Mit bis zu elf Köpfen handelt es sich bei Emanuel …
Foals – Performance bei One Shot Not (ARTE Live)

Seit heute steht das neue Foals Album “Total Life Forever” in den Läden. Unsere Meinung dazu werdet ihr in Kürze hier lesen, die Macher des Deutsch-Französischen Kultur-Senders ARTE sind bereits sehr angetan und luden die Band zu einer kleinen Session. Die Bilder passen zum klasse Song, reinschauen ist absolut empfehlenswert.
Foals – “Total Life Forever” im Stream

Nico schreibt: “Weniger Math, mehr Pop. Das scheint die neue Formel für die Band aus Oxford zu sein. Es klingt zwar mitunter immer noch etwas nach Reissbrett, aber viel organischer als noch auf dem Debüt. Produzent Luke Smith scheint ihnen die Vertrackheit etwas ausgeredet zu haben. Was ich persönlich sehr begrüße. “Total Life Forever” erscheint diesen Freitag.” Dem haben wir nichts hinzuzufügen, also gleich bei 3voor12 vorbei gesurft und rein gehört.
Foals – Video zu “This Orient”

Eigentlich hätte ich alles darauf gewettet, dass die Foals mit ihrem zweiten Album kaum mehr an die Qualität ihres Debüts “Antidotes” heran reichen können. Gut, dass ich darauf verzichtet habe, denn nachdem bereits mit “Spanish Sahara” ein unglaublich atmosphärisches und packendes Stück als erster Vorgeschmack auf “Total Life Forever” in die Welt hinaus geschickt wurde, präsentiert die Band nun mit “This Orient” einen weiteren Beleg dafür, dass mit Album Nummer 2 noch mehr mit ihr zu rechnen ist und wir Bloc Party nun eigentlich endgültig vergessen können.
Foals – Video zu “Spanish Sahara”

Die Foals sind zurück, das berichteten wir ja bereits letzte Woche im Zuge der Ankündigung zum neuen Album “Total Life Forever”. Da hieß es auch bereits “something pretty, pretty, pretty good will be happening on the airwaves this coming Monday”. Und wie könnte es anders sein, die Foals haben Wort gehalten und etwas sehr Gutes war im Internet zu finden. Das Video zur Vorab-Single “Spanish Sahara” nämlich. Der Song klingt Anfangs beinahe nach Scott Matthew, entfaltet dann aber doch noch einen leichten Tanzrhythmus und steigert sich in den knapp sieben Minuten immer weiter. Die Foals sind offensichtlich deutlich elektronischer geworden, setzen weniger auf Gitarrengefrickel als prägendes Element, dafür auf mitreißende, einfallsreiche Synthie-Klänge. Wer da nicht heißt auf’s Album ist, dem ist auch nicht mehr zu helfen.
Foals – neues Album im Mai

Hui, diese Meldung hätten wir beinahe übersehen, denn bereits gestern kündigten die Foals auf ihrem Myspace-Blog an, dass sie ihr neues Album fertig haben und nun mitten in den Vorbereitungen zum Release sind. “Total Life Forever” heißt das gute Stück und soll am 10. Mai in England erscheinen. Wir sind gespannt, ob es an das Debüt “Antidotes” heran reichen kann, oder man doch besser mit dem bald erscheinenden Minnaars Album Vorlieb nehmen, oder sogar noch ein bißchen länger auf das Album der Münsteraner Videoclub warten sollte. Fakt ist, dass die Jungs bereits am 12. April eine Show in der Berliner Columbia-Halle geben werden, bei der man sich vom neuen Material überzeugen kann. Die erste Single aus “Total Life Forever” wird es wohl am 1. März geben, denn in ihrem Blog schrieben sie außerdem “something pretty, pretty, pretty good will be happening on the airwaves this coming Monday”. Wir halten euch auf dem Laufenden, also: dranbleiben!
Hot Club De Paris – Live At Dead Lake
Nach ihrem 2007 erschienen Debüt “Drop It Till It Pops” legen Hot Club De Paris nun mit “Live At Dead Lake” nach. Keine Sorge, eben so wenig, wie es sich bei I Am Kloots letztem Album “… Play Moolah Rouge” um ein Live-Album handelte, handelt es sich bei “Live At Dead Lake” um eines. Der Albumtitel bezieht sich ganz einfach darauf, dass das Album in Chicago eingespielt wurde, das ja bekanntlich am Lake Michigan liegt, der besonders in der Uferregion von Chicago ziemlich verschmutzt ist.
Diese Referenz im Albumtitel ist dann aber auch das einzige politische Statement der Band, die sich auf dem ganzen Album ähnlichen Themen wie schon auf dem Debüt hingibt, nämlich Mädchen, die Liebe und das Leben an sich und ausnahmsweise sogar Geistern (“My Little Haunting”). “Drop It Til It Pops” war als Albumtitel genau so verspielt, wie die Instumentierung, punkiger Math-Rock, der vor Ideenreichtum fast schon überquoll. Bei “Live At Dead Lake” haben HDcP ihren Ideenreichtum behalten, aber die Verspieltheit auf ein Maß zurückgeschraubt, dass den Sound der Band um einiges zugänglicher macht. Die Band scheint erwachsener geworden zu sein und die richtige Mischung aus vertrackten Rhythmen, abgehackten Akkordfolgen und abwechselnden Stakkato- und Sprechgesang gefunden zu haben. Tanzbar sind die Tracks nun umso mehr, Hits wie “Clockwork Toy” vom Debüt gibt es nun sogar mit Ohrwurmgarantie, wie bei “I Wasn’t Heartless When I Said Your Favourite Song Lacked Heart”, oder “Boy Awaits Return Of The Runaway Girl”, die auch die Liebe der Band zu ungewöhnlichen Songtiteln gut wiederspiegeln. Mit ihrem Sound haben HcDP den Weg für Math-Rock geebnet, den Durchbruch schafften jedoch andere, z.B. die Foals. Mit “Live At Dead Lake” könnte sie diesem Durchbruch noch ein Stück näher bringen und damit auch dafür sorgen, dass Bands wie sie und die Dartz die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdienen. Gerade die Live-Qualitäten dieser Band sprechen für sie, denn da bringt die Band ihren Sound um Einiges überzeugender und routinierter rüber als die bereits erwähnten Fohlen. Davon kann man sich übrigens auch diesen Herbst selbst überzeugen.
Video zu “Hey! Housebrick”:
Haldern Pop 2008 – a Birthday Party

- Quelle: restorm.com
Eigentlich besteht kein Grund für 7.000 Menschen sich auf einem Acker in der niederrheinischen Ödnis zu versammeln. Vor 25 Jahren haben sich allerdings ein paar Freunde gedacht, warum eigentlich für Konzerte immer so weit nach Köln oder Holland fahren, veranstalten wir doch einfach unser eigenes Festival. Das war die Geburtsstunde des Haldern Pop Festival, das in diesem Jahr 25-jähriges Jubiläum feierte. Und zum Jubiläum wurde ein beeindruckendes Line-Up aufgefahren, mit dem das gemütlichste unter den größeren Festivals dem Hurricane und Rock am Ring dieses Jahr um Meilen überragen konnte. Ein Line-Up, dass dazu führte, dass das Haldern schon vor Bekanntgabe des Headliners Maxïmo Park ausverkauft war. … Continue Reading
Foals – Antidotes
Die Foals sind wohl im Moment die Band auf die sich jeder einigen kann. 2005 in Oxford gegründet brauchten sie nicht lange sich einen Plattenvertrag zu erspielen und mit ihrer Single “Mathletics” einen der Sommerindiehits des letzten Jahres in England zu veröffentlichen. Heiß ersehnt also dieses Debütalbums der wilden Fohlen, deren Name keine Anspielung auf die ungestüme Jugendlichkeit ist mit der sie hier zu Werke gehen, sondern sich ganz einfach vom Nachnamen des Sängers Yannis Philippakis ableitet.
Für einiges Erstaunen sorgt erst einmal, dass die Foals bei Ihrem Debüt auf ihre Hitsingles “Hummer” und “Mathletics” verzichten, den geneigten Käufer erwarten also nur brandneue Tracks. Mutig für ein Debütalbum, aber die Taktik scheint aufzugehen. Der Eröffnungstrack “The French Open” groovt schon ordentlich los und bei “Cassius” kann dann niemand mehr still sitzen. Den Hörer erwarten knackige Dancerhythmen mit zackigen Gitarren, treibenden Drums und vielen kleinen elektronischen Verspieltheiten. Der Gesang spielt eine Nebenrolle, Rhythm is king scheint die Devise zu sein. Die Songs machen Spaß, nicht alle sind zwingend, aber jeder will den Hörer auf die Tanzfläche ziehen, immer ziemlich elektronisch, vielfach sogar mit Swingelementen, manchmal auch in Richtung Weltmusik. Alles andere auf jeden Fall als der größte Teil der derzeitigen britischen Indieszene, wohl auch der Grund für den derzeitigen Fohlenhype mitsamt ausverkaufter Deutschlandtour. Am Ehesten kann man die Foals wahrscheinlich als eine Mischung aus Bloc Party und Klaxons beschreiben, was ihnen aber nicht wirklich gerecht wird, da diese sympatischen Fohlen im Gegensatz zu der Truppe um Kele und diese anderen arroganten New Rave Heinis wirklich Spaß machen. Die Grundaussage des Albums liefern die Foals dann auch im Track “Balloons” selbst: “Get on the dancefloor”.
Video zu “Balloons”
Videoclub – We Could Set Fire
„Deutscher Indie“. Heute immer noch eher ein Begriff, dem vielerorts erst einmal mit Skepsis begegnet wird. Da gibt es dann ein paar bekanntere Künstler wie Get Well Soon, Slut oder Tocotronic und viele lokale Szenen, wie in Hamburg um ein gewisses Grand Hotel, in Berlin, in München, oder auch in Münster. In Münster? Ja, in Münster entwickelt sich heimlich still und leise eine beschauliche Indieszene, die zwar nur lokal bekannt ist, aber dennoch voller Potential steckt. Beleg dafür ist das sympathische Quartett von „Videoclub“, das uns nach dem Konzert im Vorprogramm der Pencil Toes zu einem Gespräch in die Katakomben des AMP einließ.
Videoclub, das sind Sänger Elias, Gitarrist Jurek, Drummer Ramon und Bassist Sebastian, die sich nach vielen eher halbherzig angegangenen Bandprojekten vorgenommen haben das Thema Band ernster anzugehen und sich Schritt für Schritt weiterzuentwickeln. Diese Herangehensweise wurde dann gleich in ein Bandmotto gefasst: „Je länger man schläft, desto müder wird man.“ Das nächste Ziel nun „ein Album aufnehmen, da sind wir auch ziemlich zuversichtlich. Wir haben da auch schon Kontakt, ist allerdings noch nichts spruchreif“, so Jurek. Spannend zu sehen, wie eine junge Band auch selbst den Hintern hoch kriegt, um sich um ein Label zu bemühen. Witzig die damit verbundenen Anekdoten, Sebastian erzählt: „Der Jurek hat uns allen Nummern von Labels rausgesucht, die wir jetzt kontaktieren sollen, ich hab da gestern in Berlin bei einem Label angerufen und hatte den Daniel Spindler, Bassist von Delbo am Apparat und dachte erstmal so, äh, wow, das ist jetzt hier einer der besten Bassisten in Deutschland und äh, na ja, da wusste ich nicht mehr so ganz, was ich jetzt sagen soll.“ Dass viele Labels so ihre eigene Einstellung haben bewies auch Thees Ulmann, als Jurek beim Grand Hotel van Cleef anrief „der hat uns geraten, wir sollten Deutsch singen und uns Elias nennen, dann hätten wir vielleicht eine Chance“, so Jurek.
Das es die Jungs neben einer (für knapp 1 Jahr Bandgeschichte) enormen Live-Präsenz auch schon ohne Label verstehen ihre Songs gekonnt auf Platte einzuspielen haben sie mit ihrer EP „We Could Set Fire“ bewiesen. Hierauf enthalten 5 Songs und 1 Remix, die tanzbaren Indie mit Math-Rock verbinden, besonders auffällig immer Elias’ Englisch- / Spanischsprachiger Gesang, was der EP eine überraschende, frische Note verleiht. Besonders hervorzuheben hierbei die Songs „Circo“ und „Elefantes“, die auch live zu den größten Krachern zählen. Live zeigt sich auch, dass der Sound von Videoclub einer steten Weiterentwicklung unterworfen ist. Klang die EP noch stark nach „Portugal.The Man“, die Elias auch zu seinen größten Einflüssen zählt, klingen die Songs – nach Meinung von Elias durch extremen Konsum des Foals Albums – inzwischen nicht mehr nur geradeaus, sondern Videoclub trauen sich nun auch mal nach links oder rechts. Will heißen, neben Indie- / und Mathrock gibt es nun auch noch vertrackte Synthie- und Bassspielereien, was den Stücken eine frischere, noch stärker tanzbare Note verleiht, etwas in diese Richtung gingen auch schon der auf der EP enthaltene Track „We don’t Need Our Shoes to Dance“ oder der Remix von „Circo“. „Für uns ist es am Größten, so live zu spielen“, erläutert Jurek, „deshalb spielen wir auch in Kürze einen Showcase in Berlin, bei dem wir uns geladenen Labels präsentieren. Wir arbeiten im Moment auch an einem Albumkonzept, das finden wir auch schon sehr homogen und freuen uns, dass einmal auf ner CD zu sehen“. Das die Jungs sich da auch nichts vormachen, sieht man auch daran, dass sie alle neben dem Studium Jobs verfolgen, um über die Runden zu kommen, „die Jungs von Muff Potter sind bei Universal und müssen alle nebenbei noch jobben, deshalb ist das auch wichtig“, erklärt Jurek.
Bleibt also fest zu halten, Deutscher / Münsteraner Indie ist gerade mit Bands wie Videoclub auf einem guten Weg.
Iain WhiteTapes














