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The Raconteurs – Consolers of the Lonely

Na das kam unerwartet. Bis vor einigen Wochen war nur bekannt, Jack White hat sich wieder mit Brendan Benson und den Greenhornes ins Studio eingeschlossen und werkelt am zweiten Raconteurs Album. Als voraussichtlicher Release-Termin wurde irgendwann 2008 in Aussicht gestellt. Nun am 18. März eine simple Myspace-Bulletin, “Consolers of the Lonely our second studio album will be released March 25th”.

“Consolers of the Lonely” eröffnet mit einem typischen Raconteurs Song, heißt man wirft Brendan Bensons Gitarrenpop und seine Beatlesvernarrtheit zusammen mit dem Bluesrock der White Stripes und einer Prise Led Zeppelin in einen Topf, rührt kräftig und heraus kommen die Raconteurs. Das dass funktioniert bewies ja bereits das Debütalbum “Broken Boy Soldiers”. Wenig überraschend eigentlich auch bei zwei so begnadeten Songwritern. Das Album hält was es verspricht, es stampft, schnaubt, hält bei deutlich von Brendan Benson geprägten Songs auch ein wenig inne und versetzt ins Schwelgen. Das ist vielleicht auch das einzige, was man den Raconteurs vorwerfen kann, man merkt einfach ganz deutlich, welche Songs Brendan geschrieben hat, hier gehts dann in die Beatles Richtung und welche Songs Jack geschrieben hat, hier klingts dann nach den White Stripes. Das ist aber nicht schlimm, da sich alles trotzdem zu einem Gesamtkonstrukt zusammenfügt und nicht zu einer Compilation aus Einzelstücken von Brendan Benson und den White Stripes “verkommt”. Keine deutliche Weiterentwicklung zum Vorgängeralbum aber eine konsequente Weiterführung, will heißen es fügt sich nahtlos in das ein, was man von den Raconteurs kennt und erwartet. Klingt jetzt eventuell etwas negativ, ist es aber nicht, da man dem Album deutlich anmerkt, dass beide Songwriter alles gegeben haben uns ein paar kleine amerikanische Bluesrockgeschichten zu erzählen, die man auch gerne immer wieder hört. Im Übrigen, hübsches Albumcover.

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The White Stripes – Icky Thump

Icky Thump, das ist das jüngste Baby von Meg und Jack White. Über Albumtitel wundert man sich jetzt bei den Stripes sowieso schon nicht mehr. Dafür zeigen Sie bei jedem neuen Album neue Facetten ihres unverkennbaren Blues/Rock/Americana Sounds, der den amerikanischen Nashville Sound auf eine ganz neue Ebene gebracht hat.

Wer Get Behind Me Satan, das letzte Album in sein Herz geschlossen hat, wird erstmal überrascht sein. Jack hat sein Piano wieder in die Ecke gestellt und die Gitarre wieder laut aufgedreht. So marschiert Icky Thump, Titelsong des Albums, um den Titelhelden Icky Thump, auch schon gewaltig los und zeigt, was man vom Album zu erwarten hat. Dreckigen Blues Rock mit verspielten Gitarrensoli und Schlagzeug-Märschen (vielleicht kann Meg nicht anderes als Märsche ;o). Sobald man sich in den Titelsong eingewöhnt hat erschließt sich einem die ganze Spielgewalt der Stripes, die auch nicht mehr brauchen als Gitarre und Drums, um große Songs zu schreiben. Vollen Bandsounds bekommen Stripes-Fans inzwischen ja bei den Raconteurs. Das tut den Stripes auch gut, so kitzelt Jack aus den gegebenen Instrumenten alles heraus und führt den White Stripes Sound zurück zu seinen Wurzeln. Jack White’s Affinität zu Lateinamerika zeigt sich in den vielen kleinen Geschichten um Immigranten in den amerikanischen Südstaaten und dem Trompetenspiel (!!) in Conquest. Das Duell Trompete – Gitarre bei diesem Track dürfte auf jeden Fall in die Geschichte des Indie-Rock eingehen. Insgesamt ist Icky Thump ein Geschenk für Stripes Fans der ersten Stunde und dürfte „Satan“ Fans erst einmal abschrecken. Aber ein Reinhören lohnt sich.

Video zu “Conquest”

httpv://www.youtube.com/watch?v=qs3D8wkucOM

Myspace der Band