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The Dø – A Mouthful

Gleich zwei Wiederholungen auf einmal. Mit The Dø präsentieren wir euch die zweite französische Band dieser Woche und zugleich das zweite Duo, dass aus männlichem Komponisten und junger Sängerin besteht. Dan Levy und Olivia Merilahti wurden quasi zu einem Musiker-Pärchen verkuppelt, als sich beide bei der Arbeit von Dan Levy am Score zu “Empire Of The Wolves” kennen lernten. Eine Verbindung, die so erfolgreich ist, dass sie es schaffte ihr Debüt-Album “A Mouthful” in Zeiten der Musik-Krise, 200.000 mal über französische Ladentheken gehen zu lassen. Da liegt es nahe, sie nicht länger dem Rest Europas vorzuenthalten und so erfährt ihr gefeiertes Debüt nun auch hierzulande seinen Release. Ein Debüt, das versucht, zwei völlig unterschiedliche musikalische Hintergründe zu vereinen und dadurch natürlich extrem breit gefächert ist.

Da geht es los mit einem Kinderchor, der zu Marschmusik singt, passenderweise “Playground Hustle” genannt. Bei “At Last” präsentiert dann Olivia erstmals so richtig ihren Hang zu leicht naiv kindlichem Gesangsstil zu groovigem Indie-Pop, der lässig auf der akustischen Gitarre daher kommt. Mit “On My Shoulders” folgt dann auch der erste klare Hit des Albums, ein einfacher Rhythmus, klare Instrumentierung und dramatisch eingesetzte Streicher, eine Mischung, die vor allem eins will, ins Ohr des Hörers und sich dort festsetzen. “Song For Lovers” ist dann eine ruhige Ballade nur mit sanftem Gesang und hauchzart angeschlagener Gitarre. “The Bridge Is Broken” und “Stay (Just A Little Bit More) nehmen dann wieder etwas Tempo auf, jazzen ein wenig und Olivia groovt sich zu luftiger Instrumentierung durch die Songs und erstmals wird deutlich, dass der jugendlich mädchenhafte Gesang auch zu einer Geduldsprobe beim Hören werden kann. “Unissasi Laulelet” ist dann ein alberner Song, der auf finnisch gesungen ist und von Trommeln untermalt wird. Der wilde Genre-Mix geht weiter und zeigt seinen seltsamsten Auswuchs in der Missy Elliot Parodie “Queen Dot Kong”, in dem Olivia von Synthesizern begleitet rappt. Durch den erwähnten Stilmix, der vor allem in der zweiten Album-Hälfte deutlich wird, wirkt das Album dann bei aller jugendlicher Frische, die Olivia mit ihrer Stimme verströmt, eher wie eine Compilation a la Bravo Hits, als ein wirklich zusammenhängendes Album. Die Titelfolge gibt sich dabei nicht immer nachvollziehbar und gleich 15 Songs zeigen etwas deutlich, das versessene Bemühen der beiden Musiker eine möglichst große Bandbreite darzustellen, selbst wenn dadurch einige Fülltracks und Langweiler auf dem Album landen. Das täuscht aber nicht darüber hinweg, dass sich dennoch einige zuckersüße Indie-Pop-Songs auf “A Mouthful” verstecken, die darauf warten, den deutschen Sommer durch ein wenig französisches Flair zu bereichern.

Video zu “On My Shoulders”

Das Album in voller Länge:

The Do
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Bell X1 – Blue Lights On The Runway

Im Vergleich, zu dem Flugzeug, nach dem sich Bell X1 benannten verläuft ihre Karriere eher gegenteilig. Besagtes Flugzeug durchbrach als erstes die Schallmauer, Bell X1 bewegen sich dagegen eher gemächlich fort. Mit ihrem zweiten Album “Music In Mouth” schafften sie erste Achtungserfolge in ihrer Heimat Irland, der Durchbruch auf der grünen Insel gelang ihnen dann mit ihrem letzten Album “Flock”, dass sie auf Platz 1 und durch ausverkaufte Hallen führte. Auch in Amerika wurde man so auf sie aufmerksam und ihre Songs waren unter anderem in “Grey’s Anatomy” und “OC California” zu hören. Album 4 “Blue Lights On The Runway” ist nun der Angriff auf die Schallmauer. Das erste Album der Band, das weltweit am gleichen Tag veröffentlicht wird und Kurs auf durchbrechen der Schallmauer nimmt. Wie ihr ehemaliger Mitstreiter aus Juniper-Zeiten, Damien Rice, hat das Trio dabei vor allem eins auf ihrer Seite, die Gabe, Gefühl perfekt in Songs zu konservieren.

Fangen wir einmal am Ende an, denn da zeigt sich das am deutlichsten, nämlich im Song “Light Catches Your Face”, einer wunderschönen Pop-Ballade mit gefühlvollem Klavier-Spiel und einer Gesangsleistung von Paul Noonan zum dahinschmelzen. Ein wunderschöner Song, aber auch einer, der nicht alles andere als repräsentativ für den Sound von “Blue Lights On The Runway” ist. Hier geht es nämlich, ähnlich wie bei den Hauptreferenzen Talking Heads, Coldplay und auch Elbow um gefühlvolle Mid-Tempo Popsongs. Der Opener 5:30 Minuten konservierte gute Laune, mit stimmungsvollen Percussions und inspiriert von der Geschichte eines Mannes, der nach New York ging um seine Jugendliebe zu heiraten, sie aber nie wiederfand, ihr Bild dennoch bei sich trug. Eine traurige Geschichte, verpackt allerdings in einen heiteren Grundsound. Diese Verknüfpung fröhlicher Popmusik und meist tragischen Geschichten ist eine der großen Stärken der Band. Eine andere, dass es dem Trio gelingt, dass ihre sehr poppigen Stücke, obwohl sie häufig an die 5 Minuten-Grenze kommen und diese auch gern sprengen, nie langweilig oder langatmig geraten. Für den deutschen Markt ist “Blue Lights On The Runway” wahrscheinlich nicht das Album, dass der Band den Durchbruch hierzulande beschert, im Rest der Welt stehen die Zeichen dennoch gut und der deutsche Markt lernt auch schon irgendwann noch dazu.

Wer schon einmal reinhören möchte, kann hier die Daytrotter Session mit der Band herunterladen, oder dank kleinem Widget das komplette Album direkt hier bei uns im Stream hören:


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Dear Reader – Album jetzt schon in voller Länge vorhören!

Am Freitag ist es endlich so weit, dann erscheint mit “Replace Why With Funny” das Debüt-Album des südafrikanischen Indie-Folk Duos Dear Reader. Ab heute kann man das Album auch dank schmucker E-Card in voller Länge streamen und sich davon überzeugen, warum Dear Reader einer der heißesten Newcomer des Jahres sein werden.

Einfach hier entlang und toll finden.

Myspace // Label // E-Card

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Conor Oberst Albumstream

Es gibt Tage, die sind als würden Ostern und Weihnachten auf einen Tag fallen, so zumindest unser Gefühl, wenn wir das neue Conor Oberst Album – das er schlicht nach sich selbst benannt hat – hören, dass er ab heute auf seiner Homepage streamt. Wir ganz aus dem Häuschen und freuen uns jetzt schon auf die anstehende Tour zum Album, die in folgenden Städten halt machen wird:
7. September, München, Backstage Werk
11. September, Köln, Gloria
14. September, Mannheim, Alte Feuerwache
15. September, Berlin, Columbia Club

Iain WhiteTapes