Etwas mehr als ein Jahr nach seinem selbstbetitelten Debüt und …
Darker My Love – 2
Darker My Love, das klingt nach einer Band voll langhaariger hagerer Typen, die bevorzugt Goth-, oder auch Emo-Rock spielen und nicht gerade die positivste Einstellung zum Leben haben. Aber weit gefehlt, Darker My Love aus Los Angeles haben ihren Namen einfach nur einem Song der Punk Band TSOL (True Sounds of Liberty) entliehen, ihr Sound zeichnet sich zwar auch durch viele dunkle Töne aus, ist aber alles andere als Emo-typisch depressiv oder gar jammernd. Kein Wunder, als käme aus Kalifornien depressive Musik. Dass es genügend Gegenbeispiele an Emo-Bands aus dem Sonnenstaat gibt ist durchaus klar, soll uns in unserer Argumentation aber auch nicht weiter stören.
Das kalifornische Quartett mit dem düsteren Namen veröffentlichte jedenfalls 2004 bereits eine selbstbetitelte EP und zwei Jahre später ein Album, das sie kurzerhand genau wie die EP nannten, nämlich “Darker My Love”. Um für etwas Abwechslung zu sorgen haben sie sich für Album Nummer zwei, das sie nun vorlegen etwas ganz originelles überlegt und es “2″ getauft. Bei ihrer Musik zeigen Darker My Love dann aber etwas mehr Fantasie und präsentieren einen Sound, der wirkt, als hätten sich Oasis und Black Rebel Motorcycle Club zu einer Jam-Session im Keller getroffen, um sich mit Psych-Rock auszutoben. Da präsentiert sich dann der Opener “Northern Soul” dann auch gleich als beinahe Oasis-typischer Rockstampfer, mit hoch gepeitschten Gitarrenwänden, stampfenden Drums und einer Gesangsmelodie, auf die Liam Gallagher stolz wäre. Die Referenz zu BRMC lassen Darker My Love dann direkt in Song 2 “Blue Day” durchblitzen, Blues-Rock mit schwirrenden Gitarren und rauem, leicht hallendem Gesang. Alle Arrangements schwurbeln in der Folge zwischen psychedelischen Arrangements und rauem Rock, dabei lassen Darker My Love auch mal süße Melodien durchblitzen (“Two Days Out”) und geben sich auch gesetzten sphärischen Tönen hin (“White Composition”, “All The Hurry & Wait”). Der Schwerpunkt liegt allerdings im Rock, so kommen Songs, wie “Even In Your Lightest Day” und vor allem “Waves” dann auch beherzt rockig daher. So bleibt am Ende die Erkenntnis, “2″ ist zwar nicht innovativ, manchmal fehlt auch etwas die Abwechslung, aber dennoch ist es das beste Oasis-Album des Jahres.










Darker My Love
E-Card mit allen Songs im Stream
Darker My Love sind übrigens bald auf Tour im Vorprogramm von White Lies
01. November, Köln, Live Music Hall
02. November, Hamburg, Übel & Gefährlich
07. November, Berlin, Astra-Kulturhaus
09. November, München, Backstage
10. November, AUT-Wien, Arena
14. November, CH-Zürich, Kaufleuten
Oasis + Everlaunch, Düsseldorf, Philipshalle, 04. Februar 2009
Heute, mit kleiner Verspätung und als Vorbereitung auf den letzten Deutschland-Termin von Oasis, blicken wir einmal auf das Konzert vor drei Wochen, also am 04.02.09 in der Düsseldorfer Philipshalle zurück,wo der Ersatztermin für das aus Krankheitsgründen verschobene Oasis-Konzert vom 19.Januar stattfand. Das Oasis ein Konzert verschieben, gehört ja nun fast schon zum guten Ton, in diesem Fall war jedoch keine etwaige Ungereimtheit, sondern ein Ödem an Liam’s Stimmbändern schuld.
Die Ersatz-Vorband Everlaunch , die pünktlich die Bühne betrat, bot dann grundsoliden, leichten Poprock mit Britpopanklängen aus norddeutschen Landen. Als geneigter Zuhörer darf man durchaus Anwandlungen von Nada Surf und wesentlich offensichtlicher noch Placebo wahrnehmen. Zweifelsohne setzt die Band auf die stimmliche Ähnlichkeit des Sängers mit Brian Molko, denn der Höhepunkt des halbstündigen Sets war tatsächlich auch ein Placebo Coversong. Soweit so gut. Eine Vorband sollt ja auch keinesfalls das Licht des Hauptact unter den Scheffel stellen. Davon konnte in diesem Fall auch keineswegs die Rede sein, denn Oasis lieferten pünktlichst mit einem standesgemäß dahin geschmetterten “Fucking in The Bushes” den Opener zu einem grandiosen “Rock´n Roll Star”. Das generationsübergreifende Publikum in der randvollen Philipshalle honorierte dies mit dem üblichen Bierbechergeklapper und einigen “beer-supernovas”.
Mit “Lyla”, sowie einem gnädigen “sorry, better now than never” von Liam, als Entschuldigung für seine krankheitsbedingte Konzertverschiebung, bekam der Oasis-Fan gleich zu Beginn mehr als zu erwarten war. Der ersten Singleauskopplung des nunmehr 7. Studioalbums “The Shock of the Lightning”, folgte “Cigarettes & Alcohol”, “The meaning of Soul” (absoluter live favourite) und mit “To be where there´s life” und “Waiting for the rapture” zwei weitere Songs von Dig out your Soul.
Liam legte, wie üblich, während des gesamten Konzerts peinlichst Wert darauf, bei keinem Noelsong auf der Bühne anwesend zu sein. Die brüderlichen Hierarchiekämpfe scheinen demnach weiterhin aktuell zu sein. Man darf gespannt bleiben. Leider performten die Herrn aus Manchester nur einen Song vom 2002er Heathen Chemistry Album, und zwar den mit Abstand gefälligsten – “Songbird”. Persönliches Highlight und Überraschungsmoment war eindeutig “Slide Away”, so noch nie im Liveset gehört. Es folgten ein fast schon nostalgisches “Morning Glory”, in gelungenem, auch stilistischem Kontrast zum brandneuen “Ain’t Got Nothin”. Im letzten Drittel wurden einmal mehr die Beatlesanleihen der Gallaghers hörbar. Zunächst “The importance of being idle”, meiner Meinung nach der vertonte Bauplan schlechthin für einen Britpopsong, vom oft unterschätzten Don’t believe the Truth-Album. Fortgeführt wird diese Honoration mit der 2. Single von Dig Out Your Soul “I´m Outta Time”. Die Lennon Interview Tonspur, mit welcher dieser Song ,von Liam selbst als “John Lennon Tribute Song” bezeichnet, in der Studioversion unterlegt ist, wurde live nicht eingespielt. Dennoch eines der Highlights, aus Liams Feder und mit größter Mühe von selben gesungen. Mühe, leider weil Liams Stimme,wohl noch immer leicht angeschlagen, nicht zur Bestform finden konnte.

Auch die im Übrigen weniger textsicheren unter den Besuchern kamen beim obligatorischen “Wonderwall” voll und ganz auf ihre Kosten. “Wonderwall”, hier gestern mal wieder ganz klassisch – (leider) nicht in der Ryan Adams Version von 2002, die in den vergangenen UK-Sets von Oasis auch selbst performed wurde. Den Abschluss bildete ein unvergleichliches “Supersonic”. Nach einem schlichten “You’re welcome” von Noel gab’s zu dem auch ansonsten eher wortkargen, von Understatement beherrschtem Konzert noch vier dicke Zugaben. Vom Feinsten. Mit “Don´t look back in anger” sang sich Noel zu musikalischer Höchstform und toppte einmal mehr Liam. Jeder Skeptiker Noels gesanglicher Künste wurde an dieser Stelle eines besseren belehrt. Es folgten “Falling Down”, “Champagne Supernova” und als abschließender Leckerbissen, das Beatlescover vom Masterplanalbum “I am the Walrus”!
Fazit: Oasis haben die ohnehin schon hochgesteckten Erwartungen solide erfüllt. Liam wird einmal mehr Recht behalten: “We will surely see us again!”
Fotos: Myspace der Band, viele tolle Bilder vom Konzert bei Eins Live
Oasis – Video zu “Falling Down”
Frisch genesen und überraschend gut gelaunt holten die Gebrüder Gallagher am gestrigen Abend ihr Konzert in der Düsseldorfer Phillipshalle nach. Neben der Nominierung für sieben NME-Awards, darunter auch der als (*hust*) “Best Dressed” haben die vier Mancurian von Oasis diese Woche auch noch die Video-Premiere ihrer neuen Single “Falling Down” auf Myspace feiern können. Gute Gründe also für gute Laune, mehr zum Konzert in Kürze, das Video jetzt schon. Am 27. Februar spielen Oasis übrigens auch noch ihr letztes Deutschland-Konzert in München. Dann mit Glasvegas im Vorprogramm.
Oasis – auf Deutschland-Tour
Nach dem Release ihres sechsten Studioalbums Dig Out Your Soul und einer exklusiven Show am 7.11 im Kölner Gloria, machen sich Oasis Anfang 2009 auch auf eine richtige Tour durch deutsche Lande, der VVK startet am 17. Oktober um 12 Uhr bei Tickets.de.
15. Januar, DRESDEN, Messehalle
16. Januar, HAMBURG, Sporthalle
18. Januar, BERLIN, Arena
19. Januar, DÜSSELDORF, Philipshalle
27. Februar, MÜNCHEN, Zenith
Für Hardcore-Fans haben Oasis noch eine ganz besondere Spielerei, nämlich ein kleines Widget, das euch jederzeit über alles, was die Band aus Manchester betrifft, auf dem Laufenden hält. Einfach hier entlang surfen (sollte das nicht funktionieren, hier entlang) und ihr könnt euch das kleine Spielzeug über den “Share”-Button überall einbinden.
Iain WhiteTapes
Oasis – Dig Out Your Soul
Die Veröffentlichung eines neuen Oasis-Albums ist im Prinzip genau so spannend, wie Nachrichten über Drogeneskapaden von Amy Whinehouse oder Pete Doherty, dennoch schaffen es Oasis bei jedem neuen Release ein so riesiges Buhei zu veranstalten, als wäre plötzlich ein unveröffentlichtes Beatles-Album aufgetaucht. Die geschürten Erwartungen wussten Oasis auf ihren letzten Alben jedesmal auch gekonnt zu enttäuschen und so verwundert es eigentlich immer wieder, dass Millionen Fans jedem Album wieder dermaßen entgegenfiebern. Liegt auch wohl einfach daran, dass die Fans seit “Be Here Now” endlich wieder auf ein zwingenderes Album dieser Band warten.
Mit “Dig Out Your Soul” haben die Fans dieses Album nun auch endlich erhalten. Das heißt nicht, dass Oasis nun eine Neuerfindung ähnlich Travis durchlebt haben, man könnte eher sagen, die Band hat sich auf sich selbst besonnen und ihren gewohnten Sound in alter Stärke eingespielt, so wie es auch schon die Kollegen von The Verve mit ihrem Comeback-Album gemacht haben. Das heißt im Klartext, Oasis sind so gut wie lange nicht mehr. Das zeigt sich neben ganz typischen Oasis-Brit-Pop-Klassikern, wie “The Shock Of The Lightning” und Balladen, wie “I’m Outta Time” - beides Songs, die sich nahtlos in die alten Hits einreihen werden - auch in den wuchtigeren, stampfenden Rocksongs, wie “Bag It Up” oder “Waiting For The Rapture”, die beweisen, dass sich die Band auch wieder etwas traut. Das alles zwar in ihrem gewohnten Soundkosmos, aber dennoch mit ungewohnter Variation innerhalb dieses Kosmos, so ist “(Get Off Your) High Horse Lady” überraschend bluesig und beinahe psychedelisch. Auch der Groove, den die Band zur Jahrtausendwende irgendwo verloren hat, ist wiederbelebt und wurde gleich ordentlich in das psychedelisch anmutende “To Be Where There’s Life” eingebaut. “Dig Out Your Soul” ist zwar nicht das beste Album von Oasis, auch nicht besser als “Revolver” – auch wenn Oasis-Entdecker Alan McGee das laut Pressemeldungen behauptet – aber ein Album mit dem die Band ihren Status wieder mit guten Songs und nicht mit großen Tönen belegt.
Video zu “The Shock Of The Lightning”:
httpv://www.youtube.com/watch?v=87IQhui_Yy8
Myspace der Band mit dem kompletten Album im Stream
Künstlerinfo bei Verstärker
Oasis – Prelistening bei Myspace
Am 4. Oktober ist es soweit, dann steht nach langer Wartezeit und Rippenbruch von Noel Gallagher, endlich das neue Oasis Album in den Läden. Wer bisher wiederstehen konnte und sich “Dig Out Your Soul” nicht illegal herunter geladen hat kann nun seine Neugier auf die neuen Tracks durch den Albumstream auf dem Myspace der Band befriedigen.
Video zu “The Shock Of Lightning”
Foto: Pressefreigabe
Iain WhiteTapes
Oasis & The Streets – neue Videos zu neuen Alben
Nachdem in den letzten Woche wilde Gerüchte um vermeintliche Remixes und Vorabversionen der neuen Oasis Single “The Shock Of Lightning” die Runde machten dürfte das nun offizielle Video zur Single auch endlich die Diskussionen verstummen lassen, wie denn nun die Single klingen möge. Zu hören sind typische, diesmal etwas rockigere Oasis-Klänge zu einem Video, in dem wir das Album-Artwork filmisch verarbeitet sehen. Da ist es auch nur eine Notiz am Rande, dass sich Oasis nach den Beatles nun in der Eröffnungsszene offensichtlich mit den Rolling Stones vergleichen, wohl ein typisches Nebenprodukt des Gallagherschen Größenwahns. … Continue Reading
The Verve – Forth
“I Took A Step To The Left, I Took A Step To The Right. I Keep It Together” so endet das neue The Verve Album “Forth” im Song “Appalachian Springs”, was nach einer Verarbeitung der letzten 12 Jahre von Richard Ashcrofts Karriere klingt, ist wohl eindeutig auch das, verpackt in einem großen Song. Nach dem Ende von The Verve folgte eine durchwachsene Solokarriere mit drei Alben und vielen Songs, die ganz nach dem klangen, was Richard Ashcroft bei The Verve vielleicht immer durchsetzen wollte, aber wegen Nick McCabe nicht durfte. Aber erst einmal von vorne. Groß war die Freue, als The Verve letztes Jahr ihre Live-Reunion feierten und kurz darauf sogar Gerüchte über ein Album die Runde machten, genährt natürlich durch Richard Ashcroft.
Die Vorabsingle Love Is Noise zeigte The Verve dann zwar auch nicht von einer innovativen, dafür von ihrer eingängigen Seite. Zurück zu den Wurzeln also? Die Antwort ein gewaltiges Ja von Richard Ashcroft. Das bedeutet auch, dass die Songs weniger poppig abdriften, wie auf Ashcrofts Soloalben und sich dafür Nick McCabe’s Gitarrenspiel den Weg in den Vordergrund bahnt. Das gemahnt bei “Sit And Wonder” and die frühen The Verve Klassiker und wächst bei “Noise Epic” zu sphärischen, bzw. epischen Ausmaßen heran. The Verve haben nicht umsonst Brit-Pop Mitte der 90er mehr als mitgeprägt, da überrascht es natürlich nicht, dass sie perfekte Brit-Pop Songs schreiben können. “Forth” ist ein Album, dass The Verve 1998 aber so nicht hätten schreiben können, dafür waren die Songstrukturen und der Sound der Band nach “Urban Hymns” zu fest gefahren und die Band auf der Jagd nach der unvergesslichen Brit-Pop-Hymne. Davon waren auf “Urban Hymns” natürlich einige, ein großer Teil des Albums war dann aber rückblickend recht durchwachsen. “Forth” hat dieses Problem nicht, Richard Ashcroft und Nick McCabe haben sich knapp 10 Jahre mit ihren Soloprojekten ausgetobt und ihre Ideen zu Popmusik verarbeitet. Mit Blick auf die Ashcroft Soloalben wirkt das wie ein Warm-Up, um sein handwerkliches Geschick bis zur The Verve Reunion zu perfektionieren. Das ist ihm gelungen und so ist “Forth” das stärkste Brit-Pop Album der 2000er, auch wenn Songs, wie “Mover”, welches klingt, als wäre es vom neuen Oasis-Album entflohen, oder “Chic Dub” (gleiche Aussage, tausche Oasis gegen U2), teilweise in die Mittelmäßigkeit abdriften. Bleibt zu hoffen, dass das in “Appalachian Springs” besungene Vorhaben “I Keep It Together” gelingt und uns The Verve bei dieser zweiten Reunion länger erhalten bleiben.
Oasis – Details zum neuen Album
Das neue Album von Oasis hat nach kürzlich bekannt gegebener Tracklist und der Bekanntgabe des Albumtitels “Dig Out Your Soul” nun auch ein Cover. Für das Artwork, des am 6. Oktober erscheinenden Albums zeigt sich der Londoner Designer Julian House verantwortlich, der auch schon das Cover für das Primal Scream Album “XTRMNTR” entwarf. Das Album wurde zusammen mit Produzent Dave Sardy in den Abbey Road Studios aufgenommen. Sardy zeigte sich auch schon 2005 für die Produktion von “Don’t Believe The Truth” verantwortlich. Die erste Single “The Shock Of The Lightning” erscheint am 29. September. Wir sind gespannt und freuen uns aufs Album.
Tracklist:
Bag It Up
The Turning
Waiting For The Rapture
The Shock Of The Lightning
I’m Outta Time
(Get Off Your) High Horse Lady
Falling Down
To Be Where There’s Life
Ain’t Got Nothin’
The Nature of Reality
Soldier On
Iain WhiteTapes














