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Olli Schulz + Home Of The Lame, Münster, Sputnikhalle, 10. Dezember 2008

Von tanzenden Bibos und Ufos

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“Lesen und Singen mit Olli Schulz” – unter dem Motto wurde das Konzert angekündigt und es wurde nicht zuviel versprochen. Olli Schulz kam, las, sang und siegte. Im Gepäck sein im Mai erscheinendes Buch, sowie im Frühjahr erscheinendes neues Album. Dabei hatte er mal nicht den Hund Marie, Home of the Lame waren diesmal für die musikalische Unterstützung zuständig.


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Sitzreihen wo hin das Auge blickt. Keine Sitzschallen, in die man sich gemütlich setzen kann, harte Holzbänke, die einem noch aus dem Sportunterricht bekannt sind. So soll man also heute Olli Schulz erleben. Bevor sich auf der Bühne etwas bewegt, ein kleiner Film. “Tanz den Bibo” so der Titel. Ein Ballermann Idyll fegt durch den Raum, könnte dieser Song doch zum mitmachen auf so manch einem Dorfzeltfest animieren. In den Hauptrollen neben Olli Schulz hier auch zu sehen Bela B.

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Kurz danach stand er endlich auf der Bühne, besser gesagt, er saß, wie so manch anderen an diesem Tag. Er las ein Kapitel aus dem bald erscheinenden Buch vor, neben ihm sein Lektor Rasmus Engler, der ihm so manchmal ins Mikro funkte, wenn er mit Formulierungen, Erklärungen oder Ähnlichem nicht einverstanden war. Es war eine Story aus dem Leben des Olli S., der sich Mitte der 90er inmitten eines Eurodancepop Festivals befand, umgeben von halb pupertierenden Kleinwüchsigen, die auf den Headliner des Abends warteten. Die Backstreet Boys. Zuviel wird an dieser Stelle nicht verraten, amüsant war die Story definitiv. Nach kurzer Umbaupause und entfernen der Bänke (Hallelujah!) nun der Konzertteil.

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Olli Schulz begleitet von der Home of the Lame spielte Songs aus seinem im Frühjahr erscheinenden Album. “Wie Du” dabei besonders herausragend, ein kleines Liebeslied an die Frau, die man nicht liebt, mit der man aber gerne zusammen ist, weil sie an jemand erinnert, mit der man gerne zusammen gewesen wäre. Und da war er wieder. Der Bibo Song. Ein typischer Ballermann Mitmach Song mit Hintergedanken. Olli Schulz will als erster Musiker am Ballermann Erfolg haben, der mindestens Realschulabschluss besitzt.

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Dass Olli Schulz über alles Songs schreiben kann, beweist er in seinem Song “Aufguss”, über ein einmaliges Erlebnis in der Sauna am Seniorentag. Natürlich wurden auch einige alte Songs in die Setlist genommen, so durfte “Dann schlägt dein Herz” natürlich nicht fehlen. Bei “Song ohne Grund” musste so mancher Musikerkollege dran glauben. Auch so einige aus dem eigenem Label “Van Cleef” wurde in die Riege des großen Deutschrocks aufgenommen. So wurden neben Tokio Hotel, Juli oder Silbermond auch Tomte und Kettcar verbraten. Olli Schulz ist ein Multitalent und kann alles. Er kann lesen, er kann singen, er kann erzählen, er kann schweigen. Er kanns einfach. So soll es sein und eine fast ausverkaufte Sputnikhalle sagte Danke!

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Kettcar + Computer, Bielefeld, Ringlokschuppen, 09. Dezember 2008

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Erfolgreich. Ein kleines Wort, dass die momentane Lage von Kettcar wohl am Besten in einem Wort passend zusammenfasst. Ein Top Ten Album, eine restlos ausverkaufte Hamburg Tour, eine weiter ausgedehnte Tour durch Deutschland, Österreich und die Schweiz, auf vielen Festivals vertreten und zum Abschluss nochmal die letzten Winkel der Nation durchforsten und ein paar Clubgigs spielen. Darunter ein Abstecher in den Ringlokschuppen in Bielefeld. Der kleine Saal, der aber heute pickepacke voll ist. “Ausverkauft” prankt über dem Eingang hervor. Man mag sie halt – sogar in Städten, die es angeblich nicht einmal gibt, wie eben Bielefeld.


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Eröffnen dürfen, auf Wunsch von Kettcar, den Abend Computer. Meine kategorische Ablehnung gegen Bands, bei denen der Schlagzeuger vom Computer ersetzt wird ändert sich auch nicht nach dem Auftritt vom Computer. Der schon recht volle Saal war trotzdem angetan und applaudierte höflich, zu mehr sollte es für die drei Jungs an diesem Abend nicht reichen. Scheint aber auch zu genügen, sie strahlen.

alt text“Deiche”,war dann Song Nummer Eins der Setlist und bot den perfekten Einstieg in einen schönen Abend mit den Hamburgen. Scheint zudem so etwas wie Tradition geworden zu sein und es funktioniert. Der noch verhalten tanzende Saal singt immerhin schon lauthals mit. Was Kettcar vielleicht live auch so erfolgreich macht, ist das nicht unmotiviert die Setlist ertragen wird, sondern trotz ruhiger Passagen und nachdenklichen Texten eine Bühnenpräsenz dahintersteckt, die man als Aussenstehender vielleicht nicht direkt erwartet. Und natürlich die Anekdoten, die vorgetragen werden, Erlebnisse aus dem wahren Leben, die trotzdem so lustig sind, dass sie nicht wahr sein dürfen. Ob Wahrheit oder Lüge, egal, gelacht wird.

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“Landungsbrücken Raus” sorgt an diesem Abend für eine einzige Gänsehaut bestehend aus 800 Leuten. Das schöne an den Songs von Kettcar ist, dass es keine richtige und keine falsche Interpretation ihrer Lieder gibt, man kann sie deuten, wie man sie oder sich gerade fühlt. Und so sieht man in jedem Gesicht eine eigene dazu vorhandene Geschichte. “Graceland” und “Nullsummenspiel” vom aktuellen Album “Sylt” finden zurecht Platz in der großen Setlist. “Ich danke der Academy” und “Am Tisch” bilden den Abschluss des ersten Sets. Natürlich folgt eine Zugabe, so gehört sich das ja auch. Ordentlich und brav wird auch das zweite kurze Set beendet und um ein letztes Mal die Bühne zu betreten, weise war er schon immer, Markus Wiebusch und fasst gut zusammen, dass Geld alleine nicht Glücklich macht, aber es schon besser ist im Taxi zu weinen, als im HVV Bus. Zum Schluss wird die Slayer Hymne “Balu” angestimmt, wobei, wie Markus Wiebusch verrät, es sich um einen Frauensong handelt. Man lernt auch nie aus. Würdiger Abend, würdiges Ende. Danke!

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Murder By Death + Paper Tiger, Münster, Gleis 22, 08. Dezember 2008

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Zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate beglückten uns die düsteren Gestalten von Murder by Death mit einer Headlining-Tour in Deutschland. Es scheint Ihnen zu gefallen und den scheint der melancholische Mix irgendwo zwischen Johnny Cash und Hot Water Music mehr als zu gefallen.


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Als Support an diesem Abend zu sehen, das Duo, das eigentlich ein Quartett ist, Paper Tiger aus den Niederlanden. Da die Hälfte der Band verhindert ist versuchen die restlichen zwei plus eingespielten Drumcomputer zu gefallen, dabei heimsen Sie verdienten Applaus ein und wissen auch reduziert durchaus zu überzeugen. Indie, Disko, Beatles, Pop. Brainstorming für Paper Tiger.

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Murder by Death sind angekommen in Deutschland, ihr viertes Album ”Red of Tooth and Claw” bedeutete sowas wie den Durchbruch für die Amerikaner. Das Gleis22 ist an diesem Abend gut gefüllt und das Münsteraner Publikum zeigt sich von seiner besten Seite: Euphorisches Klatschen, lautes Mitsingen und ehrvolles Würdigen.

Sänger Adam Turla überzeugt durch seine tiefe Stimme, die einem auch live einen Schauer über den Rücken laufen lässt. Energiegeladen die kleine Cellistin Sarah Balliet, die ihr E-Cello malträtiert. Ein Hauch von Western liegt in der Luft und nimmt die Besucher mit auf eine Reise die von Drogeneskapaden und vom Knast erzählt und den dunklen Seiten des Lebens schonungslos aufdeckt. Lieder über Liebe finden sich oft genug in der Musikwelt, dass ist nichts für den Vierer aus Amerika. Mit unter anderem “I comin home” , “Brother”, “Fuego” und vielen mehr findet sich in der Setlist ein guter Mix aus vier Alben, auch wenn das Hauptaugenmerk auf dem aktuellen Machwerk liegt. Murder By Death spielen ein fast 1 ½ stündiges Set, dreimal wird die Bühne wieder betreten um weitere Zugaben zu spielen. So recht will sie danach auch niemand gehen lassen, aber irgendwann ließ man sie dann doch, freut sich auf weitere Geschichten von der dunklen Seite und geht zufrieden nach Hause.

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Get Well Soon + Herman Düne + Port O’Brien, Bochum, Zeche, 08. Dezember 2008

“Last Christmas I Gave You My Heart, But The Very Next Day…”, so dudelt es derzeit in hunderten Einkaufsmeilen, auf allen Weihnachtsmärkten und auf Weihnachtsfeiern in der gesamten Bundesrepublik. Das Berliner Label City Slang hatte glücklicherweise ein Einsehen und unter dem Titel “Christmas In Adventure Parks” eine Weihnachtsfeier der ganz besonderen Art organisiert. Die Akteure, drei der heißesten Bands des Labels, namentlich Hauptdarsteller Konstantin Gropper mit seinem Projekt Get Well Soon, das französisch-schwedische Duo Herman Düne und die Indie-Folker von Port O’Brien aus Kalifornien / Alaska.


Die zweite Kerze auf dem Adventskranz war gerade entzündet, da fand sich diese illustre Runde in der Bochumer Zeche ein. Sonst eher eine Location, die wie Bochum etwas abgerockt und industriell, eben nach Ruhrgebiet, aussieht, war die Zeche extra für diesen Anlass weihnachtlich mit großen Ballons in Form von Christbaumkugeln geschmückt. Über der Bühne hingen zudem links und rechts zwei große Rahmen, die während des Sets von Get Well Soon für ein wenig visuelle Unterstützung sorgten.

Eröffnet wurde die Weihnachtsfeier bereits sehr früh um 19:20 Uhr, mit den Alaskaliforniern von Port O’Brien. Die sind zwar nicht für ihre besinnliche Musik bekannt, aber davon sollten Get Well Soon später noch genügend im Gepäck haben. Bei ihrem Popkomm-Auftritt hatten die fünf bereits bewiesen, wie ausgelassen sie, im Fall von Bassist Ryan Stively sogar mit gebrochenem Bein, feiern können. Wir waren also gespannt, wie viel mehr Energie in ihnen steckt, wenn alle fit sind. Beinahe doppelt soviel, denn Ryan stampfte so leidenschaftlich mit, als wolle er nun nachholen, was ihm vor ein paar Wochen noch vergönnt war. Mit ihren Liedern über das Leben auf See stießen Port O’Brien auf offene Ohren und zauberten ein entzücktes Lächeln auf die Gesichter der, zu diesem Zeitpunkt leider noch nicht so zahlreich erschienen, Anwesenden. Erstaunlich war auch, wie die Band es schaffte, trotz etwas einem Jahr auf Tour rund um die Welt, so viel Spielfreude auf die Bühne zu zaubern. Schon vom ersten Takt an tänzelte Gitarrist Zebede Zaits von einem Bein aufs andere und von links nach rechts auf der Bühne, wobei er seine Bandkollegen mit seinem Instrument immer nur um gefühlte Zentimeter verfehlte.

Spätestens mit dem zweiten Stück war das gesamte Publikum von Zebede’s Tanzwut angesteckt und die ersten Reihen schunkelten fröhlich mit, richtig zu tanzen schien sich noch niemand so recht zu trauen. Vor einem Stück, das nur mit Cambria am Banjo und Van an der Gitarre beginnt, bat Van alle im Takt mit zu stampfen und bei Einsetzen des Schlagzeugs nach vorn zur Bühne zu gehen. Das Stampfen klappte natürlich perfekt un Van grinste breit, als das Publikum sich mit dem Schlagzeugeinsatz erst nur zögernd, dann aber doch mutig nach vorne bewegte. Das Highlight des Sets sollte allerdings ganz am Ende mit dem Band-Hit “I Woke Up Today” folgen. Zunächst instruierte Van wieder das Publikum, bitte mit zu singen, da der Chor etwas kompliziert sei, nach einer kurzen Probe gesellten sich dann zu Port O’Brien auch noch der größte Teil von Get Well Soon und Herman Düne, um die Bühne erstmals an diesem Abend richtig zum Beben zu bringen.

Sichtlich erschöpft machten die Fünf im Anschluss unter langem Applaus Platz für eine kurze Umbaupause und Herman Düne, die an diesem Abend nicht als Duo, sondern gleich als achtköpfige Band erschienen waren. Der größte Teil des Sets fiel dann für uns allerdings anderen Verpflichtungen zum Opfer (in den nächsten Tagen hier). Die letzten zwanzig Minuten des Auftritts vermittelten dennoch den Eindruck einer fröhlich aufspielenden Band mit kurzweiligen, hippiesken Folksongs. Besonders Sänger David-Ivar Herman Düne zeigte sich trotz seines leicht eigenwilligen Auftretens als ulkiger, aber vor allem sympathischer Zeitgenosse. Die Stücke der Band wirkten durch die Hintergrundmusiker viel voller, als noch im Vorprogramm von The Arcade Fire im vergangenen Jahr, so waren auch die meisten der Anwesenden durchaus begeistert. Herman Düne waren damit zwar bestimmt nicht das Highlight des Abends, aber eben sehr kurzweilig.

Nach einer kurzen Umbaupause wurde es dann weihnachtlich, das Licht in der Zeche wurde gedämmt und nur noch die Christbaumkugeln spendeten Licht, während Get Well Soon zu “Against The Glaciation”, dem Opener der Weihnachts-EP “Songs Against The Glaciation” nacheinander die Bühne betraten. Danach ging die Reise ins Weihnachts-Wunderland von Konstantin Gropper und seinen Mitstreitern mit “Heading Home To The Pole”, einem der rockigeren Stücke der EP, schnellen Schrittes los. Mit “You’re Using All Your Senses Just For Being Sad” folgte das nächste Stück von der Weihnachts-EP und es wurde das erste Mal richtig besinnlich.

Die Christbaumkugeln vollzogen Farbwechsel im Takt des Glockenspiels und Verena Gropper (Gesang, Geige, Glockenspiel, uvm.) dürfte mit ihrem Gesang für die ein oder andere Gänsehaut gesorgt haben, während sich die Band in eine beinahe shoegazig / postrockige Trance spielte. Mit den Stücken “You/Aurora/You/Seaside” und “Christmas In Adventure Parks” folgten dann auch Stücke vom Album. Der Get Well Soon’sche Weihnachtsschlitten nahm weiter Fahrt auf und die Band spielte die Stücke trotz Monaten auf Tour, noch druckvoller und leidenschaftlicher, als beispielsweise im April, wo sie gerade ihre erste große Deutschland-Tour starteten.

Insbesondere die passend zu den Stücken auf die Leinwände projizierten Filmschnipsel und andere -spielereien verdichteten die Atmosphäre der Stücke in enormem Maße. So rauschte bei “Listen! Those Lost At Sea Sing A Song On Christmas Day” etwa das aus dem Video bekannte U-Boot über die Leinwand und die gesamte Zeche fuhr mit. Bei “Busy Hope”, dem besten Stück des Abends, wusste die Band neben einer astreinen Live-Umsetzung zusätzlich durch dramatische Bergsteiger-Szenen im Schneesturm zu glänzen. Mit “Green Island Never Turns White” und einem weihnachtlich dekorierten Fenster wurde der besinnlichste Punkt des Abends erreicht, wer da keine Weihnachtsstimung bekam, dem ist wohl auch nicht mehr zu helfen.

Erinnerten die Christbaum-Kugeln und einige der gezeigten Filmschnipsel noch an die Flaming Lips, gab es ebenfalls Arcade Fire Momente, wenn nämlich auf den Leinwänden die Musiker in Close-Ups in Aktion schwarz-weiß, hinter einem Rauschen vage zu sehen, gezeigt wurden. So hatte sich die Band zwar den Arcade Fire Vergleich an diesem Abend selbst zuzuschreiben, was aber zu verzeihen war, da diese Projektionen den Stücken eine zusätzliche noch druckvollere Note verliehen. Nach circa einer Stunde, vielen Gänsehaut erzeugenden und auch einfach nur musikalisch wunderschönen Momenten, verließ die Band, nachdem bei “Dear Tempest-Tossed! Dear Weakened!” Schnee von der Decke auf Konstantin fiel, das erste Mal die Bühne.

Danach wurde es zunächst noch einmal familiär und intim, als Konstantin ganz allein, nur von Keyboard und Gitarre getragen, “Ticktack! Goes My Automatic Heart” vortrug, um gegen Ende an den Bühnenrand zu treten und das Publikum zum Mitsingen zu animieren. Das klappte vor dem halbvollen Saal zwar nicht wirklich gut, war aber dennoch einer der schönsten Momente des Abends. Ihren Höhepunkt erreichte die Weihnachtsfeier anschließend beim Flaming Lips (da haben wir sie wieder) Cover “Race For The Price”, bei dem alle Herman Dünes und drei fünftel von Port O’Brien die Bühne und die Zeche zum Beben brachten. Der Abend schien danach eigentlich vorbei, nach längerem Applaus erschien dann aber doch noch einmal Konstantin Gropper auf der Bühne, um von Keyboarder Daniel Roos unterstützt das Tom Waits Cover “Take It With Me” vorzutragen und jedem Besucher noch eine letzte wohlige Gänsehaut mit auf den Nachhauseweg zu geben.

Fotos: Ariane WhiteTapes

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Ólafur Arnalds, Münster, Cineplex, 24. November 2008

Es gibt so Konzerte, die lassen den Hörer ziemlich fassungslos zurück. Häufig genug liegt das an herber Enttäuschung über einen sehr verunglückten Auftritt des Künstlers. Es gibt aber auch die Glücksfälle, da ist ein Konzert derart überwältigend, überrachend und einzigartig, dass man mit den gesamten Eindrücken völlig überfordert und fassungslos glücklich ist. Das Konzert von Ólafur Arnalds im Münsteraner Cineplex war eines davon.

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The Subways + Blackmarket + Trip Fontaine, Münster, Skater’s Palace, 20. November 2008

“Natalie, warum warst du Freitag nicht in der Schule?” – “Mir war nicht gut, ich hatte wohl so einen grippalen Infekt, war ganz matt und hatte Gliederschmerzen”. Natalie hat sich wie circa tausend Altersgenossen zwischen 15 und 18 Jahren am Donnerstagabend von der “Influenza Subwayga”, der Subways-Grippe anstecken lassen. Eine heimtückische Krankheit, die im Anfangsstadium zu rhythmischen Zuckungen und extremen Schweißausbrüchen führt und innerhalb kürzester Zeit einen ganzen Konzertsaal infiziert.

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Ra Ra Riot, Köln, Blue Shell, 18. November 2008

Im Schatten der Finanzkrise fürchtet sich ganz Deutschland derzeit vor der Inflation. Eine Inflation der ganz anderen Art erreichte am 18. November das Rheinland. Denn neben The Kooks, die in Düsseldorf vor tausenden kreischenden Teenagern auf der Bühne standen, buhlten in Köln noch The Swell Season im E-Werk mit Support The Uglysuit, die kurzfristig aus dem Gebäude 9 zum Line-Up hinzugefügt wurden, MGMT in der ausverkauften Live Music Hall und Ra Ra Riot um die Gunst der Konzertgänger.

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Hot Club De Paris + Frictane, Köln, Gebäude 9, 15. November 2008

Vor knapp einem Monat veröffentlichten Hot Club De Paris mit “Live At Dead Lake” ihren Nachfolger zum Debüt “Drop It Till It Pops” und zeigten den Foals, wo der Math-Rock Hammer hängt. Auf ihrer zugehörigen Deutschland-Tour machten sich die drei Liverpooler nun auf, nicht nur für heiße Clubs in Paris zu sorgen. So erreichten sie auch trotz einiger Schwierigkeiten auf dem Weg das völlig ausegkühlte Gebäude 9.

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A Fine Frenzy + Jamie Scott & The Town, Köln, Gloria, 14. November 2008

Es gibt ganze Konzertreihen, die das Hinsetzen von Musikern und Publikum zum Konzept machen. An diesem Abend im Gloria schien es zumindest Konzept, dass die Musiker saßen. Das war aber bei Alison Sudol alias A Fine Frenzy zu erwarten, bauen doch schließlich alle Stücke auf ihrem Debüt “One Cell In The Sea” auf ihrem Klavierspiel. Ein Klavier, geschweige denn ein Flügel, war dann zwar nicht auf der Bühne, als Alison Sudol nun bereits das zweite Mal in diesem Jahr Köln beehrte, dafür aber vier Keyboards, zwei kleine und zwei große.

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Tomte, Bochum, Zeche, 07. November 2008

Du nennst es Pathos – ich nenne es Leben: Tomte in Bochum. Sie sind wieder da – voll verstärkt und Liedern für die verschiedenen Lagen des Lebens. Tomte feuern ihr Heureka-Feuerwerk aus. Diesmal ist die Zeche in Bochum Treffpunkt, mehr als 700 Leute sind heute hier, was soviel wie ausverkauft bedeutet. … Continue Reading