Mit bis zu elf Köpfen handelt es sich bei Emanuel …
Get Well Soon – Gratis-Live-EP vom Auftritt im Dortmunder Konzerthaus

Denken wir an 2010 zurück und überlegen, was unser Konzert des Jahres war, würden wir das Konzert von Get Well Soon im Mai im Dortmunder Konzerthaus wählen. Ein großartiges Konzert mit Ensemble und allem drum und dran. Das beste, kurz vor der Wintertour von Get Well Soon gibt es nun eine EP mit sechs Songs dieses famosen Konzerterlebnisses zum Gratis-Download. Dafür einfach auf die eigens dafür eingerichtete Website und das gute Stück auf die Festplatte gebannt.
Die Trackliste:
SENECA’S SILENCE
5 STEPS / 7 SWORDS
A VOICE IN THE LOUVRE
WERNER HERZOG GETS SHOT
A BURIAL AT SEA
WE ARE THE ROMAN EMPIRE
Im Newsletter schrieb das Label außerdem noch:
“Und selbst das koennen GET WELL SOON noch toppen, denn die Songs des Dortmunder Konzerts gibt es ausserdem fuer das Publikum der Wintertour als 3D-Video zu sehen!
Genau. 3D. Toy Story. Shrek. Und jetzt GET WELL SOON. Danach kann eigentlich nur noch James Bond kommen. Aber MGM hat ja nicht die gleiche Kreditlinie bei der Berliner Sparkasse wie wir…
Der Konzertbesucher kann sich (gratis) eine top-modische 3D-Brille samt Zugangs-Code und “Gebrauchsanweisung” am Merchandise Stand abholen.
Und schon gibt es Get Well Soon als Heimkino-Erlebnis!”
So viele Geschenke und dabei ist nicht einmal Weinachten. Apropros Weihnachten:
Get Well Soon auf Wintertour:
12.11. Weissenhaeuser Strand, Rolling Stone Weekender
19.11. Berlin, Admiralspalast, 20 Jahre City Slang (mit Calexico & The Notwist)
23.11. AT – Wien, Arena (mit Menomena)
24.11. Schorndorf – Manufaktur
25.11. Erfurt, Haus Der Sozialen Dienste
26.11. CH – St Gallen – Grabenhalle
03.12. LUX – Luxemburg, Kulturfabrik
07.12. Augsburg, Ostwerk
08.12. Heidelberg, Schloss – 15 Jahre Karlstorbahnhof (mit LE GRAND ENSEMBLE)
09.12. Bielefeld, Forum
10.12. Kassel, Kulturfabrik Salzmann
11.12. Duesseldorf, Zakk
Interview zu Vexations // Homepage // Myspace // Label
Foto: Ariane WhiteTapes
Get Well Soon – Take Away Show

Nachdem wir heute bereits Villagers mit neuem Video erwähnten kommen wir doch direkt zum nächsten Künstler, der gleich zu Beginn des Jahres ein verdammt tolles Album veröffentlichte. “Vexations” von Konstantin Gropper’s Projekt Get Well Soon stellte einen fesselnden Nachfolger zum starken Debüt “Rest Now Weary Head! You Will Get Well Soon” dar. Momentan ist es etwas ruhig geworden um Get Well Soon, aber dem schaffen nun die französischen Kollegen von La Blogotheque Abhilfe mit einer Take Away Show mit Konstantin Gropper bestehend aus den beiden Stücken “Listen Those Lost At Sea, Sing A Song On Christmas Day” und “If This Hat Is Missing, I Have Gone Hunting”. Toll:
Foto: Ariane WhiteTapes
Get Well Soon – Interview

Am Freitag war es so weit, dann erschien mit “Vexations” (hier zu unserer Besprechung) beinahe genau zwei Jahre nach Konstanin Gropper’s Debüt-Album als Get Well Soon “Rest Now Weary Head! You Will Get Well Soon”, endlich das zweite Get Well Soon Album. Viel hat sich seit dem Release geändert, Get Well Soon steht mittlerweile als Musterbeispiel deutschen Indie-Pops und Konstantin Gropper kann sich vor Anfragen kaum mehr retten. Zeit also, ihn pünktlich, wenn “Vexations” in den Läden steht einmal zum Interview zu bitten und zu klären, ob trotz vieler Ablenkungen die Fokussierung auf das Zweitwerk dennoch gelungen ist.
Erst einmal vielen Dank, dass du dir die Zeit nimmst. Jetzt erscheint “Vexations”, dein zweites Album. Was uns rein äußerlich auffiel ist, dass nicht nur der Album-Titel, aber auch die Songtitel nun deutlich kürzer sind. Ist das eine gewollte Verknappung, einfach die kürzere Arbeitszeit, oder purer Zufall?
Konstantin: Also mit der kürzeren Arbeitszeit hat es jetzt natürlich nichts zu tun. Zufall auch nicht wirklich. Die Texte und Songs sind ganz anders entstanden, als auf meinem ersten Album. Die Herangehensweise war eine ganz andere.
Also auch keine gewollte Verknappung?
Konstantin: Nein, kann man so nicht sagen. Das kam irgendwie, äh, natürlich.
“Vexations” wirkt als Gesamtwerk noch geschlossener und dichter als “Rest Now Weary Head! You Will Get Well Soon”, dafür stechen auch weniger Songs auf den ersten Blick heraus. Würdest du sagen, dir ist das Gesamtkunstwerk wichtiger als der einzelne Song?
Konstantin: Ja, das liegt jetzt wirklich an der kürzeren Entstehungsphase. Ich habe in einem geschlossenen Arbeitsgang dran gearbeitet. Das letzte Album war ja eher nur eine Zusammenstellung von Songs, an denen ich über Jahre gearbeitet hab. Da ist es auch klar, dass die in verschiedene Richtungen gingen. Dieses Mal war es ein kompakter Zeitraum und ich finde, es ist dadurch deutlich runder geworden und ja, wirklich geschlossener.
Was war denn für dich schwieriger, einmal mit der Arbeit am Nachfolger zu “Rest Now Weary Head! You Will Get Well Soon” zu beginnen, oder der Schreibprozess an sich?
Konstantin: Das Anfangen war schwieriger. Es war natürlich wahnsinnig schwierig nun auch nicht und ich hab mir ganz klar auch meine Gedanken dazu gemacht über die Erwartungshaltung und so was. Das erste Album wurde ja so positiv wahrgenommen, da schaut man schon, was hat man richtig gemacht und was kann man trotzdem anders machen. Aber als ich dann angefangen habe, ging es dann auch sehr schnell und auch ganz ohne irgend einen Druck.
Du hast ja in der Zwischenzeit auch jeder Menge anderer Projekte mitgearbeitet, hast du manche davon vielleicht auch vorgeschoben, um nicht anfangen zu müssen?
Konstantin: Äh, nein. Das waren Projekte, die boten sich einfach an, also Filmmusik und all das. Da haben sich dann auch einmal größere und längere Projekte ergeben und mehr als ich dachte und dadurch hat sich natürlich auch der Zeitraum verkürzt, den ich für das Album dann noch übrig habe. Aber das fand ich sogar gut. Hat ja letztendlich auch gereicht, denke ich.
Und eure Limited Edition kommt trotzdem wieder zu spät?
Konstantin: (lacht) Ja, ich weiß auch nicht.
Auf den Fotos zu “Vexations” stehst du meist recht isoliert und verloren rum, ist also die “Entfremdung” auch als Thema von “Vexations” sehen?
Konstantin: Ja, also zumindest die Frage nach dem dabei sein oder nicht. Aber gut, zu Fotos, ich bin jetzt auch nicht der allerbeste, oder coolste Charakterdarsteller, ich habe da nur ein begrenztes Spektrum. Da ist dann vieles Zufall, weil ich nicht besonders versiert bin in meiner Mimik. Deshalb sagen auch immer viele Leute ich gucke immer so böse, das ist aber gar nicht so, ich kann nur nicht anders. lacht Aber deshalb mache ich ja auch Musik und model nicht.
In der wirfst ja jetzt etwas übertrieben gesagt mit Einflüssen und Referenzen dieses Mal ja nur so um dich, von Homer über Seneca und Sartre ist ja alles dabei. Ist dir eine gewisse intellektuelle Herangehensweise an deine Musik besonders wichtig?
Konstantin: Wichtig daran ist mir natürlich nicht, dass es jetzt besonders intellektuell ist, schon aber, dass auf diesem Album eine gewisse Note von intertextueller Arbeit stattfindet, die von mir persönlich weg führt. Diese Idee von Trennung zwischen Autor und Werk ist mir eben besonders wichtig. Klar, ist das im Pop extrem schwierig, versuchen wollte ich es aber trotzdem mal. Intellektuell ist es vielleicht nicht, aber es behandelt eben Themen, die mich schon jetzt interessieren.
Dein Label beschreibt “Vexations” in der Presseinfo als Konzeptalbum über Stoizismus, würdest du es ähnlich umschreiben?
Konstantin: Nein. Also, Konzeptalbum ja. Aber eher halt, was die Herangehensweise angeht, über Seneca kam ich dazu, da hatte ich dieses Buch vor mir und dieses Thema, das er behandelt hat zum Inhalt von “Vexations” gemacht. Aber das hat “Stoa” und den Stoizismus jetzt nicht zum Grundthema von Vexations gemacht.
Du trennst ja, wie du auch schon gesagt hast stark zwischen dir persönlich und deinem Ausdruck mit Get Well Soon. Hast du nicht manchmal Angst, dass dir eine gewisse Glaubwürdigkeit abgesprochen werden könnte, wenn du über große philosophische Themen sprichst und sie dann nur mit Zitaten anderer belegst?
Konstantin: Ja, nein, ich versuche ja diese Glaubwürdigkeit dadurch zu hinterfragen. Als Pop-Autor wird man ja immer nach dieser Glaubwürdigkeit gefragt, aber gleichzeitig ist es der unglaubwürdigste Job, den du machen kannst. Es gibt keinen anderen Bereich in der Kunst, der so wenig Authentizität besitzt. Klar ist das im Indie viel beschrien, aber wirklich authentisch kannst du nie sein, weil du schon, wenn du die Bühne betrittst nicht mehr du selbst bist. Also, ich denke, ich versuche das zu hinterfragen. Andere erfinden sich, wie David Bowie, selbst als Kunstfigur und ich habe versucht das durch diese Referenzen zu relativieren und von mir abzulenken.
In einem früheren Interview mit uns zu “Rest Now Weary Head! You Will Get Well Soon” hast du gesagt, bei deinen Songs würdest du je nach Thema auch einmal ein wenig Recherchearbeit hinein stecken. Hat sich die Recherchearbeit nun ein wenig erhöht, um das Grundthema geschlossener zu halten und Zitate im richtigen Kontext zu nutzen?
Konstantin: Definitiv. Die Recherche war der Hauptteil der Arbeit am Album. Die Stoffsammlung war der Großteil. Ich hatte die Themen für die Songs und die Assoziationen, aber die Recherche war dann schon nicht ohne.

Du hast bereits im November auf dem Visions Geburtstag einige neue Songs gespielt. Verglichen mit dem Album schien die Umsetzung recht dicht dran zu sein. Beachtest du beim Schreibprozess gleich auch mit, wie du einen Song auch live umsetzen könntest, oder lässt du dich damit erst konfrontieren, wenn es dann an die Umsetzung geht?
Konstantin: Genau, ich lass das einfach kommen. Ich denke überhaupt gar nicht an die Umsetzung live. Wir haben jetzt auf einem Releasekonzert alle Songs des Albums gespielt und ich habe gedacht, das gibt größere Probleme.
Im Mai spielst du ein Unplugged im Dortmunder Konzerthaus, wirst du deine Songs da mit einem kleinen Orchester umsetzen?
Konstantin: Orchester ist natürlich zu viel gesagt ,wir planen so mit mindestens 15 Leuten auf der Bühne, das ist dann auch mein Versuch das so umzusetzen, wie es auf dem Album klingt.
Du hast dir inzwischen auch im Ausland einen gewissen Namen erarbeitet, ist dir ein internationaler Aspekt in deiner Musik wichtig, oder ist das eher Zufall?
Konstantin: Nein, meine Einflüsse sind sehr international. Das war auch immer die Idee von Get Well Soon, das es keine geographischen Grenzen da gibt. Dabei ist mir aber auch recht egal, ob das nach einem bestimmten Land klingt. Ich habe ein wenig versucht deutsche Folklore mit einfließen zu lassen, da spiele ich dann ein wenig Reißbrett und Zitter, aber das war’s dann auch.
Hast du eigentlich die Idee, ein Album zusammen mit vielen anderen Bands einzuspielen, einmal weiter gedacht?
Konstantin: Äh, bisher nicht. Also ich habe zwischendurch einmal dran gedacht, so an das Album heran zu gehen, aber dafür fehlt ein wenig die Zeit. Es war auch nie so konkret. Ich weiß auch gar nicht, wie ich das logistisch in einem Zeitraum handeln sollte.
Dann musst du das einfach machen, wie Brent Knopf, der hat sich ja für Ramona Falls über eine längere Zeit knapp 30 Gastmusiker kommen lassen.
Konstantin: Echt, hat er das getan?
Ja, auf dem Album “Inuit”, da ist auch Chery von Dear Reader drauf.
Konstantin: Ah, klar, das hab ich auch, da hat er so viele Gäste? Vielleicht ist es deshalb ja so gut, eines meiner Lieblingsalben aus dem letzten Jahr. Also, ich weiß auch noch gar nicht, wen ich so fragen würde. Christoph von City Slang meinte zu mir, ein Live-Album sei so ein Ding, das man irgendwann mal im Leben macht, also vielleicht sollte ich noch ein wenig warten.
Ah, super, wir freuen uns drauf. Danke noch einmal für das nette Gespräch.
Konstantin: Danke euch.
Fotos: Myspace Get Well Soon
Get Well Soon – “Vexations” im Stream

Gestern erst bescheinigten wir Konstantin Gropper in unserer Besprechung zu “Vexations” mit seinem zweiten Album erfolgreich seinen Meistertitel erlangt zu haben, da gibt es schon die nächste gute Nachricht. Denn ab sofort könnt ihr euch auch selbst von den Stärken des neuen Get Well Soon Meisterwerks überzeugen, bei 3voor12 gibt es das ganze Album nämlich im Stream. Unbedingt mehr als einmal anhören, dann beginnt es sich richtig zu entfalten. Ab morgen könnt ihr es dann auch in Händen halten, wir freuen uns auch schon auf eine hübsche Special Edition, die laut Amazon, seit gerade auf dem Weg ist. Denn so viel sei verraten, Promo-CDs sind meistens viel unsexier, als man sich das vielleicht vorstellt.
Gratis-Download: “5 Steps / 7 Swords”
Get Well Soon auf Tour:
19. Februar, CH-Luzern, Konzerthaus Schuur
20. Februar, A-Innsbruck, Weekender
21. Februar, A-Salzburg, Rockhouse
22. Februar, A-Graz, PPC
23. Februar, Muenchen, Ampere
25. Februar, Dresden, Beatpol
26. Februar, Koeln, Gloria
27. Februar, Haldern, Rock Im Saal
28. Februar, Hannover, Glocksee
02. März, Frankfurt, Mousonturm
03. März, Leipzig, Central Theater
04. März, Hamburg, Uebel & Gefaehrlich
20. März, Mannheim, Stereo Mondo Festival
27. März, Bremen, Lagerhaus
29. März, CH-Aarau, Kiff
Get Well Soon – Vexations
Musik ist Handwerk, wie es immer so schön heißt. Greifen wir diesen Gedanken einmal auf, wenn man ein Handwerk ausüben will, geht man in die Lehre. In Deutschland haben wir dafür ein herrliches duales System, an dem schulisch und praktisch die Handwerkskunst vermittelt wird. Im Anschluss folgt die Gesellenprüfung und irgendwann, wenn man mag auch noch ein Meisterbrief. Seine Lehre hat Konstantin Gropper, der Kopf und Schöpfer von Get Well Soon an der Mannheimer Popakademie und mit einer Hand voll EP’s abgeschlossen. Mit seinem Debüt-Album “Rest Now Weary Head, You Will Get Well Soon” legte er dann so etwas wie seine Gesellenprüfung ab und war damit sogar Jahrgangsbester (schließlich fand er sich auf Platz 1 in eurem Voting zum WhiteTapes Record Of The Year 2008). Damit folgte für ihn auch der Start ins Berufsleben, denn plötzlich war Gropper Berufsmusiker. Für seine Arbeit mit Get Well Soon wurde er mit Lob überhäuft und auch sonstige Aufträge für diverse Film-Soundtracks flatterten immer wieder bei ihm ein.
Nächstes Ziel im Handwerkerleben ist es also mit der Arbeit am Meisterbrief zu beginnen. Dafür hatte sich Gropper dann auch ehrgeizige Ziele gesetzt und vollendete sein Meisterstück in knapp 2 Monaten Arbeit, eine rasante Zeit, nachdem er für sein Gesellenstück beinahe 4 Jahre brauchte. Trotz der Verknappung der Arbeitszeit sind die Stücke “Vexations” genau so, wie man sie von Get Well Soon erwartet, nämlich groß und ebenso schillernd, wie bedrückend. Durch die kürzere Nettoarbeitszeit am Album und sicherlich auch die Erfahrungen der letzten zwei Jahre klingt “Vexations” nun auch mehr aus einem Guss, als noch das Debüt, das stellenweise eher eine (natürlich famose) Songsammlung war. “Vexations” gleicht so einem dichten Songzyklus über philosophische Themen, wie Selbstbeherrschung, Wut, Stoizismus, Entfremdung und den Tod. Letzterer ist omnipräsent, in bedrückenden Melodien, Trauerchören und auch den Texten. Gleich zu Beginn wirkt es, als würde der Protagonist des Songs einen Friedhod betreten, es ist still, man hört Vögel zwitschern und im Hintergrund läuten die Kirchenglocken. In einigen Songs hat man dann sogar noch den Eindruck, Gropper hätte, wie schon Zach Condon, eine mexikanische Trauerkapelle für die Trompetensätze gebucht. So viel Schwermut ist natürlich im ersten Durchlauf schwer zu erfassen oder gar zu verarbeiten, da braucht es schon mehrere Hördurchläufe. Nach diesen tut sich aber ein Album auf, das in seiner kunstvoll ausgeschmückten Melodieführung dem Get Well Soon Debüt “Rest Now Weary Head, You Will Get Well Soon” mindestens ebenbürtig ist. Mit “Angry Young Man” und “We Are Free” arbeiten sich dann auch recht bald ein paar Hits heraus. So lässt sich sicherlich sagen, dass Gropper mit “Vexations” ein beeindruckendes Meisterstück abgelegt hat und seine Meisterprüfung so mit Bravour meistern konnte. So bravourös, dass man “Vexations” problemlos auch gerne als Meisterwerk bezeichnen darf.










Get Well Soon
Gratis-Download: “5 Steps / 7 Swords”
Get Well Soon auf Tour:
19. Februar, CH-Luzern, Konzerthaus Schuur
20. Februar, A-Innsbruck, Weekender
21. Februar, A-Salzburg, Rockhouse
22. Februar, A-Graz, PPC
23. Februar, Muenchen, Ampere
25. Februar, Dresden, Beatpol
26. Februar, Koeln, Gloria
27. Februar, Haldern, Rock Im Saal
28. Februar, Hannover, Glocksee
02. März, Frankfurt, Mousonturm
03. März, Leipzig, Central Theater
04. März, Hamburg, Uebel & Gefaehrlich
20. März, Mannheim, Stereo Mondo Festival
27. März, Bremen, Lagerhaus
29. März, CH-Aarau, Kiff
Homepage // Myspace // Label // Interview April 2008
Get Well Soon – Neues zu “Vexations”

Erwähnten wir an irgendeiner Stelle schon, dass wir uns tierisch auf das zweite Get Well Soon Album “Vexations” freuen? Ja? Dann ist ja gut. Nächste Woche erscheint das Album jedenfalls und die beiden Vorboten “Angry Young Man” und “5 Steps / 7 Swords” deuteten ja bereits an, dass sich die Vorfreude auf jeden Fall lohnen wird. Ein wenig anheizen könnt ihr eure Vorfreude nun auch mit einer kleinen “Kurzdoku”, in der Konstantin Gropper ein wenig über die Entstehung des Albums und das Album selbst erzählt. Sehr informativ und natürlich mit toller Musik unterlegt, drei Mal dürft ihr raten, von welchem Album die stammt.
Ach ja, eine Tour gibt es auch:
19. Februar, CH-Luzern, Konzerthaus Schuur
20. Februar, A-Innsbruck, Weekender
21. Februar, A-Salzburg, Rockhouse
22. Februar, A-Graz, PPC
23. Februar, Muenchen, Ampere
25. Februar, Dresden, Beatpol
26. Februar, Koeln, Gloria
27. Februar, Haldern, Rock Im Saal
28. Februar, Hannover, Glocksee
02. März, Frankfurt, Mousonturm
03. März, Leipzig, Central Theater
04. März, Hamburg, Uebel & Gefaehrlich
20. März, Mannheim, Stereo Mondo Festival
27. März, Bremen, Lagerhaus
29. März, CH-Aarau, Kiff
Homepage // Myspace // Label // Interview April 2008
Get Well Soon – Videopremiere zu “Angry Young Man” heute bei Tape.tv

Unfassbar eigentlich, da wartet man ungeduldig auf den Release von “Vexations”, dem zweiten Get Well Soon Album und dann die Nachricht, dass der noch einmal zwei Wochen nach hinten auf den 22. Januar verschoben wurde. Zum Glück gibt es da ja noch den Gratis-Download von “5 Steps / 7 Swords” und ab heute auch ein Video zur Single “Angry Young Man”. Das feiert heute, pünktlich zum Heiligen Abend, Premiere bei Tape.tv.
Ach ja, eine Tour gibt es auch:
19. Februar, CH-Luzern, Konzerthaus Schuur
20. Februar, A-Innsbruck, Weekender
21. Februar, A-Salzburg, Rockhouse
22. Februar, A-Graz, PPC
23. Februar, Muenchen, Ampere
25. Februar, Dresden, Beatpol
26. Februar, Koeln, Gloria
27. Februar, Haldern, Rock Im Saal
28. Februar, Hannover, Glocksee
02. März, Frankfurt, Mousonturm
03. März, Leipzig, Central Theater
04. März, Hamburg, Uebel & Gefaehrlich
20. März, Mannheim, Stereo Mondo Festival
27. März, Bremen, Lagerhaus
29. März, CH-Aarau, Kiff
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Get Well Soon – Gratis-Download vom neuen Album “Vexations” & Tourdaten

Mit Spannung erwarten wir derzeit den Release des zweiten Get Well Soon Albums “Vexations”, der für Januar 2010 angekündigt ist. In diesem Zusammenhang saugen wir natürlich jeden Informationsfetzen förmlich auf. Ganz aus dem Häuschen sind wir da nun über die Meldung, dass es in Form eines Gratis-Songs auch bereits jetzt, unabhängig von Live-Auftritten, einen ersten Vorgeschmack auf das Album gibt. Und so geht’s, den Song “5 Steps / 7 Swords” könnt ihr beim direkt Label City Slang runterladen und euch noch mehr auf “Vexations” freuen.
Ach ja, eine Tour gibt es auch:
19. Febauar, CH-Luzern, Konzerthaus Schuur
20. Febauar, A-Innsbruck, Weekender
21. Febauar, A-Salzburg, Rockhouse
22. Febauar, A-Graz, PPC
23. Febauar, Muenchen, Ampere
25. Febauar, Dresden, Beatpol
26. Febauar, Koeln, Gloria
27. Febauar, Haldern, Rock Im Saal
28. Febauar, Hannover, Glocksee
02. März, Frankfurt, Mousonturm
03. März, Leipzig, Central Theater
04. März, Hamburg, Uebel & Gefaehrlich
20. März, Mannheim, Stereo Mondo Festival
27. März, Bremen, Lagerhaus
29. März, CH-Aarau, Kiff
Video zu “Listen Those Lost At Sea, Sing A Song On Christmas Day”:
httpv://www.youtube.com/watch?v=W-vVPfIrMQo
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Get Well Soon + Mumford & Sons, Domicil, Dortmund, 01. November 2009

20 Jahre ist es nun schon her, U2 spielten in Berlin gerade ihr neues Album “Achtung Baby” ein, die erste Love-Parade findet statt, The Stone Roses veröffentlichen ihr selbstbetiteltes Album, The Cure “Disintegration”, die Pixies “Doolittle” und Nirvana ihr Debüt “Bleach”. Irgendwo fiel auch eine Mauer, das soll uns aber nun weniger interessieren. Vielmehr interessiert, dass 1989 augenscheinlich ein gutes Jahr für die Musik war. Heute wie damals gab es eine Menge musikbegeisterter Leute voller Idealismus. Darunter auch Menschen, die mit den vorhandenen Medien nichts, oder nur wenig anfangen konnten und sich ihren eigenen Weg suchten ihrer Leidenschaft für Musik auszudrücken. Dazu gründeten eine Hand voll Leute in Dortmund ein Magazin namens Visions, das im Laufe der nächsten 20 Jahre zu einem der wichtigsten deutschen Medien für alternative Musik werden sollte. Da muss natürlich nach 20 Jahren und 200 Ausgaben Visions ordentlich gefeiert werden. Dazu lud die Visions nach Dortmund zu einem wahren Konzertmarathon mit unter anderem Kettcar, den Editors, Selig, Dredg, Alice in Chains und eben Get Well Soon und Mumford & Sons. Die sollten parallel zu Dredg, die ein Stück die Straße runter ein Unplugged im Konzerthaus gaben, auch den vorläufigen Abschluss der Feierlichkeiten bestreiten, bevor am 23. November noch einmal Alice in Chains durch das FZW toben.
Am Konzertprogramm zu den Visions-Feierlichkeiten reizte uns natürlich gerade diese Kombination aus einem der Newcomer 2008 und einem der Newcomer 2009. Mumford & Sons haben gerade ihr Debüt “Sigh No More” veröffentlicht, Get Well Soon stehen bereits mit Album Nummer 2, “Vexations” in den Startlöchern. Beide Bands stecken also voller Energie. Gerade der Name Mumford & Sons schien an diesem Sonntag eine Menge Neugieriger zu locken, eigentlich kein Wunder, schließlich gehört ihr Album dank eingängiger Banjo-Rock-Nummern zu einem der meist gefeierten Debüt-Alben dieses Herbsts. Als sie dann auch um 20:45 Uhr mit knapp 15 Minuten Verspätung auf die Bühne kamen, gab es direkt gehörigen Applaus, obwohl sie noch keine Note gespielt hatten. Als sie dann ihr Set begannen beobachteten alle Anwesenden im zu 3/4 gefüllten Dortmunder Domicil, ganz gespannt das Geschehen auf der Bühne. Das Quartett stellte sich in einer Linie vorne an der Bühne auf und legte mit dem stampfenden Rhythmus der Bass-Drum los, die Marcus Mumford mit seinem Fuß spielte. Im Zusammenspiel mit Marcus Mumford’s eindringlichem Gesang, dem schnellen Banjo und dem dumpf gezupftem Kontrabass präsentierten Mumford & Sons so in knapp 40 Minuten ihre ganz eigene Mischung aus Rock’n'Roll und Folk.

Banjo-Rock eben. Das ließ sich ganz hübsch ansehen und war absolut tanzbar, gerade bei “Little Lion Man” und “White Blank Page” war erkennbar, warum diese Band so gefeiert ist. Der letzte Funke wollte allerdings nie so wirklich überspringen. Das lag vielleicht auch an der Monotonie des bei jedem Song identischem Einsatzes der Bass-Drum. Dennoch machten die treibenden Songs natürlich für den Moment Spaß und so durften Mumford & Sons noch einmal für eine Zugabe auf die Bühne zurück kehren. Mit ihren Ansagen sorgte die Band auch zusätzlich für etwas Laune, wenn etwa Banjospieler Country Winston seine Deutsch-Kenntnisse erprobte, entbehrte das nicht einer gewissen Komik. Auch wenn dieser Trick natürlich bei den meisten Künstlern inzwischen dazu gehört. So überzeugte das Quartett nun zwar nicht auf ganzer Linie, lieferte aber dennoch meist kurzweiligen Folk mit leider etwas übertriebener dramatischer Geste.
Nach einer kurzen Umbaupause erklommen dann Get Well Soon die Bühne. Knapp ein Jahr, nachdem wir die Band das letzte Mal gesehen haben (hier zum Bericht aus Bochum) waren wir gespannt auf diesen Auftritt. Besonders natürlich auf das neue Material. Vier neue Stücke sollten Get Well Soon in den folgenden knapp 90 Minuten spielen. Eröffnet wurde allerdings mit dem herrlich post-rockigen “Dear Tempest-Tossed, Dear Weakened” von der letztjährigen EP “Songs Against The Glaciation”. Das war zwar ein deutlicher Gegensatz zu den locker-flockigen Folk-Stampfern von Mumford & Sons, aber erzeugte dafür auch eine herrlich dichte Stimmung, die sich über die nächsten 90 Minuten halten sollte. Es folgten eine ganze Reihe älterer Stücke vom Debüt “Rest Now Weary Head, You Will Get Well Soon” (wobei uns natürlich durchaus klar ist, dass viele Songs von “Songs Against The Glaciation” etwa genau so alt sind) und ein Abend voller großartiger Songs. Besonders in den rockigeren Momenten machte die Band richtig Laune.

Durch eine längere Spielpause seit den Festivals im Sommer schlich sich zwar auch der ein oder andere Texthänger bei Konstantin Gropper ein, das sollte aber nicht weiter stören, musikalisch war alles fast perfekt vorgetragen. Wie etwa das großartige und mitreißend vorgetragene “Lost In The Mountains (Of The Heart)”, das eine wohlige Gänsehaut erzeugen sollte. Mit charmanten Ansagen zog Gropper dann zusätzlich das Publikum auf seine Seite. Als etwa seine Schwester Verena Gropper, die für die Geige zuständig ist, für einen Song einen zerbrochenen Schellenkranz griff, erklärte er “Wir haben Selig auf einem Festival unseren Schellenkranz geliehen, das haben wir zurück bekommen”. Traurig war dagegen die Ansage, dass man im nächsten Jahr auf seinen Cousin Sebastian an Trompete und Gitarre verzichten müsse, da er sich stärker seinem Studium widmen müsse. Neben dem bewährten Material aus der Get Well Soon Vergangenheit gab es auch den bereits angedeuteten Blick in die Zukunft, auf “Vexations”.
Die vier neuen Songs “Aureate!”, “A Voice In The Louvre”, “Angry Young Man” und “That Love” sollten sich perfekt ins Set einfinden. Alle waren typische Get Well Soon Nummern, die sich dennoch nicht als bloße Fortführung des Debüts zeigten, sondern auch darauf hindeuteten, dass Get Well Soon mit abwechslungsreichen Melodieführeungen und -wendungen auch eine Weiterentwicklung gelungen ist. Am deutlichsten stach “Angry Young Man” heraus, das Gropper mit den Worten “wir spielen jetzt unsere neue Single. Darf ich das schon sagen? Klingt jedenfalls komisch. Also das zu sagen, nicht das Lied” ankündigte. Der Song gab sich ziemlich rockig und wieder absolut mitreißend, am ehesten zu vergleichen mit “Listen! Those Lost At Sea Sing A Song On Christmas Day”. In knapp 90 Minuten und nach 3 Zugaben zeigten Get Well Soon zum Geburtstag der Visions, dass man sich keine Sorgen um die Qualität von Album Nummer 2 machen muss, ob es bei Mumford & Sons zu einem solchen reicht werden wir dann noch sehen, denn bei aller Eingängigkeit verbrauchen sich die Songs auch recht schnell.
Fotos: Ariane WhiteTapes,
mehr von Mumford & Sons hier
mehr von Get Well Soon hier
Bei Haldern Pop TV gibt es übrigens einen Mitschnitt vom Mumford & Sons Auftritt im Spiegelzelt des diesjährigen Haldern Pop
Get Well Soon – neues Album, Tracklist und Titel enthüllt

Wir kündigten ja bereits an, dass Konstantin Gropper kürzlich nach drei Monaten die Arbeiten am neuen Get Well Soon Album beendet hätte. Ab sofort gibt es dazu auch einen Erscheinungstermin. Zu haben ist das gute Stück ab 8. Januar 2010 und wird den hübschen Titel “Vexations” (Ärgernisse) tragen. Das Cover seht ihr rechts und eine Tracklist gibt es auch:
01. Nausea
02. Seneca’s Silence
03. We Are Free
04. Red Nose Day
05. 5 Steps / 7 Swords
06. We Are Still…
07. A Voice In The Louvre
08. Werner Herzog Gets Shot
09. That Love
10. Aureate!
11. We Are Ghosts
12. A Burial At Sea
13. Angry Young Man
14. We Are The Roman Empire
Video zu “Listen Those Lost At Sea, Sing A Song On Christmas Day”:
httpv://www.youtube.com/watch?v=W-vVPfIrMQo
Homepage // Myspace // Label // Interview April 2008














