Mit bis zu elf Köpfen handelt es sich bei Emanuel …
Mumford & Sons – Video zu “Winter Winds”

Seit gestern spielen Mumford & Sons ihre erste und restlos ausverkaufte Deutschland-Tour. Passend ist da natürlich auch der Release ihres Videos zur neuen Single von “Sigh No More”. Dazu haben sie nun den Song “Winter Winds” erkoren. Das zugehörige Video ist dann auch hübsch geworden, nur stören die Camcorder-Aufnahmen zwischen den idyllischen Naturbildern und den Nahaufnahmen der Bandmitglieder dann doch etwas. Dennoch natürlich ein nettes Video zu einem tollen Song.
Mumford & Sons – Interview

Seit ein paar Monaten gehören Mumford & Sons zu den am meisten gefeierten Bands der Stunde. Mit eindringlich vorgetragenen temporeichen Folk-Stampfern spielten sie sich direkt in die Herzen von Fans und Kritikern. Kurz nach dem Release ihres Debüt-Albums “Sigh No More” trafen wir Ben Lovett, Keyboarder der Band, zum Kurz-Interview um mit ihm ein wenig über Mumford & Sons, das Debüt-Album und die Probleme einer Newcomer-Band zu sprechen.
Hi Ben, unser Interview hat sich ja nun doch etwas verzögert, gab’s Probleme beim Soundcheck?
Ben: Äh nein, wir mussten einige Zeit warten, bis wir anfangen durften. Der Sound hier ist aber toll, da freuen wir uns auch schon drauf, gleich zu spielen.
Wir freuen uns natürlich auch, klang beim Soundcheck ja auch schon ganz gut. Ich fang einfach mal an. Vor ein paar Wochen ist euer Debüt “Sigh No More” erschienen. In den Texten nutzt ihr eine Menge religiöser Motive, wie kam es dazu, seid ihr sehr religiös?
Ben: Ich glaube Gott ist früher oder später ein Thema im Leben jedes Einzelnen. Unser Album behandelt Themen, die viele Menschen betreffen. Es ist natürlich kein religiöses Album, aber in der Bibel wurden Themen, wie das Leben, der Tod, die Liebe und solche Dinge sehr treffend und symbolträchtig beschrieben, das wollten wir uns zu nutze machen.
Wenn wir das richtig verstanden haben, habt ihr extra ein eigenes Label gegründet, um euer Album zu veröffentlichen?
Ben: Ja, das stimmt, “Gentlemen Of The Road”. Indem wir das selber machen, konnten wir unseren Sound kontrollieren und mussten uns vor niemandem, außer vielleicht unserem Produzenten, rechtfertigen. Wir sind immer noch unabhängig. Um den Vertrieb kümmern sich natürlich andere, das können wir selbst nicht, da haben wir aber auch tolle Partner. Wir sind stolz auf dieses Label und wollen darauf auch andere Künstler veröffentlichen. Nächstes Jahr wird es da den ersten Release geben, der nicht von Mumford & Sons ist, da freuen wir uns schon drauf. Das ist auch ein toller Weg Freunde zu unterstützen.
Ist es wahr, dass einige von euch beim Start der Aufnahmen zum Album nicht einmal eigene Instrumente besaßen?
Ben (lacht): Ja, absolut wahr. Jeder Einzelne hat immer noch kein eigenes Instrument, weil wir die ja als Band besitzen, aber ich weiß, worauf du hinaus willst. Ted’s Kontrabass ist bei einem Konzert in tausend Teile zerfallen, für die folgenden Konzerte hatte er sich dann einfach einen geliehen, weil er kein Geld für einen neuen hatte. Als wir dann im Studio waren wir wohl noch nicht ganz so weit. Wir hatten die Chance dazu, wussten aber gar nicht, was uns da erwarten würde. Wir stellten uns dann Markus Dravs, unsrem Produzenten vor und er fragte Ted welches Instrument er spielt. Er antwortete: “Einen Kontrabass”, darauf Markus: “und wo ist der?”. Ted meinte “ich hab keinen”. Dazu meinte Markus nur “dann verschwinde, kauf dir einen und komm wieder, wenn du bereit bist ein Album aufzunehmen”. Das war im ersten Moment hart, aber eine wichtige Lektion. Ich glaube, wir mussten uns erst klar werden, was wir da überhaupt machen.
Macht ja auch beinahe den Eindruck, als wärt ihr überhaupt noch gar nicht an einem Punkt gewesen, an dem ihr euch sicher wart, euch richtig ins Musikerleben stürzen zu wollen?
Ben: Wir sind immer noch nicht bereit. Ganz im ernst, ich glaube, wir fangen grad erst an zu begreifen, was da überhaupt abgeht.
Aber ihr könnt so langsam davon leben?
Ben: Ja, also so gerade. Wenn wir morgen aufhören würden zu touren nicht mehr, aber das ist klar, wenn du morgen deinen Job hinschmeißt kannst du davon ja auch nicht mehr leben. Sehr tiefsinnig, ich weiß (lacht).
Ihr seid ja quasi in einer Art Szene mit Laura Marling und Noah and The Whale aufgekommen. Viele sagen über euch, dass ihr alle nicht sehr “britisch” klingen würdet. Was denkst du, woher das kommt?
Ben: Untereinander gibt es da ein paar gute Freundschaften, wir haben alle etwa zur gleichen Zeit angefangen Musik zu machen und auch schon mal zusammen gespielt, bevor es einzelne Bands gab. Wir waren halt Typen, die gleiche musikalische Interessen hatten. Das mit dem “klingt amerikanisch” kommt wohl daher, dass insbesondere amerikanische Bands in den letzten Jahren in Sachen Folk tolle Alben heraus gebracht haben. Daher klingen wir dann auch gleich amerikanisch. Klar haben wir auch Bluegrass und Country in unserer Musik, aber auch jede Menge britischen Folks und auch Rock’N’Roll.
Wenn ihr einen Song von Noah and The Whale aussuchen könntet, welchen hättet ihr gern geschrieben?
Ben: Hmm, schwere Frage, die sind alle klasse. Wahrscheinlich “Give A Little Love”, der hat jede Menge Gefühl und eine tolle Melodie. Auf “First Days Of Spring” sind aber auch ein paar tolle Sachen, da habe ich aber noch nicht oft genug reingehört.

Obwohl euer Album ja gerade erst erschienen ist, wart ihr schon im Sommer eine der am meisten gefeierten Bands auf dem Haldern Pop Festival. Wie würdet ihr diesen Hype um eure Band erklären?
Ben: Oh, ich weiß nicht. Wir haben viel getourt und uns so eine Fanbasis erspielt. So wurde unser Name weiter getragen und unser Ruf eilte uns voraus, eben auch nach Deutschland. Auch das Radio hat uns recht schnell entdeckt, sogar auf Radio 1 konntest du uns dann hören. Also, ich glaube, die Menschen sind einfach fasziniert von unserem Sound
Vor ein paar Tagen hat Baria Qureshi von The xx wegen Erschöpfung die Band verlassen. Was macht ihr, um als Newcomber-Band mit diesem Druck, der auf euch lastet klar zu kommen?
Ben: Weißt du, wir sind Männer, keine Mäuse. (lacht) Also, im ernst, wir beschweren uns zwar manchmal, wenn uns das touren ein wenig stresst. Aber größtenteils beziehen wir gerade daraus unsere Energie. Am schlimmsten sind eigentlich die freien Tage, wenn du eigentlich Zeit hättest, die Stadt zu erkunden, aber dann nur rumhängst. Das kann stressig werden. Aber ich denke, wir sind psychisch genügend auf der Höhe, um mit Stress klar zu kommen. Wir lieben die Musik von The xx, die sind glaube ich auch alle noch ein paar Jahre jünger als wir, vielleicht war Baria einfach noch nicht so weit.
Das wünschen wir euch natürlich auch und viel Spaß dann auch gleich auf der Bühne..
Ben. Danke, wir freuen uns drauf.
Fotos:
1 + 2, Ariane WhiteTapes
3, Myspace der Band
Get Well Soon + Mumford & Sons, Domicil, Dortmund, 01. November 2009

20 Jahre ist es nun schon her, U2 spielten in Berlin gerade ihr neues Album “Achtung Baby” ein, die erste Love-Parade findet statt, The Stone Roses veröffentlichen ihr selbstbetiteltes Album, The Cure “Disintegration”, die Pixies “Doolittle” und Nirvana ihr Debüt “Bleach”. Irgendwo fiel auch eine Mauer, das soll uns aber nun weniger interessieren. Vielmehr interessiert, dass 1989 augenscheinlich ein gutes Jahr für die Musik war. Heute wie damals gab es eine Menge musikbegeisterter Leute voller Idealismus. Darunter auch Menschen, die mit den vorhandenen Medien nichts, oder nur wenig anfangen konnten und sich ihren eigenen Weg suchten ihrer Leidenschaft für Musik auszudrücken. Dazu gründeten eine Hand voll Leute in Dortmund ein Magazin namens Visions, das im Laufe der nächsten 20 Jahre zu einem der wichtigsten deutschen Medien für alternative Musik werden sollte. Da muss natürlich nach 20 Jahren und 200 Ausgaben Visions ordentlich gefeiert werden. Dazu lud die Visions nach Dortmund zu einem wahren Konzertmarathon mit unter anderem Kettcar, den Editors, Selig, Dredg, Alice in Chains und eben Get Well Soon und Mumford & Sons. Die sollten parallel zu Dredg, die ein Stück die Straße runter ein Unplugged im Konzerthaus gaben, auch den vorläufigen Abschluss der Feierlichkeiten bestreiten, bevor am 23. November noch einmal Alice in Chains durch das FZW toben.
Am Konzertprogramm zu den Visions-Feierlichkeiten reizte uns natürlich gerade diese Kombination aus einem der Newcomer 2008 und einem der Newcomer 2009. Mumford & Sons haben gerade ihr Debüt “Sigh No More” veröffentlicht, Get Well Soon stehen bereits mit Album Nummer 2, “Vexations” in den Startlöchern. Beide Bands stecken also voller Energie. Gerade der Name Mumford & Sons schien an diesem Sonntag eine Menge Neugieriger zu locken, eigentlich kein Wunder, schließlich gehört ihr Album dank eingängiger Banjo-Rock-Nummern zu einem der meist gefeierten Debüt-Alben dieses Herbsts. Als sie dann auch um 20:45 Uhr mit knapp 15 Minuten Verspätung auf die Bühne kamen, gab es direkt gehörigen Applaus, obwohl sie noch keine Note gespielt hatten. Als sie dann ihr Set begannen beobachteten alle Anwesenden im zu 3/4 gefüllten Dortmunder Domicil, ganz gespannt das Geschehen auf der Bühne. Das Quartett stellte sich in einer Linie vorne an der Bühne auf und legte mit dem stampfenden Rhythmus der Bass-Drum los, die Marcus Mumford mit seinem Fuß spielte. Im Zusammenspiel mit Marcus Mumford’s eindringlichem Gesang, dem schnellen Banjo und dem dumpf gezupftem Kontrabass präsentierten Mumford & Sons so in knapp 40 Minuten ihre ganz eigene Mischung aus Rock’n'Roll und Folk.

Banjo-Rock eben. Das ließ sich ganz hübsch ansehen und war absolut tanzbar, gerade bei “Little Lion Man” und “White Blank Page” war erkennbar, warum diese Band so gefeiert ist. Der letzte Funke wollte allerdings nie so wirklich überspringen. Das lag vielleicht auch an der Monotonie des bei jedem Song identischem Einsatzes der Bass-Drum. Dennoch machten die treibenden Songs natürlich für den Moment Spaß und so durften Mumford & Sons noch einmal für eine Zugabe auf die Bühne zurück kehren. Mit ihren Ansagen sorgte die Band auch zusätzlich für etwas Laune, wenn etwa Banjospieler Country Winston seine Deutsch-Kenntnisse erprobte, entbehrte das nicht einer gewissen Komik. Auch wenn dieser Trick natürlich bei den meisten Künstlern inzwischen dazu gehört. So überzeugte das Quartett nun zwar nicht auf ganzer Linie, lieferte aber dennoch meist kurzweiligen Folk mit leider etwas übertriebener dramatischer Geste.
Nach einer kurzen Umbaupause erklommen dann Get Well Soon die Bühne. Knapp ein Jahr, nachdem wir die Band das letzte Mal gesehen haben (hier zum Bericht aus Bochum) waren wir gespannt auf diesen Auftritt. Besonders natürlich auf das neue Material. Vier neue Stücke sollten Get Well Soon in den folgenden knapp 90 Minuten spielen. Eröffnet wurde allerdings mit dem herrlich post-rockigen “Dear Tempest-Tossed, Dear Weakened” von der letztjährigen EP “Songs Against The Glaciation”. Das war zwar ein deutlicher Gegensatz zu den locker-flockigen Folk-Stampfern von Mumford & Sons, aber erzeugte dafür auch eine herrlich dichte Stimmung, die sich über die nächsten 90 Minuten halten sollte. Es folgten eine ganze Reihe älterer Stücke vom Debüt “Rest Now Weary Head, You Will Get Well Soon” (wobei uns natürlich durchaus klar ist, dass viele Songs von “Songs Against The Glaciation” etwa genau so alt sind) und ein Abend voller großartiger Songs. Besonders in den rockigeren Momenten machte die Band richtig Laune.

Durch eine längere Spielpause seit den Festivals im Sommer schlich sich zwar auch der ein oder andere Texthänger bei Konstantin Gropper ein, das sollte aber nicht weiter stören, musikalisch war alles fast perfekt vorgetragen. Wie etwa das großartige und mitreißend vorgetragene “Lost In The Mountains (Of The Heart)”, das eine wohlige Gänsehaut erzeugen sollte. Mit charmanten Ansagen zog Gropper dann zusätzlich das Publikum auf seine Seite. Als etwa seine Schwester Verena Gropper, die für die Geige zuständig ist, für einen Song einen zerbrochenen Schellenkranz griff, erklärte er “Wir haben Selig auf einem Festival unseren Schellenkranz geliehen, das haben wir zurück bekommen”. Traurig war dagegen die Ansage, dass man im nächsten Jahr auf seinen Cousin Sebastian an Trompete und Gitarre verzichten müsse, da er sich stärker seinem Studium widmen müsse. Neben dem bewährten Material aus der Get Well Soon Vergangenheit gab es auch den bereits angedeuteten Blick in die Zukunft, auf “Vexations”.
Die vier neuen Songs “Aureate!”, “A Voice In The Louvre”, “Angry Young Man” und “That Love” sollten sich perfekt ins Set einfinden. Alle waren typische Get Well Soon Nummern, die sich dennoch nicht als bloße Fortführung des Debüts zeigten, sondern auch darauf hindeuteten, dass Get Well Soon mit abwechslungsreichen Melodieführeungen und -wendungen auch eine Weiterentwicklung gelungen ist. Am deutlichsten stach “Angry Young Man” heraus, das Gropper mit den Worten “wir spielen jetzt unsere neue Single. Darf ich das schon sagen? Klingt jedenfalls komisch. Also das zu sagen, nicht das Lied” ankündigte. Der Song gab sich ziemlich rockig und wieder absolut mitreißend, am ehesten zu vergleichen mit “Listen! Those Lost At Sea Sing A Song On Christmas Day”. In knapp 90 Minuten und nach 3 Zugaben zeigten Get Well Soon zum Geburtstag der Visions, dass man sich keine Sorgen um die Qualität von Album Nummer 2 machen muss, ob es bei Mumford & Sons zu einem solchen reicht werden wir dann noch sehen, denn bei aller Eingängigkeit verbrauchen sich die Songs auch recht schnell.
Fotos: Ariane WhiteTapes,
mehr von Mumford & Sons hier
mehr von Get Well Soon hier
Bei Haldern Pop TV gibt es übrigens einen Mitschnitt vom Mumford & Sons Auftritt im Spiegelzelt des diesjährigen Haldern Pop
Mumford & Sons – Sigh No More
Als es darum ging sich etwas näher mit den Bestätigungen für das Haldern Pop zu beschäftigen, war über Mumford & Sons an vielen Stellen die Beschreibung “Engländer, die wie Amerikaner klingen” zu lesen. Das hatten sie dann unter anderem auch mit Noah & The Whale gemeinsam, was aber nicht die einzige Gemeinsamkeit ist, denn mit Laura Marling konnten sie schon bei einigen Auftritten eine Gastmusikerin gewinnen, die ja selbst einmal Mitglied bei Noah & The Whale war. Live und im Studio unterstützte dann wiederum auch Marcus Mumford die gute Laura Marlings auf ihrem Debüt. Bekannt sind sich alle untereinander, also Noah And The Whale, Laura Marling und Noah & The Whale noch als alte Schulfreunde. Die Herleitung zum Sound der Band um Marcus Mumford dürfte dann auch gedanklich nicht mehr so weit sein. Die wurzelt nämlich wie bei den genannten im Folk. Mumford & Sons reichern den dann noch mit pastoralen Gesängen, Country und Bluegrass an. So nutzt die Band dann unter anderem für den vollen Sound auch ein Banjo, einen Kontrabass und ein paar Trompeten.
Den Opener und namensgebendes Stück des Albums “Sigh No More” eröffnet die Band dann beinahe wie ein Klagelied. Aus der Dunkelheit erklingt choraler Gesang, der zunächst mit sanft gezupfter Gitarre ein wenig lauter anwächst, bis die ganze Band einsetzt und in der zweiten Songhälfte im besten Bluegrass-Tempo losdrischt. Alles ist hier dann darauf angelegt, dass die durch die Fleet Foxes vom Folk angefixten Indie-Kids ordentlich mitstampfen. Garniert wird das Stück dann noch mit einer riesigen Portion Pathos, den Marcus Mumford mit tiefer, kehlig, kratziger Stimme heraus presst. In “The Cave” kommt dann beinahe Pub-Atmosphäre auf, das Banjo läd zum Mitschunkeln ein und die Chöre zum Mitgröhlen. Auch die Pathos-Keule wird hier wieder großzügig geschwungen und so kommt man sich beim Hören beinahe kaltherzig vor, wenn Marcus Mumford fordernd jault “and I need freedom now” und einen die Ergriffenheit dieses Vortrags einfach nicht mitreißen kann. Irgendwo zwischen stampfiger Folkinstrumentierung und Pathostriefendem Vortrag ist das Gefühl dann leider auf der Strecke geblieben und so wirken die Songs dann bei all ihrer prachtvoll ausgekleideten Folk- und Bluegrass-Instrumentierung, einfach nur kalkuliert. Wobei uns klar ist, dass Mumford & Sons das durchaus ernst meinen, was sie da machen und nicht mit bloßem Kalkül darauf aus sind das nächste große Ding zu werden. Aber auch die Texte, in denen Einflüsse von Shakespeare und aus dem Alten Testament zu Geschichten über die Liebe versponnen werden, wirken durch diese Zusammenstellung eher gewollt altmodisch, als wirklich nachvollziehbar zur beabsichitigten Aussage passend. Natürlich kann man der Spielweise von Mumford & Sons beim ersten Hören einen großen Unterhaltungswert nicht absprechen, der verblasst aber so schnell, wie das Banjo in manchen Songs gezupft wird, denn was allen Songs fehlt ist eine gewisse Tiefe, die ihnen Nachhaltigkeit verleihen würde. Der Name Mumford & Sons wird natürlich dennoch bald überall groß gefeiert werden, die Begründung dafür steht allerdings noch aus.










Mumford & Sons
Mumford & Sons / Little Lion Man video
Mumford & Sons – Video zu “Little Lion Man”

Die Top 10 der heißesten Newcomer des jährlichen BBC Rankings ist bald komplett durch die Hypemaschine gejagt, fehlen eigentlich nur noch Mumford & Sons, die sich Anfang des Jahres auch auf dieser ominösen Liste wiederfanden. Die haben ihr Album “Sigh No More” vor ein paar Wochen fertig gestellt und nun den 23. Oktober als VÖ-Termin genannt. Das Warten bis dahin lohnt sich, so viel können wir schon einmal verraten, denn einige richtig große Songs sind mit von der Partie. Was den Gesamt-Eindruck des Mumford & Sons Albums betrifft halten wir uns noch etwas zurück, bis alles sacken konnte, aber kurz vor dem Release werden wir dann natürlich ausführlich berichten. Bis dahin erst einmal ein Video zu einem der Hochkaräter, der heißt ”Little Lion Man” und wurde nun mit einem netten Performance-Video versehen.
Haldern Pop 2009 – noch mehr Bestätigungen

Am Nürburgring und in Oberfranken vergnügen sich gerade 100.000nde beim Zwillingsfestival Rock Am Ring und Rock Im Park, bei denen neben fragwürdigen Bands wie Faith No More, Selig, Papa Roach, Guano Apes und Limp Bizkit mit den Münsteranern Videoclub doch noch ein Highlight zu sehen ist. Wie gewohnt also viel Schatten und wenig Licht bei den Festivalriesen. Eine Menge Licht gibt es dagegen wieder am Niederrhein, wo vom 13. bis 15. August in Rees bei Haldern eine Reihe spannender Acts in diesem Jahr “commuplication” beim Haldern Pop 2009 feiern. Neben den bisherigen Bestätigungen wurde nun eine handvoll neuer Künstler bekannt gegeben.
Dear Reader, die im letzten Schwung der Bestätigungen mit rausgegeben wurden haben nun keinen Exotenbonus als Südafrikaner mehr, denn mit BLK JKS findet sich nun auch Südafrikas erfolgreichste Rockband im Programm. Auch neu Anna Ternheim, die skandinavische Melancholie zum Besten geben wird. Aus Skandinavien kommen auch The Soundtrack Of Our Lives, die kürzlich ihr neues Album übrigens auf dem Haldern Pop Label veröffentlicht haben. Mumford & Sons stellen wieder eine der für das Haldern typischen zu entdeckenden Geheimtipps dar. Alle weiteren neuen Bekanntmachungen findet ihr im Video, das übrigens mit Musik von Mintzkov unterlegt ist, die bereits letztes Jahr das Haldern Pop gerockt haben.
Tickets gibt es noch über die Festival-Homepage
Alle Bestätigungen auf einen Blick
Alexander Tucker & The Decomposed Orchestra (im Zelt)
Anna Ternheim
Andrew Bird
Asaf Avidan & the Mojos (im Zelt)
Baddies (im Zelt)
Blitzen Trapper (im Zelt)
BLK JKS
Bon Iver
Broken Records (im Zelt)
Colin Munroe (im Zelt)
Dear Reader (im Zelt)
Final Fantasy
Gravenhurst
Grizzly Bear
Health (im Zelt)
Hjaltalín (im Zelt)
iLiKETRAiNS
Jonathan Jeremiah (im Zelt)
Junip (im Zelt)
Little Boots (im Zelt)
Loney Dear
Mumford & Sons (im Zelt)
Noah and the Whale (im Zelt)
Palm Springs (im Zelt)
Paolo Nutini
Patrick Watson
Port O´Brien
Soap&Skin (im Zelt)
The Irrepressibles (im Zelt)
The Maccabees
The Soundtrack of Our Lives
The Temper Trap (im Zelt)
The Thermals
The Vals
Wildbirds & Peacedrums (im Zelt)
William Fitzsimmons (im Zelt)
Wintersleep(im Zelt)
Woodpigeon (im Zelt)
(auch Bildquelle)














