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Ólafur Arnalds / Kiasmos, Gleis 22, Münster, 22. November 2010

Ganz überraschend kündigte das Gleis 22 am 15. November an, dass bereits eine Woche später der junge Isländer Ólafur Arnalds seinen freien Tourtag nutzen würde, um eine exklusive Solo-Show im Münsteraner Kultladen zu spielen. Was genau zu erwarten war, war zu diesem Zeitpunkt noch unklar. Normalerweise spielt Ólafur Arnalds nämlich nicht solo, sondern mit Streichquartett. So geisterte denn auch der Name seines Nebenprojekts Kiasmos mit durch die Ankündigungen, schließlich ist Janus Rasmussen, die 2te Hälfte von Kiasmos auch Mitglied von Ólafur’s Tourtruppe und dort unter anderem für elektronische Effekte verantwortlich.

So recht schien auch der Isländer nicht zu wissen, was er da so vor hatte und schrieb vor dem Konzert bei Facebook “trying to prepare some vague ideas for my first full improvised solo set in Munster tonight. Janus will join me for a bit of it to do some sounds as well”. Wobei, eigentlich beschrieb er damit dann doch ganz gut, was den Besucher erwarten sollte. Die füllten zwar das Gleis 22 dann nicht bis zum Anschlag, waren aber dennoch zahlreich erschienen, ließen aber so viel Platz, das man gemütlich am Boden Platz nehmen konnte. Etwa eine 3/4 Stunde nach Einlass ging dann auch schon der Vorhang auf, hinter dem zuvor bereits einige flackernde Lichter zu sehen waren. Ólafur Arnalds betrat die Bühne und begann erst einmal die gesamte, auf der Bühne versammelte Technik zu erklären. Neben seinem Piano hatte er dort jede Menge Effektgeräte, Loops und sein Notebook aufgebaut. Auf dem hatte er bereits einige Notizen und Sounds gespeichert, die in der Folge in die Show einfließen sollten.

Nach dieser kurzen Einführung begann er dann bereits mit einer ersten Improvisation, die sich als ein typisches Ólafur Arnalds Stück mit gefühlvollem Piano und geschickt gesponnenem Spannungsbogen entpuppen sollte. In den Songpausen überspielte der Isländer seine Unsicherheit immer wieder mit kleinen Witzchen und weiteren Erklärungen, dessen, was nun passiere und welche technischen Geräte er dafür einsetzen würde. Für einige Songs holte er dann auch schon Janus und eine seiner Geigerinnen auf die Bühne, die ihren freien Tag nun also auch mit Arbeit verbrachten. Gerade Janus gab den Stücken einen deutlich elektronischeren Touch und bereitete so das vor, was später noch folgen sollte. Nach knapp 60 Minuten, die sich eher wie 20 anfühlten, war Ólafur Arnalds nämlich auch schon mit seiner Show fertig und verabschiedete sich kurz von der Bühne. Nicht aber, ohne kurze Zeit später wieder aufzutauchen und zusammen mit Janus den Bühnenaufbau ein wenig zu ändern, um im Anschluss mit ihm gemeinsam einige Kiasmos Songs vorzustellen. Aus schwelgerischer Stimmung wurde nun Tanzlaune und die zuvor auf der Bühne aufgestellten Kerzen ausgeblasen und durch Stroboskop-Licht ersetzt.

Ein Abend also mit viel Abwechslung, der wohl einer der experimentellsten freien Tage von Ólafur Arnalds gewesen sein dürfte. Sollte er also auf seiner nächsten Deutschland-Tour wieder nicht nach Münster kommen, findet sich ja vielleicht ein freier Tag. Wir wären jedenfalls gern wieder dabei.

Foto: Myspace

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Ólafur Arnalds / Kiasmos – nächsten Montag im Gleis 22

Das ist mal eine schöne Überraschung. Da ärgert man sich erst, es nicht zu einem Konzert der kürzlich beendeten Deutschland-Tour des jungen Isländers Ólafur Arnalds geschafft zu haben, da kündigt das Münsteraner Gleis 22 ganz überraschend ein Konzert mit dem Neo-Klassiker an. Das findet am nächsten Montag, den 22. November 2010 zur gewohnten Gleis 22 Zeit statt. Vorverkauf wird es nicht geben, also pünktlich an der Abendkasse erscheinen, 10 Euro Eintritt bereithalten und sich auf einen herrlich schwelgerischen Abend freuen. Mehr zum Event bei Facebook, dort heißt es:

“LAST MINUTE!!! Der Isländer ÓLAFUR ARNALDS ist bekannt für seine neo-klassischen Kompositionen, die den Zuhörer in andere Atmosphären schicken. Heute präsentiert Ólafur Arnalds einige seiner Songs vom neuen Album solo. Ein einmaliges und einzigartiges Ereignis auf deutschen Bühnen! Danach geht es nahtlos weiter mit ihm und seinem Projektpartner Janus, die als KIASMOS das Elektro-Pferd satteln und im kühnen Galopp auf die Tanzflächen treiben. Spread the word!!!”

Myspace // Label

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Pete & The Pirates, Gleis 22, Münster, 07. September 2010

Man muss ja sagen, es ist durchaus eine der guten Seiten der deutschen “Über Musik berichtenden Szene”, dass sie nicht jeden Hype aus dem NME aufnimmt und hier auch abfeiert. Hier wird gefeiert was gefällt und wenn sich das mit dem NME überschneidet, so what. Manchmal liegt aber auch der NME richtig und die deutsche Szene sollte da vertrauen und sich einen Hype einmal genauer ansehen. Zum Beispiel das Quintett Pete & The Pirates aus Reading. Das wurde schon früh vom NME abgefeiert. Große Aufmerksamkeit konnten sie in Deutschland jedoch nie erzeugen. Völlig zu unrecht, ist die junge Band doch eine der originelleren und vor allem unterhaltsameren Indie-Rock Bands. Aber wenn schon die Kritiker die Band nicht mitbekommen, dann baut man sich halt selbst eine Fanbase auf. Darin sind Pete & The Pirates verdammt gut. Bereits bei ihrem letzten Deutschland-Besuch vor knapp zwei Jahren im Kölner Studio 672 füllten sie den Club fast bis zum Anschlag. Und auch in Münster zeigte sich, dass die Band, die ihr Debüt-Album “Little Death” 2008 beinahe komplett unter Ausschluss der Öffentlichkeit veröffentlichte, es unter Musikfreunden zu einem ausgewachsenen Geheim-Tipp geschafft hat.

Der Münsteraner Kult-Club war zwar bei der Vorband noch spärlich gefüllt, das hatte aber auch seinen Grund. Der klang stark inspiriert von den Kilians und spielte eine halbe Stunde lang ein Lied. Es folgte eine lange Umbaupause, in der es im Gleis 22 dann auch langsam kuschelig wurde. Anfang des Jahres erschien “Little Death” auch hier, das hat zwar die oben erwähnte Szene nicht bemerkt, aber immerhein Musikfans im Münsterland und die feierten ab der ersten Minute euphorisch mit der Band aus Reading. Pete & The Pirates hatten die Zuschauer schnell um den Finger gewickelt und durften sich über fröhliches Mitzappeln im Publikum freuen. Die schnellen Songs mit den überraschenden Wechseln und der extremen Melodieverliebtheit, in der viele kleine Details das durch die versprühte gute Laune bereits große Grinsen, noch weiter wachsen ließen. Auch die vielen neuen Stücke wussten sofort zu überzeugen, genau genommen spürte man im Publikum nicht eine Spur von unterschiedlichen Reaktionen. Der Applaus war nach jedem Song riesig und die knapp 50 Minuten rauschten nur so im Gleis 22 vorbei.

Entsprechend groß waren dann die Forderungen nach einer Zugabe, für die Pete & The Pirates dann auch schnell zurück kehrten. “Jennifer” und “Come On Feet” standen auf dem Plan und das Publikum drehte noch einmal komplett frei. Thomas Sanders und seine Jungs auch. Besonders über Thomas ließ sich sagen, dass er an diesem Abend eine noch souveränere Figur als Sänger machte, als noch vor zwei Jahren in Köln, oder vor einem Jahr als wir seine Band in Brüssel sahen. Nun führte er die Band, war präsent und bildete eindeutig den Mittelpunkt der Bühnenperformance. Vielleicht hatte er sich einiges von Morrissey abgeschaut und vermutlich auch von Paul Smith, mit dem durfte er ja bereits das ein oder andere Konzert spielen. Das tat dem Auftritt der bereits stark aufspielenden Band in sofern gut, da es nun einen Fixpunkt mit Präsenz gab, an dem sich der Abend ausrichtete. Bisher war es bei Konzerten von Pete & The Pirates nämlich eher so, dass eine starke Band, ohne starken Frontmann auskommen musste und so vielleicht nicht jeden mitreißen konnte, da viele Leute auch eine Identifikationfigur brauchen. Das haben Pete & The Pirates nun jedenfalls geschafft und den Weg geebnet für ihren baldigen Durchbruch in Deutschland. Wenn sie dabei so auf dem Boden bleiben, wie an diesem Abend in Münster, dann steht der Band hier noch einiges bevor. Nach der Show reichte Bassist Peter Cattermaul dann auch noch jedem der Zuschauer am Ausgang die Hand zum Abschied und entließ so wohl auch den letzten mit einem guten Gefühl in die Nacht.

Fotos: Ariane WhiteTapes, noch mehr vom Abend hier

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We Were Promised Jetpacks + Dupec, Gleis 22, Münster, 20. April 2010

Ihnen wurden Raketenrucksäcke versprochen. Als sie die dann hatten, flogen sie auf große Tour quer über die gesamte Weltkugel. Auf der amerikanischen Landmasse haben sie mittlerweile ihre großen Vorbilder von Frightened Rabbit überflügelt und auch in Europa reißen sich die Fans so sehr um sie, dass auch ihre dritte Deutschland-Tour innerhalb von etwas mehr als sechs Monaten ausverkauft war. Die Zeichen stehen also gut für We Were Promised Jetpacks. Die Gründe dafür haben wir hier auch bereits das ein oder andere Mal geschildert, deshalb war der zweite Besuch der Band im Gleis 22 natürlich auch wieder Pflicht für uns.

Vor allem, weil sie dieses Mal mit ihren Freunden von Dupec aus Edinburgh einen mehr als großartigen Support im Programm hatten. Schottische Invasion also in Münsters zweitbester Konzertlocation. Wie sich das im Gleis 22 gehört begann das Programm dann auch pünktlich um 21 Uhr. Ausverkauft bedeutete auch, dass es zum Beginn des Dupec Sets bereits reichlich gefüllt war und das Trio aus Edinburgh vor einer größeren Masse spielen, als sie es von zu Hause gewohnt sein dürften. Mit ihrem rauen Rock-Sound spielten sie stark auf und gaben von Beginn an alles. Sänger James Yuill haute ordentlich in die Saiten und gab auch in Gesang und Bewegungsfreude alles. Das nahm auch das Publikum dankbar auf und ließ sich zu zumindest etwas Bewegung hin und vor allem mehr als höflichem Applaus hinreißen. Neben unterhaltsamem Rocksound hatten Dupec aber auch komische Momente im Set zu bieten. Wobei die Komik sicherlich nicht beabsichtigt war, denn die ergab sich nur daraus, dass die Besucher nicht mit James’ genuscheltem schottischen Akzent klar kamen und seine Ansagen meist nur mit einem “häh?”, oder “wir verstehen dich nicht” beantworteten. Von diesen kleinen Kommunikationsproblemen einmal abgesehen kamen Dupec besser an, als sie es sich vielleicht ausgemalt hätten und verließen mit fröhlichen Gesichtern die Bühne.

Auf der wurde dann auch in knapp 15 Minuten umgebaut, damit jene, denen Raketenrucksäcke versprochen wurden, Punkt 22 Uhr. Wie schon im September starteten sie mit dem Einspielen von “A Half Built House”, das sie direkt in “It’s Thunder And It’s Lightning” übergehen ließen. Die Stimmung war mit fortschreitendem Gitarren-Gewitter immer besser und bereits während des ersten Stücks Tanz- und Mosh-Laune in den vorderen Reihen. Beim folgenden “Quiet Little Voices” brachen dann alle Dämme und das Publikum bewegte sich wellenförmig nach vorn. Der wahre Held des Songs war allerdings eine Discokugel, die dem stetigen Kontakt mit in die Höhe gerissenen Armen nicht stand hielt und den Weg nach unten suchte. Auf dem Weg dahin richtete sie glücklicherweise keinen größeren Schaden an und konnte am Ende des Songs gen Mischpult außer Gefahr gebracht werden.

Das Set von We Were Promised Jetpacks gewann immer mehr an Fahrt und das Publikum nahm jede Note dankbar auf. Nur zeigte sich auch wieder eine der Schwächen der Band, die spielte auf der Bühne ganz in ihrer eigenen Welt versunken, ein wirklicher Kontakt zum Publikum wurde nicht hergestellt. Das feierte auch ohne Kontakt zur Band und genug Stoff dazu wurde ihnen von der Bühne geliefert. Und das was da geliefert wurde war wie schon im September absolut zuverlässig. Unterschiede zum vergangenen Auftritt im Gleis 22 suchte man deshalb auch mit der Lupe. Glücklicherweise gab es sie, denn sonst wäre der Auftritt von We Were Promised Jetpacks allzu langweilig geworden. Ein paar neue Songs sorgten nämlich für das Quäntchen Variation, das aus einem okayen Konzert ein tolles machten. Ob man bei ruhigeren Momenten der Band dennoch versuchen muss zu moshen, oder die arme Band ankreischen muss, als würde da Mick Jagger stehen, sei einmal dahin gestellt, einen schönen Abend mit zwei tollen schottischen Bands konnte es nicht trüben.

Fotos: Ariane WhiteTapes

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Blood Red Shoes + Pulled Apart By Horses, Gleis 22, Münster, 22. März 2010

Mit “Box Of Secrets” veröffentlichten die Blood Red Shoes Anfang 2008 ein Album, dem trotz großartiger Songs ein wenig der Charme eines schnell wieder verfliegenden Indie-Hypes beiwohnte. Abgebrochene Konzerte am Ende ihrer Deutschland-Tour ein Jahr nach dem Release ließen dann beinahe den Verdacht, dass sich das Duo bereits nach diesem einen Album trennt, noch weiter erhärten. Das wäre aber natürlich traurig gewesen, da Laura-Mary und Steven aus Brighton einfach zu knackige Sounds schreiben, um die Blood Red Shoes so früh schon wieder Geschichte sein zu lassen. Und siehe da, die Blood Red Shoes rauften sich nach einer kurzen Pause wieder zusammen, schrieben ein neues Album und präsentierten auf einer Hand voll Festivals im letzten Jahr bereits neues Material. Als Support von Maxïmo Park beschränkten sie sich dann fast sogar auf neue Songs und bewiesen, dass der Sound von Blood Red Shoes auch nach einem Album immer noch mehr als genug Variation hergibt.

Kein Wunder, dass “Fire Like This” dann auch die meisten Kritiker und vor allem auch die Fans überzeugte. Die Formel hieß nun, weniger Hits, dafür mehr Tiefe und ein dunklerer Sound. Das Ergebnis, eine Steigerung zum Debüt, dass die Begeisterung für das Duo noch weiter entfachte. So waren Karten für die Deutschland-Tour dann auch mehr als begehrt und das Konzert in Münster zwei Wochen vor dem Termin bereits ausverkauft. Das Gleis 22 kannten die Blood Red Shoes bereits von ihrem Besuch vor relativ genau zwei Jahren, als sie den Kult-Club in der Nähe des Bahnhofs auch bereits ausverkauften. Statt von Herrenmagazin wurden sie bei ihrem zweiten Münster-Abstecher nun von ihren Freunden von Pulled Apart By Horses begleitet. Die kommen aus Leeds und sind ebenfalls mit Sky Larkin befreundet. Musikalisch leben sie allerdings in einer ganz anderen Welt. In einer nämlich, in der lieber ins Mikro geschrien, als melodisch gesungen wird. Dazu laute Gitarrenriffs und polternde Drums. Der Sänger der Band machte während des Sets noch einen Abstecher ins Publikum, schnappte sich eine der Pflanzen von der Fensterbank, warf sie umher und spuckte Bierfontänen. Aus der Ferne war das ganz witzig anzuschauen, die Konzertbesucher in den vorderen Reihen sahen das aber wahrscheinlich anders. Aber nach knapp 30 Minuten war auch dieses Spektakel überstanden und das Warten auf die Blood Red Shoes begann.

Im Gegensatz zum letzten Münster-Abstecher des Duos musste man sich nun eigentlich keine Sorgen mehr um die Qualität der Darbietung machen. Schließlich haben Blood Red Shoes bereits im Herbst gezeigt, wie famos die Live-Umsetzung des Materials gelingt. So hieß es in der Umbaupause also nur: Warten auf gute Unterhaltung. Die begann aber zunächst etwas holprig mit “Doesn’t Matter Much”, Steven verpasste seinen Gesangseinsatz und Laura-Mary war am Mikro zunächst gar nicht zu hören. Das bekam zumindest die Band recht schnell in den Griff, der Ton-Mann hat aber während des gesamten Sets merklich damit zu kämpfen, Gitarre und Gesang von Laura-Mary in Einklang mit der Gesamtmischung zu bringen. Die schien auch eher nach dem Motto “mach mal laut” abgemischt, als den famosen Melodien, die sich hinter der rauen Schale des Sounds verbergen, gerecht zu werden. Ohren-Stöpsel waren also eine kluge Investition. Der Schwerpunkt im Blood Red Shoes Set lag, wie bereits im Herbst, auf neuem Material, das mit “Klassikern”, wie “It’s Getting Boring By The Sea” und “I Wish I Was Someone Better” gespickt wurde. Aber auch für das neue Material waren alle Besucher entflammt und so waren die ersten Reihen in wilder Bewegung und der nun für Anlässe dieser Art im Gleis 22 anscheinend fest installierte Wellenbrecher an der Bühne schien schwer arbeiten zu müssen.

Trotz durchaus guter Performance ließ die Band den letzten Funken Begeisterung an diesem Abend missen, so blieb etwa eine kurze Begrüßung durch Steven Ansell mit einem kurzen Small-Talk mit den Besuchern in den ersten Reihen eine der spärlichen Ansagen der Band. Auch wirkte die Performance stellenweise leider nur darauf abzuzielen laut aufzuspielen, als wirklich Spielfreude zu zeigen. Das ist aber natürlich meckern auf hohem Niveau, denn die Blood Red Shoes spielen natürlich immer eine gute Show, nur fehlte eben das letzte Quäntchen zu einer hervorragenden Show, die sie beispielsweise im Herbst als Support gebracht hatten. Vielleicht liegt es ja auch wirklich daran, dass sich das Duo ein noch ein wenig mehr Mühe gibt, wenn sie sich noch als Support beweisen müssen. Als Headliner lehnten sie sich etwas zurück, sie müssen ja niemanden mehr für sich gewinnen, schließlich sind ja alle für sie da. Ob das nicht irgendwann nur noch trügerische Sicherheit ist, wird sich zeigen, für den Moment reicht es ja dennoch zu guten Shows und an ihren Platz als Headliner werden sich die beiden bestimmt auch noch gewöhnen.

Fotos: Myspace der Band

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Friska Viljor + Lena Malmborg, Gleis 22, Münster, 17. Februar 2010

Die Konzerte der schwedischen Indie-Band Friska Viljor sind legendär, da stets einzigartig und zumeist schweißtreibend. Diesen Beweis versuchte die Band um Daniel Johansson und Joakim Sveningsson auch bei ihrem Besuch im Gleis 22 in Münster am 17. Februar zu erbringen.

Nach der Ankunft an der Hafenstraße 34 musste ich kurzzeitig ein wenig schmunzeln. Safety first – so lautete wohl das Motto der Veranstalter. Denn unmittelbar vor der Bühne des Gleis hatten sie doch tatsächlich einen Wellenbrecher aufgestellt. Nun ja, vielleicht hatte da allerdings auch das umtriebige Münsteraner Ordnungsamt seine Finger im Spiel. Man weiß es nicht…

Den Abend eröffneten Lena Malmborg samt drei weiteren schwedischen Musikantinnen. So wurde das Konzert mit angenehmen Blues- und Soulstücken eröffnet. Durchaus empfehlenswert und mal wieder ein Beweis für die scheinbar nie zu Ende gehende Quelle an hervorragenden schwedischen Bands. Aber dies schrieb ich bereits in anderen Artikeln schon mal.

Nach dem Auftritt wartete das restlos ausverkaufte Gleis sehnsüchtig auf den Auftritt von Friska Viljor. Und wartete… und wartete, trank ein Kaltgetränk seiner Wahl und wartete weiter. Wie der geneigte Leser spitzfindig herauslesen kann, hätte eine kürzere Wartezeit nicht unbedingt geschadet.

Fairerweise sei an dieser Stelle erwähnt, dass Sänger Joakim Sveningsson kränkelte und sich daher sichtlich mitgenommen auf die Bühne schleppte. Medizin in Form von diversen alkoholischen Getränken hatte ihn zumindest soweit aufgepäppelt, dass er den Weg zur Bühne fand – wenn auch mit reichlich Verspätung.

Das Konzert entschädigte das Publikum dann jedoch auch für die lange Wartezeit. Die zumeist recht jungen Konzertbesucher zeigten, dass sie durchaus in der Lage sind zu tanzen und – dem Wellenbrecher sei Dank- gingen dabei durchaus entschlossen zu Werke.

Friska Viljor überzeugte mit großer Spielfreude und mit Songs aus ihrem neuen Album “For New Beginnings”, indem u.a. die Hamburger Wohlwill Straße euphorisch besungen wird.

Höhepunkt des Abends war ein waghalsiges Klettermanöver von Joakim Sveningsson, dem die Medikamente wohl ein wenig zu Kopf gestiegen waren. So testete er jedenfalls munter die Tragfähigkeit der Heizungsrohre im Gleis. Ein gelungener Abend mit einer Band, die den Beweis erbrachte, auch mit angeschlagenen Frontmännern einen Saal zum Kochen zu bringen.

Fotos: Johannes Wallat

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Kristofer Aström + Lowood (Therese Johansson), Gleis 22, Münster, 10. Dezember 2009

Münster verfügt bekanntlich über zwei Wohnzimmer, die musikalisch zumeist besonders verwöhnt werden. Das eine ist das Amp, in dem am 19.12. Johannes Mayer aka The Late Call sich die Ehre gibt. Das andere ist das alt-ehrwürdige Gleis 22, welches zur Zeit mit besonders guter Musikauswahl glänzt. So holten die Damen und Herren um Frank Dietrich nach William Fitzsimmons mit Kristofer Aström zum zweiten Mal binnen einer Woche einen absoluten Hochkaräter in die Domstadt.

Das Wohnzimmer an der Hafenstraße war also bestens vorbereitet. Der Teppich auf der Bühne war ausgelegt, die Gäste trockneten sich bei Kaltgetränken, die durch den Münsteraner Dauerregen verursachten nassen Füße und freuten sich auf ein abermaliges Gastspiel des schwedischen Bruce Springsteen, wie unlängst in einer Rezension zu lesen war.

Den Auftakt bildete jedoch Therese Johansson, ihres Zeichens Sängerin der schwedischen Band Lowood und sowohl optisch als auch akustisch eine sehr angenehme Erscheinung. Auf ihrem Debütalbum “Close To Ciolence” lässt sie die Herzen mit ihrem melancholischen, verträumten Pop höher schlagen und sorgt einmal mehr für den Beweis, dass es in Schweden ein scheinbar niemals erschöpftes Reservoir an talentierten Musikern gibt. Während ihres Auftritts wurde sie bei dem Stück “It’s A Mess” auch von Kristofer Aström stimmlich begleitet. Ein mehr als gelungener Auftakt der Dame aus Stockholm, die uns hoffentlich bald wieder beehren wird.

Nach einer kurzen Pause betraten mit “The Rainaways” auch die Band von Kristofer Aström, die ihn auch auf seinem aktuellen Album “Sinkadus” unterstützt, die Bühne und sorgten für ein absolut begeisterndes Konzert. An dieser Stelle sei erwähnt, dass der Bassist eine frappierende Ähnlichkeit mit Captain Barbossa aus “Fluch der Karibik” besitzt. Ähm ja, aber seriös weiter im Text. In extremer Spielfreude zeigten sich die schwedischen Herren und bewiesen, dass Aström neben seiner melancholischen Ader auch eine Vorliebe für ehrlichen Folk und Blues-Rock besitzt. Diese Vorliebe kommt auch bei seinem aktuellen Album wieder mehr zum Vorschein.

Nichtsdestotrotz wurden natürlich auch die Klassiker, wie das großartige “All Lovers Hell” oder die grandiose Ballade “Fallen” gespielt. Insbesondere bei diesen Liedern tritt Aströms Gabe zu Tage, die traurigsten und melancholischsten Gefühle in musikalische Form zu übersetzen ohne dabei in die große Kitsch-Falle zu tappen. Der Einsatz von Mundharmonika durfte an dieser Stelle natürlich auch nicht fehlen. Besonders positiv muss erwähnt werden, dass der Band ihre große Freude am Auftritt anzumerken war. So überzeugte insbesondere Aströms Gitarrist, der sich und die Zuschauer mit mehreren Gitarrensoli erfreute.

Ein, nicht nur in der Adventszeit, sehr stimmungsvoller Abend, der Herrn Aström hoffentlich bald wieder in eines der gemütlichen musikalischen Wohnzimmer Münsters führen wird.

Fotos: Myspace Kristofer Aström

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William Fitzsimmons + Kate York, Effata! Jugendkirche, Münster, 03. Dezember 2009

Foto: Johannes Wallat

Trennungen und die zumeist damit verbundenen Neben- und Nachwirkungen gehören eher zu den Angelegenheiten, die keine Top-Platzierung in der persönlichen Beliebtheitsskala einnehmen. Ein Jeder hat seine ganz eigene Art damit umzugehen: Da ist die Fraktion, die laut “Awesome” aufschreit und durch Ablenkung mit dem anderen Geschlecht versucht der Situation Herr zu werden. Wiederum andere verlassen ihre eigenen vier Wände nur zum Einkauf wirklich lebensnotwendiger Dinge und sorgen dafür, dass die Schokoladenindustrie einen horrendes Umsatzplus zu verbuchen hat. Eine weitere Gruppe Menschen flüchtet sich in die Musik. Sei es durch das verträumte, gelegentlich auch verheulte, Zuhören oder aber der Verarbeitung in Form selbst geschriebener Stücke.

Zu der letzten Spezies gehört zweifellos William Fitzsimmons. Aufgewachsen als Sohn blinder Eltern in Pennsylvania und laut eigener Aussage, Besitzer des “greatest beard on earth”, entdeckte er schon früh seine Liebe zur Musik. Diese Liebe wird jedoch meist von großer innerer Zerrissenheit und Verzweiflung beeinflusst. Nahezu alle privaten Probleme werden selbsttherapeutisch verarbeitet.

Anlässlich dieser musikalischen Therapiesitzung wurde die ursprünglich vorgesehen Location, das Gleis 22 in Münster, eingetauscht gegen die efffata-Jugendkirche des Bistums Münster. Vorab sei gesagt, ein wahrhaft würdiger Rahmen für ein musikalisches Ereignis, welches immer noch Bewunderung hinterlässt.
Ca. 500 Menschen machten es sich in der sanft beleuchteten Kirche bequem und warteten, dem Ort angemessen, andächtig auf einen Mann mit Vollbart, der zu seinem Publikum sprechen und singen sollte.

Als Einstimmung auf Fitzsimmons, testete Kate York die Akustik der Kirche und stimmte das Publikum mit ruhigen Liedern auf den Abend ein. Leider fehlte der Musik ein wenig der Wiedererkennungswert, so dass Kate Yorks Stücke am besten mit “Liedern, die keinem weh tun” beschrieben werden kann.

Dann war es so weit und William Fitzsimmons kam zunächst alleine auf die Bühne, um seine augenscheinlich große Fangemeinde musikalisch zu begrüßen. Selten passten Musik und Location wohl so gut zusammen wie an diesem Abend. Eine stetige Gänsehaut wurde zu einem angenehmen Begleiter des Konzertes und glückliche Gesichter, soweit das Auge reichte.William selbst war, das konnte man ihm anmerken, sehr beeindruckt von der Kulisse und freute sich über den großen Zuspruch. Nach drei Liedern kam dann auch seine Band auf die Bühne, um die Songs in noch größerem Gewand zu präsentieren. Neben seinen eigenen Liedern, wie “It’s not True”, “You Broke My Heart” oder des großartigen “Maybe be alright”, präsentierte er auch einige Cover-Songs. Dazu zählten “Naked As We Came” von Iron & Wine oder, man höre und staune, sogar Kanye West’s Heartless. Diese grausame Plastik-Hip-Hop-Nummer wurde dankenswerter Weise durch den Fitzsimmon’schen Reißwolf gedreht und zu einer hinreißenden Akustik-Ballade umfunktioniert.

Es gibt Abende, an denen passt einfach alles: Publikum, Musik und die Atmosphäre. Dieser Abend gehörte definitiv dazu. Bleibt zu hoffen, dass auch in Zukunft weitere Musiker das Vergnügen haben werden, sich in solch einem Rahmen zu präsentieren. Da wird man sogar gerne melancholisch und hört sich mit einem Lächeln im Gesicht Trennungsgeschichten an. Awesome!

Fotos: William Fitzsimmons Myspace

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The Virgins + The So So Glos, Gleis 22, Münster, 12. November 2009

Foto: Myspace der Band

Am 12.11. bevölkerten Heerscharen junger Mädels den Eingangsbereich des Gleis 22 in Münster. Grund hierfür war der Auftritt einer der zur Zeit wohl meist gehyptesten Bands. The Virgins hatten sich angekündigt und versuchten, die Menge mit ihrem 80er Jahre-Synthie-Sound, der sich diversen Strokes-Anleihen bedient, zu überzeugen.

Bevor es soweit kam machten The So So Glos, ebenfalls aus den USA, den Anfang. Die Aufgabe einer Vorband erfüllten sie dann sogleich auch. Gut gelaunt und mit reichlich Spielfreude sorgten sie dafür, dass sich das Münsteraner Cluburgestein, in dem sich inzwischen auch ein paar ältere Semester (auch männlicher Art) eingefunden hatten, alsbald warm tanzte.

Dann betraten The Virgins die Bühne. Sänger Donald Cumming wirkte leicht psychedelisiert und unterstrich dies mit seltsam anmutenden Armbewegungen. Auch die Kommunikation mit dem Publikum fiel sehr zurückhaltend aus. Aber es ging ja um die Musik. Die Band startete mit “She’s Expensive”, wobei das Publikum, wie auch bei den folgenden 4 Liedern sehr zurückhaltend agierte. Ein Stimmungswechsel trat erst bei “Teen Lovers” ein, bevor der Bann bei “Rich Girl’s” (bekannt aus einer schrecklichen amerikanischen Tv-Serie namens Gossip Girls) endgültig gebrochen war und auch der Letzte Münsteraner seinen Kopf mehr oder weniger elegant im Takt mitwippen ließ. Wie schon auf dem diesjährigen MELT konnte die Band mit große Spielfreude überzeugen und ließ sich vom frenetisch jubelnden Publikum zu ein paar Zugaben hinreißen, wobei das sehr melancholisch vorgetragende “Love Colder Than Death” sicherlich einen Höhepunkt darstellte.

Sehr sympathisch war auch der teils etwas unbeholfene Auftritt der jungen Herren aus New York. Der Musik hat es definitv nicht geschadet. Bis zum nächsten mal, würde ich sagen.

Foto: The Virgins Myspace

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We Were Promised Jetpacks + Käfer K, Münster, Gleis 22, 03. September 2009

Mitte Juni kündigte Adam Thompson, Sänger von We Were Promised Jetpacks im Interview mit uns, an, dass er hoffe mit seinen Jungs, gegen Ende des Jahres eine kleine Deutschland-Tour spielen zu können. September ist Start des letzten Quartals und damit natürlich im weitesten Sinne auch das Ende des Jahres. Der Tour-Start zum Debüt-Album “These Four Walls” sollte dann auch noch in Münster statt finden. Ein schöner Zufall und natürlich ein Pflichttermin, nachdem das Album bereits den ganzen Sommer lang auf Heavy Rotation lief. Zudem auch ein guter Anlass endlich einmal wieder das schmucke Gleis 22 zu besuchen, in das wir es seltsamerweise seit Dezember 2008 nicht mehr geschafft haben. Verändert hatte sich natürlich nichts und so fanden wir uns kurz nach Einlass im Club ein.

Entgegen der Tradition Konzerte im Gleis 22 Punkt 21 Uhr beginnen zu lassen, kam die Vorgruppe erst eine viertel Stunde später auf die Bühne, aber da in der Studentenstadt Münster das akademische Viertel sehr angesagt ist störte sich da natürlich niemand dran. Käfer K kommen aus dem Emsland und spielen Deutsch-Punk irgendwo zwischen Turbostaat und Muff Potter (um sich einmal der Ankündigung des Gleis 22 zu zitieren). Das Set tat niemandem weh und war auch schnell vorbei. Einziges Manko vielleicht, dass der Schreigesang des Sängers trotz deutscher Texte meist absolut unverständlich war. Da sollte man später sogar trotz starkem schottischem Akzent das Englisch von Adam Thompson besser verstehen.

Um 22:15 Uhr machten sich We Were Promised Jetpacks auf die kleine Bühne, um die Songs ihres Debüts erstmals nach dem Release in einem deutschen Club zu präsentieren. Was als erstes ins Auge fiel war das stinknormale Aussehen der Jungs. Die sahen nicht nach Indie-Band aus, sondern nach vier Jungs, die gerade aus der Schule kommen, um mit ihrer kleinen Band im Probe-Raum zu spielen. Auf den ersten Blick für eine Indie-Band vielleicht untypisch räumte gerade die Erscheinung von Sänger Adam doch endlich auch einmal mit dem Klischee des stark gescheitelten, Röhrenjeans tragenden Mädchenschwarm am Mikro auf. Einmal ganz erfrischend also einen durchnittlichen, dicklichen schottischen Jungen am Mikro zu sehen. Das änderte natürlich nichts daran, dass er stimmlich einiges zu bieten hatte. Eröffnet wurde der Abend mit “It’s Thunder And It’s Lightning”. Der mittlerweile gut gefüllte Club sang ab der ersten Zeile mit und zeigte sich sehr textsicher. Die Stimmung war von Beginn an ausgelassen, insbesondere natürlich bei den schnelleren Stücken.

Darunter etwa die Single “Roll Up Your Sleeves”, bei der ausgelassen getanzt und mitgesungen wurde. Zwischen diesen schnelleren Songs und den ruhigen Stücken von “These Four Walls” gab es einen stetigen Wechsel, so dass man fast nach jeder Up-Tempo Nummer ein wenig verschnaufen konnte. Die Band schien die Feierstimmung sichtlich zu genießen und ging voll in ihren Songs auf. Bei “Keeping Warm” gegen Ende des Sets bauten sie dann eine gewaltige Soundwand auf und bewiesen, wie gut Post-Rock in einer Kombination mit Indie-Rock passt und eine dichte Stimmung erzeugen kann. Nach knapp 45 Minuten waren sie dann allerdings auch schon durch und verabschiedeten sich von der Bühne. Der Applaus war zwar überschwänglich, konnte das Quartett leider dennoch nicht davon überzeugen noch einmal für eine Zugabe auf die Bühne zurück zu kehren. Vielleicht war daran eine Verletzung des Handgelenks von Gitarrist Michael Palmer schuld, zumindest massierte er sich betreffendes in den Songpausen immer mal wieder. Eine Erklärung gab es dennoch nicht und so ging nach 45 Minuten das Licht an und der Abend war vorbei. So war das Live-Debüt von We Were Promised Jetpacks in Münster zwar insgesamt höchst gelungen, allerdings mit 45 Minuten etwas kurz, dabei hatten die Jungs mit “Back To The Bare Bones”, “Let’s Call This A Map” oder dem schönen “Conductor” noch mindestens drei Tracks im Repertoire, die sie in einer Zugabe hätten verpacken können. Dennoch natürlich ein toller Abend mit einer der besten Newcomer-Bands des Jahres.

Fotos: Ariane WhiteTapes