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Beat!Beat!Beat! – Gratis-Download “We Are Waves”

Im Oktober veröffentlichten die Viersener Beat!Beat!Beat! ihr sicherlich von vielen sehnlich erwartetes Debüt-Album “Lightmares”. Einer der besten Songs darauf, die aktuelle Single “We Are Waves”. Damit und auch mit ihrem zackigen Indie-Sound dürften sie sich sicher noch einige Freunde machen und auch bald zur Speerspitze deutscher Indie-Bands aufschließen. Falls ihr euch noch immer nicht mit den Jungs vertraut gemacht habt, dann habt ihr nun wieder die Chance dazu, denn über diese eigens dafür eingerichtete Website könnt ihr das Stück runterladen.

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Beat!Beat!Beat!, Druckluft, Oberhausen, 12. Oktober 2010

Es ist schon interessant wie sich eine Band innerhalb von einem halben Jahr entwickeln kann. Nachdem ich Beat!Beat!Beat! im April in Osnabrück live gesehen hatte, war ich wirklich gespannt, ob sie es diesmal schaffen würden mich zu überzeugen.

Gut… damals hatten sie zugegebenermaßen wirklich kein leichtes Spiel, da sich der Veranstalter mit Miyagi einen Support ausgesucht hatte, der ja bereits ein Album auf den Markt geworfen und ein zweites in Planung hatte. Wäre die Abfolge anders herum gewesen, also Beat!Beat!Beat! als Support für Miyagi, hätte ich den Auftritt bestimmt ganz anders wahrgenommen.

Aber es geht ja jetzt nicht um Osnabrück, sondern um den Auftritt der Viersener in Oberhausen.

Ich erwartete ehrlich gesagt viele junge und kreischende Mädels unter denen ich mir mit Sicherheit ziemlich alt vorgekommen wäre. Umso überraschter war ich, einem (was das Alter angeht) recht breit gefächerten Publikum im Druckluft zu begegnen.

Der Support, eine Band namens Champions aus Koblenz, hatte leider mit einigen technischen Problemen zu kämpfen. Bereits vor Beginn des Konzertes fiel der Strom aus. Als alles wieder lief, konnte es dann losgehen und die Jungs spielten bis… zum nächsten Stromausfall. Diesmal erloschen leider mitten im Set alle Lichter. Als es nach einer gefühlten Ewigkeit endlich weitergehen konnte, waren alle Einstellungen des Mischpultes weg. Ärgerlich. Das führte natürlich zur Verwirrung im Publikum. Während des Stromausfalles gingen einige nach draußen und danach ärgerten sich einige, dass Sänger Dennis nicht mehr zu hören war. Dafür kann die Band natürlich nichts. Nach ein paar Minuten und einigen ziemlich fiesen Rückkopplungen klang alles wieder gut und der Strom blieb für den Rest des Abends an. Wie praktisch.

Die Champions aus Koblenz erinnerten mich sehr an die Kilians aus dem beschaulichen Dinslaken – ein bisschen zu sehr für meinen Geschmack. Sänger Dennis könnte man mit geschlossenen Augen auch für Simon den Hartog halten.
Ein wenig mehr Eigenes würde den Jungs ganz gut tun. Aber insgesamt konnten sie mich als Support und Anheizer überzeugen. Um allerdings mal als Hauptact auf einer Bühne stehen zu können, würde ich persönlich an der Individualität des Sounds noch etwas arbeiten. Da ich aufgrund der ein oder anderen persönlichen Erfahrung kein Freund der Kilians bin, zog ich kurzerhand einfach einen Austausch der beiden Bands in Erwägung. Kopfkino ist doch immer wieder erfreulich.

Nach einem kurzen Umbau und einigen „Moritz“-Kreischern aus der ersten Reihe, eroberten dann Beat!Beat!Beat! die Bühne. Die gesammelte Erfahrung auf diversen Festivals und Konzerten und bestimmt auch bei der Aufnahme ihres kürzlich erschienenen Albums “Lightmares” (hier zur Review) machte sich sofort bemerkbar. Irgendwie schwang eine gewisse Authentizität mit, die mir im April in Osnabrück noch gefehlt hat. Plötzlich hatte ich eine Band vor mir, die wie selbstverständlich ihre Songs zum Besten gab. In dem halben Jahr schienen die Jungs sich selbst ein wenig mehr gefunden zu haben. Die Setlist des Abends fand ich unglaublich gut zusammen gestellt. Songs wie „Fireworks“ und „You’re Designer“ wurden bewusst aufgehoben und erst zu fortgeschrittener Stunde gespielt. Also wurde nicht sofort das Pulver verschossen, sondern gezielt über den Abend verteilt. Bei „You’re Designer“, meinem persönlichen Highlight des Abends, übernahmen die Fans kurzerhand die Zweitstimme im Refrain, genau wie bei „Fireworks“. Einen Chor brauchen die vier Jungs wohl nicht zu engagieren, um die mehrstimmigen Effekte der Studioversionen auch live wiederzugeben.

Nach dem Abklingen des letzten Songs stand für mich fest, dass ich „Lightmares“ direkt an diesem Abend am Merchstand der Band käuflich erwerben werde und so wurde das Erstlingswerk von Joshua, Marius, Moritz und Tim auf der Rückfahrt auch direkt angespielt.

Fazit: Überzeugt! Sowohl live als auch auf Platte.

Fotos: Chiara WhiteTapes

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Beat!Beat!Beat! – Lightmares

Was gibt es Schöneres als sich bei diesem nassen, trüben Herbstwetter einfach mal zurückzuziehen, um sich voll und ganz der Musik hinzugeben. Dafür geben uns die Viersener von Beat!Beat!Beat! mit ihrem Debütalbum einen wirklich guten Grund. Mit ihrem Erstlingswerk versprechen uns die Jungs keine Nightmares, sondern Lightmares. Welch ein wundervoller Gedanke. Ein Wort, das unbedingt in den englischen Sprachschatz aufgenommen werden sollte.

Bekannt geworden sind mir Beat!Beat!Beat! mit „Fireworks“, der in meinem Lieblingsclub rauf und runter lief… Irgendwann damals, als noch kaum jemand oder beinahe niemand den Namen Beat!Beat!Beat! überhaupt kannte. Ein Song zum ausgiebigen Tanzen, der richtig gute Laune verbreitet.

So war ich doch beim ersten Hören des Albums etwas enttäuscht, was aus den Titeln „Fireworks“ und „You’re Designer“ geworden ist. Ein „Beat!“ des dreifachen Ausrufes können wir seit der Veröffentlichung ihrer Stars EP vor einem Jahr also gedanklich streichen. Aber… das ist gar nicht so schlimm wie ich dachte.

Bereits mit den ersten Klängen von „Hard to cherish“ entführen uns die Jungs in eine Welt mit einer leicht trüben Grundstimmung aber mit dennoch aufmunternden Klängen, die perfekt zur Stimmung des aktuellen Herbstwetters passen. Die Stimme von Sänger Joshua schmiegt sich klar um die Klänge der Synthies und Gitarren. Ein Album für alle, die den Sommer noch nicht ganz aufgegeben haben.

An zweiter Stelle folgt „We are waves“, der vielleicht dem ein oder anderen schon bei einem sogenannten Musiksender mit einem schon recht Boygroupmäßigem Video mit nassen Hemden aufgefallen sein dürfte. Aber da ist ja noch die Farbe, die das Ganze schon wieder sympathisch für bereits über 20-jährige macht. Die Frohnatur der Viersener zieht sich weiter über den Song „Graveyard“ hinweg.

Und dann tauchen wir ein – in die Trübe von „Lightmares“. Als nächstes erwartet uns „You’re Designer“, den ich inzwischen in der Albumversion sehr ins Herz geschlossen habe. Hier dominieren Synthies, verzerrte Gitarren und die etwas verzweifelt klingenden Ausrufe von Sänger Joshua. In dieser Version passt sich der in der Demoversion doch noch etwas ruppige Song perfekt in das Konzept des Albums ein.

Raus aus dem dunklen, beklemmenden Designerraum, ab an die Luft, unter den freien Himmel, denn hier finden wir „Stars“, eine schöne, ausgereifte Indie-Rock-Nummer. Leichte, verspielte Gitarrenklänge leiten uns weiter zum Song „Too short to bide“, der vermutlich jedem Hörer an dieser Stelle ein zufriedenes Lächeln aufs Gesicht zaubern dürfte. Eine kleine Hymne an das Leben.

Leider folgt nun mit „Bravery“ ein etwas unvorteilhafter Song, der mehr Potential hätte, wenn dem Refrain nicht irgendwie das gewisse Etwas fehlen würde. Die Strophen machen nämlich Lust auf mehr. Da ist also noch durchaus Etwas ausbaufähig. Im Moment ist dieser Titel für mich ein Beweggrund, die Forward-Taste meiner Fernbedienung zu betätigen.

Bei „Fireworks“ werden dann schnell wieder die Tanzschühchen geschnürt. Obwohl der Song in der Albumversion an Tempo und Energie verloren hat, verursacht er trotzdem ein deutlich spürbares Zucken in den Füßen und animiert selbstverständlich dennoch zum Mitsingen. Für mich immer noch, nach all der Zeit, ein perfekter Song für die Tanzfläche.

Etwas ruhiger geht es weiter mit „I see glisten“, denn so langsam aber sicher nähert sich unser Lightmare dem Ende. Den Abschluss findet der Lichtertraum mit „Lightheavy Rapture“, der die ruhige Atmosphäre des Albums aufgreift. Und… es gibt ja noch einen Hidden Track, der Beat!Beat!Beat! mal von einer ganz anderen Seite zeigt. Hier schmeicheln sanfter Gesang und eine Akustikgitarre den Ohren. Von „Beat!“ ist da eigentlich gar nichts mehr zu spüren. So was können sie also auch, die vier. Mir gefällt’s.

Insgesamt ein wirklich sehr gelungenes Album, das die Songs der bereits bekannten Stars EP in neuem Licht erstrahlen lässt und jeden neuen Hörer verzaubern dürfte. Der Vergleich mit den Foals, der immer wieder von allen möglichen Menschen angestellt wird, entzieht sich ehrlich gesagt meines Verständnisses. Ja, es gibt ähnliche Elemente, aber wo die Foals doch mit einer etwas leidenden Stimme und druckvollerem Sound voranpreschen, schaffen es Beat!Beat!Beat! einen eigenständigen, fröhlichen Indiesound mit glockenklarer Stimme zu vermitteln, der auch den kleinen Altersunterschied und den unterschiedlich großen Erfahrungsschatz der beiden Bands unterstreicht.

Für mich ist „Lightmares“ ein sehr gelungenes Debütalbum, mit dem ich ehrlich gesagt nicht gerechnet hätte.

★★★★★★★☆☆☆
Beat!Beat!Beat!
Beat!Beat!Beat! auf Tour

18. Oktober, Jena, Rosenkeller
20. Oktober, Erlangen, E-Werk
21. Oktober, A – Wien, Flex (supporting: The Cinematics)
22. Oktober, München, Atomic Café (supporting: The Cinematics)
23. Oktober, CH-Aarau, Kiff
24. Oktober, Gießen, MuK
29. Oktober, Dortmund, FZW – VISIONS Westend Indoor
10. Dezember, Berlin, C-Halle – Fest van Cleef
11. Dezember, Mainz, Phönixhalle – Fest van Cleef
12. Dezember, Bielefeld, Ringlokschuppen – Fest van Cleef

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Beat!Beat!Beat! – “Lightmares” im Stream

Ich schätze, man kann ohne Übertreibung so weit gehen zu sagen, dass die Viersener von Beat!Beat!Beat! in diesem Jahr wohl eines der besten Debüt-Alben des Jahres einer deutschen Indie-Rock Band mit englischen Texten abliefern werden. “Lightmares” bietet schon eine größere Coolness und Abgeklärtheit, die manche Bands erst nach mehreren gemeinsamen Jahren erreichen und diese Jungs haben gerade mal ihr Abi gemacht. Dabei beschränken sich die Jungs nicht auf üble Checker-Posen und quietschende Gitarren, sondern bieten entspannten Indie-Rock mit Tiefe und auch dem Mut den Song entwickeln zu lassen, ohne gleich zum Refrain zu hetzen. Also, euch erwartet ein gutes Album. Und da es noch drei Wochen bis zum eigentlichen Release sind aber einige sicher jetzt schon nervös warten, gibt es ab sofort hier “Lightmares” in voller Länge im Stream. Dafür müsst ihr nur eure Email-Adresse angeben und los geht’s.

Beat!Beat!Beat! auf Tour

25. September, Hamburg, Reeperbahnfestival
01. Oktober, Berlin, Magnet (NME Party)
09. Oktober, Köln, Studio 672
12. Oktober, Oberhausen, Druckluft
13. Oktober, Osnabrück, Glanz & Gloria
14. Oktober, Bremen, Tower
15. Oktober, Postdam, Waschhaus
16. Oktober, Halle, Objekt 5
18. Oktober, Jena, Rosenkeller
20. Oktober, Erlangen, E-Werk
21. Oktober, A – Wien, Flex (supporting: The Cinematics)
22. Oktober, München, Atomic Café (supporting: The Cinematics)
23. Oktober, CH-Aarau, Kiff

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Beat!Beat!Beat! – Video zu “We Are Waves”

Regelmäßige Leser dieser bescheidenen Seite werden es schon mitbekommen haben, Beat!Beat!Beat! sind eine aufstrebende junge Band aus Viersen, die im Oktober ihr Debüt-Album “Lightmares” veröffentlicht. Ihr unaufgeregter Indie-Sound hat inzwischen den NME und eigentlich die gesamte deutsche Indie-Szene auf sie aufmerksam gemacht, so dass sie nun wohl kurz davor sind, die nächste Sensation zu werden. Zu gönnen wäre es ihnen, denn die Band mit dem “Aussehen von Justin Bieber und dem Sound der Foals” hat es sich redlich verdient durch die Decke zu gehen. Einen Vorgeschmack auf das (so viel sei verraten) wirklich gelungene Debüt-Album gibt nun das Video zu “We Are Waves”. Der Song ist zwar auch bereits bekannt von der “Stars EP”, aber eben auch einder der stärksten der Band.

Beat!Beat!Beat! auf Tour

25. September, Hamburg, Reeperbahnfestival
01. Oktober, Berlin, Magnet (NME Party)
09. Oktober, Köln, Studio 672
12. Oktober, Oberhausen, Druckluft
13. Oktober, Osnabrück, Glanz & Gloria
14. Oktober, Bremen, Tower
15. Oktober, Postdam, Waschhaus
16. Oktober, Halle, Objekt 5
18. Oktober, Jena, Rosenkeller
20. Oktober, Erlangen, E-Werk
21. Oktober, A – Wien, Flex (supporting: The Cinematics)
22. Oktober, München, Atomic Café (supporting: The Cinematics)
23. Oktober, CH-Aarau, Kiff

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Blitzverlosung: Beat!Beat!Beat! – Karten für Deutschland-Tour gewinnen

Verlieren wir keine großen Worte, wir haben schließlich keine Zeit zu verlieren. Ab Freitag macht sich die deutsche Indie-Rock Hoffnung aus Viersen, Beat!Beat!Beat! auf seine bisher größte Headlining Tour quer durch Deutschland. Da Konzerte der Band großen Spaß machen und wir die Tour präsentieren, möchten wir euch nun die Teilnahme an einem der Konzerte erleichtern und dürften 2×2 Karten je Tour-Stadt verlosen.

Die Teilnahme ist dabei wieder einmal denkbar einfach. Schickt einfach eine Email mit dem Betreff “Schlag mal 3″, eurer Wunschstadt und eurem vollständigen Namen an ariane@whitetapes.de. Ein Kommentar mit “Gewinnen will” und eurer Wunschstadt ist natürlich auch möglich, dazu müsst ihr allerdings eure echte Email-Adresse (wird nicht veröffentlicht) angeben.Teilnahmeschluss ist jeweils 1 Arbeitstag vor dem jeweiligen Konzert um 13:21 Uhr. Die glücklichen Gewinner werden dann jeweils direkt benachrichtigt.

21. Mai, München, Atomic Cafe (Teilnahmeschluss: 20. Mai 2010)
22. Mai, Ulm, Schili (Teilnahmeschluss: 21. Mai 2010)
23. Mai, Stuttgart, Keller (Teilnahmeschluss: 21. Mai 2010)
24. Mai, Essen, Pfingst Open Air Werden (von der Verlosung ausgeschlossen)
25. Mai, Wiesbaden, Schlachthof (Teilnahmeschluss: 21. Mai 2010)
27. Mai, Hamburg, Molotow (Teilnahmeschluss: 26. Mai 2010)
28. Mai, Hannover, Chez Heinz (Teilnahmeschluss: 27. Mai 2010)
30. Mai, Düsseldorf, Zakk (Teilnahmeschluss: 28. Mai 2010)

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Beat!Beat!Beat! + Miyagi, Kleine Freiheit, Osnabrück, 15. April 2010

Foto: Myspace der Band

Seit geraumer Zeit begleiten uns die Viersener von Beat!Beat!Beat! nun schon immer mal wieder thematisch. Nur zu einer livehaftigen Begegnung kam es bisher nicht. Vor allem lag das natürlich daran, dass es die Band, obwohl Viersen jetzt nicht so weit entfernt ist, bisher nicht für einen Abstecher in die Nähe des Münsterlands gebucht wurde. Das Popsalon Festival, das dieses Jahr erstmals in Osnabrück ausgerichtet wurde, sollte diesen Umstand nun ändern. Eine halbe Stunde Autofahrt ist für eine der – dem Hype nach – nächsten großen deutschen Indie-Bands ja schließlich machbar. Zumal die Macher des Festivals ein goldenes Händchen am ersten Festival-Tag bewiesen und ins Vorprogramm die Münsteraner von Miyagi gesteckt haben. Ein hochkarätiger Abend also, für den ein Münsteraner sich sogar freiwillig nach Osnabrück macht.

Der Abend wurde eröffnet durch einen verspäteten Start in einer sehr gut gefüllten Kleinen Freiheit in Osnabrück. Ein Club, der ein recht eigenes Flair hat. Man wird durch einen ausrangierten Bus geleitet, der als Eingang dient und darf dann durch eine kleine Strandlandschaft in das Gebäude eintreten. Das hat mit seinem Fliesenboden, der Fensterfront zur rechten des Raumes und der Bühne, die nur ca. zwei Stufen hoch ist, den Charme eines evangelischen Gemeindezentrums, in das sich jede Menge Astra Reklamen, ein paar Sofas und eine Theke verirrt haben. Aber Musik ist ja schließlich auch so eine Art Religion, also lässt sich auch in einem solchen Ambiente gut feiern. Etwa eine halbe bis dreiviertel Stunde später als geplant eröffneten dann Miyagi die Popsalon Messe, ähem, das Popsalon Festival. Der Platz im Line-Up war schon etwas komisch, da Miyagi gerade an ihrem zweiten Album arbeiten und Beat!Beat!Beat! gerade einmal ihre “Stars” EP veröffentlicht haben. Dennoch sollte sich gerade diese Entscheidung der Macher als gute Idee erweisen, denn so war der Club bereits sehr früh gut gefüllt. So konnten Miyagi dann auch gleich vor voller Hütte ihre Live-Qualitäten unter Beweis stellen. Die haben wir hier ja auch schon das ein oder andere Mal geschildert und auf die Münsteraner war auch dieses Mal Verlass. Die gesamte Band war von Beginn an voll da und lieferte ein schweißtreibendes Set aus alten Bekannten, aber auch einer Reihe neuer Songs.

Dabei ließen sie nichts anbrennen und hauten schon sehr früh mit “Whatever 2.0″ ihren größten Hit raus. Die Stimmung kochte dadurch schnell hoch und sorgte bei einigen für ausgelassene Tanzstimmung, die Sänger Stefan und Bassist Axel durch den ein oder anderen Besuch im Publikum immer wieder entfachten. Besonders erwies sich bei Miyagi auch in diesem Set wieder der Wechsel zwischen beinahe post-rockigen Instrumental-Passagen mit zwei Schlagzeugen und schnell gespielten Indie-Rock-Passagen mit gehetztem Gesang als wahrer Glücksgriff und sorgte für ein zugleich spannendes und unterhaltsames Set. Kein Wunder also, dass die Jungs nach ihrem knapp 45minütigen Auftritt mit viel Jubel und Zugabe-Rufen auf die Bühne zurück gerufen wurden. Recht zügig kamen sie dann auch zurück, um ein längeres Intro zu spielen, dass direkt in die obligatorische Zugabe “Ice Cream” überging.

Foto: Myspace der Band

Miyagi hatten das Publikum ordentlich angeheizt für die jungen Newcomer aus Viersen, die sich anschließend mit ihrem Aufbau beeilten, damit die Besucher der Kleinen Freiheit auch warm bleiben. Vom Sound her etwas ruhiger und unaufgeregter starteten die dann zügig in ihr Set und hatten auch keine Schwierigkeiten das Publikum für sich zu gewinnen. Live zeigten Beat!Beat!Beat! auch direkt, dass der ewige Foals Vergleich wohl aus der gemeinsamen Liebe der Bands für Gitarren-Pickings rührt. Im Sound schlägt sich das bei den vier Viersenern allerdings völlig anders nieder, als bei den Londoner Fohlen. Hier geht die Reise deutlicher in Richtung Brit-Rock mit einer großen Note Indie, von Math-Rock ist bei Beat!Beat!Beat! kaum eine Spur.

Durch den etwas ruhigeren Anstrich ihrer Songs sorgten die Jungs zwar nicht für eine derart ausgelassene Tanzstimmung, wie ihre Label-Mates von Miyagi, konnten aber dennoch beinahe auf der ganzen Linie überzeugen. Zwar merkte man ihnen die Aufregung stellenweise deutlich an, aber das legt sich auch noch und fällt kaum ins Gewicht, wenn man Hits, wie “Fireworks”, “We Are Waves” und insbesondere das grandiose “Stars” im Gepäck hat. Nach nur knapp 30 Minuten war dann zwar schon Schluss mit dem regulären Set, aber mehr kann man nach einer EP auch nicht erwarten. Der Applaus sprach für sich und lässt die Erkenntnis reifen, von Beat!Beat!Beat! werden wir in den nächsten Monaten noch hören, wenn sie beweisen, dass sie mehr als ein kleiner Indie-Hype vom Niederrhein sind.

Fotos: Chiara Jana

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Wir präsentieren: Beat!Beat!Beat! – auf Deutschland-Tour

Deutsche Indie-Rock Bands, die englisch singen und auch noch ein etwas größeres Maß an Potential mitbringen lassen sich wahrscheinlich leider an zwei Händen abzählen. Von internationalem Potential einmal ganz zu schweigen. Vier Jungs aus Viersen scheinen genau das mitzubringen und feierten in ihren Schulferien schon regelmäßig Triumphzüge durch deutsche Indie-Clubs. So erfolgreich, dass bereits der NME begeistert von den Jungs von Beat!Beat!Beat! geschwärmt hat. Bevor es nun aber an die vollständige Eroberung des europäischen Auslands geht nimmt das Quartett zunächst in den Niederlanden einige Termine mit The Cinematics wahr und spielt dann eine ausführliche Deutschland-Tour in den Pfingstferien. Als große Fans der “Stars” EP ist es uns dabei ein ganz besonderes Vergnügen euch die Deutschland-Termine von Beat!Beat!Beat! präsentieren zu dürfen. Also gleich vormerken.

27. Februar, Kaiserslautern, Kammgarn (mit Cinematics)
10. März, NL – Rotterdam, Rotown (mit Cinematics)
11. März, NL – Amsterdam, Paradiso (mit Cinematics)
12. März, NL – Oss, Groene Engel (mit Cinematics)
13. März, NL – Groningen, Simplon (mit Cinematics)

15. April, Osnabrück, Popsalon Festival
21. Mai, München, Atomic Cafe
22. Mai, Ulm, Schili
23. Mai, Stuttgart, Keller
24. Mai, Essen, Pfingst Open Air Werden
25. Mai, Wiesbaden, Schlachthof
27. Mai, Hamburg, Molotow
28. Mai, Hannover, Bei Chez Heinz
30. Mai, Düsseldorf, Zakk

Und noch ein paar neue Daten:

02. Juli, Frankfurt/Main, Campus Open Air
16. Juli, Bochum Total – 1Live Bühne
17. Juli, Rheinberg, Rockdorf Festival
30. Juli, Würzburg, Fairtrade Festival
31. Juli, Großefehn, Omas Teich
28. August, Kassel, Festival
25. September, Hamburg, Reeperbahnfestival
01. Oktober, Berlin, Magnet (NME Party)
09. Oktober, Köln, Studio 672
12. Oktober, Oberhausen, Druckluft
13. Oktober, Osnabrück, Glanz & Gloria
14. Oktober, Bremen, Tower
15. Oktober, Postdam, Waschhaus
16. Oktober, Halle, Objekt 5
18. Oktober, Jena, Rosenkeller
20. Oktober, Erlangen, E-Werk
21. Oktober, A – Wien, Flex (supporting: The Cinematics)
22. Oktober, München, Atomic Café (supporting: The Cinematics)
23. Oktober, CH-Aarau, Kiff

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BEAT!BEAT!BEAT! – Tourtagebuch Teil 3 “Mama, ich lebe noch”

Liebe WhiteTapes Leser:

an dieser Stelle erstmal eine Entschuldigung für die, durch diese Verspätung hervorgerufenen Panikattacken. Liebe Mama, ich lebe noch:-*

Wir sitzen gerade im Backstage Bereich des Weekender in Innsbruck, Österreich. Der erste Gig im Ausland wird glaub ich, wer hätte es anders erwartet, tight. Denn wir konnten endlich mal ausschlafen und haben auch heute wieder gemütliche Betten in Aussicht.

Fangen wir chronologischerweise mit Berlin an…

Ein sehr N1cer Abend. Außer Beta (an dieser Stelle liebe Grüße, da ich ja jetzt weiß, dass ihr treue WhiteTapes Leser seid) waren auch noch viele alte Freunde am Start. Kindheitsfreunde, Berliner Balletttänzerinnen, Henrik von Ghost of Tom Joad und Dennis von Muff Potter (sehr chillige leute). Nachdem wir 1 Woche nur Fremde gesehen haben, war es schön ein paar bekannte Gesichter zu treffen.

Obwohl wir nicht mehr mit den anderen gefeiert haben waren wir am nächsten Tag alle müde und wollten die 4 Stunden Busfahrt nach Görlitz zum schlafen nutzen. Leider hat unser geliehener Tourbus (190 000 gefahrene km) den geist aufgegeben, und wir mussten uns in Berlin auf die Schnelle einen neuen Tourbus besorgen. Dies war zum Glück innerhalb einer Stunde erledigt und wir konnten nach Görlitz fahren, welches übrigens zu einem Drittel in Polen liegt und daher ein Paradies für uns als Hobby-Zigaretten Schmuggler ist.

Die besetzte Bude wurde standesgemäß beschallt und das Publikum, dass sich gleichermaßen in Skinheads und Indiemädchen aufteilte, feierte übertrtieben. dka+strohrum oder wodka+zubruoska = todeswodka. Und so wurde sich an der polnischen Grenze in den Schlaf gehazed und geschnapst… SCHNITT!!!!!!! Folgendes: Wir wollten nach dem Gig in Innsbruck chillig weiterschrieben und danach anfangen zu trinken. faaaaaaail.

Es ist komplett verkehrt herum gelaufen und wir bitten das WhiteTapes Team an dieser Stelle wie immer die Grammatik-Korrektur zu vollziehen. Marius legt gerade auf und heizt den Mietzen und den Kackbratzen hier ein. Tim, Moritz, Joel unser Fahrer und ich sitzen nun Backstage und versuchen kläglich dieses Tour-Diary fortzuführen… Ich berichtige: Moritz ist eingeschlafen! Und irgendwer wirft hier mit Bananenschalen und Brot durch den Raum… Altahh..

Ich glaube wir brechen schnell ab und moshen hier alles nieder! Alors, mes fille et garcon vous, on adore de jouez pour vous! C‘est extraordinaire! C‘est Beat!Beat!Beat! des bisous…

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BEAT!BEAT!BEAT! – Tourtagebuch Teil 2 “damn tight”

Köln war damn tight (um die Anglizismen-Quote zu erfüllen). die Pollywogs eröffneten einen ultra verzerrten Abend. Noch etwas high vom Wiesbaden Gig und unheimlich entspannt vom Day-Off in Frankfurt legten wir, im bis zum Anschlag gefüllten Studio 672, das erste Punkkonzert ever hin.

Danach hat der liebste Marius Bubat (von Coma) derbe Polka-Remixe aus den Tiefen seiner Vinylsammlung geholt, um den kontinuierlich zappelnden Ring aus tanzenden zu beschallen. Edi von MIT lief auch irgendwo rum, was wir sehr chillig fanden, da wir riesen MIT-Fans sind. In hannover liegen die Kids nicht auf der straße, sondern sie tanzen. Und das so ekstatisch, dass alle blaue Flecken sammelten wie Panini-Sticker!!! Echt verrückt. Die Leute konnten sogar die neuen Songs mitsingen, was wir ebenfalls extrem chillig fanden, und griffen sich auch mal das Mikro um die Hooklines Choral ins Café Glocksee zu schmettern..

DAS HAT SOO GEBOCKT! Die Location sah aus wie das Geheimversteck der Pfefferkörner, mit Ufotoiletten und Spacewaffen an der Decke. Nachdem wir im Backstage von einigen Fans überrascht wurden begann der legendäre teil des Abends. Wie eigentlich immer wurde hart abgetanzt und die Gratisgetränke skrupellos ausgenutzt. Diesmal allerdings so exzessiv , dass wir alle nicht vor 5 schlafen konnten.

Morgens wachten wir dann mit der Erkenntnis auf, dass 2+2 = 4 ist. Immerhin etwas. In der Unterkunft, den gig in Nürnberg bereits absolviert, lässt sich rückblickend feststellen, dass das vielleicht nicht die klügste Idee war. Akuter Schlafmangel und gesundheitliche Probleme führten dazu, dass sich die hammerharte Tightheit der letzten Tage nicht fortsetzen ließ. Da wir aus unsern Fehlern lernen, werden wir jetzt artig schlafen gehen und morgen die Tour gebührend fortsetzen.

Mit viel Liebe und der Betabande aus Berlin!! Kommt alle!

1000 küsse

b!b!b!