1

Blood Red Shoes – Video zu “Heartsink”

Eine Horde Indie-Kids trifft sich an einer Bauruine, schaut ernst drein und hält geliebte Gegenstände von Verflossenen in Händen. Die Blood Red Shoes fangen an zu spielen, die Kids beginnen die Gegenstände zu zerstören, die Band macht mit und zerstört ihr Equipment. Das hat sicherlich alles viel Symbolkraft, filmisch ist es hübsch aufgenommen, die Musik der Blood Red Shoes gewohnt gut und als Gesamtwerk ist es das neue Video zu “Heartsink”, der neuen Single der Band:


Youtube direkt

Myspace // Homepage // Label

Fire Like This – bei Amazon.de kaufen

2

Blood Red Shoes – Video zu “Don’t Ask”

Vor zwei Wochen beendeten die Blood Red Shoes die Tour zu ihrem zweiten Album “Fire Like This”, die sie quer durch Deutschland führte (hier unser Bericht aus Münster). Ein besonderes Highlight dabei war der neue Song “Don’t Ask”. Um das Hit-Potential weiß natürlich auch das Duo und hat den Song nun zur neuen Single erkoren. Das zugehörige Video zeigt mal wieder eine Performance der Beiden, dieses Mal mit vielen Close-Ups in Schwarz-Weiß.


Blood Red Shoes

Myspace // Homepage // Label

Fire Like This – bei Amazon.de kaufen

2

Blood Red Shoes + Pulled Apart By Horses, Gleis 22, Münster, 22. März 2010

Mit “Box Of Secrets” veröffentlichten die Blood Red Shoes Anfang 2008 ein Album, dem trotz großartiger Songs ein wenig der Charme eines schnell wieder verfliegenden Indie-Hypes beiwohnte. Abgebrochene Konzerte am Ende ihrer Deutschland-Tour ein Jahr nach dem Release ließen dann beinahe den Verdacht, dass sich das Duo bereits nach diesem einen Album trennt, noch weiter erhärten. Das wäre aber natürlich traurig gewesen, da Laura-Mary und Steven aus Brighton einfach zu knackige Sounds schreiben, um die Blood Red Shoes so früh schon wieder Geschichte sein zu lassen. Und siehe da, die Blood Red Shoes rauften sich nach einer kurzen Pause wieder zusammen, schrieben ein neues Album und präsentierten auf einer Hand voll Festivals im letzten Jahr bereits neues Material. Als Support von Maxïmo Park beschränkten sie sich dann fast sogar auf neue Songs und bewiesen, dass der Sound von Blood Red Shoes auch nach einem Album immer noch mehr als genug Variation hergibt.

Kein Wunder, dass “Fire Like This” dann auch die meisten Kritiker und vor allem auch die Fans überzeugte. Die Formel hieß nun, weniger Hits, dafür mehr Tiefe und ein dunklerer Sound. Das Ergebnis, eine Steigerung zum Debüt, dass die Begeisterung für das Duo noch weiter entfachte. So waren Karten für die Deutschland-Tour dann auch mehr als begehrt und das Konzert in Münster zwei Wochen vor dem Termin bereits ausverkauft. Das Gleis 22 kannten die Blood Red Shoes bereits von ihrem Besuch vor relativ genau zwei Jahren, als sie den Kult-Club in der Nähe des Bahnhofs auch bereits ausverkauften. Statt von Herrenmagazin wurden sie bei ihrem zweiten Münster-Abstecher nun von ihren Freunden von Pulled Apart By Horses begleitet. Die kommen aus Leeds und sind ebenfalls mit Sky Larkin befreundet. Musikalisch leben sie allerdings in einer ganz anderen Welt. In einer nämlich, in der lieber ins Mikro geschrien, als melodisch gesungen wird. Dazu laute Gitarrenriffs und polternde Drums. Der Sänger der Band machte während des Sets noch einen Abstecher ins Publikum, schnappte sich eine der Pflanzen von der Fensterbank, warf sie umher und spuckte Bierfontänen. Aus der Ferne war das ganz witzig anzuschauen, die Konzertbesucher in den vorderen Reihen sahen das aber wahrscheinlich anders. Aber nach knapp 30 Minuten war auch dieses Spektakel überstanden und das Warten auf die Blood Red Shoes begann.

Im Gegensatz zum letzten Münster-Abstecher des Duos musste man sich nun eigentlich keine Sorgen mehr um die Qualität der Darbietung machen. Schließlich haben Blood Red Shoes bereits im Herbst gezeigt, wie famos die Live-Umsetzung des Materials gelingt. So hieß es in der Umbaupause also nur: Warten auf gute Unterhaltung. Die begann aber zunächst etwas holprig mit “Doesn’t Matter Much”, Steven verpasste seinen Gesangseinsatz und Laura-Mary war am Mikro zunächst gar nicht zu hören. Das bekam zumindest die Band recht schnell in den Griff, der Ton-Mann hat aber während des gesamten Sets merklich damit zu kämpfen, Gitarre und Gesang von Laura-Mary in Einklang mit der Gesamtmischung zu bringen. Die schien auch eher nach dem Motto “mach mal laut” abgemischt, als den famosen Melodien, die sich hinter der rauen Schale des Sounds verbergen, gerecht zu werden. Ohren-Stöpsel waren also eine kluge Investition. Der Schwerpunkt im Blood Red Shoes Set lag, wie bereits im Herbst, auf neuem Material, das mit “Klassikern”, wie “It’s Getting Boring By The Sea” und “I Wish I Was Someone Better” gespickt wurde. Aber auch für das neue Material waren alle Besucher entflammt und so waren die ersten Reihen in wilder Bewegung und der nun für Anlässe dieser Art im Gleis 22 anscheinend fest installierte Wellenbrecher an der Bühne schien schwer arbeiten zu müssen.

Trotz durchaus guter Performance ließ die Band den letzten Funken Begeisterung an diesem Abend missen, so blieb etwa eine kurze Begrüßung durch Steven Ansell mit einem kurzen Small-Talk mit den Besuchern in den ersten Reihen eine der spärlichen Ansagen der Band. Auch wirkte die Performance stellenweise leider nur darauf abzuzielen laut aufzuspielen, als wirklich Spielfreude zu zeigen. Das ist aber natürlich meckern auf hohem Niveau, denn die Blood Red Shoes spielen natürlich immer eine gute Show, nur fehlte eben das letzte Quäntchen zu einer hervorragenden Show, die sie beispielsweise im Herbst als Support gebracht hatten. Vielleicht liegt es ja auch wirklich daran, dass sich das Duo ein noch ein wenig mehr Mühe gibt, wenn sie sich noch als Support beweisen müssen. Als Headliner lehnten sie sich etwas zurück, sie müssen ja niemanden mehr für sich gewinnen, schließlich sind ja alle für sie da. Ob das nicht irgendwann nur noch trügerische Sicherheit ist, wird sich zeigen, für den Moment reicht es ja dennoch zu guten Shows und an ihren Platz als Headliner werden sich die beiden bestimmt auch noch gewöhnen.

Fotos: Myspace der Band

0

Blood Red Shoes – “Fire Like This” im Stream

Gestern konntet ihr in unserem Interview mit den Blood Red Shoes die Gedanken des Duos aus Brighton zu ihrem neuen Album “Fire Like This” (hier auch zu unserer Review) nachlesen, ab heute könnt ihr euch auch eure eigenen Gedanken machen, denn bei 3voor12 gibt es ab sofort das gesamte Album im Stream. So dürfte jetzt jedem auch klar werden, dass die Blood Red Shoes ihr Niveau halten konnten und der Release am Freitag dann wohl noch einmal am Ende des Monats eure Finanzlage beeinflussen wird.

Blood Red Shoes auf Tour:

20. März, Hamburg, Übel & Gefährlich
21. März, Berlin, Maria am Ostbahnhof
22. März, Münster, Gleis 22
23. März, Köln, Gloria
24. März, München, Backstage
25. März, Stuttgart, Schocken


Youtube direkt


Blood Red Shoes

Myspace // Homepage // Label

Fire Like This – bei Amazon.de kaufen

1

Blood Red Shoes – Interview

Small People. Big Sound.

Kaum zu glauben, dass Blood Red Shoes im Jahre 2009 keine einzige Veröffentlichung zu verzeichnen hatten. Wenn am 22.2. diesen Jahres die Single Light It Up als Vorbote des neuen Albums “Fire Like This” in den Läden steht, wird diese tatsächlich der erste Release seit Dezember 2008 für das Duo aus Brighton sein. Dank fleißigem Touren und wiederholten Supportslots im Vorprogramm von Maxïmo Park scheint es, als hätten Laura-Mary Carter und Steven Ansell sich nur kurz draußen einen neuen Drink geholt um nun schon wieder in den ersten Reihen mit zu tanzen, als wären sie nie weg gewesen.

Im Interview erzählen sie, warum sie ihre eigenen Platten nicht verstehen, Stevens Soloalbum wie Prince klingen wird und Laura-Mary als Riot Grrl Anhängerin auf Macho-Bands steht.

Es gilt übrigens zu erwähnen, dass dies ein stark editiertes Script ist. Denn neben ihren Fähigkeiten an Gitarre und Schlagzeug, sowie ihrem gemeinsamen Wechselsgesang, haben Blood Red Shoes noch mindestens ein weiteres Talent: Reden. Viel Reden.

Im Vorfeld war zu hören, dass die atmosphärische, dunkle Stimmung auf “Fire Like This” daher kommt, dass ihr große Twin Peaks Fans seid und die Serie einen großen Einfluss auf das Album genommen hat.

S:”Es ist nicht so, dass das Album hauptsächlich von Twin Peaks beeinflusst ist. Ich habe sogar gelesen, das Ganze sei als eine Art Konzeptalbum zu verstehen. So ist das keinesfalls gemeint. Aber ja, wir gucken sehr viel Twin Peaks und es sind auch einige Referenzen auf Fire Like This zu finden.”

L-M:“It Is Happening Again ist beispielsweise der Titel einer Folge aus Twin Peaks, aber der Song hat ansonsten nichts mit der Serie zu tun. Wir hielten das nur für einen guten Songtitel.”

S: “Laura Palmer, deren Mord in Twin Peaks aufgeklärt werden soll, kommt aus dieser dunklen, psychotischen Welt und an einer Stelle gibt es diese Zeile: „When this kind of fire starts it’s very hard to put out“ und der Satz hat auf irgendeine Art und Weise mit unsere Band geklickt. Die anderen lyrischen Anspielungen auf Feuer waren nicht geplant, die sind einfach so passiert. Wenn man eine gewisse Verbindung in seiner Band hat, ist das machmal schwierig anzuhalten. Das ist wie eine Energie, über die man keine Macht hat, ein Zwang, den man nicht kontrollieren kann, ein Feuer, das kaum zu löschen ist. In dem Sinne hat Twin Peaks unser neues Album und auch dessen Titel beeinflusst.”

Könnt ihr für Euch selber ausmachen, inwieweit ihr bei Fire Like This andere Einflüsse hattet, als bei Box Of Secrets?

S:”Wir hören seitdem wir das erste Album gemacht haben, deutlich mehr Classic Rock. AC/DC zum Beispiel.”

L-M:”Ja, aber abgesehen davon, mögen wir nach wie vor die gleiche Musik. Wir haben mittlerweile einfach einen ganz anderen Blickwinkel, als wie zu der Zeit, zu der wir das erste Album geschrieben haben. In den letzten zwei Jahren, haben wir gefühlt jeden Fleck auf dieser Erde besucht. In Wahrheit natürlich nicht. Aber einfach durch das ganze Reisen und die ganze Erfahrung, die man mit nimmt und Eindrücke, die verarbeitet werden wollen, wird eine Album einfach beeinflusst. Ob man will oder nicht.”

S:”Die Sache ist ja so, im Grunde verstehen wir unsere Alben selber nicht. Wir denken nicht wirklich viel nach, über die Musik, die wir machen. Wir wissen einfach, wenn sich etwas richtig und wenn sich etwas falsch anfühlt und lassen uns davon mehr leiten, als von allem anderen. Man fängt im Grunde erst dann an, über die Songs nachzudenken, wenn man Interviews gibt und nach Details gefragt wird, was auf der einen Seite unglaublich verwirrend ist, weil du anfängst Sachen zu erklären, über die du gar nicht nachgedacht hast, als du sie gespielt hast, aber dir anderseits die großartige Möglichkeit gibt, etwas über deine eigene Platte zu lernen.”

Während bei Box Of Secrets jeder Song relativ schnell zum Punkt kommt, ist Fire Like This eher ein Album, das am Stück gehört werden muss, damit es seine Wirkung am besten entfaltet. Inwieweit war es einfach ein natürlicher Prozess, dass die Songs epischer, sphärischer und härter klingen und inwieweit war das beabsichtigt?

L-M:”Bis zu einem gewissen Punkt war das schon beabsichtigt. Wie gesagt, wir denken oder beabsichtigen nicht allzuviel, wenn wir Musik schreiben, aber wir wollten definitiv ein härteres Album machen und wir wollten definitiv, dass es sich von Box Of Secrets unterscheidet. Wir wollten, wie du schon richtig gesagt hast, diesmal eher ein Album, ein Gesamtwerk haben, als eine Sammlung von Singles. Wir wollten, dass das Ganze sich wie eine Art Reise gestaltet.”

S:”Box Of Secrets bestand im Grunde einfach nur aus unserem damaligen Live Set und zwei Songs, die wir geschrieben haben, kurz bevor wir ins Studio gegangen sind. Bei diesem Album hatten wir einfach mehr Zeit, was uns auch die Möglichkeit gab, kritischer zu sein und manche Songs doch nicht mit aufs Album zu nehmen.”

L-M: “Manche Songs passten einfach nicht zu der Stimmung des Albums. Und dass dieses Album härter klingt hat auch damit zu tun, dass wir bemerkt haben, dass das ein wichtiges Element von uns ist, dass wir bisher nicht geschafft haben auf unseren Aufnahmen einzufangen. Live waren wir schon immer sehr viel härter. Man könnte sagen, dass Fire Like This vom Sound her, näher an unserer Live-Show ist, als alles, was wir jemals zuvor aufgenommen haben.”

Habt ihr festgestellt ob und in inwiefern sich euer gemeinsames Songwriting entwickelt hat? Damit spreche ich nicht unbedingt von der Qualität sondern eher vom Schreiben an sich, vom Prozess sozusagen, der zwischen Euch stattfindet.

S:”Es ist auf jeden Fall so, dass wir da sehr hineingewachsen sind. Dadurch, dass wir nur zu zweit sind und soviel getourt haben, hat das auf jeden Fall dazu beigetragen, dass wir den jeweils anderen deutlich besser verstehen.”

L-M: “Wir haben mittlerweile eine bessere Vorstellung davon, wie wir das Beste auseinander rausholen.”

S: “Der grundlegende Prozess ist der Gleiche. Es fängt immer mit Improvisation an, aber wir sind nachdenklicher geworden, was unsere Songs angeht. Vorher war es so, dass es uns hauptsächlich um diese instante, augenblickliche Energie ging. Sobald ein Song diese hatte, war das für uns schon mehr als die halbe Miete. Jetzt ist es so, dass wir die Songs mehr auseinander nehmen, mehr auf Details achten und sie gegebenenfalls überarbeiten. Aber zwischen uns hat sich nichts gravierendes verändert, außer vielleicht, dass wir nicht mehr versuchen alles gemeinsam zur gleichen Zeit zu spielen, sondern auch mal einer von uns einen Song anführt, wenn man das so sagen möchte und der andere folgt. Somit hat dieses Album gleichzeitig mehr von einem Band-Album, als auch mehr von uns selbst jeweils. Wenn das Sinn macht.”

L-M: “Steven möchte seit diesem Album übrigens bevorzugt Pophits schreiben!” (lacht)

S: “Ich kann mir das selber nicht erklären! Wie schreibt ein Schlagzeuger Pophits? Eigentlich will ein Schlagzeuger doch einfach nur auf seine Drums eindreschen, aber irgendwie war ich derjenige, der versucht hat, aus jedem Song einen Pophit zu machen und Laura diejenige, die mich andauernd bremsen und erstmal einen zwei-minütigen Gitarren-Noise-Part zum Ausgleich einstreuen musste. Eines Tages wird Laura eine instrumentale Platte machen – voller Gitarrenkrach – und ich mache ein Album wie….Prince!”

Steven, du hast über euer neues Album gesagt, es sei “a rock record with real heart – no macho crap”. Warum glaub ihr, gehen Rockmusik und “Macho Crap” so oft einher?

S: “Ich weiß es auch nicht! Es muss einfach irgendwann geschehen sein, dass harte Gitarrenklänge assoziert wurden mit Musik….”

L-M:”….die ausschließlich von ‘echten Männern’ stammt!”

S: “Ich finde zum Beispiel nicht, dass Black Sabbath sehr macho ist. Dann eher so Sachen wie Pearl Jam. Seit den 80ern und dem sogenannten Cock Rock ging es plötzlich nur noch um das männliche Ego und Prahlerei, und das ist echt eine Schande!”

L-M: “Das sehe ich ganz genauso. Aber komischerweise mag ich Guns n Roses. Und Queens Of The Stone Age sind eine meiner absoluten Lieblingsbands. Eigentich bin ich eher in Riot Grrrl Sachen verwurzelt – Babes In Toyland, Hole – aber seit ein paar Jahren höre ich plötzlich auch wieder Männer-dominierte Musik, ich weiß nicht genau, wie das passiert ist.”

S:”Was ich mit dem Zitat, das du angeführt hast, sagen wollte, war dass es bei Rockmusik zu oft darum geht, bloß keine Verletzlichkeit, Unsicherheit oder generell irgendeine Emotion zu zeigen, denn leider leben wir in einer Gesellschaft, die das als wenig männlich, sondern im Gegenteil als weiblich und somit natürlich schwach bezeichnen würde. Es geht nur darum zu zeigen, wie toll man selber ist – Ego-Rock. Und um sowas scheren wir uns auf Fire Like This nicht.”

Werden denn, in euren Augen, aktuell überhaupt noch gute Rock-Alben veröffentlicht?

L-M: “Selten. Ich mag aber zum Beispiel Them Crooked Vultures. Die habe ich auch gestern Abend zum Einschlafen gehört.”

S: “Du hörst Dir Them Crooked Vultures an, wenn du einschlafen willst? Du bist doch total verrückt.”

3

Blood Red Shoes – Fire Like This

Als die Blood Red Shoes Ende 2007 als Support für Maxïmo Park im Kölner Palladium angekündigt waren, war ich zunächst skeptisch. Wie sollen es diese beiden kleinen Männchen nur mit Schlagzeug und Gitarre schaffen knapp 5.000 Menschen für Springteufel Paul Smith einzuheizen? Hervorragend sollte die Antwort lauten. Denn nur mit Gitarre und Schlagzeug machten die beiden einen Krach für fünf und spielten beinahe ungestümer auf, als der Headliner. Ab diesem Zeitpunkt war spätestens auch klar, dieses Duo wird ähnlich durchstarten, wie The Subways, mit denen sie so häufig verglichen werden. Das Anfang 2008 veröffentlichte Debüt-Album “Box Of Secrets” belegte dann mit rohem Do It Yourself Sound, stampfenden Drums, lauten Gitarren und poppigen Melodien genau das. Mit “It’s Getting Boring By The Sea” und “I Wish, I Was Someone Better” legten sie zudem auch noch zwei veritable Hymnen vor, die mittlerweile selbst von den ursprünglich so kritischen Maxïmo Park Fans bei wiederholten Support-Slots des Duos abgefeiert wurden.

Diese Support-Slots für ihre guten Freunde sollten den Blood Red Shoes dann im letzten Jahr auch wieder als Plattform dienen, ihr neues Material vorzustellen. Darauf brannten sie anscheinend so sehr, dass sie bis auf je ein, oder zwei Songs ausschließlich neue Songs spielten. Ab diesem Zeitpunkt war dann auch schon klar, dass man sich um die Qualität des zweiten Albums keine Sorgen machen muss, denn sie zeigten genau das, was man von den Blood Red Shoes erwartete, mit einigen neuen Nuancen im Sound. Das zweite Album der Band versprach somit wieder ein Hit zu werden. Ein Versprechend, das “Fire Like This” auch wirklich zu halten vermag. Der Grundsound ist etwas düsterer, die Band hält sogar auch mal inne, aber die Grundelemente sind die gleichen geblieben, laute Gitarren und treibende Drums, dazu der Wechselgesang von Steven und Laura-Mary. Produziert wurde das Album auch wieder von Mike Crossey, der saß auch bereits bei “Box Of Secrets” an den Reglern und machte seine Arbeit da ja alles andere als schlecht. Eröffnet wird “Fire Like This” mit “Don’t Ask”, einem typischen Blood Red Shoes Song, der ordentlich nach vorn und auch in die Beine geht. Das folgende “Light It Up” verspricht dann bereits beim Refrain eine dieser infektiösen Hymnen der Band zu werden, die Live-Termine im März werden das vermutlich bestätigen. Das ruhige “When We Wake” ist die größte Überraschung auf “Fire Like This”. Laura-Mary trägt hier ruhig ein Lied vor, gestützt nur von ein paar Gitarrenakkorden. So zerbrechlich war das Duo definitiv noch nie zu hören, auch wenn das Stück gegen Ende wieder etwas Fahrt aufnimmt. Gleichzeitig erbringen die Blood Red Shoes gleich auch noch den Beweis, dass sie nicht nur im Up-Tempo Bereich einiges zu bieten haben. Weitere Erkenntnis bei “Fire Like This”, der Band ist es durch die etwas dunklere Stimmung gelungen die Gesamtatmosphäre zu verdichten und so dafür zu sorgen, dass das Album in sich geschlossener wirkt, als noch der Vorgänger, der noch den ein oder anderen Durchhänger zu verzeichnen hatte. Lässt sich also sagen, auch mit Album Nummer 2 ist es den Blood Red Shoes gelungen den Funken der Begeisterung wieder voll überspringen zu lassen und so dürfte die Liebe der Fans zu diesem Duo nun noch ein wenig stärker entflammen.

★★★★★★★★★☆
Blood Red Shoes
Blood Red Shoes auf Tour:

20. März, Hamburg, Übel & Gefährlich
21. März, Berlin, Maria am Ostbahnhof
22. März, Münster, Gleis 22
23. März, Köln, Gloria
24. März, München, Backstage
25. März, Stuttgart, Schocken


Youtube direkt


Blood Red Shoes

Myspace // Homepage // Label

Fire Like This – bei Amazon.de kaufen

2

Blood Red Shoes – Video zu “Light It Up”

Den 26. Februar haben wir uns bereits ganz fett in unserem Kalender markiert, denn an diesem Tag erscheint mit “Fire Like This” das zweite Album der Blood Red Shoes. Was davon live und nun auch in diversen Streams an neuen Songs zu hören war, verspricht mindestens einen ebenbürtigen Nachfolger zum 2008er Debüt “Box Of Secrets”. Auch bei der Auswahl der Singles machen die Blood Red Shoes einmal wieder alles richtig und präsentieren nach “Colours Fade” mit “Light It Up” einen noch größeren Kracher. Das zugehörige Video ist dann auch noch richtig gut geraten, was will das Fan-Herz mehr. Ein Album-Cover vielleicht noch? Ok, wie das aussieht seht ihr rechts.

Blood Red Shoes auf Tour:

23. Januar, Wien, FM4 Geburtstag
20. März, Hamburg, Übel & Gefährlich
21. März, Berlin, Maria am Ostbahnhof
22. März, Münster, Gleis 22
23. März, Köln, Gloria
24. März, München, Backstage
25. März, Stuttgart, Schocken


Youtube direkt

Myspace // Homepage //

1

Blood Red Shoes – streamen wöchentlich einen Song aus “Fire Like This”

Am 03. März veröffentlichen die Blood Red Shoes ihr zweites Album “Fire Like This”. Dass das mit größter Wahrscheinlichkeit toll wird zeigten ja bereits der Vorab-Download “Colours Fade” und die erste Single “Light It Up”, die es auch beide auf dem Myspace der Band zu hören gibt. So geht es auch weiter, denn ab sofort wird es jede Woche bis zum Release des Albums einen weiteren Song zum streamen geben. Los geht’s diese Woche nun mit dem Song “Keeping It Close” (am einfachsten über das Widget auf der Homepage der Band zu hären. Also, ab jetzt noch aufmerksamer die Blood Red Shoes verfolgen und natürlich auf “Fire Like This” vorfreuen.

Blood Red Shoes auf Tour:

23. Januar, Wien, FM4 Geburtstag
20. März, Hamburg, Übel & Gefährlich
21. März, Berlin, Maria am Ostbahnhof
22. März, Münster, Gleis 22
23. März, Köln, Gloria
24. März, München, Backstage
25. März, Stuttgart, Schocken


Youtube direkt

4

Blood Red Shoes – Video zu “Colours Fade”

Der Release des zweiten Blood Red Shoes Albums “Fire Like This” nähert sich derzeit mit großen Schritten, damit steigert sich auch die Nachrichtendichte. Nach dem Gratis-Download der neuen Single “Colours Fade”, auch unten über das Widget, gibt es nun auch ein Video dazu. Das ist nicht spektakulär, tut dem Song aber auch keinen Abbruch. Auf Tour kommt das Duo übrigens auch bald:

20. März, Hamburg, Übel & Gefährlich
21. März, Berlin, Maria am Ostbahnhof
22. März, Münster, Gleis 22
23. März, Köln, Gloria
24. März, München, Backstage
25. März, Stuttgart, Schocken


Youtube direkt

Homepage // Myspace // Label

1

Blood Red Shoes – Gratis-Download “Colours Fade”

Beinahe zwei Jahre nach dem Release ihres Debüt-Albums “Box Of Secrets” haben die Blood Red Shoes endlich die Arbeiten an ihrem zweiten Album abgeschlossen. Das soll im Frühjahr erscheinen und düsterer Töne als noch das Debüt anschlagen. Einen ersten Vorgeschmack gibt es in Form des Songs “Colours Fade”, den es auf der Homepage der Band, oder im Widget unten gegen Angabe eurer Mail-Adresse zum Download gibt. Über weitere Details zum zweiten Blood Red Shoes Album halten wir euch natürlich auf dem Laufenden.

Blood Red Shoes

I Wish I Was Someone Better

Blood Red Shoes | MySpace Musikvideos

Homepage // Myspace // Label