Mit bis zu elf Köpfen handelt es sich bei Emanuel …
Johnny Foreigner – Köln Konzert heute fällt aus

Eigentlich sollten Johnny Foreigner heute den Auftakt ihrer Deutschand-Tour zu ihrem zweiten Album “Grace And The Bigger Picture” im Kölner MTC feiern. Noch nicht näher erläuterte Umstände führten dazu, dass das Trio allerdings das Konzert absagen muss und so den Tour-Auftakt erst morgen in Berlin begeht. Also, kein Johnny Foreigner Konzert heute, dafür gibt’s aber zumindest noch immer das Album im Strem.
17. November, Berlin, Bang Bang (im Rahmen des Karrera Klub)
18. November, Hamburg, Astra Stube
Johnny Foreigner – “Grace And The Bigger Picture” im Stream

In Deutschland ist das zweite Johnny Foreigner Album “Grace And The Bigger Picture” zwar nur digital erschienen, empfehlen können wir es aber natürlich trotzdem. Damit ihr euch auch überzeugen könnt, gibt es nun auch das gesamte Album im Stream bei 3voor12. Eine gute Einstimmung auch für die am Montag startende Deutschland-Tour des Trios:
16. November, Köln, MTC
17. November, Berlin, Bang Bang (im Rahmen des Karrera Klub)
18. November, Hamburg, Astra Stube
Johnny Foreigner – Grace And The Bigger Picture
Es ist eigentlich schon eine Schande, da veröffentlichen Johnny Foreigner nach ihrem letztjährigen Debüt-Album “Waited Up ‘Til It Was Light” bereits ihr zweites Album, spielen bald ihre erste Headlining-Tour in Deutschland, aber einen Release in Deutschland erfahren sie immer noch nicht. Bereits mit ihrer Debüt-EP “Arcs Across The City” erlangten sie Kultstatus, sogar in Deutschland, was da mit der Lizensierung nun schief läuft, ist noch ungeklärt, glücklicherweise gibt es ja noch iTunes, um auch in Deutschland an die Releases des Trios zu kommen. Da dann sogar mit vier Bonus-Tracks, so dass Johnny Foreigner es bei Album Nummer 2 auf ganze 19 Songs bringen. Fans des Trios bekommen dabei dann auch genau das, was sie erwarten, nämlich hektischen Noise-Pop mit ausgeprägtem Tempo und natürlich einem Hang zum Krach, aber das steckt ja schon im Word Noise. Die Johnny Foreigner Label-Kollegen von Dananananaykroyd nennen das auch Fight-Pop, die haben aber auch doppelt so viele Mitglieder und zwei Schlagzeuger, um noch mehr Krach zu machen.
Die Essenz der Musik ist jedoch die gleiche. Nämlich eine laute Gitarre, ein schnell voran knüppelndes Schlagzeug, hibbeliger Bass und hektischer, sich auch schon mal überschlagender Duett-Gesang von Alexei Berrow und Kelly Southern. Dazu dann noch Songtitel, wie “Kingston Called, They Want Their Lost Youth Back” und fertig ist die gewollt punkige Herangehensweise an britischen Indie-Rock. Die meisten Songs auf “Grace And The Bigger Picture” funktionieren dann auch nach dem gleichen Erfolgsrezept, wie noch auf dem Debüt. Die Songs fangen gut sortiert an und steigern sich im Laufe in krachigen Noise-Pop mit ordentlichem Tempo. Da hätte man von dem Trio bei allem Spaß, den die Songs bringen schon eine Prise Weiterentwicklung erwarten dürfen, denn beinahe alle Songs hätten so auch auf das Debüt gepasst. An einigen Stellen schimmert dann aber so etwas wie ein größerer Hang zur Melodie durch, wie etwa bei “More Heart, Less Tongue”, wenn das Trio dann sogar mal das Tempo etwas raus nimmt, um die kleine Gitarrenmelodie etwas mehr zur Entfaltung kommen zu lassen. Auch das knapp 90 sekündige, ruhiger “I’llchoosemysideandshutup, Alright”, bei dem Kelly den Gesangspart ganz allein, nur durch ein paar Gitarrenakkorde begleitet den Song bestreitet, gibt sich als tolles Stück, am Ende sogar mit einem Hang zum Bombast und hätte bestimmt auch als 3-Minüter perfekt funktioniert. Aus der Masse an teilweise etwas durchschnittlich geratenem Johnny Foreigner Material stechen dann aber auch noch ein paar Hits, wie “Criminals” und “Feels Like Summer” heraus. So bleiben Johnny Foreigner mit “Grace And The Bigger Picture” etwas hinter den Erwartungen zurück, da auch einige Songs so schnell verblassen, wie sie gespielt werden, dennoch bewahren sie sich immer noch diese gewisse Frische, die ihren Sound ausmacht. Live funktioniert das Trio auch nach wie vor am Besten und so darf man sich auf die bevorstehende Deutschland-Tour freuen.










Johnny Foreigner
16. November, Köln, MTC
17. November, Berlin, Bang Bang (im Rahmen des Karrera Klub)
18. November, Hamburg, Astra Stube
Wir präsentieren: Johnny Foreigner – Deutschland-Tour im November

So kurz vor dem Release ihres zweiten Albums “Grace And The Bigger Picture”, das Johnny Foreigner in New York einspielten und am 26 Oktober auf die Welt los lassen werden, häufen sich natürlich auch die Nachrichten rund um das Trio. So veröffentlichten sie nach der ersten Vorabsingle “Feels Like Summer” vor genau zwei Wochen auch bereits die zweite Vorabsingle “Criminals”. Neben tollen neuen Songs gibt es aber auch noch andere tolle Nachrichten, denn nach ihrer Deutschland-Tour im Februar als Support von Sky Larkin (hier zum Bericht), kehren die Drei im November zurück nach Deutschland. Dieses Mal als Headliner und das dann voller Stolz präsentiert von uns. Wir halten euch in den nächsten Wochen natürlich auf dem Laufenden rund um Album und Tour. Bis dahin die folgenden Termine schon einmal in eure Kalender aufnehmen:
16. November, Köln, MTC
17. November, Berlin, Bang Bang (im Rahmen des Karrera Klub)
18. November, Hamburg, Astra Stube
Homepage // Myspace // Interview
Foto: Ariane WhiteTapes, mehr hier
Johnny Foreigner – Video zu “Criminals”

Uli stellte es auf seinem Blog schon sehr passend fest, erst melden sich in dieser Woche Los Campesinos! mit einem neuen Song, da überrascht es dann auch nicht, wenn ein paar Tage später Johnny Foreigner mit einem neuen Video nachziehen. Bei denen steht im Gegensatz zu Los Campesinos! der Release-Termin und Titel (“Grace And The Bigger Picture”) zum neuen Album schon fest, allerdings verschenken sie die neue Single “Criminals” nicht. Das macht aber nicht, dafür gab’s ja vor ein paar Wochen bereits die “Feels Like Summer” EP geschenkt.
Homepage // Myspace // Interview
Foto: Ariane WhiteTapes, mehr hier
Johnny Foreigner – verschenken “Feels Like Summer” EP / neues Album im Oktober

Am Sonntag empfahlen wir euch bereits den neuen Johnny Foreigner Song “Feels Like Summer” als Sommerhit-Alternative zu Emiliana Torrini’s “Jungle Drum”. Heute kündigte die Band als kleinen Nachschlag nun ihr neues Album an, das hört auf den Namen “Grace And The Bigger Picture” und wird am 26 Oktober erscheinen. Zum Zeitvertreib stellt das Trio direkt noch den potentiellen Sommerhit auf der gleichnamigen “Feels Like Summer” EP, inkl. zwei weiterer Songs zum kostenlosen Download bereit. Dazu besucht ihr einfach die Homepage der Band, gebt eure Email-Adresse an und schon könnt ihr die EP wahlweise im MP3- oder WMA-Format downloaden. Viel Spaß damit, bei uns läuft der Song jetzt schon in Dauerrotation.
Video zu “Feels Like Summer”
Homepage // Myspace // Interview
Foto: Ariane WhiteTapes, mehr hier
Johnny Foreigner – Video zu “Feels Like Summer”

Gegenwärtig entwickelt sich ja Emiliana Torrini’s Song “Jungle Drum” Heidi Klum’s Supermodel-Show sei Dank zu so etwas wie Deutschlands Sommerhit. Ein Song, der natürlich nicht nach jederman’s Geschmack ist, nach unserem auch nicht wirklich. Auf der Suche nach Alternativen haben Johnny Foreigner nun ihren Song “Feels Like Summer” als neue Single präsentiert. Die kommt mit fröhlicher Melodie und eingängigem Refrain daher und empfiehlt sich somit als Indie-Sommerhit des Jahres. Das neue Album soll laut Aussage der Band übrigens auch bald fertig gestellt sein.
Hier also das Video:
Foto: Ariane WhiteTapes, mehr hier
Sky Larkin – Interview (+ Verlosung)

Bereits im November trafen wir Sky Larkin bei ihrer mittlerweile zweiten Deutschland-Tour zum kurzen Interview. Der Release des Debüt-Albums “The Golden Spike“ und die erste Deutschland-Tour als Headliner nahmen wir nun zum Anlass, die Band um ein kurzes Update zu bitten, wie sie die letzten Monate um sich herum wahrgenommen hat.
Wir haben bereits vor circa drei Monaten miteinander gesprochen, da habt ihr noch im Vorprogramm von Los Campesinos! gespielt und der Release von „The Golden Spike“ stand kurz bevor, wie waren die vergangenen Monate für euch?
Doug: Hmm, wo fange ich an. Also wir hatten massig freie Zeit glaube ich.
Katie: Nicht massig, aber ein bisschen. Wir waren auf Tour mit Pulled Apart By Horses im Januar.
Doug: Aber wir haben uns auch ein wenig erholen können.
Wie fühlte es sich an, als “The Golden Spike” endlich raus war?
Katie: Da waren wir in London, bei einem Konzert der Cribs und haben mit unserem Label den Release des Albums gefeiert. Ich habe wohl ziemlich viel getrunken, was nicht so gut war, weil wir am nächsten Tag einen In-Store-Gig bei Rough Trade in London spielen sollten. Ich hatte echt einen tierischen Kater.
Doug: Ich komme mit so was ganz gut klar, aber hat auch schon einen ziemlichen Kater.
Nestor nuschelt in seiner Ecke: Also ich fühlte mich gut.
Katie: Das war aber auch hart, wir haben drei Konzerte an dem Tag gespielt und ich fühlte mich, als würde ich sterben.
Doug: Ab dem Zeitpunkt war auch schön zu beobachten, dass jeder im Publikum die Songs kannte und mitsingen konnte.
Das konnten die bestimmt auch vorher schon, es gibt da ja Wege. Wie fühlte sich das an, zu sehen, dass die Leute euer Album illegal aus dem Internet herunterladen?
Katie: Ja, das war so eine Sache, wir tourten da mit Pulled Apart By Horses und viele haben mitgesungen, also nicht nur unsere Singles, sondern alle Lieder. Da war mir klar, die Leute haben das illegal runter geladen, weil das Album war ja noch nicht raus. Auf der anderen Seite ist das natürlich auch irgendwie schmeichelhaft, die Leute sind ja zu unserem Konzert gekommen und einige haben dann auch T-Shirts gekauft und das nützt uns ja wiederum.
Doug: Das war natürlich auch immer witzig im Vorfeld in vielen Blogs zu lesen, „das Sky Larkin Album ist toll“. Ich dachte mir dann immer, woher willst du das wissen?
Katie: Ich glaube, es wäre auch bedenklicher gewesen, wenn es nicht geleakt wäre, das hätte ja bedeutet, dass sich niemand für uns interessiert.
Doug: Also ich hab das Johnny Foreigner Album letztes Jahr runter geladen.
Katie: lacht Aber du hast dir auch ein T-Shirt gekauft.
Doug: lacht Da hab ich’s denen auch erzählt, die fanden das aber nicht so toll.
Wie würdet ihr eure Musik und die Grundstimmung von “The Golden Spike” beschreiben?
Katie: Also es ist laut und ehrlich, ja ich finde durchaus ehrlich. Also, schönlautehrlich.
Nestor: Toll.
Doug: Hmm, ich würde jetzt sagen, superdupertoll wäre ein schönes Wort die Stimmung zu beschreiben, zählt das? Ich nehm das einfach.
Das ist jetzt schon eure zweite Tour mit Johnny Foreigner, was mögt ihr an denen?
Katie: Also Johnny Foreigner sind klasse Typen. Was uns mit denen verbindet, ist auch dass wir die gleiche DIY-Einstellung in unserer Musik haben.
Nestor: Unsere erste Tour durch ganz England war auch zusammen mit Johnny Foreigner und Los Campesinos!, wir haben also so etwas wie eine enge Verbindung mit beiden Bands.

Was mögt ihr nicht an Johnny Foreigner?
Nestor: Wie verdammt gut die live sind.
Katie: Also, wir kommen gut miteinander klar, wir kennen uns jetzt schon so lang.
Doug: Die mögen Fürze.
Katie: Ach, du bist doch der König der Fürze!
Doug: Gar nicht, Lovvers sind die Könige der Fürze.
Katie: Oh ja, das war schrecklich, ich glaube ich konnte im Bus nur schlafen, weil ich irgendwann von den Fürzen ins Koma gefallen bin.
Doug: lacht Das war selbst mir unangenehm.
Euer Lieblingslied von Johnny Foreigner?
Doug: Die spielen ein paar neue Songs, da ist dieser eine neue, der ist so so klasse. Der hat nicht einmal einen Namen, aber ich liebe den jetzt schon.
Katie: Geht mir genau so!
Johnny Foreigner werden ja häufig mit Los Campesinos! verglichen, was denkt ihr wäre ein guter Vergleich?
Doug: Eindeutig nicht Los Campesinos!, mit denen werden wir ja auch verglichen, wir gehören ja quasi zu denen, weil wir mit denen bekannter wurden in England.
Nestor: Los Campesinos! sind jetzt in den USA und touren danach durch Mexiko. Ich will auch nach Mexiko.
Euer nächstes Ziel?
Doug: Eindeutig!
Fotos: Nr. 1 & 2 von Ariane WhiteTapes, Nr. 3 vom Myspace der Band
Abschließend verlosen wir noch ein paar Geschenke von der Band:
1. Preis: Eine Zeichnung aus Händen der Band, sowie ein Button-Set bestehend aus einem kleinen und zwei großen Buttons, damit ihr Sky Larkin ganz nah bei euch tragen könnt.
2. Preis: Ein Sky Larkin Button-Set, bestehend aus zwei großen und einem kleinen Button.
Teilnehmen ist ganz einfach, schreibt bis Freitag 6. März eine Mail an Ariane WhiteTapes, in der ihr euren Tipp abgebt, was die Band gemalt haben könnte. Der Tipp, der am nächsten dran ist, gewinnt den 1. Preis, die originellste Antwort gewinnt den 2. Preis. Die Gewinnermails werden hier veröffentlicht. Viel Spaß beim munteren Mutmaßen.
Johnny Foreigner – Interview
Foto: Ariane WhiteTapesJohnny Foreigner haben zwar noch keine einzige CD in Deutschland veröffentlicht, geschweige denn ein Konzert hier gespielt, gelten aber auch hierzulande schon als eine der heißesten jungen englischen Bands. Auf ihrer ersten Tour durch Deutschland, die sie im Vorprogramm ihrer Freunde von Sky Larkin bestritten, trafen wir sie zum Gespräch vor ihrem Deutschland-Tourauftakt in Köln.
Junior: Bevor wir anfangen hab ich direkt eine Frage an euch. Wisst ihr, wo wir Marihuana in Köln bekommen?
Da müssen wir dich leider enttäuschen, sorry.
Junior: Ah, kein Problem, konnte uns irgendwie noch keiner sagen.
Ihr habt letztes Jahr euer Debüt-Album in England veröffentlicht und arbeitet bereits an eurem zweiten Album, wisst ihr schon, wann und ob das erste hier veröffentlicht wird?
Alexei: Leider nein, das nervt uns echt. Wir haben das eigentlich weltweit lizensiert, nur in Europa nicht. Es bricht uns echt das Herz, dass wir jetzt hier spielen, aber die Leute nicht die Möglichkeit haben, das hier im Laden zu kaufen. Die, die es unbedingt haben möchten, die laden es sich natürlich aus dem Internet, damit verdienen wir zwar keinen Cent, aber die Leute kommen dann vielleicht trotzdem zum Konzert.
Gehen die neuen Songs in eine andere Richtung?
Alexei: Hmm, weiß ich nicht.
Junior: Wir haben uns in dem verbessert, worin wir gut sind.
Kelly: Ja, es wird auf jeden Fall genau so geraderaus, wie das erste Album, wir wollen da jetzt nicht zurückstecken, oder das Tempo rausnehmen.
Alexei: Das erste Album war eher so etwas wie ein Greatest Hits der besten Songs, die wir seit unserer Gründung bis zu dem Punkt, an dem wir einen Plattenvertrag bekommen haben, geschrieben hatten. Jetzt haben wir eben einen gestählten Körper von Songs, äh das klingt komisch, also wir haben eben Stücke, die ein Album bilden.
Das Album ist nun also mehr aus einem Guss?
Alexei: lacht Ja, genau das wollte ich sagen, danke!
Welche Emotion beschreibt eure Musik?
Alexei: Rache!
Junior: Verzweiflung.
Alexei: Da schließe ich mich an, eindeutig Verzweiflung.
Ihr habt einmal Sky Larkin und Los Campesinos! als Bands erwähnt, mit denen ihr gern touren möchtet, das habt ihr mittlerweile getan, welche Band ist die nächste?
Alexei: Also, die Smashing Pumpkins wären schon ein Traum. Noch schöner ist aber, dass wir jetzt an dem Punkt sind, an dem wir uns Bands aussuchen dürfen, mit denen wir touren dürfen. Wenn wir aus Amerika zurückkehren machen wir nämlich eine Headlining-Tour durch England und nehmen ein paar befreundete Bands mit.
Kelly: Bei großen Bands wären Broken Social Scene toll.
Ihr werdet häufig mit Los Campesinos! verglichen…
Alexei: Oh ja, das nervt echt, wir sind zur gleichen Zeit bekannt geworden, machen laute Gitarrenmusik und haben ein Mädchen in der Band, deshalb sind wir ein und dieselbe Band, obwohl wir völlig unterschiedliche Musik machen. Die englische Musikpresse ist schon sehr faul, wenn irgendwer da sagt, diese Band klingt wie jene, dann sagt das am nächsten Tag jeder. Findet ihr, wir klingen wir Los Camps?

Nein, wir haben eher an Desaparecidos gedacht?
Alexei: Ehrlich, geil! Das sollte die englische Presse schreiben.
Wie unterscheidet sich eure Live-Performance von euren Studio-Aufnahmen?
Alexei: Wir versuchen die Gitarren größer zu machen und besser zu singen, während wir live natürlich nicht diese Mittel haben, die Gitarren so reinzuhauen.
Junior: Ja, wir versuchen live unsere Energie auch sehr laut auf die Bühne zu bringen, das lässt sich im Studio natürlich einfach machen, auf der Bühne musst du dich aber für diesen Sound verdammt reinhängen und wir hoffen, dass die Leute das zu schätzen wissen. Ich glaube unser zweites Album wird näher an den Live-Sound kommen, vielleicht nicht so poliert, wie das erste.
Ihr seid jetzt schon das zweite Mal mit Sky Larkin auf Tour, was mögt ihr am Meisten an denen?
Kelly: Also, die mögen wir nun wirklich nicht.
Junior: Nein, im Ernst, ich mag Nestor’s Drum-Kit.
Alexei: Sky Larkin sind klasse Typen, wir kennen sie, seit wir das erste Mal eine richtige Tour durch ganz England gemacht haben, da haben wir beide nämlich Los Campesinos! supportet. Die Tour jetzt ist besonders toll, weil wir beide einen Vertrag haben, Alben veröffentlicht haben und dadurch eine starke Verbindung haben.
Was mögt ihr nicht an ihnen?
Kelly: Doug’s Cowboy-Stiefel.
Euer Lieblins Sky Larkin Song?
Junior: “Molten”, aber seit dem Soundcheck heute würde ich doch sagen „Matador“.
Alexei: Vor der Tour hätte ich “Molten” gesagt, jetzt aber “Somersault”. Das Keyboard ist einfach unglaublich.
Kelly: Meiner ist “Octopus `08″ und “Keep Sakes”
Fotos: Myspace der Band, sofern nicht anders angegeben
Sky Larkin + Johnny Foreigner, Köln, Gebäude 9, 25. Februar 2009
Aschermittwoch in Köln, der Großteil der Jecken, Narren und wie sie alle heißen weilt zu Hause und kuriert den Kater aus, der von der fünften Jahreszeit als einziges Überbleibsel mit in die Fastenzeit genommen wurde. Einige tapfere, vielleicht auch nicht so karnevalsverrückte, Musikfans fanden dennoch den Weg in eine alte Fabrikhalle in der Nähe der Kölner Messe, um auf die Fastenzeit zu pfeifen und mit Sky Larkin, die gekommen waren, ihr erstes Konzert als Headliner in Köln zu spielen, weiter zu feiern. Zu ihrer ersten Tour als Headliner haben sich Sky Larkin dann nicht nur irgendeine Vorgruppe eingepackt, sondern ihre Freunde von Johnny Foreigner eingeladen, das gleiche Management macht’s möglich. Eine spannende Kombi also, die sich circa 70 Musikjünger natürlich nicht entgehen lassen wollten, wer es doch tat verpasste was, das war schnell klar.

Denn Johnny Foreigner brachten schon mit ihrer 30-minütigen Show die Bühne des Gebäude 9 zum explodieren, so energiegeladen trugen sie ihre Stücke vor. Johnny Foreigner, die eigentlich nur ein Trio sind, machten ab der ersten Minute Krach für 10 und Stimmung für 1.000. Bassistin Kelly trug einen Sweater, in den sie vermutlich noch zusammen mit dem Rest der Band gepasst hätte, hüpfte mit ihrem Bass von einer Ecke der Bühne in die andere und stand nur kurz für ihre Gesangsparts still am Mikro. Auch Sänger Alexei zeigte sich als ähnliches Energiebündel und schrie die Texte ähnlich inbrünstig, wie auf dem Debüt-Album. Die Frage, wie Johnny Foreigner die Stücke, die sich auch schon auf dem Album vor allem durch ihre immense Energie und wahnsinnige Geschwindigkeit auszeichnen, wohl live umsetzen können beantwortete die Band dann auch selbst, durch wahnsinniges Tempo und die bereits erwähnte unbändige Energie.

Die Befürchtung, dass die leicht chaotischen Stücke live in eine einzige Kakophonie ausufern könnten machte die Band durch perfekte Harmonie und Präzision wett. Gekoppelt mit der beinahe anarchischen guten Laune, die das Trio versprühte waren das 30 Minuten unfassbar unterhaltsame Minuten. Hinzu kamen noch seltsam bis schräge Ansagen und Aktionen der Band in den Songpausen, mehrere Male wurde nämlich versucht in Erfahrung zu bringen, wo man denn ein wenig Marihuana bekommen könnte und dass man auch bereit sei, das gegen Merchandise zu tauschen. Ein eindeutiges Indiz für den sympathischen Vogel, den die Band hat war neben dem eigenwilligen Kopfschmuck von Alexei auch eine Aktion von Drummer Junior, der mit großer Freude auf sein Becken einschlug, als gerade der Roadie der Band dort herum kroch, um das Drum-Kit in Ordnung zu bringen.
Auch die im Anschluss folgenden Sky Larkin haben wir bisher nur gut gelaunt erlebt, so dass es auch keine Überraschung war, dass Katie mit Betreten der Bühne breit grinste. Mit “Pica” spielten die Drei dann auch gut gelaunt los und 60 charmante Minuten Indie-Pop sollten folgen. Unfassbar dabei auch, wie Drummer Nestor auf sein Drum-Kit einprügelt, die Band ihren Sound dennoch so abgemischt bekommt, dass keine Trommelfelle (haha, Wortspiel) platzen und der Rest des Trios auch noch zu hören ist. Auch Sky Larkin hatten in einer der Songpausen eine Frage an das Publikum, dabei ging es nicht um Marihuana, sondern darum, wo man in Köln Drumsticks bekommen könnte, da Nestor seine im alten Van hat liegen lassen und er sich deshalb immer welche von Junior von Johnny Foreigner leihen müsse.

Dieser Ansage folgten im späteren Verlauf des Konzerts noch eine Unterhaltung mit einigen Iren im Publikum und nicht zuletzt Witze über die Cowboy-Stiefel, die Doug sich zugelegt hatte, weil die Band für die Tour durch Skandinavien auch festes Schuhwerk bräuchte. So machte das charmante Trio seinem Namen auch alle Ehre, “skylarking” ist im englischen umgangssprachlich für herumalbern. Aber auch musikalisch gab es natürlich allerfeinste Kost. Der Wechsel zwischen Gitarren- und Keyboardstücken gelang immer stimmungsvoll. Besonderes Highlight war der Song “Geography”, den die Band das erste Mal seit dem Release von “The Golden Spike” live performte. Das schaffte die Band natürlich, wie bei allen Stücken absolut gelungen, wie auch bei den Stücken “Molten” und “Beeline”, die das Set beschlossen. Natürlich aber nicht, ohne das die Band noch einmal für “Keep Sakes” und die Sonderzugabe “Handsome” zurückkehrte. Einmal mehr also ein charmantes Konzert von drei absolut sympathischen jungen Engländern.
Fotos: Ariane WhiteTapes














