Etwas mehr als ein Jahr nach seinem selbstbetitelten Debüt und …
Menomena – Live-Mitschnitt aus New York

Bevor die live auf ein Quartett angewachsenen Menomena im November einen Abstecher nach Deutschland wagen, um ihr neues Album “Mines” auch hier vorzustellen, spielen sie derzeit eine ausgewachsene USA-Tour. In New York haben die Leute von Big Ass Lens sechs Stücke des Konzerts mitgeschnitten und in zwei stimmungsvollen Videos zusammengefasst. Tolle Sache:
Menomena – KEXP Session

Mit “Mines” haben die Portlander von Menomena ein famoses drittes Album veröffentlicht. Leider sieht es bei lauter Tour-Termine in Nord-Amerika derzeit nicht danach aus, als käme die Band all zu bald nach Deutschland- Für ein wenig Live-Flair gibt es nun zumindest eine kleine Session für KEXP zum anschauen, oder nur zum anhören.
Menomena – Mines
Nur knappe drei Jahre haben sich Menomena Zeit für ein neues Album seit dem 2007er “Friend and Foe” Zeit gelassen. Drei Jahre klingt erst einmal nach viel Zeit, bedenkt man aber, was die Band in der Zwischenzeit so alles erlebt und vollendet hat, ist es doch eher ein Wimpernschlag. Zunächst folgte dem Release von “Friend and Foe” erst einmal ein Riesenhype und eine Grammy-Nominierung. Danny Seim veröffentlichte nur ein Jahr später, also 2008 ein neues Album als Lackthereof, Brent Knopf produzierte das gefeierte Album “Replace Why With Funny” von Dear Reader und verdiente sich Solo-Lorbeeren mit seinem großartigen Solo-Debüt “Intuit” als Ramona Falls, auf dem er rund 30 Gastmusiker versammelte.
Menomena waren also trotz Pause nicht untätig. Das betrifft auch die Arbeit an Bandmaterial und legen pünktlich zum Ausklang des diesjährigen Sommerlochs einen heißen Kandidaten für die Jahrebestenlisten vor. “Mines” heißt ihr viertes Album und das für Deutschland zuständige Label schwärmt mit Bezügen zu den Flaming Lips, Broken Social Scene, Lambdchop und Built To Spill und nennt Menomena “die kreativste, talentierteste und wichtigste Band” im Stall und nenn “Mines” “das vielleicht wichtigste Album des Jahres”. Dazu halten wir einmal im Hinterkopf, dass auf dem selben Label auch das neue Arcade Fire Album erscheint. Aber machen wir uns auch nichts vor, Labels müssen von ihren Schützlingen schwärmen, schließlich ist es ihr Job Bands gut aussehen zu lassen. Auch wenn das im Fall von Menomena nicht mehr nötig sein dürfte. Das Trio ist spätestens seit “Friend and Foe” bekannt für ausgefeilte, vielschichtige Arrangements, raffinierte Songstrukturen und verrückte Ideen. Und das zeigen sie auch auf “Mines”. Ein ruhiger melodischer Einstieg mit “Tithe” wiegt den Hörer erst einmal in trügerischer Sicherheit. Man könnte meinen, Menomena hätten den Popsong für sich entdeckt. “TAOS” bewegt sich dann jedoch weg vom Pop hin zum Rock. Die Band tobt sich aus mit lautem Gesang, knarzenden Gitarren und stampfenden Drums, um den Song im Verlauf mehrmals in eine völlig andere Richtung laufen zu lassen. Dabei verliert das Trio aber nie die Kontrolle und wechselt von ruhigen Momenten zu rockigeren Momenten, um die Gitarren wieder verstummen zu lassen, Bläser uns Streicher in den Vordergrund zu rücken und gegen Ende dann noch einmal alles zusammen laufen zu lassen. Bei manchen Bands würde so eine Herangehensweise in ein heilloses Chaos enden. Menomena gelingt es, gerade durch diese Manöver das Album lebendig zu halten. Hier hat alles seinen Platz, auch wenn sie die Eindrücke manchmal überschlagen. Um diese zu verarbeiten schafft die Band herrliche Ruheoasen, wie das famose “INTIL” mit ruhiger Klaviermelodie und ruhiger Gesangslinie. “Mines” ist vielleicht nicht das wichtigste Album des Jahres, aber auf jeden Fall eines, das man sich nicht entgehen lassen sollte, denn man könnte die mitunter “kreativste, talentierteste und wichtigste Band” auf City Slang verpassen.










Menomena
Menomena – Gratis-Download “TAOS” / “Mines” im Stream

Am Freitag veröffentlichen Menomena mit “Mines” den lang erwarteten Nachfolger zu ihrem Hit-Album “Friend and Foe”. Und, das können wir schon verraten, es ist verdammt toll geworden. Nach dem ersten Vorgeschmack mit dem Song “5 Little Swords” gibt es nun bei Stereogum das Stück “TAOS” zum Gratis-Download. So lässt sich die Zeit bis Freitag doch prima überbrücken. Noch besser geht es mit dem Stream des Albums bei NPR. Am Stück geht es auch über das Widget, für die einzelnen Tracks einfach zum genannten Link.
Menomena – Gratis-Download “Five Little Rooms”

Das Sommerloch steht wieder kurz bevor. Wenn Mitte Juni Michael Ballack der deutschen Nationalmannschaft von der Bank aus zusieht, dürfte sich woanders nicht mehr viel tun. Irgendwann ist die WM aber auch wieder vorbei und die Euphorie bleibt noch ein wenig erhalten, denn einige Tage nach Abpfiff des Finalspiels und der triumphalen Heimkehr der Argentinier, veröffentlichen Menomena ihr lang erwartetes neues Album “Mines”. Einen ersten Vorgeschmack gibt es nun auch in Form des Gratis-Downloads “Five Little Rooms”, dazu geben Menomena folgende Infos:
“Greetings, Dear Listener.
Here are five little facts about “Five Little Rooms”
1. It’s the ninth track on our new album
2. It started out as one song a few years ago and ended up an entirely different song a few months ago
3. It prominently features the words “prostitute”, “children”, “hung”, “bridegroom”, “suburban” and “mcdonalds” (we’re edgy now, haven’t you heard?)
4. It was the last song to be chosen for the new record, which, in our perverted world, somehow makes it the most appropriate choice for the first single
5. It’s either the best or the worst song we’ve ever written; you decide!
Our friendly label folks wanted me to rewrite the following info in a more personal way, but I’m having a hard time outdoing their informative enthusiasm. I’ll just cut and paste instead:
“Get a download of “Five Little Rooms” now! In a few weeks, you’ll get exclusive information on the upcoming Mines pre-order including a limited-edition double 7-inch with non-album tracks, exclusive t-shirts, screen-printed posters and more!”
Thank you for caring.
love,
Danny / Menomena”
Die Tracklist von “Mines”
QUEEN BLACK ACID
TAOS
KILLEMALL
DIRTY CARTOONS
TITHE
BOTE
LUNCHMEAT
OH PRETTY BOY, YOU’RE SUCH A BIG BOY
FIVE LITTLE ROOMS
SLEEPING BEAUTY
INTIL
Ach ja, das Stück gibt’s gegen eure Email-Adresse über das Widget, oder auf der Homepage der Band
Ramona Falls – Video zu “Russia”

Bald schon veröffentlicht Brent Knopf mit seiner Hauptband Menomena das neue Album “Mines”. Sein Solo-Projekt Ramona Falls muss deshalb aber nicht pausieren, sondern ist noch sehr lebendig. Neben einer hübschen neuen Homepage gibt es nämlich nun auch ein neues Video zur Single “Russia”, einem der größten Highlights des an Höhepunkten reichen Albums “Intuit”. Und das Beste, das Video ist auch noch mehr als gelungen:
Ramona Falls – Intuit
Menomena sind eine dieser Bands, die ich immer gut finden wollte, die mir dann aber immer ein kleines wenig zu verkopft und unzugänglich waren. Auch mit ihrem Live-Auftritt im Münsteraner Gleis 22 öffnete sich mir der Sound der Band nicht. Dennoch begeistern mich einzelne Tracks und das Schaffen der einzelnen Mitglieder, wie Danny Seim, der schon vor Menomena mit Lackthereof unterwegs war und eben Brent Knopf, der neben seiner Produzententätigkeit auf dem Dear Reader Album “Replace Why With Funny” nun mit dem Album “Intuit” seinen ersten Solo-Versuch als Ramona Falls wagt. Benannt hat er das Projekt nach einer verklärten Kindheitserinnerung an seine Heimatstadt, die zwischen Mount Hood und Portland Oregon lag. Ganz in der Nähe befanden sich auch die sogenannten “Ramona Falls”.
So klingt das Album dann auch nach einem verklärten, nostalgischem und kindlichen Blick zurück, wie eine bunte, leicht düstere Kinderwelt. Bei der Verwirklichung des Albums hatte er übrigens Unterstützung von den ein oder anderen Gastmusikern, genau genommen 35 Stück, eine lange Liste also bestehend aus Mitgliedern von The Helio Sequence, Mirah, Loch Lomond, 31 Knots, Talkdemonic, Nice Nice, Tracker, Dat’r, Dear Reader, 3 Leg Torso und Matt Sheehy. Freunde aus aller Welt also, die Brent zusammen trommeln konnte, um “Intuit” den richtigen Klang zu verleihen. Eröffnet wird mit dem schönen “Melectric”, das ein ruhiges Intro besitzt und sich dann mit hinzustoßenden Instrumenten, einer treibenden Snare-Drum und anderen Klängen immer weiter zu einer herrlichen Symphonie steigert. Begleitet von Knopf’s klarem Tenor ist entwickelt sich auf diese Art ein mitreißendes Stück, von der in dieser Art noch einige auf “Intuit” folgen. Song 2, “I Say Fever” gibt sich ein wenig rockiger mit einem Dance-Rhythmus und rhythmischem Reimgesang. Die “rockigeren” Stücke auf “Intuit” geben sich dann zwar auch etwas verschlossener als die “symphonischen” Stücke, aber egal ob “rockig”, oder “symphonisch”, bei beiden Arten gibt es eine Menge zu entdecken, so dass man auch beim 12ten durch hören noch neue Facetten entdecken kann. Das macht auch den Reiz an “Intuit” aus, das einen zunächst ob seinem Versuch der Verknüpfung von Symphonie und Kakophonie vielleicht den Einstieg erschwert, aber das ist auch normal für Menomena. Im Gegensatz zur Hauptband erschließt sich das Album dann aber schnell und offenbart viele schöne Momente, wie das bombastische Interlude in “Clover”, oder die Verzweiflung in “Salt Sack”. Das macht “Intuit” zu einer bunten Entdeckungsreise durch die Ideenwelt von Brent Knopf, die bei jedem Hören wieder Spaß macht.










Ramona Falls
Das ganze Album hier im Stream














