Etwas mehr als ein Jahr nach seinem selbstbetitelten Debüt und …
Owen Pallett – A Swedish Love Story
Es scheint, als wäre Owen Pallett endlich auf dem Weg zu dem Bekanntsheitsgrad den er schon lange verdient hat. Zwar gelang es ihm mit seinem zweiten Album den Polaris Price zu gewinnen, der ganz große internationale Durchbruch blieb allerdings aus und er war immer der Geheimtipp, der auch Mitglied und Streicher-Arrangeur von Arcade Fire ist. Mit seinem neuen Album “Heartlan” und seinem eigenen Namen statt des Pseudonyms Final Fantasy hat er sich nun in die Herzen einer größeren Fanschar gespielt, dass das nun in diesem Jahr mit den Chart-Erfolgen von Arcade Fire einher geht ist aber wohl eher Zufall. Und für die Bild ist er immer noch heimliches achtes Mitglied, aber die positive Seite daran ist, dass ihn selbst die Bild nun zu kennen scheint (ob dies wirklich so positiv ist, sei mal dahin gestellt..).
Mittlerweile liegt aber der Release von “Heartland” auch schon wieder mehr als neun Monate zurück und quasi um die Aufmerksamkeit auch für die Jahresbestenlisten wieder auf sich zu lenken, veröffentlicht Owen nun mit “A Swedish Love Story”. Zum Titel erklärt er “it’s called A Swedish Love Story in tribute to one of my favourite films En Karlekshistoria and as a love letter to the Swedish pop stars who inspired it.” Eine EP mit wie er es beschreibt Songs, die es nicht auf “Heartland” geschafft haben. Da ist es gut, dass er sie nun auf einer EP ans Licht der Öffentlichkeit bringt, denn diese Songs haben viel Aufmerksamkeit verdient. Etwa das leicht süßlich angehauchte “A Man with no Ankles”. Die wahren Highlights der EP dürften aber “Scandal At The Parkade” mit ausgefeilt komplexen Violinenmelodie sein. Ein Stück, dass er schon lange live spielt und nun auch endlich einmal ins Studio gebracht hat. “Honour The Dead Or Else” ist auch einer dieser Song. Vielleicht brauchten beide Songs die lange Zeit, die Owen sie schon spielt um weiter zu reifen, jetzt, wo er sie im Studio eingespielt hat machen sie eine außerordentlich gute Figur und dürften den Ruf von Owen Pallett als Ausnahmemusiker noch weiter stärken. “Don’t Stop” zum Abschluss der EP bildet dann auch trotz Drum-Machine einen gelungenen Abschluss einer starken EP, die Lust auf mehr vom achten Arcade Fire Mitglied machen.










Owen Pallett
Gratis-Download: “A Man With No Ankles” bei Stereogum
Foto auf Startseite: Ariane WhiteTapes
Owen Pallett – Live-Mitschnitt vom La Route du Rock

Am Wochenende um den 13. August fand nicht nur die 27te Auflage des famosen Haldern Pop Festivals statt, sondern unter anderem auch das Dockville Festival im Norden und deutlich weiter südlich – genau genommen in Frankreich – das legendäre La Route du Rock. Dort gaben sich neben den ebenfalls beim Haldern aufspielenden The National, Thus:Owls und The Tallest Man On Earth, auch der bereits im letzten Jahr in Haldern gastierende Owen Pallett die Ehre. Da wir am Wochenende aus Gründen, die ihr euch sicherlich denken könnt verhindert und sind dafür umso fröhlicher, dass es nun einen kleinen Live-Mitschnitt aus drei Stücken bei Arte zu sehen gibt. Unbedingt anschauen, nämlich herzzereißend gut.
Foto: Ariane WhiteTapes
Owen Pallett – neue EP “A Swedish Love Story”

Gerade ist Owen Pallett auf ausführlicher Festival-Tournee und präsentiert dort sein aktuelles Album “Heartland”, für das er nun bereits das zweite Mal für den Polaris Prize nominiert wurde. In etwas mehr als einem Monat wird er nun bereits eine kleine Erweiterung dazu veröffentlichen. “A Swedish Love Story” ist eine Sammlung von vier Songs, die es nicht auf “Heartland” geschafft haben. Aber dazu lest am Besten, was Owen dazu schreibt:
“I had to cut a bunch of songs off Heartland and these were some of them. These are the ones that I cut ’cause they sounded too poppy. Nor are these aren’t the versions that I recorded in Iceland with Jeremy… those versions will never see the light of day because they weren’t right.
But these versions are right. I finally got these songs out of my intestines. Passed them. I recorded them in about a week with Rusty Santos acting as engineer, producer and mixer and used “drums” and “bass” (courtesy of Shahzad Ismaily) and “guitars” (courtesy of Thomas Gill) and “synths” that I did myself, as well as that delicious DI’d violin sound that classical players hate.
It’s called “A Swedish Love Story” in tribute to my friend Kalle Josephson, who works as a party-starter and lecturer in Stockholm. He introduced me to the movie En Karlekshistoria and also asked me why I hadn’t recorded more songs like “What Do You Think Will Happen Next?”—a song which was itself inspired by Jens Lekman whose Rocky Dennis EP was destroying me around the same time
SO ANYWAY it’s poppy and well-sung and Rusty did an amazing job and I hope it finds its way to a couple of your dance parties. Don’t get upset when you hear “Honour” it doesn’t sound like you’ll expect but it sounds better than it ever did.”
Die Trackliste:
01 A Man With No Ankles
02 Scandal at the Parkade
03 Honour the Dead, or Else
04 Don’t Stop
Foto: Ariane WhiteTapes
Owen Pallett – KEXP Session

Gerade befindet sich Owen Pallett auf Festival-Tournee durch Europa. Ab August wird er dann unter anderem The National, Dirty Projectors und Arcade Fire im Vorprogramm unterstützen. Vor einigen Wochen beendete er auch bereits seine Amerika-Tour als Headliner, die ihn unter anderem auch ins Studio von KEXP führte. Die dort aufgenommene Session wurde vor ein paar Wochen veröffentlicht und umfasst unter anderem das tolle “Independence Is No Solution” und zwei weitere Stücke.
Foto: Ariane WhiteTapes
Owen Pallett – verschenkt “Lewis Takes Off His Shirt” EP

Volle Punktzahl setzte es zu Beginn des Jahres bei uns für “Heartland”, das dritte Album von Owen Pallett. Ein Urteil, das wir jederzeit so wieder fällen würden, auch wenn manchem im Sommer manchmal eher der Sinn vielleicht nach etwas leichterer Kost steht. Aber da müsst ihr jetzt durch, denn einen Monat vor dem Auftakt seiner US-Tour, bei der er unter anderem Arcade Fire, The National und Dirty Projectors unterstützt, verschenkt Owen Pallett nun seine kürzlich erschienene “Lewis Takes Off His Shirt” EP, inklusive des Titel-Tracks und fünf Remixes. Dafür müsst ihr eigentlich nichts tun, außer eure Email-Adresse auf der von Domino dafür eingerichteten Homepage zu hinterlassen. Remixes gibt es unter andrem von Max Tundra, Dan Deacon und Simon Bookish.
Owen Pallett – Heartland by DominoRecordCo
Foto: Pressefreigabe
Owen Pallett – covert Guided By Voices Song

Anfang März hatten wir die letzte Meldung zu Owen Pallett, dessen drittes Album “Heartland”, das er im Januar veröffentlichte, nach wie vor auf Heavy Rotation läuft und definitiv ganz weit oben in unserer Bestenliste zu finden sein wird. Auf seiner USA-Tour schaute der gute Owen nun jedenfalls beim A.V.-Club vorbei, die gemeinsam mit Budweiser eine Aktion Namens “Undercover” fahren. Idee, 25 Künstler covern je einen Song im Studio des A.V.-Club. Die bisherigen Cover-Versionen mit unter anderem Cursive und Alkaline Trio gibt es hier. Owen entschied sich für den Guided By Voices Klassiker “Game Of Pricks”, den er auf seine ganz eigene Art interpretierte:
Owen Pallett covers Guided By Voices
Foto: Pressefreigabe
Owen Pallett – Video zu “Lewis Takes Off His Shirt”

Mit seinem dritten Album “Heartland” ist Kammerpop-Meister Owen Pallett in diesem Jahr zweifelsohne ein ganz großer Wurf gelungen, der ihn auch in vielen Jahresbestenlisten ganz weit nach vorn katapultieren dürfte. Es dürften in diesem Jahr jedenfalls noch wenige Alben, die es schaffen ein Gesamtkonzept derart spannend, abwechslungsreich und anspruchsvoll in Form von Pop-Musik zu kommunizieren. Wer sich zusätzlich zum Hörerlebnis auch noch visuelle Unterstützung wünschte, bekommt nun mit dem Video zu “Lewis Takes Off His Shirt” das erste derartige Häppchen. Das ist wieder ähnlich schrill, wild und abstrus, wie wir es von Owen Pallett Videos gewohnt sind, wer also eine Umsetzung des Songthemas erwartet, der darf noch länger warten, allen anderen wünschen wir einfach viel Spaß beim gucken. Vorab aber noch folgende Live-Termine von Owen merken:
15. März, Frankfurt, Mousonturm
17. März, Leipzig, UT Connewitz
20. März, Metz (FR), Les Trinitaires
21. März, Lille (FR), Aeronef
22. März, Amsterdam (NL), De Duif
23. März, Brussels (BE), Botanique
03. April, Berlin, Hebbel Am Ufer
Owen Pallett – Heartland by DominoRecordCo
Foto: Pressefreigabe
Owen Pallett – bald auf großer Europa-Tour

Mit “Heartland” veröffentlichte Owen Pallett vor zwei Wochen nicht nur sein drittes Album, sondern auch einen der potentiellen Kandidaten für die vorderen Ränge bei unseren Alben des Jahres und zudem mit seinem Konzept noch einen Beleg dafür, dass das Format “Album” noch lange nicht am Ende ist. Nach seinem kurzen Auftritt im Vorprogramm von Tocotronic zum Spex-Geburtstag, macht sich Owen ab Mitte März wieder auf, um Deutschland und das benachbarte Ausland ausführlich zu betouren, also am Besten jetzt schon einmal auf folgende Termine vorfreuen:
15. März, Frankfurt, Mousonturm
17. März, Leipzig, UT Connewitz
20. März, Metz (FR), Les Trinitaires
21. März, Lille (FR), Aeronef
22. März, Amsterdam (NL), De Duif
23. März, Brussels (BE), Botanique
03. April, Berlin, Hebbel Am Ufer
Owen Pallett – Heartland by DominoRecordCo
Foto: Pressefreigabe
Gigi – Maintenant
Zu den Personalien, bei Gigi handelt es sich um ein Projekt des kanadischen Songwriters Nick Krgovich und des Produzenten Colin Stewart. Zur Entstehung: 2005 kaufte sich Stewart zwei Vintage Plattenhallgeräte und wollte sie nun unbedingt in ihrem ursprünglichen Kontext einsetzen. So beauftragte er dann Krgovich damit Songs zu schreiben, welche die Luft der Popmusik der frühen 60er, Phil Spector und Brill Building atmen. In der Folge gab es jede Menge fruchtbarer Sessions, bei denen auch eine Menge Gastmusiker im Studio von Stewart vorbei schauten, darunter Owen Pallett, Zac Penninton (Parenthetical Girls), Mirah und Karl Blau.
Das Ergebnis: Dürfte dann durchaus dem entsprechen, was sich Colin Stewart vorgestellt hat, als er Krgovich mit den Kompositionen beauftragte. Die kommen mit einem bezaubernden Retro-Flair daher und tragen die Sonne im Herzen und der Melodie. Die Arrangements sind ausladend, die wechselnden Gäste am Gesang immer glaubhaft und mit einem Lächeln auf den Lippen, so scheint es. Dabei tragen die Songs nicht nur der Technik Rechnung, mit der und für die sie eingespielt wurden, sondern auch den jeweiligen Gästen, die sie einsingen. So drückt jeder Gast den Stücken seinen ganz eigenen Stempel auf, Zac Pennington etwa mit seiner ganz eigenen, leicht nasalen Stimme verleiht dem Sound seine ganz eigene Note. Auch das Owen Pallett Stück “I’ll Quit” darf mit der ruhigen Melodie gerne als Highlight des Albums gesehen werden. Das volle 60ies Flair entfaltet sich allerdings, wenn die Stücke von Frauenstimmen getragen werden, da strömt eine unfassbare Leichtigkeit aus den Boxen, die den Hörer mit einer warm-sommerlichen Brise umspielen. Ein toller Umstand also, dass Stewart so vernarrt in Vintage-Geräte ist und Krgovich mit diesen Songs beauftragt hat.










Gigi
Owen Pallett – Heartland
Schade eigentlich, dass Owen Pallett pünktlich zu seinem dritten Album seinen Namen Final Fantasy abgelegt hat, denn “Heartland” ist eine Fantasy-Geschichte erster Güte. Erzählt wird die Geschichte eines Farmers namens Lewis, der sich seines Schöpfers, Owen genannt (und wohl eine ziemlich offensichtliche Anspielung), bewusst wird, seine Frau tötet, sein Kinder verlässt und sich auf eine Reise durch eine imaginäre Welt macht, um seinem Schöpfer zu begegnen. Aus der Sicht von Lewis, der laut Pallett eine Mischung aus vielen Menschen ist, die er bewundert und begehrt, werden alle Geschehnisse auf “Heartland” erzählt und so nimmt ab der ersten Minute ein großer Songzyklus seinen Lauf. Wer das Schaffen von Owen Pallett in der Vergangenheit verfolgt hat, weiß natürlich auch, dass diese Erzählungen vor schrägen Ideen, Witz, Anspielungen und Referenzen nur so überquellen. Das alles herauszufiltern und zu analysieren würde vermutlich ein ganzes Buch füllen.
Geschrieben hat Pallett die Songs über einen längeren Zeitraum – manche, wie “Flare Gun”, sogar schon lange bevor es die Idee für ein drittes Album überhaupt gab – aber in kurzer Zeit in Tschechien, auf Island und in Prag sogar mit einem Orchester eingespielt. Dabei ist ein Album entstanden, das man umschreiben könnte als ein Elektro-Album, das beinahe komplett mit klassischen Instrumenten eingespielt wurde. Wesentlicher Bestandteil ist nach wie vor das Geigenspiel, das Pallett wieder und wieder loopt, um so dichte und vielschichtige Klangmuster zu erzeugen. Gestützt wird das durch die Arbeit der Prager Philharmonie, die Pallett’s Kompositionen noch eine zusätzliche Tiefe verleihen. Kombiniert mit Pallett’s unverkennbarer, glockenheller Stimme erzeugt sich auf diese Art eine abenteuerliche akustische Reise durch eine fantastische Welt. Mit der Idee eines Konzeptalbums, in der sich Künstler sonst verzetteln und dem Hörer meist unhörbare Werke vorsetzen, die nur schwer zu schlucken sind, zeigt Pallett im Fall von “Heartland” ein goldenes Händchen. Das Album wirkt dadurch in sich geschlossener als die beiden Final Fantasy Vorgängeralben und so kann “Heartland” über die gesamten 45 Minuten fesseln. Die ganzen Kleinigkeiten und Spielereien, die sich in den Stücken verstecken sind zusätzliche kleine Belohnungen ihres Schöpfers, die das Album auch nach dem x-ten Hördurchgang noch spannend halten und “Heartland” zu einem fantasievollem, zeitlosen Songzyklus über Begierde, Liebe und Selbstfindung machen. Ein Zyklus, bei dem Pallett stolz sein kann erstmals seinen eigenen Namen auf das Cover zu schreiben.










Owen Pallett
Owen Pallett – Heartland by DominoRecordCo














