessanten, weil ungewöhnlichen Background vorzuweisen, wie M Ward’s neue Lieblingsband Port O’Brien. Sänger Van Pierszalowski arbeitet nämlich in Alaska, in jeder Lachssaison ca. 100 Tage auf dem Fischkutter seines Vaters mit dem die Familie ihren Lebensunterhalt bestreitet. Ein Job, den die amerikanische Regierung durch statistische Auswertungen jüngst zum gefährlichsten Job Amerikas ernannt hat, stürzen doch immer wieder vom 20 Stunden-Tag übermüdete Fischer in die See und ertrinken, oder verletzen sich lebensgefährlich, weil sie unvorsichtig waren. Wer seine Brötchen also auf diese Art verdient hat also viel zu erzählen.

So ist auch schnell klar, das es für das Verständnis des Albums essentiel ist über die Lebensumstände der Musiker Bescheid zu wissen. So sind auf “All We Could Do Was Sing” wie das zu erwarten ist viele Lieder über die Ereignisse auf See, das Fischen und das Leben in Alaska. Die Geschichten sind verpackt in stimmige Indie- / Folkrocksongs, mal Uptempo, wie in “Pigeonhold”, mal langsamer, wie in “Alive For Nothing”. Songwriterisch ist das nicht immer wirklich innovativ, oder überraschend, aber dennoch besitzt “All We Could Do Was Sing” einige Aspekte, die das Album in den Jahresbestenlisten zu hohen Plätzen führen wird und vor allem dafür sorgen dürfte, dass Van bald weniger Zeit für das Fischen haben wird. Ein Hit ist mit dem Opener “I Woke Up Today” auch schnell ausgemacht, zwar mit spärlichen Lyrics, dafür mit vielen Ooohs und Aaaahs und einen extrem tanzbaren Rhythmus. Wir freuen uns nun auf den Oktober, um zu überprüfen, ob Port O’Brien live das halten können, was das Album verspricht.

Video zu “Stuck On A Boat”

httpv://www.youtube.com/watch?v=UAZ_sb7xyj8

auf dem Myspace der Band
und auf der Homepage 

  1. [...] nicht. Aber gerade die Abgeschiedenheit scheint kreative Höchstleistungen zu Tage zu fördern. Port O’Brien sind das jüngste Beispiel hierfür. Ein paar Jahre vor ihnen erschienen allerdings bereits [...]

  2. [...] Hochkaräter als Support verpflichten können. Neben Herman Düne, werden die Alaska-Folker von Port O’Brien die Fans beglücken. Ein frohes Fest also für Musikfreunde, auch dank der neuen Get Well Soon [...]

  3. [...] paar Problemen mit der Einstellung des Banjos pünktlich ihr Set. Neben Songs ihres ersten Albums “All We Could Do Was Sing” hatte die Band neue Stücke aus dem Ende September erscheinenden Albums “Threadbare” [...]

  4. [...] folkig rockend, bis zu akustisch zurückhaltend wurden auf dem Album ersten offiziellen Release “All We Could Do Was Sing” versammelt und natürlich zurecht abgefeiert. Viel ist seitdem passiert, Port O’Brien tourten [...]