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Get Well Soon – neues Album Anfang 2010

Mit seinem Debüt-Album “Rest Now Weary Head, You Will Get Well Soon” schaffte es Konstantin Gropper, besser bekannt unter dem Projektnamen Get Well Soon, bis an die Spitze unserer letztjährigen Jahrescharts. Kurz vor Weihnachten legte er mit der EP “Songs Against The Glaciation” dann auch gleich noch den Beleg nach, dass auch nach dem Album noch mit Get Well Soon zu rechnen ist. Zwischen den zahlreichen Tourneen der letzten anderthalb Jahre verbrachte Konstantin mitsamt Band auch einige Tage im Studio, davon die letzten drei Monate konzentriert und so vermeldete er vor ein paar Tagen über sein Label: “Gestern ist das zweite Album fertig geworden. Für’s erste hab ich drei Jahre gebraucht, für dieses drei Monate. Ich bin trotzdem ganz zufrieden.” Wir gehen einfach einmal davon aus, dass wir mehr als “ganz zufrieden” mit dem Album sein können und freuen uns jetzt schon auf den ersten Vorgeschmack, den es vielleicht schon auf dem Konzert am 1. November im Dortmunder Domicil gibt, bei dem Get Well Soon übrigens auch zusammen mit Mumford & Sons spielen, die Ende nächster Woche ihr Debüt veröffentlichen.

Video zu “Listen Those Lost At Sea, Sing A Song On Christmas Day”:

httpv://www.youtube.com/watch?v=W-vVPfIrMQo

Homepage // Myspace // Label // Interview April 2008

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Port O’Brien – Interview

Seit einem Jahr ist das Quintett von Port O’Brien, um das Gründerpärchen Cambria Goodwin und Van Pierszalowski nun schon beinahe ununterbrochen auf Tour. Bei ihrem Abstecher in Bochum, im Rahmen der Christmas in Adventure Parks Tour mit Get Well Soon stand uns Cambria ein wenig Rede und Antwort zu “All We Could Do Was Sing” und ihren weiteren Vorhaben in 2009.

“All We Could Do Was Sing” wurde diesen Sommer veröffentlicht. Kannst du uns die Dinge nennen, die euch am Meisten beim Schreiben beeinflusst haben?

Ja, das Album ist größtenteils von den Jobs beeinflusst, denen ich und Van in Alaska für 3 bis 4 Monate während der Lachssaison nachgehen. Verdammt harte, schwierige Jobs, bei denen du dann aber genug verdienst, um dich den Rest des Jahres über Wasser zu halten.


Wir hatten überlegt, euch für diese Frage die Prämisse zu geben, diese Frage ohne die Worte Alaska, Fischerboot und Lachs zu beantworten, das aber als gemein empfunden.

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Get Well Soon + Herman Düne + Port O’Brien, Bochum, Zeche, 08. Dezember 2008

“Last Christmas I Gave You My Heart, But The Very Next Day…”, so dudelt es derzeit in hunderten Einkaufsmeilen, auf allen Weihnachtsmärkten und auf Weihnachtsfeiern in der gesamten Bundesrepublik. Das Berliner Label City Slang hatte glücklicherweise ein Einsehen und unter dem Titel “Christmas In Adventure Parks” eine Weihnachtsfeier der ganz besonderen Art organisiert. Die Akteure, drei der heißesten Bands des Labels, namentlich Hauptdarsteller Konstantin Gropper mit seinem Projekt Get Well Soon, das französisch-schwedische Duo Herman Düne und die Indie-Folker von Port O’Brien aus Kalifornien / Alaska.


Die zweite Kerze auf dem Adventskranz war gerade entzündet, da fand sich diese illustre Runde in der Bochumer Zeche ein. Sonst eher eine Location, die wie Bochum etwas abgerockt und industriell, eben nach Ruhrgebiet, aussieht, war die Zeche extra für diesen Anlass weihnachtlich mit großen Ballons in Form von Christbaumkugeln geschmückt. Über der Bühne hingen zudem links und rechts zwei große Rahmen, die während des Sets von Get Well Soon für ein wenig visuelle Unterstützung sorgten.

Eröffnet wurde die Weihnachtsfeier bereits sehr früh um 19:20 Uhr, mit den Alaskaliforniern von Port O’Brien. Die sind zwar nicht für ihre besinnliche Musik bekannt, aber davon sollten Get Well Soon später noch genügend im Gepäck haben. Bei ihrem Popkomm-Auftritt hatten die fünf bereits bewiesen, wie ausgelassen sie, im Fall von Bassist Ryan Stively sogar mit gebrochenem Bein, feiern können. Wir waren also gespannt, wie viel mehr Energie in ihnen steckt, wenn alle fit sind. Beinahe doppelt soviel, denn Ryan stampfte so leidenschaftlich mit, als wolle er nun nachholen, was ihm vor ein paar Wochen noch vergönnt war. Mit ihren Liedern über das Leben auf See stießen Port O’Brien auf offene Ohren und zauberten ein entzücktes Lächeln auf die Gesichter der, zu diesem Zeitpunkt leider noch nicht so zahlreich erschienen, Anwesenden. Erstaunlich war auch, wie die Band es schaffte, trotz etwas einem Jahr auf Tour rund um die Welt, so viel Spielfreude auf die Bühne zu zaubern. Schon vom ersten Takt an tänzelte Gitarrist Zebede Zaits von einem Bein aufs andere und von links nach rechts auf der Bühne, wobei er seine Bandkollegen mit seinem Instrument immer nur um gefühlte Zentimeter verfehlte.

Spätestens mit dem zweiten Stück war das gesamte Publikum von Zebede’s Tanzwut angesteckt und die ersten Reihen schunkelten fröhlich mit, richtig zu tanzen schien sich noch niemand so recht zu trauen. Vor einem Stück, das nur mit Cambria am Banjo und Van an der Gitarre beginnt, bat Van alle im Takt mit zu stampfen und bei Einsetzen des Schlagzeugs nach vorn zur Bühne zu gehen. Das Stampfen klappte natürlich perfekt un Van grinste breit, als das Publikum sich mit dem Schlagzeugeinsatz erst nur zögernd, dann aber doch mutig nach vorne bewegte. Das Highlight des Sets sollte allerdings ganz am Ende mit dem Band-Hit “I Woke Up Today” folgen. Zunächst instruierte Van wieder das Publikum, bitte mit zu singen, da der Chor etwas kompliziert sei, nach einer kurzen Probe gesellten sich dann zu Port O’Brien auch noch der größte Teil von Get Well Soon und Herman Düne, um die Bühne erstmals an diesem Abend richtig zum Beben zu bringen.

Sichtlich erschöpft machten die Fünf im Anschluss unter langem Applaus Platz für eine kurze Umbaupause und Herman Düne, die an diesem Abend nicht als Duo, sondern gleich als achtköpfige Band erschienen waren. Der größte Teil des Sets fiel dann für uns allerdings anderen Verpflichtungen zum Opfer (in den nächsten Tagen hier). Die letzten zwanzig Minuten des Auftritts vermittelten dennoch den Eindruck einer fröhlich aufspielenden Band mit kurzweiligen, hippiesken Folksongs. Besonders Sänger David-Ivar Herman Düne zeigte sich trotz seines leicht eigenwilligen Auftretens als ulkiger, aber vor allem sympathischer Zeitgenosse. Die Stücke der Band wirkten durch die Hintergrundmusiker viel voller, als noch im Vorprogramm von The Arcade Fire im vergangenen Jahr, so waren auch die meisten der Anwesenden durchaus begeistert. Herman Düne waren damit zwar bestimmt nicht das Highlight des Abends, aber eben sehr kurzweilig.

Nach einer kurzen Umbaupause wurde es dann weihnachtlich, das Licht in der Zeche wurde gedämmt und nur noch die Christbaumkugeln spendeten Licht, während Get Well Soon zu “Against The Glaciation”, dem Opener der Weihnachts-EP “Songs Against The Glaciation” nacheinander die Bühne betraten. Danach ging die Reise ins Weihnachts-Wunderland von Konstantin Gropper und seinen Mitstreitern mit “Heading Home To The Pole”, einem der rockigeren Stücke der EP, schnellen Schrittes los. Mit “You’re Using All Your Senses Just For Being Sad” folgte das nächste Stück von der Weihnachts-EP und es wurde das erste Mal richtig besinnlich.

Die Christbaumkugeln vollzogen Farbwechsel im Takt des Glockenspiels und Verena Gropper (Gesang, Geige, Glockenspiel, uvm.) dürfte mit ihrem Gesang für die ein oder andere Gänsehaut gesorgt haben, während sich die Band in eine beinahe shoegazig / postrockige Trance spielte. Mit den Stücken “You/Aurora/You/Seaside” und “Christmas In Adventure Parks” folgten dann auch Stücke vom Album. Der Get Well Soon’sche Weihnachtsschlitten nahm weiter Fahrt auf und die Band spielte die Stücke trotz Monaten auf Tour, noch druckvoller und leidenschaftlicher, als beispielsweise im April, wo sie gerade ihre erste große Deutschland-Tour starteten.

Insbesondere die passend zu den Stücken auf die Leinwände projizierten Filmschnipsel und andere -spielereien verdichteten die Atmosphäre der Stücke in enormem Maße. So rauschte bei “Listen! Those Lost At Sea Sing A Song On Christmas Day” etwa das aus dem Video bekannte U-Boot über die Leinwand und die gesamte Zeche fuhr mit. Bei “Busy Hope”, dem besten Stück des Abends, wusste die Band neben einer astreinen Live-Umsetzung zusätzlich durch dramatische Bergsteiger-Szenen im Schneesturm zu glänzen. Mit “Green Island Never Turns White” und einem weihnachtlich dekorierten Fenster wurde der besinnlichste Punkt des Abends erreicht, wer da keine Weihnachtsstimung bekam, dem ist wohl auch nicht mehr zu helfen.

Erinnerten die Christbaum-Kugeln und einige der gezeigten Filmschnipsel noch an die Flaming Lips, gab es ebenfalls Arcade Fire Momente, wenn nämlich auf den Leinwänden die Musiker in Close-Ups in Aktion schwarz-weiß, hinter einem Rauschen vage zu sehen, gezeigt wurden. So hatte sich die Band zwar den Arcade Fire Vergleich an diesem Abend selbst zuzuschreiben, was aber zu verzeihen war, da diese Projektionen den Stücken eine zusätzliche noch druckvollere Note verliehen. Nach circa einer Stunde, vielen Gänsehaut erzeugenden und auch einfach nur musikalisch wunderschönen Momenten, verließ die Band, nachdem bei “Dear Tempest-Tossed! Dear Weakened!” Schnee von der Decke auf Konstantin fiel, das erste Mal die Bühne.

Danach wurde es zunächst noch einmal familiär und intim, als Konstantin ganz allein, nur von Keyboard und Gitarre getragen, “Ticktack! Goes My Automatic Heart” vortrug, um gegen Ende an den Bühnenrand zu treten und das Publikum zum Mitsingen zu animieren. Das klappte vor dem halbvollen Saal zwar nicht wirklich gut, war aber dennoch einer der schönsten Momente des Abends. Ihren Höhepunkt erreichte die Weihnachtsfeier anschließend beim Flaming Lips (da haben wir sie wieder) Cover “Race For The Price”, bei dem alle Herman Dünes und drei fünftel von Port O’Brien die Bühne und die Zeche zum Beben brachten. Der Abend schien danach eigentlich vorbei, nach längerem Applaus erschien dann aber doch noch einmal Konstantin Gropper auf der Bühne, um von Keyboarder Daniel Roos unterstützt das Tom Waits Cover “Take It With Me” vorzutragen und jedem Besucher noch eine letzte wohlige Gänsehaut mit auf den Nachhauseweg zu geben.

Fotos: Ariane WhiteTapes

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Get Well Soon – Songs Against The Glaciation (EP)

Pünktlich zur kalten Jahreszeit präsentiert das neue deutsche Songwriter-Wunderkind Konstantin Gropper mit seinem Projekt Get Well Soon nun die erste EP seit Release des Debüt-Albums Rest Now Weary Head, You Will Get Well Soon. Passend zur Jahreszeit ist die auch gleich “Songs Against The Glaciation” (Stücke gegen die Vereisung / Gletscherbildung) getauft und enthält größtenteils ältere Stücke, die alle im weitesten Sinne mit Weihnachten zu tun haben, bzw. um Weihnachten herum geschrieben wurden. Keine Weihnachtslieder, aber besinnlich wird es dennoch.

Gleich im Opener “Against The Glaciation” etwa, ein reines Instrumental-Stück, dass so auch als Eingangs-Stück bei “A Nightmare Before Christmas” denkbar gewesen wäre. Bei “Heading Home For The Pole” nimmt der Weihnachtsschlitten von Get Well Soon dann so richtig Fahrt auf und brettert mit E-Gitarren und einem treibenden Rhythmus durch die verschneiten Wälder. Wie schon auf dem Debüt zeigt Konstantin Gropper wieder alle Facetten seines Songwritings und so ist “You’re Using All Your Senses Just For Being Sad” eine sphärische, dicht gewebte und fast hymnenartige Ballade. “It’s Just Friendly Fire” überrascht mit einem Latino-Rhythmus, im Get Well Soon Soundkleid. “Listen Those Lost At Sea, Sing A Song On Christmas Day” stellt im Anschluss den eindeutigen Hit des Albums dar, wie immer leicht schwermütig, dazu druckvoll, treibend und einfach mitreißend. Alle sieben Stücke auf “Songs Against The Glaciation” beweisen, dass Get Well Soon den gesamten Hype wert sind, der um sie gemacht wurde. Davon kann man sich auch auf der Weihnachts-Tour überzeugen, zu der man bei dieser E-Card auch eine Reise nach Amsterdam gewinnen kann. Zu haben ist die EP wahlweise als 12” Single, im Bundle mit dem Album und als CD auf der Tour.

Video zu “Listen Those Lost At Sea, Sing A Song On Christmas Day”:

Youtube direkt

Homepage Get Well Soon
Get Well Soon bei City Slang
Get Well Soon im Interview mit uns

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Various Artists – Palermo Shooting (OST)

PalermoLaut Kritikermeinungen hat Wim Wenders mit Palermo Shooting einen der schlechtesten Filme des Jahres abgeliefert. Sei’s drum, der Soundtrack dürfte wohl einer der besten dieses Jahres sein. Das liegt vermutlich auch daran, dass er den Soundtrack schon lange vor dem Drehbuch fertig hatte. Im Klartext, nicht die einzelnen Songs, die wurden größtenteils extra für den Film geschrieben, er wusste aber genau, welche Künstler er auf dem Soundtrack haben möchte. Und dabei bewies er so guten Geschmack, wie vor ihm höchstens Zach Braff bei seinen Filmen Garden State und The Last Kiss.

Im Film spielt Campino einen Fotografen, der viel durch Palermo spaziert und dabei seinen MP3-Player auf “Shuffle” laufen hat. Das macht man am Besten auch mit dem Soundtrack, eine wirklich dramarturgisch sinnvolle Zusammenstellung der Songs scheint bei 21 Stücken und so unterschiedlichen Künstlern schon beim Versuch der Anordnung unmöglich. Hier trifft nämlich Nick Cave mit seiner Band Grinderman auf Portishead, Get Well Soon und Calexico, die wiederum auf Jason Collett, Beirut und Irmin Schmidt (Can). Ein umfassender Querschnitt also durch Wim Wenders’ Musikgeschmack und alle Genres, in Form einer bunten Schachtel Konfekt. Besonders stark dabei “Busy Hope” von Get Well Soon, druckvoll und mitreißend, ein echter Hit. Auch Grinderman, Bonnie Prince Billy und Monta wissen zu glänzen. Eine bunte und kurzweilige Mischung also, die übrigens ab 20. November im Kino zu sehen ist und am 3. Dezember im Berliner Tempodrom mit Lou Reed, Irmin Schmidt, Get Well Soon und einem Orchester eine Live-Widmung erfährt.

Trailer zu Palermo Shooting:

httpv://www.youtube.com/watch?v=XPvS-Q9tVsI

Homepage zum Film
Infos bei City Slang

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Get Well Soon – Songs Against The Glaciation

Nur noch 2 Monate bis Weihnachten und Get Well Soon haben schon am 14. November das erste Geschenk für ihre Fans. Mit der EP “Songs Against The Glaciation” erscheint an diesem Tag eine EP mit sechs größtenteils neuen, bzw. neu eingespielten Stücken. Darunter auch das bereits von der Tour bekannte “Listen Those Lost At Sea, Sing A Song At Christmas Day”. Die EP gibt es entweder in einer 2 CD Deluxe-Edition mit allen Videos und dem Album “Rest Now, Weary Head You Will Get Well Soon”, digital bei iTunes oder Musicload, oder als CD-EP inkl. Videos, welche exklusiv auf der kommenden Weihnachtstour mit Port O’ Brien und Herman Dune verkauft wird.

Video zu “Listen Those Lost At Sea, Sing A Song At Christmas Day”:

Myspace Get Well Soon

Foto: Ariane

Iain WhiteTapes

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City Slang and Wichita Play Popkomm, Berlin, Fritzclub, 08. Oktober 2008

Mit Familientreffen ist es meist so eine Sache. Da trifft man sich generell einmal im Jahr und nimmt es eher als lästige Pflicht, denn als freudiges Ereignis wahr. Da diese Familientreffen an einem zentralen Ort stattfinden, ist man hoffnungslos auch den Familienmitgliedern ausgeliefert, denen man unter normalen Umständen sowieso schon diverse Krankheiten an den Hals wünscht.

Um nach außen jedoch den schönen Schein des Familienfriedens zu wahren, macht man gute Miene zum bösen Spiel und hofft, dass der Spuk schnell wieder vorbei ist. Also toleriert man auch die nervige, kleine Cousine, den seltsamen, leicht schizophrenen Onkel und die anderen Charaktere, da man ja weiß, dass der Spuk bald wieder vorbei ist. … Continue Reading

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Popkomm 2008 – viel Festival, viel zu wenig Zeit

Am 8. Oktober öffnet die diesjährige Popkomm ihre Pforten und neben Messe und allerlei Diskussionen gibt es wie jedes Jahr ein reichhaltiges Festival-Programm, auch für das Indie-Herz. Schon am ersten Abend dürfte der Besucher hin- und hergerissen sein, warten doch gleich drei großartige Konzerthighlights auf die Fans. … Continue Reading

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Get Well Soon – auf Weihnachtstour

Photo by Jan Windszus

Photo by Jan Windszus

Konstantin Gropper, der im Frühjahr mit “Rest Now Weary Head, You Will Get Well Soon” wohl eine der Platten des Jahres vorgelegt hat und auch auf seiner Deutschlandtour im April mehr, als nur zu überzeugen wusste, trommelt seine Band zusammen und macht sich im Winter auf, zum Jahresabschluss einige Konzerte zu spielen. Get Well Soon haben sich dabei offensichtlich vorgenommen, die Weihnachtstage ein wenig vorzuverlegen und neben allen Hits auch noch zwei Hochkaräter als Support verpflichten können. Neben Herman Düne, werden die Alaska-Folker von Port O’Brien die Fans beglücken. Ein frohes Fest also für Musikfreunde, auch dank der neuen Get Well Soon Single “Listen Those Lost At Sea, Sing A Song On Christmas Day”.

Die Daten:

02. Dezember, LEIPZIG*, Schaubühne Lindenfels
03. Dezember, BERLIN, Tempodrom WimWenders Filmscore Evening with Lou Reed, Irmin Schmidt (CAN) & Orchestra
04. Dezember, MÜNCHEN**, Feierwerk
05. Dezember, FREIBURG, Fri-Son
06. Dezember, MANNHEIM, Feuerwache
07. Dezember, KÖLN, Gloria
08. Dezember, BOCHUM, Zeche
11. Dezember, HAMBURG, TBA
* ohne Herman Dune
** ohne Port O’Brien

Das Video zu “Listen Those Lost At Sea, Sing A Song On Christmas Day”:

Myspace von Get Well Soon

Ariane WhiteTapes

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Get Well Soon – Rest Now Weary Head! You Will Get Well Soon

Eigenwilliges Songwriting, ein Orchester, Chöre, ein Album, das über drei Jahre fast nur zu Hause mit der Unterstützung von Freunden eingespielt wurde, klingt erst mal nach Zutaten für ein neues Album von Conor Oberst, ist Lifted… doch genau so entstanden. Musikalisch wohl auch der Vergleich, der dem, was einem auf diesem Album erwartet auch erstmal am nächsten kommt. Die Stimme ist aber so ganz anders, anzuordnen irgendwo zwischen Tim Kasher, den dramatischen Gesten von Patrick Wolf, etwas Nick Cave, ein bisschen Tom Waits, garniert mit einer Prise Nick Drake. Get Well Soon, das ist der Projektname von Konstantin Gropper, den er seinem nun vorliegendem Debütalbum mit dem Titel „Rest Now, Weary Head! You Will Get Well Soon“, entliehen hat.

Nun da ihn nach einem Glastonbury Auftritt 2006 und einigen in England veröffentlichten EPs auch Deutschland entdeckt hat avanciert er hierzulande zu Everybody’s Darling und die englische Presse kann kaum glauben, dass so einer Deutscher ist, sind wir doch eher bekannt für die Scorpions und seltsame Beiträge zum Eurovision Song Contest. Das Album besticht vor allem durch die von Konstantin Gropper bis ins kleinste Detail geplanten Arrangements in jedem Track und wird getragen von seiner tiefen dramatischen Stimme. So avanciert allein der Eröffnungssong „Prelude“ mit seinen einfachen Lyrics, die einfach nur den Albumtitel wiederholen zu einem orchestralen Ereignis. Das setzt sich auf dem gesamtem Album fort, mal hört man die klaren Anleihen bei Bright Eyes „Christmas in Adventure Parks“, mit den weisen Worten „In Alaska, there’s no refrigarator needed“, dann wieder Patrick Wolf bei der ersten Single zum Album „If this Hat is missing I’be gone hunting“, die auch auf Heavy Rotation auf MTV läuft. Ein Highlight auch das Duett „Your Endless Dream“, das von seinem Charme fast an das Duett von Nick Cave und Kylie Minogue „Where The Wild Roses Grow“ heranreicht, aber trotzdem so ganz anders ist. Besonders noch hervorzuheben das geniale Cover von Underworlds „Born Slippy Nuxx“. Insgesamt lässt sich sagen, Deutschland hat nun seinen ersten Freak-Folk Star, das ist zwar nicht wirklich innovativ, aber Konstantin Gropper wollte das Rad auch nicht neu erfinden, sondern versichert uns auf der Rückseite des Albums „I tried my very best to make this music loveable.“ und das hat er geschafft, mit einer unglaublichen sinfonischen Vielfalt, die sich mit mehrfachem Hören immer weiter erschließt und aufs Neue überrascht.

Video zu “Christmas in Adventure Parks”

httpv://www.youtube.com/watch?v=Ppnba5nNWT0