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WhiteTapes Record Of The Year 2009 – wir bitten zur Wahlurne

Es ist wieder soweit. Nach einem spannenden Rennen im letzten Jahr, bei dem Get Well Soon’s “Rest Now Weary Head, You Will Get Well Soon” am Ende das Rennen machte, suchen wir auch in diesem Jahr wieder die WhiteTapes Records Of The Year. Wie wir das machen? Am liebsten natürlich mit eurer Unterstützung. Das ist dann auch ganz einfach, bitte hakt in der Liste eure drei Favoriten an und klickt auf “Vote”. Das könnt ihr so oft tun, wie ihr wollt und falls euer Favorit nicht dabei ist, könnt ihr den bis zum 6.12 einfach im Formular mit eingeben. Am 23.12 wird dann der Poll auf die 10 führenden Alben reduziert, läuft dann noch einmal bis zum 30.12 und am 31.12 stehen eure WhiteTapes Records Of The Year 2009 fest.

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WhiteTapes sucht euer Album des Jahres

wt1Das Jahr ist so gut wie vorbei und die wöchentliche Flut beachtenswerter Releases ist bis Anfang Januar vollständig zum Stehen gekommen, für uns also eine perfekte Gelegenheit ein wenig auf das letzte Jahr zurück zu blicken und uns zu fragen, was war dieses Jahr Top, was war Flop. Den Anfang macht heute die Frage, was war euer Album des Jahres? Ihr könnt aus unseren vorgegebenen Antworten wählen, oder ihr gebt eure eigenen Lieblinge in das Formular ein. Wir freuen uns auf eure Antworten und eure rege Teilnahme, wenn ihr jetzt schon teilnehmt könnt ihr übrigens noch den Zwischenstand sehen, das schalten wir kurz vor Weihnachten ab und reduzieren das Formular auf die besten Zehn. Die Ergebnisse gibt es dann zu Neujahr. Viel Spaß!

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Bon Iver – For Emma, Forever Ago

Eigentlich scheint die Entstehungsgeschichte eines Albums grundsätzlich egal. Selbst wenn ein Amerikaner mit dünnem Stimmchen in den Wald geht, um ein Album aufzunehmen, ist der erste Gedanke: “Na und, die Beatles haben ein Konzert auf einem Hausdach gespielt und dass ist auch unspektakulär!”. Was den Beatles Auftritt seinerzeit so spektakulär gemacht hat waren eben die Umstände, unter denen es dazu kam. So auch beim Debütalbum von Justin Vernon’s Soloprojekt “Bon Iver”.

Er machte sich nach dem Abschluss mit seiner Band und einer gescheiterten Beziehung völlig ausgebrannt in die Wälder, wünschte seinem Vater einen “Bon Hiver” (zu deutsch “schönen Winter”) und verschanzte sich in dessen Jagdhütte im Norden Wisconsins. Zum Glück für Musikfans verfügte die Hütte über Strom und es passten genügend Instrumente rein. So verbrachte Justin dann die Tage damit, Feuerholz zu hacken, zu jagen und Musik aufzunehmen. Musik, die ihre ganze Kraft aus diesem Umfeld bezieht, weshalb die Entstehungsgeschichte zu diesem Album zur Abwechslung mal wirklich wichtig ist. Justin hat karg instrumentierte Folksongs erschaffen, die meisten nur mit Gitarre und Steelpedal, über allem stets seine fast klagende Stimme. Das klingt nach Herzschmerz und Einsamkeit, aber genau das Gegenteil ist der Fall, die Songs sind voller Wärme, Hoffnung und Zufriedenheit, wie das Kaminfeuer, das Justin des Nachts gewärmt hat. Man merkt den Stücken an, dass er, obwohl er allein war, niemals einsam war, “For Emma, Forever Ago” klingt auch nie nach einer Abrechnung mit der Verflossenen oder seiner alten Band, sondern nach einem versöhnlichen Abschluss. So hört man im Song “Lump Sum” sogar den Herzschlag des Waldes, der zwar nur ein elektronischer Beat ist, aber dennoch den Eindruck erweckt, Justin wäre eins mit der Natur geworden. Justins Stimme schwebt über dem Wald, der in “The Wolves (Act I und III)” dann sogar ekstatisch zurück zu rufen scheint. Teilweise meint man sogar, man hört das Feuer im Kamin prasseln, so sehr wärmt einem das Album das Herz. So gesehen ist “For Emma, Forever Ago” die schönste Winterplatte zum Sommeranfang.

Myspace von Bon Iver