Etwas mehr als ein Jahr nach seinem selbstbetitelten Debüt und …
Bloodgroup – Dry Land
From Iceland, Reykjavik. A blend of electronica, strings and pop, with strings recorded and mixed by the excellent Ólafur Arnalds. It’s difficult not to get excited knowing all of the above.
Releasing what the Icelandic press say is ‘one of the very best albums of 2009′ – now for their wider audience – ‘Dry Land’ is a carefully and intricately produced second LP in the main, following 2007′s ‘Sticky Situation’. The band have grown from playing East-Iceland electronica shows in ‘run-down houses’ (hard to imagine in the picturesque splendour created by Icelandic darlings Sigur Rós) to ‘something much bigger’, playing festivals like SXSW in … Continue Reading
Edda Magnason – Goods
Die halb schwedische, halb isländische Songwriterin, Sängerin und Pianistin Edda Magnason ist in Deutschland noch relativ unbekannt. In ihrer Heimat hat sie Kritiker bereits begeistert. Ihre Bekanntheit hierzulande könnte sich nach “Goods”, dem zweiten Album des Mulititalents ändern. Es eröffnet sich uns eine musikalische Welt aus verträumten Pianoschwaden, ausgefeilter Orchestrierung, quietschfidelen Jazzeinlagen und vertrackten Arrangements. Auch das mysteriöse Artwork des Albums stammt aus der Hand von Magnason.
Der Opener “Camera” ist beim ersten Anhören … Continue Reading
Clap Your Hands Say Yeah – Hysterical
Als Clap Your Hands Say Yeah 2006 ihr selbstbetiteltes Debüt veröffentlichten, ging ein Hype durch die Musikszene. Die Band gewann durch charmante Kompositionen und einem Schuss Unbekümmertheit die Herzen für sich. Dabei war das charakteristische für sie die verquer arrangierten Songs, die trotzdem nichts von ihrer Hörbarkeit einbüßen mussten. Das zweite Album “Some Loud Thunder” trieb das Verquere etwas mehr auf die Spitze und schenkte trotzdem charmant tanzbare Musik.
Weniger experimentell kommt das dritte Album “Hysterical” der New Yorker daher. Das verknarzte, … Continue Reading
CSS – La Liberación
Als CSS 2006 mit ihrem Debüt „Cansei de Ser Sexy“ in die Öffentlichkeit traten, begeisterten sie mit Frauenpower – doch feministisch wirkten die fünf Mädels (und der eine Junge) nicht, sondern frech, punkig und aufregend. Das Album begeisterte mit einprägsamen Melodien und Zeilen wie „Let’s Make Love And Listen To Death From Above“. Dabei schimmerte die Do-It-Yourself -Manier der Gruppe durch.
… Continue Reading
Deerhunter – Halcyon Digest
Das dunkle Artwork des vierten Albums „Halcyon Digest“ von Deerhunter ist irreführend, denn die Musik klingt alles andere als dunkel und passt gut in den Frühling. Die lyrische Seite zeigt, was Vielen schwerfällt: Das Gute im Schlechten und das Schlechte im Guten sehen. Zeigt, dass diese Musiker nicht nur musikalisch vielschichtig denken.
Die Band scheint es darauf angelegt zu haben, falsche Erwartungen zu wecken – denn auch der Opener „Earthquake“ ist irreführend. Elektronische Spielereien, verzerrte Ambient-Klänge und diffus aufgenommener Gesang schweben wie ein Nebel in der Luft. Doch schon der zweite Song „Don’t Cry“ zeigt die eigentliche musikalische Richtung. Er erinnert an die Popmusik der 60er mit einer Portion Shoegaze. Was alle Songs miteinander verbindet und der 60er-Bezug bereits andeutet, ist die Produktion. Die neblige, knarzige Aufnahme erinnert an 50 Jahre alte Vinylplatten.
Die Vorab-Single „Revival“ lädt zum Tanzen auf grün-saftigen Frühlingswiesen ein – wunderschön fröhlich mit flinker Fingerfertigkeit an der Gitarre besingt Bradford Cox die Rettung vor der Einsamkeit, wobei „freedom“ als negativ beschrieben wird und zu besagter Einsamkeit beiträgt. „Sailing“ nimmt dem ganzen Optimismus den Wind aus den Segeln – zumindest musikalisch, wenn ruhigere Töne angeschlagen werden. Der Text handelt vom Positiven im Negativen. Thema ist das Leben auf einem Schiff – ohne Essen und Wasser. Doch dies wird als „good“ beschrieben.
Neben den Experimenten in „Earthquake“ finden sich viele weitere neuzeitliche Einflüsse. „Helicopter“ ist ein Beispiel dafür – ein wunderschön besonnener Track, der trotzdem vor positiver Energie strotzt und mit elektronischem „Klimpern“ endet. Doch auch das ist bemerkenswert. Denn es geht um das Ende und die damit verbundene Erlösung aus einer selbskreierten Höhle, welches wieder für Einsamkeit stehen könnte. Obwohl Cox „The light’s inside my cave“ singt, er will nicht mehr dort sein. Er möchte aufgeben und darin steckt die Freude.
Gelegentlich kommt die Mundharmonika zum Einsatz, wie auf dem countryesken „Memory Boy“ oder dem treibendem „Coronado“, dessen eingängiger Charakter durch die Produktion an weiteren Dimensionen gewinnt. Sowohl musikalisch als auch textlich zeigt sich die Vielschichtigkeit dieser Gruppe. Sie wissen außerdem, wie sie die Hörer in ein wundersames Labyrinth führen können. Scheinbare Ausgänge stellen sich als Sackgassen heraus und ausweglose Situationen verwandeln sich in euphorische Erlebnisse.










Frankie & The Heartstrings – Debüt-Album bekommt Titel und Release-Date

Gestern erwähnten wir die Jungs von Frankie & The Heartstrings aus Sunderland ja bereits im Zusammenhang mit Let’s Buy Happiness. Nun eine Nachricht zur Band selbst. Die haben vor ein paar Tagen ihr Debüt-Album fertig gestellt und können nun auch schon einen Release-Termin verkünden. Das Werk soll seinen Titel mit der nächsten Single teilen, die wird “Hunger” heißen. Als Release für das Album ist der 21. Februar 2011 anvisiert, die Single erscheint eine Woche zuvor. Will heißen, neben dem Bright Eyes Album gibt es ein zweites Album, auf das man sich im Februar freuen darf. Produziert wurde “Hunger” übrigens von Pop-Urgestein Edwyn Collins. Die Tracklist zum Werk liest sich wie folgt:
1. Photograph
2. Ungrateful
3. Hunger
4. Possibilities
5. Fragile
6. Tender
7. Want You Back
8. It’s Obvious
9. That Postcard
10. Don’t Look Surprised
Foto auf Startseite: Andy Wilshire
Foto im Artikel: Ariane WhiteTapes, vom Konzert in Brüssel
Bright Eyes – neues Album “The People’s Key” im Februar

Im Zuge der neuen Bright Eyes Single “Coyote Song” spekulierten wir noch, wann denn nun endlich ein neues Album des Projekts von Conor Oberst und Mike Mogis erscheinen würde. Heute kam endlich die Antwort über die Homepage von Conor Oberst. Dort wird der 31. Geburtstag von Conor Oberst als Release-Termin des siebten Bright Eyes Albums genannt. Weiter heißt es:
Bright Eyes will release the band’s seventh studio album The People’s Key on February 15th, 2011 on Saddle Creek Records. Recorded in Omaha, Nebraska, at ARC Studios, The People’s Key was produced by Mike Mogis and engineered by Mogis and Andy Lemaster.
Full track list for The People’s Key:
1 Firewall
2 Shell Games
3 Jejune Stars
4 Approximated Sunlight
5 Haile Selassie
6 A Machine Spiritual (In The People’s Key)
7 Triple Spiral
8 Beginner’s Mind
9 Ladder Song
10 One For You, One For Me
Wir freuen uns drauf und werden euch natürlich auf dem Laufenden halten.
I Like Trains – He Who Saw The Deep
In den letzten sechs Jahren seit ihrer Gründung haben iLiKETRAiNS aus Leeds einiges erlebt. Als Quintett gestartet veröffentlicht die Band mit der komischen Schreibweise ihres Namens 2006 ihre erste EP “Progress Reform”. Die mit ihrem schweren Rock, düsteren Shoegaze-Sounds und bombastischer Songlänge schon eher ein Album ist. Markenzeichen ist die tiefe Stimme von David Martin mit der er Elegien über tragische Geschichten der Historie vorträgt. Mittelpunkt ist immer das Scheitern der Menschen und wie es ihnen einfach nicht gelingt aus ihren Fehlern zu lernen. So erzählen sie in ihrem vielleicht beeindruckendsten Stück “Terra Nova” die Geschichte der missglückten Südpol-Expedition von Robert Falcon Scott. Auf ihrem Debüt “Elegies to Lessons Learnt” setzen sie dieses Erfolgskonzept fort und erzählen von der Hexenjagd, der Ermordung von Spencer Perceval und vielem mehr.
Zurecht feiert die Band mit ihrem bedrückenden und düsterem Werk europaweit große Erfolge. Dennoch trennt sich ihr Label Beggar’s Banquet nach einer Reihe von Tourneen von ihnen. Kurz darauf steigt auch Horn-Spieler und Videoprojektions-Künstler Ashley Dean aus, die Band ändert ihre Schreibweise in I Like Trains, was vielen Fans und Musikschreibenden sicherlich sehr entgegenkommt und veröffentlicht Ende 2008 ihren vorerst letzten Streich, “The Christmas Tree Ship”, eine Instrumental-EP über die traurige Geschichte von Kapitän Herman Schuenemann und seiner Crew. Danach folgt eine Weile nichts und dann die Nachricht, dass sie versuchen den Release ihres fertig produzierten neuen Albums über Pledge zu finanzieren. Es dauerte relativ genau zwei Tage, dann hatte die Band schon ihr Ziel erreicht. So erschien “He Who Saw The Deep” nun also mit Unterstützung der Fans, was heutzutage aber nun nicht mehr so ungewöhnlich ist. Ungewöhnlich aber das Etikett, dass I Like Trains anhaftet. “History-Rock” heißt das und begründet sich in der Wahl der Themen für ihre Songs. Das scheinen sie aber mittlerweile ändern zu wollen und präsentieren mit “He Who Saw The Deep” erstmals ein Album, in dem sich die Band nicht historischer Tragödien bedient. Die Themenwahl bleibt allerdings nicht die einzige Veränderung. Auch der elegische Post-Rock-Sound ist nun etwas aufgehellt. So durchziehen nun häufiger auch schnelle hohe Gitarrensounds die Songs und der Bariton von David Martin wird nicht immer von einer großen drückenden Wand aus Gitarren untermalt. I Like Trains müssen es sich dadurch nun zwar gefallen lassen, dass sie von Kritikern nun durchaus mal in die Nähe der Editors verortet werden. Aber dafür kann man ihnen attestieren, dass sie ihre Sache durchaus überzeugender gestalten, als die Band um Tom Smith. Das liegt auch an der gekonnten Dosierung des Bombast, der einigen Songs, wie etwa “Sea Of Regrets” beigemischt ist. Und letztlich gibt es genügend Punkte, an denen sich doch wieder deutliche Referenzen an ihren gewohnten Sound heraus hören lassen. I Like Trains ist es mit “He Who Saw The Deep” also gelungen ihrem Sound eine neue Note zu verleihen, mit der sie bald vielleicht auch ähnliche Erfolge feiern könnten, wie etwa Editors.










I Like Trains
Blonde Redhead – Penny Sparkle
Nach ihrem 2007er Glanzstück “23″ gehen Blonde Redhead noch einen Schritt weiter in Richtung sphärischen TripHop und kreieren ein Hörerlebnis, das in etwa mit einem langsamen Dahintreiben in den Tiefen des Meeres vergleichbar wäre – mit vorbeischwebenden, buntem Meeresgetier, während die Sonne diffus durch die Wasseroberfläche scheint. Manchmal droht man jedoch zu ertrinken. Da verliert der Hörer sich in den wabenden Soundwänden und dem verträumten Seufzen von Sängerin Kazu Makino.
Der Opener „Here Sometimes“ stellt bereits einen Höhepunkt des Albums dar. Ein elektronischer Soundteppich wird durch Makinos charakteristische Stimme durchbrochen. Besonders der Refrain ist einprägsam. „Not Getting There“ ist eine weitere Attraktion, der von einer dramatisch-dunklen Gitarrenmelodie durchzogen wird. Gutenachtlied-Charakter hat dagegen „Love Or Poison“ zu bieten. Der Gesang ist verträumter denn je, fast flüsternd. Die musikalische Untermalung wirkt sehr einheitlich und die Übergänge sind sehr sanft. Der Folgetrack „Oslo“ und das Titelstück steigern dieses Prinzip sogar und könnten klar dem Ambient zugeordnet werden. Das Album hinterlässt insgesamt einen sehr homogenen Eindruck. Die Songs unterscheiden sich von zwei, drei Beispielen abgesehen kaum in ihrer Dynamik oder Machart. Der meist gleichbleibende Gesang kann auf Dauer nerven, zumal es sich hier um einen zwar schönen, aber doch sehr eigensinnigen handelt.










Blonde Redhead
Blonde Redhead – Here Sometimes (4AD Session) from noknife on Vimeo.
Belle & Sebastian – “Write About Love” im Stream

Das Warten für die Fans von Belle & Sebastian hat endlich ein Ende, denn am 8. Oktober erscheint mit “Write About Love” endlich das neue Album der Schotten. Klar ist heute noch nicht Freitag, aber bereits jetzt kann man alle Songs bei NPR hören und feinsten Indie-Pop genießen, bevor man dann das Werk endlich in Händen hält.














