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William Fitzsimmons – Interview

Am vorletzten Abend seiner umfangreichen Deutschland-Tour machte William Fitzsimmons Halt im schönsten Club Deutschlands, dem Gleis 22 in Münster und sprach mit uns über sein neues, altes Album “Goodnight”, seinen Weg zur Musik und seine ausgeprägte Gesichtsbehaarung.

Dein Album “Goodnight” wurde vor ein paar Wochen hier in Deutschland veröffentlicht, in Amerika hast du mit “The Sparrow And The Crow” bereits Ende September den Nachfolger dazu veröffentlicht, warum die Entscheidung, “Goodnight” hierzulande den Vorzug zu lassen?

Hhm, gute Frage, ich hab keine Ahnung. Lacht Nein, im Ernst ich glaube, das letzte Album hatte nie eine Chance international gehört und verbreitet zu werden, diese Möglichkeit sollten die Songs aber haben. Musik soll außerdem ja auch eine gewisse Entwicklung des Künstlers widerspiegeln und da meine Alben miteinander verbunden sind, wollte ich erst “Goodnight” veröffentlichen. So konnte ich den Menschen auch ein umfassenderes Bild von mir geben. Das erste Album haben wir dabei einmal ausgeklammert, das lag mir zu weit zurück.


Wir haben irgendwo gelesen, ihr hättet auf den Release von Ingrid Michaelson’s Debütalbum gewartet, um auch etwas von der Aufmerksamkeit, die sie bekommt auf dich zu ziehen…

… oh ja, das ist aber eher ein schöner Zufall. Es ist echt toll zu sehen, dass sie hier so gut ankommt und sie sich auch in Amerika einen bestimmten Ruf erspielt hat. Als wir den Release geplant haben, hatte ich nicht einmal eine Ahnung, dass sie ihr’s im Dezember rausbringt. Natürlich freut es mich, wenn Leute jetzt merken, Ingrid ist auf dem Album, ohne sie wäre es auch nicht im Ansatz so gut und in gewisser Weise bin ich auch stolz, dass sie die Background-Vocals singt.

Einige deiner Stücke wurden in “Grey’s Anatomy” gespielt, hat das deiner Karriere einen Schub verpasst?

Oh ja, ich denke manchmal, dass ich es nur so weit gebracht habe, weil meine Musik im Fernsehen gefeatured wurde. Natürlich könnte ich auch Musik machen, aber ich wäre bestimmt heute nicht hier in Münster. Natürlich darfst du dich nicht darauf beschränken zu denken, yeah, zu einem meiner Songs hatten Leute Sex bei Grey’s Anatomy, du musst danach viel touren, weil das der Weg ist, über den du heute deine Fanbasis schaffst. Früher konnten Künstler noch von Alben leben, aber sehen wir das mal nüchtern, Musik gibt es heutzutage gratis, du kannst ins Internet gehen und eigentlich

alles finden. Wenn du etwas haben willst, kriegst du es. Da kannst du dich nicht mehr auf deine aufgenommenen Stücke verlassen, du musst da raus gehen und überzeugend spielen. Das mit dem Fernsehen war so etwas wie ein Schuss in den Arm, du kriegst einen riesigen Adrenalinschub, weil ein paar Millionen Menschen deinen Song hören, danach weißt du, jetzt musst du alles geben, sonst überlebst du nicht. Dann kommt nämlich die harte Arbeit, du musst auf Tour gehen, du musst dir so etwas wie ein Netzwerk aufbauen. Tust du das nicht, dann gehen die Leute nur ins Internet, laden den einen Song der da lief, hören den ein paar Mal und dann war’s das.

Hast du keine Angst, dass das auch zu so etwas wie ein Stigma für dich werden könnte, der Typ, dessen Songs bei “Grey’s Anatomy” gespielt wurden? Das steht nämlich auch in jedem zweiten Satz, der über Snow Patrol geschrieben wird.

Lacht Also ich hätte nichts dagegen Gary Lightbody zu sein, obwohl, nein im Ernst, darüber habe ich eigentlich noch gar nicht nachgedacht. Klar ist da natürlich ein gewisses Stigma mit verbunden und Snow Patrol hat’s wahrscheinlich auch voll erwischt, aber die wissen auch, warum sie darüber nicht jammern, bei dem gewaltigen Erfolg den die immer noch haben. Inzwischen haben die Leute glaube ich erkannt, dass man auf diese Art auch

Musik entdecken kann. Vorher war das immer eher so, dass die Leute gesagt haben, du verkaufst dich, wenn du im Fernsehen auftrittst, was auch immer das bedeutet. Ich glaube, Fans haben begriffen, dass Musiker, die vorher keine Plattform hatten, auf diese Art bekannt werden können. Das ist das Gleiche mit Myspace, da kannst du tolle Musiker entdecken, das Problem ist nur, dass du da echt eine riesige Auswahl hast, du dich also als Musiker auch da behaupten musst. Am Anfang von Myspace hat’s noch gereicht da deine Tracks hochzuladen und dir Freunde zu suchen, jetzt musst du auch andere Wege finden, und da ich nie mit einem sauteurem Popvideo auf MTV sein werde, war “Grey’s Anatomy” natürlich eine tolle Hintertür ins Fernsehen.

In welcher Serie würdest du denn noch gern einen Song platzieren?

“SCRUBS”! Da denke ich viel dran, wenn’s um so etwas geht. Zach Braff ist auch ein klasse Typ, er hat mich einmal in seinem Blog erwähnt und einen meiner Songs als Profile-Song bei Myspace gehabt. Das wäre schon so etwas, wie ein Traum der wahr wird.

Aber er ist doch jetzt bei Scrubs ausgestiegen?

Ja, das ist auch traurig, aber er dreht noch eine letzte Staffel, ich halte also meine Daumen gedrückt.

Wir natürlich auch.

Danke, es gibt natürlich auch noch viele andere, ich bin da offen, da gibt’s ja auch die verschiedensten Zielgruppen, so dass ich die verschiedensten Menschen erreichen könnte. Aber “Scrubs” wäre mein Favorit.

Wir haben über “Scrubs” Cary Brothers (links im Bild) entdeckt, der ja inzwischen auch Vollbart trägt…

Lacht Na ja, das was er da trägt würde ich nicht Bart nennen, das ist eher Gesichtsbehaarung, das sag ich ihm auch immer.

Neben ihm tragen ja auch Sam Beam (Iron and Wine), Scott Matthew, die Fleet Foxes, Ray LaMontagne und nicht zuletzt du einen Vollbart, denkst du, das ist unbemerkt zu so etwas wie einem Statussymbol geworden?

Ja, das ist glaube ich sehr in Mode, ich finde es auch komisch, dass viele der Musiker, die ich toll finde Vollbart tragen, da ist ja neben denen, die du genannt hast ja noch Bon Iver, wahrscheinlich meine Entdeckung des Jahres. Band Of Horses. Ich habe den nicht deshalb wachsen lassen, weil das jetzt alle tun, ich habe den schon lange, weil ich einfach viel zu faul bin mich zu rasieren, so muss ich den nur ab und zu mal stutzen. Ich glaube auch, dass die Leute die zu meinen Konzerten kommen das mögen, die identifizieren mich auch darüber. Manchmal möchte ich ihn auch abrasieren, da er beim Essen auch sehr nerven kann, aber dann bin ich wieder zu faul, also wächst er eben weiter. Vielleicht sehe ich ja in ein paar Jahren aus wie jemand von ZZ Top, oder alle Vollbartträger haben einen Irokesen oder so. Aber es ist schon komisch, dass den jetzt jeder hat.

Du behandelst in deinen Stücken viele persönliche Themen, ist es dir wichtig diese Dinge über deine Musik zu verarbeiten?

Ich glaube nur deshalb habe ich angefangen Musik zu machen, ja, ich habe mich lange so gefühlt, als sei Musik das einzige Ventil, über das ich die Dinge verarbeiten kann, die ich durchgemacht habe, die meine Eltern durchgemacht haben, zu einigem habe ich zwar inzwischen eine andere Meinung, aber die Songs sind dennoch ehrlich, weil ich zu der Zeit so gefühlt habe. So habe ich auch bei einigen Songs das Gefühl, dass sie sogar anderen Menschen mehr helfen, als sie mir helfen und das ist einfach toll. Ich finde das auch toll, wenn nach einem Konzert Leute zu mir kommen und sagen, deine Musik hat mir extrem geholfen, das ehrt mich natürlich sehr. Ich glaube deshalb nicht, dass Musik mich geheilt hat, oder andere heilt, aber sie ist ein wichtiger Bestandteil des Heilungsprozesses. So lange meine Musik aber jemandem hilft ist es natürlich wichtig, darüber zu singen, auch wenn es vielleicht seltsam ist manche Dinge mitzuteilen.

Denkst du, es hilft dir da besonders, Psychologe zu sein?

Oh ja, auf jeden Fall, nur deshalb kann ich das. Viele Leute, auch Songwriter fragen mich, wie ich meine Gefühle so verpacken kann, manche können sich nicht auf die Bühne stellen und so über, zum Beispiel eine Beziehung sprechen. Für mich ist das ganz natürlich, ich habe lange mit Leuten gearbeitet, die wirklich fertig waren. Da hatte ich jeden Tag mit zu tun, das war mein Job, ich bin um 9 Uhr ins Büro gegangen, habe mir meine Tasse Kaffee geschnappt und den Leuten zugehört und die hatten echte Probleme, wenn ich da über meine Gefühle singe ist das echt harmlos und eigentlich gar nicht von Bedeutung im Vergleich zu dem, was ich da gehört habe.

Bedeutet deine Ausbildung für dich auch, dass du manchmal Dinge sehr viel analysierst?

Lacht Auf jeden Fall, auch viel zu viel, so bin ich einfach. Ich denke über alles nach, ich lasse auch Dinge nicht einfach geschehen, das ist aber bei allen Psychologen so, sie analysieren die Dinge um sie herum. Das ist bis zu einem gewissen Grad natürlich gut, du lernst die Menschen um dich herum noch besser zu verstehen, das solltest du ihnen aber nicht zu verstehen geben, denn dann neigen auch viele Leute dazu dich dafür zu hassen. Aber ich glaube, das geht vielen anderen Leuten mit ihren Berufen auch so, ein Schreiner schaut sich bestimmt alle möglichen Möbel an und sagt, das hätte man da besser machen können, das hier, und so weiter.

Nenn uns bitte einen Künstler, von dem wir 2009 noch hören werden?

Ingrid hast du ja jetzt schon erwähnt und die ist ja nun quasi schon bekannt. Bon Iver, ich glaube aber 2008 war jetzt sein Jahr. Aber wer mir echt ans Herz gewachsen ist, ist eine junge Dame, Priscilla Ahn, sie singt auch auf “The Sparrow And The Crow” und nimmt gerade ihr Soloalbum auf. Sie ist auch einfach eine unglaubliche Sängerin, aus dem Umfeld von Ingrid und anderen jungen sehr talentierten Damen mit fantastischen Stimmen. Die Zeiten, in denen es Frauen schwerer hatten sind ja in der Songwriterszene glücklicherweise vorbei, es gibt zwar noch Hürden, aber besonders jetzt, wo wirklich auf die echte Stimme geachtet wird, weil Konzerte ja auch immer wichtiger werden, da kommen jetzt über all diese fantastischen Sängerinnen, wie eben Ingrid und Sara Bareilles.

Noch einmal zu deinen Songs, welcher würdest du sagen ist der positivste und welcher der traurigste Song, den du bisher geschrieben hast?

Lacht Oh Mann, das ist eine klasse Frage, aber ganz ehrlich, boah, hmm. Also, ich habe sehr viele sehr traurige Songs, das ist klar. Hmm, der “happiest”, ich glaube, wenn ich “happy” als zufrieden, oder hoffnungsvoll interpretiere, dann habe ich da sogar welche. Also, der nennen wir ihn mal “hellste” Song ist wohl “Goodmorning”, das ist wirklich ein Stück, das voller Hoffnung steckt. Das traurigste ist aber verdammt schwer, da habe ich noch gar nicht drüber nachgedacht. Aber ich finde es toll, dass du mich einmal dazu bringst. Hmm, es ist eindeutig einer von “The Sparrow And The Crow”, da diese Gefühle noch verdammt frisch sind. Da würde ich “Find Me To Forget” wählen, das mag ich auch ungern live singen, da der Song noch besonders schmerzt. Ja, ich glaube das ist mein traurigster Song. Da bin ich wohl auch noch nicht drüber hinweg.

Zu fröhlichen Songs, wir haben ja schon über Cary Brothers gesprochen, denkst du, du könntest so rockige, teilweise sehr fröhliche Stücke schreiben, wie er?

Oh, Cary ist ein guter Freund von mir musst du wissen, aber ich glaube deshalb fragst du. Hmm, also, solche Songs könnte ich vielleicht schreiben, aber ich könnte sie eindeutig nicht wie er live performen. Dafür fehlen mir einfach ein paar Gene, er ist einfach eine Rampensau, klingt jetzt vielleicht blöd, aber der Typ rockt. Ich habe einmal mit ihm auf der Bühne “Blue Eyes” gesungen, ok ich stand relativ weit hinten und habe leise im Chor mit gesungen, aber ich würde es gern mal probieren, so wie Cary aufzutreten, ich glaube aber, ich würde ziemlich deplatziert oder dämlich wirken.

Was ist einfacher für dich, einen traurigen, oder einen fröhlichen, bzw. zufriedenen Song zu schreiben?

Oh Mann, hmm, ich glaube ich schreibe meinen Songs immer auch mit der Absicht etwas fröhliches, bzw. etwas Hoffnung in die Stücke zu stecken. Ich glaube aber die traurigen Stücke sind einfacher, das entwickelt sich bei mir songwriterisch natürlicher, ich möchte auch keine Gefühle erzwingen indem ich sage, verdammt das Album ist aber sehr traurig, da muss ein fröhliches Stück drauf. Mein Plan ist aber, dass das nächste Album etwas erhebender wird. Vielleicht mache ich ja in fünf Jahren ein fröhliches Pop-Album, wie Ben Folds oder so.

Fotos: William Fitzsimmons Myspace

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Port O’Brien – Interview

Seit einem Jahr ist das Quintett von Port O’Brien, um das Gründerpärchen Cambria Goodwin und Van Pierszalowski nun schon beinahe ununterbrochen auf Tour. Bei ihrem Abstecher in Bochum, im Rahmen der Christmas in Adventure Parks Tour mit Get Well Soon stand uns Cambria ein wenig Rede und Antwort zu “All We Could Do Was Sing” und ihren weiteren Vorhaben in 2009.

“All We Could Do Was Sing” wurde diesen Sommer veröffentlicht. Kannst du uns die Dinge nennen, die euch am Meisten beim Schreiben beeinflusst haben?

Ja, das Album ist größtenteils von den Jobs beeinflusst, denen ich und Van in Alaska für 3 bis 4 Monate während der Lachssaison nachgehen. Verdammt harte, schwierige Jobs, bei denen du dann aber genug verdienst, um dich den Rest des Jahres über Wasser zu halten.


Wir hatten überlegt, euch für diese Frage die Prämisse zu geben, diese Frage ohne die Worte Alaska, Fischerboot und Lachs zu beantworten, das aber als gemein empfunden.

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The Precious Mings – Interview

Seit heute ist Boris Ming (Mastermind hinter den Precious Mings und in einer anderen Welt als Boris Exton Keyboarder von Chikinki) auf ausgedehnter Tour durch Deutschland und Österreich. Als kleine Vorbereitung beantwortete er uns schon einmal kurz elf Fragen, damit wir hierzulande auch wissen, was uns erwartet, wenn ein Ming durch die Lande zieht.

The Precious Mings sind als ein paar Freunde, die sich zum Tee trinken und musizieren trafen, welcher Tee hat euch dabei die besten Ideen gegeben?

Tee wurde 1981 in England von der Queen erfunden. Earl Grey also.

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Scott Matthew – Interview

Unmittelbar vor seinem Konzert im Gleis 22, dem dritten Abstecher seiner Weihnachts-Tour durch Deutschland, stellte sich der sympathische Australier Scott Matthew unseren Fragen rund um Weihnachten, seine Musik und seine Tournee.

Hi Scott, wie geht’s?

(Scott grinst breit wie ein Honigkuchenpferd) Großartig, danke!

Freut uns zu hören. Ok, du bist nun hier auf Tour mit deiner Weihnachts-EP “Silent Nights”, was war der Auslöser für dich eine Weihnachts-EP aufzunehmen?

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Ra Ra Riot – Interview

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Ra Ra Riot veröffentlichten mit “The Rhumb Line” nach einer sehr guten EP in 2007, ein eben so großartiges Album und machten sich nun auf, ihre Songs auch in Deutschland live zu präsentieren. Kurz vor ihrem Konzert im Kölner Blue Shell nahm sich Bassist Mathieu ein wenig Zeit, uns ein paar Fragen zu beantworten.

Hi Matt, ihr seid ja jetzt das erste Mal auf Deutschland-Tour…

Ja, stimmt. lacht

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Sky Larkin – Interview

Seit Mitte des Jahres sind Sky Larkin unermüdlich auf Tour durch ganz Europa und vor allem England, haben zwischenzeitlich ihr Album aufgenommen und befinden sich nun auf ihrer zweiten Tournee durch Deutschland. Bei so intensivem Touren mussten sie inzwischen den vorübergehenden Ausfall eines wichtigen Bandmitglieds hinnehmen und erleben allerlei andere spannende Geschichten, von denen sie uns im Interview erzählen wollten.

Hallo zurück in Köln, wie geht’s Horse eurem Van?

Äh, tatsächlich wieder gut, wir haben ihn gerade erst reparieren lassen ihn aber nicht mitgebracht, da wir uns einen Van mit Lovvers teilen. So sind wir jetzt 9 in dem Van, das macht mehr Sinn beim Fahren, weil es auch so große Entfernungen zwischen den einzelnen Konzerten sind, wenn du von einem Land ins andere fährst.

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1984 – Interview

Mit ihrem Debüt “Open Jail” legten 1984 ein starkes Debüt vor, von dem nicht nur die Blood Red Shoes begeistert waren. Kurz vor ihrem ersten Konzert auf ihrer ersten ausgedehnten Deutschland-Tour mit den Blood Red Shoes haben sich Etienne und Bruno ein wenig Zeit für unsere Fragen genommen.

Hi, schön euch hier zu treffen. Ist das heute euer erstes Mal in Köln?

Etienne: Ja.


Wie mögt ihr es bisher?

Etienne: Na ja, wir haben bisher nur das Gebäude 9 gesehen…

Bruno: und ein Stück die Straße runter einen guten Kaffee getrunken.

Etienne: Ja, der war super. Der Kaffee ist hier auch billiger als in Frankreich.


Also ihr habt nicht den Eindruck, es sei hier sauberer als in eurer Heimat? Wir hören das nämlich immer von englischen Bands.

Etienne: Hmm, wie sag ich das.

Bruno: Ich mag diesen Underground-Charakter.

Etienne: Ja, Underground-Style.

Bruno: Es wirkt in Deutschland mehr Indie auf mich, das finde ich cool, Indie scheint gut etabliert.

Etienne: Ich hab auch den Eindruck, dass sich an allen Ecken irgendetwas tut, da sind Szenen, die sich entwickeln. Dafür liebe ich auch Berlin. Wir fühlen uns wohl hier, wir werden immer toll empfangen. Auch die Venues sind besser als in England, nicht so streng. Da kommst du um 17 Uhr an und um 23 Uhr musst du gehen, weil Sperrstunde ist. In Deutschland ist das alles lockerer.

Bruno: Ja, du hast Zeit für deine Show und die Menschen sind offener für bestimmte Sounds und neugieriger.

Etienne: Ja, ich mag das Land und die Leute natürlich, aber ich bin ja auch zur Hälfte Deutscher, zur Hälfte Franzose und spreche jetzt Englisch, ich weiß auch nicht warum…

Bruno: Ich bin zu Hälfte Italiener.

Etienne: Du sprichst aber kein italienisch.

Bruno: Ja wohl, „Un Poco“!

Etienne: Wow!

Ihr spielt heute wieder mit den Blood Red Shoes und wart auch schon mit ihnen auf Tour in England und Frankreich, kennt ihr die Geschichte, wie sie euch entdeckt haben?

Etienne: Ja, die haben im Weekender Club in Innsbruck gespielt, wo der DJ auch der Boss vom Weekender Club ist und von Weekender Germany, unserem Label. In jedem DJ-Set, das er gibt, integriert er „Cache-Cache“. Die Blood Red Shoes haben das halt gehört und ihn gefragt, „Hey, was ist das für eine Band? Die müssen berühmt sein“.

Video zu “Cache-Cache”:

Bruno: Sie waren sehr enttäuscht.

Etienne: Ja, die haben gesagt, „Neeeein, das sind Franzosen? Bitte nicht!“. Dazu waren wir auch noch bei einem sehr kleinen Label.

Bruno: Dann haben sie uns eine Nachricht bei Myspace geschrieben. Das war an einem Tag, da hatten wir in der Nacht zuvor nicht geschlafen, weil wir eine große Party in den Bergen gefeiert haben. Als wir nach Hause kamen hatten wir eben diese Nachricht, in der stand, „wir wollen, dass ihr uns auf der nächsten Tour supportet“.

Etienne: Ja, das war drei Wochen vor deren England-Tour und unsere erste große Tour. Es war also ein ziemliches Abenteuer, aber hier stehen wir, lebendig und gut gelaunt. Und jetzt sind Tourneen unser Job.

Mal abgesehen von, wir würden mal sagen „Joy Division“, die ihr in „Cache-Cache“ zitiert…

Etienne: Ja, das ist lustig, weil ich das Lied geschrieben habe, lange bevor ich Joy Division entdeckt habe. Eigentlich haben wir Joy Division erst nach den Aufnahmen zum gesamten Album entdeckt. Klar, der Name war mir bekannt, aber ich hatte nie ein Lied von denen gehört.

Bruno: Ja, Control kam bei uns circa drei Monate nach den Aufnahmen zum Album in die Kinos, wir sind dann also ins Kino und dachten ah ha, das sind Joy Division.

Etienne: Klar, wir wussten auch, das ist diese englische Band mit dem düsteren Sound und dass die nach ihrem Ende weit mehr Erfolg hatten, als noch zu Karrierezeiten. Also, wir haben die nicht wirklich zitiert, auch wenn jeder sagt, ihr klingt so ähnlich wie die, ihr müsst die viel gehört haben. Inzwischen höre ich die wirklich viel, ich finde die Alben alle klasse, aber habe die auch erst durch die Vergleiche entdeckt.


Also abgesehen von Joy Division, die ja nun nicht euer Einfluss waren, weil ihr die ja nicht kanntet, wer sind eure Einflüsse?

Etienne: (lacht) Niemand, uns ist das alles von selbst eingefallen!

Bruno: Ja, ich hatte nie einen CD-Player oder so was. Unsere Einflüsse sind extrem unterschiedlich, da wir drei Individuen sind, die sehr unterschiedliche Musik mögen. Ich stand mal sehr auf Tupac, Massive Attack und andere elektronische Dinge. Vielleicht spiele ich deshalb Bass, keine Ahnung. Ich steh aber auch auf Rock’n’Roll, wenn er echt gut ist, mit viel Energie und so, aber sonst eher etwas sanfter.

Etienne: Ich muss zugeben, bevor wir das Album aufgenommen haben, hatte ich keinen wirklich ausgeprägten, geschweige denn besonderen Musikgeschmack. Ich hab mir halt die großen Bands angehört, wie Radiohead, Nirvana, Beck, The White Stripes, Muse und so was. Mein Ziel ist es, mich etwas mehr in die Szene rein zu hören, dank Intro (hält uns einen Stapel gebrannte CD’s hin, die ihm die Intro für ihre Rubrik „Platten vor Gericht“ gegeben hat) sollte das auch klappen. Aber das ist echt so, seit dem Release des Albums meint jeder, „hey, ihr klingt so und so“ und dann hör ich mir die Musik an und finde die häufig auch sehr cool. Jetzt hör ich halt auch Joy Division, Interpol, The Cure, The B52s noch nicht, aber die werden irgendwie auch immer genannt.


War es denn bei Gründung der Band für euch klar, „Wir wollen diesen düsteren, rockigen Sound machen“?

Bruno: Also, wir haben uns jetzt nicht gegenseitig gefragt, welche Art Musik wir jetzt machen wollen. Wir wollten eben zusammen spielen, dabei entstand dann ein gewisser Rocksound und den haben wir dann beibehalten. Aber es gibt auch Songs, die stark davon abweichen, wie „Desert Dancers“, den wir im Studio mit Orgel und Piano aufgenommen haben. Oder „L’Hommes Aux Os“, der ein Rockabilly-Song ist. Wir haben eben gemacht, was wir wollten und nicht nach einem vor definiertem Muster gearbeitet.

Video zu “Desert Dancers”:

Etienne: Wir wollten ehrlich sein und das machen, was wir mögen, deshalb haben wir auch so viele Stile auf dem Album. Da wollten wir uns auch nicht einschränken und nur Rock, oder nur Punk machen. Ich liebe Muse, genau, wie ich Nirvana liebe, wie ich Queen höre. Ich liebe Musik, die mich berührt. Wir hatten also keinen wirklichen Plan, wir wollten nur Rock machen, starke Musik, danach lief alles natürlich.


Warum habt ihr euch für englische Lyrics entschieden? Das scheint ja für französische Bands noch recht ungewöhnlich.

Bruno: Ja, aber im Moment ist das gar nicht mehr so ungewöhnlich. Es gibt viele Bands, die englisch spielen, also singen. Da gibt es gerade so eine Welle von Country- und Folk-Bands, die auf Englisch singen. Das findet in Frankreich immer mehr Akzeptanz. Noch vor fünf Jahren war das noch nicht so akzeptiert, wie jetzt. Ich glaube einfach, dass die Fans in Frankreich verstanden haben, dass Englisch die Sprache der Rock-Musik, des Folk und des Country ist. Wo auch immer du auf der Welt bist, kannst du in dieser Sprache singen und wirst verstanden, also meistens. Im Ursprung war das eben englische Musik und Englisch ist eine großartige Sprache für diese Art von Musik. Da war es ganz natürlich für mich die Songs in dieser Sprache zu schreiben, das war jedenfalls nicht, um eine breitere Masse zu erreichen, oder so. Die Sprache hat außerdem einen sehr coolen Rhythmus, einen Rock-Rhythmus, den Französisch nicht hat. Französisch ist für Chansons und so was. Da kommen zuerst die Lyrics und dann die Musik. In der englischen Kultur ist das anders, da hast du die Musik und die wird durch Lyrics ausgeschmückt. Wir mögen diese Kultur und denken musikalisch auf Englisch. Tatsache ist, wir als Generation sind in Frankreich stark beeinflusst von Filmen und die besten Filme kommen nun einmal, wenn man ehrlich ist, aus Amerika oder aus England.. Die guckt man dann natürlich auch auf Englisch, weil das nur im Original richtig rüber kommt. Dann hören wir noch Musik auf Englisch, so ist die Sprache also überall, also du kannst Englisch gar nicht entkommen.

Etienne: Englisch ist nun mal auch die Sprache des Rock, oder der Musik im Allgemeinen. Wenn ich also auf englisch schreibe, tue ich das nicht, um ein größeres Publikum zu erreichen. Es kommt einfach ganz natürlich. Wir denken viel auf Englisch, denn wie Bruno schon sagte, man kann der Sprache auch einfach nicht mehr entkommen. Sie ist überall. Dazu kommt, dass Englisch eine sehr rhythmische Sprache ist. Das funktioniert mit Französisch oft nicht.

Bruno: Wenn ich schreibe, dann erfinde ich außerdem meine Version von Englisch, weil ich die Sprache natürlich auch nicht perfekt beherrsche, wie du vielleicht hörst.

Ariane WhiteTapes

Foto: Ariane WhiteTapes

Das macht nichts, wir als Deutsche ja auch nicht, wird auch keiner merken, da wir das ja auch ins Deutsche übersetzen.

Bruno: (lacht) Be’altet die Fe’ler, isch will, das so realistisch, wie möglisch übersetzt ’aben!

Bruno: Also, wir erfinden so eine Art New Englisch, etwas kindlich, mit Wortspielen und dem Spiel mit Bedeutungen. Franzosen sind auch viel für ihren Esprit bekannt, dafür, dass sie viele Wortspiele machen.
Das versuchen wir in Englisch, Französisch und Deutsch umzusetzen.

Etienne: Wir hatten da dieses Stück „Innere Unruhe“, das nehmen wir auch vielleicht irgendwann auf.

Das ist ein wenig wie in dem Roman „1984“, wir erfinden eine neue Sprache, etwas was dem Englischen durch die vielfältige und internationale Verwendung früher oder später auch passieren wird.

Also hatte 1984 einen großen Einfluss auf euch?

Etienne: Ja, das ist symbolisch. Ich wurde zum Einen 1984 geboren und George Orwell hat diesen Roman 1948 geschrieben, einfach die Jahreszahlen umgedreht und sich gefragt, wie düster und dystopisch könnte die Welt 1984 aussehen, wir greifen das auf. Wir möchten gern beschreiben, was aus dem Roman wirklich eingetreten ist und was nicht passiert ist. Wir leben zum Beispiel ganz offensichtlich nicht in einem totalitären Regime mit einem absoluten Herrscher. Wir leben in absoluter Freiheit.

Bruno: Das sind die Dinge, die wir auch mit „Open Jail“ darstellen wollten. Die Charaktere bei 1984 leben völlig einsam und gefangen in diesem Regime und wir leben in absoluter Freiheit, wir haben alle Möglichkeiten und leben dadurch in ähnlicher Einsamkeit, wie diese Charaktere. Das ist das Problem, in diesem Zustand sollten wir nicht leben. Heutzutage sind die Menschen verloren in ihren Möglichkeiten, jeder sagt, du kannst alles machen. Das Prinzip unserer Gesellschaft ist, dass wir jedem sagen, er sei einzigartig, dadurch wird man einsam und eher zu so etwas wie einem weiteren verlorenen Charakter. Man geht quasi im Meer der Möglichkeiten unter, wir leben eben in diesem „Open Jail“.

Ariane WhiteTapes

Foto: Ariane WhiteTapes

Im Gegensatz zu anderen französischen Bands, wie Neimo oder den Hush Puppies werdet ihr überall sehr herzlich empfangen, denkt ihr, das hat viel mit den Blood Red Shoes zu tun?

Etienne: Natürlich verdanken wir den Blood Red Shoes einiges, die haben uns die Möglichkeit gegeben uns vielen Menschen zu präsentieren. Wir wurden allerdings schon vor denen von einem englischen Label in Deutschland, eben Weekender Records Germany entdeckt. Ich glaube, uns hilft eher, dass wir einen sehr eigenen Sound haben. Die Hush Puppies sind ja sehr Pop-orientiert. Ich glaube, die möchten wie die britischen Pop-Bands klingen, wie die Wombats, auch wenn die Hush Puppies eher da waren. Wir kombinieren sehr viele Stile bei uns und versuchen auch bei jedem Lied sehr unterschiedlich zu klingen. Mit den Blood Red Shoes können wir dann noch in großen Läden spielen und bekommen dadurch ein größeres Publikum.

Bruno: Vielleicht liegt es auch daran, dass wir aus der europäischen Hauptstadt, Straßburg, kommen und dadurch auch europäisches Denken gelernt haben.

Etienne: Ich glaube auch, dass unsere Bekanntheit jetzt mit Release des Albums auch ohne die Blood Red Shoes rasant weiter steigt. Vor zwei Wochen wurde das Album jetzt veröffentlicht und wir haben echt tolles Feedback vor allem aus Deutschland erhalten. Es ist außerdem immer schwer für französische Bands ihre Musik zu exportieren, weil die Labels leider immer noch am Meisten französische Künstler mögen, die Französisch singen, das funktioniert natürlich international nicht. Wenn du international Erfolg haben möchtest ist es häufig besser Frankreich zu verlassen und dir woanders einen Namen zu erspielen. Wie Air oder Phoenix, die waren in anderen Ländern sehr bekannt, bevor die in Frankreich Erfolg hatten. Für uns ist das natürlich hart wegen des Namens, aber das war unsere Entscheidung, aber dafür haben wir das Zebra, wir sind 1984 mit dem Zebra. Und wir haben natürlich die Rechte an dem Namen in Europa. Es wird hier also keine andere Band mit dem Namen schaffen (lacht).

Was war bisher euer größter Rockstar-Moment auf Tournee?

Etienne: (lacht) Wir sind eigentlich sehr nette Typen. Wir hatten kürzlich „Frog-Surfing“ statt Crowdsurfing, deshalb wurden wir auch eine Weile The Frogs genannt. Bei unserem letzten Konzert in London waren sehr große Frösche auf die Bühne gesetzt worden und beim letzten Lied ist einer von der Bühne gefallen und wurde dann vom Publikum durchgereicht.

Bruno: Ansonsten sind wir nicht sehr Rock, was das angeht, wir gehen um 21 Uhr ins Bett, lesen etwas und sehen fern.

Ariane WhiteTapes

Foto: Ariane WhiteTapes

Es gibt da im Moment diese Diskussion, weil Indie ja zu so etwas wie einem Etikett verkommen ist, ohne einen wirklichen Klang zu haben, Steven von den Blood Red Shoes sagte auch, dass seine Band auf keinen Fall Indie sein kann, weil sie nicht klingen, wie The Wombats, die laut Fans Indie sind. Was denkt ihr ist noch Indie?

Bruno: Underground!

Etienne: Independent, hmm, vielleicht, weil man auf einem Indie-Label ist, es ist wohl eher wirklich ein Etikett.

Bruno: (lacht) Vielleicht indische Musik.

Etienne: Ich glaube, es sollte mal das beschreiben, was abseits der Masse passiert. Ich finde zum Beispiel, dass die Wombats nicht Indie sind, die machen Pop, die Blood Red Shoes erst recht nicht, die sind extrem rockig. Ich mag den rohen Klang, ich weiß aber nicht wirklich, was Indie ist.

In welches Genre würdet ihr euch stecken?

Bruno: (lacht) Indie! Nein, ich denke, unsere Musik klingt wie ein Soundtrack zu einem futuristischen Western (zeigt auf seinen Hut)

Etienne: Ja, ehrlich, hart, düster und roh.

Fotos: Myspace der Band, falls nicht anders angegeben.

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Tomte, Bochum, Zeche, 07. November 2008

Du nennst es Pathos – ich nenne es Leben: Tomte in Bochum. Sie sind wieder da – voll verstärkt und Liedern für die verschiedenen Lagen des Lebens. Tomte feuern ihr Heureka-Feuerwerk aus. Diesmal ist die Zeche in Bochum Treffpunkt, mehr als 700 Leute sind heute hier, was soviel wie ausverkauft bedeutet. … Continue Reading

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Donots – Interview

In 15 Jahren Bandgeschichte haben sich die Donots inzwischen als eine der wichtigsten deutschen Punkrockbands positioniert und sind derzeit mit eigenem Label und neuem Album auf ihrem Karrierehöhepunkt. Für uns ein Anlass unsere neuen Außenreporter Martin und Sophia raus zu schicken, die Band auf ihrer ausgedehnten Deutschland-Tour etwas auszufragen.

Im Moment laufen eure Singles im Radio und Fernsehen rauf und runter, außerdem seid ihr jetzt für die 1Live-Krone nominiert. Das mit dem Labelwechsel scheint sich schon auszuzahlen. Wie seid ihr darauf gekommen und wie kam das überhaupt dazu? … Continue Reading

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Look See Proof – Interview

Foto: Ariane WhiteTapes

Auf ihrem zweiten Konzert ihrer ersten Deutschland-Tour haben sich die fünf Jungs von Look See Proof einige Minuten Zeit für uns genommen.

 

Erstmal Hallo in Münster! Hattet ihr die Möglichkeit heute was von der Stadt zu sehen?

 

LSP: Ja Münster ist eine sehr nette Stadt. Sehr viel sauberer als England.

 

 

Ist das das erste Mal, dass ihr in Deutschland seid, oder wart ihr schon mal hier?

 

LSP: Wir waren schon einmal hier als wir das Obstwiesen Festival in Ulm gespielt haben. Das war sehr gut.

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