Anfang des Jahres veröffentlichte das amerikanische Duo von Big Deal …
Bat For Lashes + Marybell Katastrophy, Köln, Kulturkirche, 18. Mai 2009
Die Kölner Kulturkirche ist eigentlich ein wundervoller Ort für Konzerte, sieht toll aus, bietet einen schönen Sound und eine Bühne mit angenehmer Höhe. Das Programm ist eigentlich auch immer gut, denken wir nur an Jakob Dylan, Franz Ferdinand, die Editors und bald auch Scott Matthew. Da wäre doch eigentlich auch große Freude beim Personal angebracht. Leider Fehlanzeige, denn das Ordnungspersonal – sogenannte Securities – schaffen es immer wieder ein Konzerterlebnis in der schmucken Kölner Kirche zu trüben. Das beginnt mit unfreundlichen Kommentaren in Richtung wartender Menge vor der Kirche, setzt sich in der Kirche mit unglaublicher Wichtigtuerei und übertrieben rohem Vorgehen gegenüber den Konzertgängern fort. Nein wir übertreiben nicht, oder habt ihr es schon einmal erlebt, dass jemandem die Kamera beinahe aus der Hand gehauen wird? Dass man dann als Nebenstehender, der die Security drauf anspricht noch blöd angemacht und weggedrückt wird wundert dann auch gar nicht mehr. Dazu sei noch gesagt, wer uns persönlich kennt, weiß, dass wir nicht gerade streitsüchtig, oder besonders impertinet störende Menschen sind, die Auseinandersetzungen anziehen.

Aber nehmen wir mal allen Groll beiseite, der wohl einfach zur Location dazu gehört. Der Abend in der Kulturkirche gehörte Natasha Khan, besser bekannt als Bat For Lashes. Die veröffentlichte vor einigen Wochen ihr zweites Album “Two Suns”, mit dem sie nun durch Deutschland tourte. Von den ursprünglich vier geplanten Terminen fanden dann leider nur zwei statt, einer in Köln. Trotz weiter gewachsenem Hype gab es am Abend noch letzte Karten, eines unter anderem am Zaun der Kulturkirche, so dass es voll aber nicht überfüllt werden sollte. Die Eröffnung bestritten dann nach extrem langer Wartezeit mit komischer Hintergrundbeschallung Marybell Katastrophy. Das waren zwei Knaben, einer in komischer Skelett-Kostümierung, an Keyboards / Effektgeräten und eine junge Dame an der Gitarre in einem hübschem Kleid, das mit großen Knöpfen besetzt war. Das Trio spielte eine ganz eigene Mischung aus Elektro-Rock mit polternden Beats, schreiender Gitarre, einem Spielzeugauto und quietschender Sängerin. In der Kulturkirche kam das wohl nicht so gut an, unsere Ohren verdauen es derzeit noch.
Nach ca. 30 Minuten Marybell Katastrophy und anschließender sehr langer Umbaupause, bei der Lichterketten auf der Bühne von A nach B getragen, Kerzen angezündet und Engel eingeschaltet, ein paar Instrumente gestimmt wurden, aber die meiste Zeit nichts geschah, betrat dann Bat For Lashes nebst dreiköpfiger Band die Bühne der Kulturkirche. In maßgeschneidertem schwarz-weiß gestreiftem Overall bewegte sie sich grazil auf’s Mikro zu und intonierte sanft die ersten Zeilen von “Glass”, dem Opener von “Two Suns”. Ab dem ersten Ton war das zuvor leicht unruhige Publikum gebannt und lauschte wie verzaubert der vollen und tiefen Stimme von Natasha.
Im Zusammenspiel mit den imposanten Drums des Stücks und den Gesangsparts von Natasha war das Stück gleich der erste Gänsehautmoment des Abends, der gleichzeitig so schön war, dass er auch für das ein oder andere Tränchen gesorgt haben dürfte. So ähnlich ging es dann auch weiter, wobei die Dramatik des Abends nicht immer perfekt gestrickt war. Das war auch deutlich an den Reaktionen des Publikums zu erkennen. Bei Stücken, wie “Glass”, “Siren Song” und “Horse And I”, die auch mal etwas lauter, oder schneller werden war das Publikum förmlich verzaubert. Es gab allerdings auch einige Längen, in denen das ein oder andere ruhige Stück zuviel aneinander gereiht wurde. Da diese nicht immer die größte Unterscheidbarkeit besitzen wurde es dann schon etwas langatmig Natasha Khan beim dritten Lied in Folge versteckt hinter ihrem Klavier zu zu schauen. Das sollte aber natürlich nicht die Gewissheit trüben, ein über die größten Strecken wunderschönes und Gänsehaut erzeugendes Set aus esoterischen bis bombastischen Stücken gesehen zu haben, die vor allem durch die Einzigartigkeit der stimmlichen Kraft von Natasha Khan überzeugten.
Fotos: Ariane WhiteTapes















schonmal dran gedacht, dass so manches security personal nicht zur kulturkirche gehört (da arbeiten sowieso die meisten ehrenamtlich!), sondern sogenannte profis sind, die vom jeweiligen veranstalter in dienst genommen werden?
ich finde die kulturkirche immernoch gut und habe ausschließlich angenehme erlebnisse mit dem hauseigenen personal. eine klasse location, ohne die die kölner musikszene ebenso wie diejenige in havixbeck um einiges ärmer wäre!
ja, natürlich eine tolle location, das sehe ich ja auch ähnlich. das personal in der kulturkirche war bisher auch immer toll.
dass das sicherheitspersonal vom veranstalter kommt ist uns natürlich auch klar. nur hat der veranstalter immer wenn wir da waren es bisher einfach nicht hinbekommen ein ansatzweise freundliches, oder fähiges sicherheitspersonal zu stellen. es ist nun einmal nicht nötig, jemandem die kamera, die gerade weggepackt wird aus der hand schlagen zu wollen und es ist auch nicht ok, blöde kommentare in richtung wartendes publikum zu machen.
ich kann Iain nur zustimmen. ich mag niemanden persönlich angreifen, aber wenn ich meine kamera gerade wegpacke, die praktisch schon in der tasche ist und der mensch neben mir nochmal draufdrückt in einer art, bei der mir der ganze kram auch hätte aus den händen fallen können, und regelrecht mault “SO schluss, keine fotos mehr! das geht nicht! AUFHÖREN!” – weiß ich auch nicht mehr, was ich davon halten soll.
mit dem lokalen veranstalter hatten wir noch nie probleme, komischerweise leider nur immer, wenn wir in der kulturkirche waren. woran das liegen kann weiß ich auch nicht.
das personal der kulturkirche ist freundlich. und dass da konzerte stattfinden ist eine wahnsinns tolle sache! finde ich auch!
und ganz nebenbei, Havixbeck mag ein dorf sein, hat aber sicherlich keine musikszene und nebenbei auch nichts mit dem thema zu tun.
[...] Khan hat sich mit “Two Suns”, ihrem zweiten Album als Bat For Lashes und nach einem größtenteils schönen Konzert in der Kölner Kulturkirche ganz tief in unser Herz gespielt. Dazu trug auch die tolle Single “Daniel” bei. Nach [...]
[...] zu nennen, mit denen Florence immer zu von der britischen Presse verglichen wird. Das sind nämlich Natasha Khan, besser bekannt als Bat For Lashes, Lily Allen, Kate Nash und Kate Bush. Also esoterisch angehauchte Musik, mit viel Pop-Appeal, einem [...]
[...] besser bekannt als Bat For Lashes ihre ausverkaufte Deutschland-Tour spielte, die sie auch in die Kölner Kulturkirche führte. Zu Single 3 aus Album Nummer 2 “Two Suns” wurde nun der Song “Sleep [...]