Etwas mehr als ein Jahr nach seinem selbstbetitelten Debüt und …
Phoenix + James Yuill, Telekom Streetgigs @ Koelnmesse, Köln, 24. Juni 2010

Die Telekom Streetgigs müssen wir wohl nicht mehr vorstellen. Bis zum Jahreswechsel hießen sie noch T-Mobile Streetgigs. Da die Telekom nun aber eher wieder eine Dachmarkenstrategie fährt, wurde die Event-Reihe ins Mutterhaus zurück geholt. Das Prinzip bleibt das gleiche, tolle Bands an noch tolleren Locations. So gab es in den letzten Jahren etwa Maxïmo Park im Burggraben in Nürnberg, Bloc Party im Münsteraner Cineplex, Polarkreis 18 in der Eishalle Frankfurt und Razorlight im Steinbruch bei Wuppertal. Gerade bei letzterem Event gewann man auch ein wenig den Eindruck, dass den Machern die Location noch eine Spur wichtiger ist als die Band, oder der Fan. Die Anreise war unpraktisch, der Steinbruch kalt und die Rückreise eine Katastrophe, bei der es in der wartenden Meute glücklicherweise nur bei vereinzelten Pöbeleien blieb. Das Konzert war aber dennoch klasse und da ja jeder gewonnen hatte, gab es auch keine wirklichen Beschwerden im Nachhinein.
Das war der letzte Abstecher der Streetgigs nach NRW, danach fanden sie in Frankfurt, Berlin und Bremen statt. Beim neuesten Abstecher nach NRW fanden die Telekom Streetgigs nun auch direkt in der Telekom-Heimat, Köln statt. Unweit von einem kleinen Bürogebäude der Telekom befindet sich die Koelnmesse mitsamt großem Parkhaus. Das wurde dann gleich als Location gewählt. Auf dem Parkdeck wurde eine kleine Außenbühne aufgebaut und rund 2.000 Gewinner über eine kleine Treppe hoch gelassen. Die Voraussetzungen waren bestens, der Sommer war in Köln angekommen, das Dach bereits in schönes Abendlicht getaucht und mit einem schönen Blick ins Panorama samt Dom und vereinzelten Hochhäusern lauschten die Fans dem Vorbereiter James Yuill.
Der beschränkte sich in seinem knapp 30minütigen Set größtenteils auf Songs seines neuen Albums “Movement In A Storm”, die teils deutlich elektronischer sind. Auch seine alten Stücke legte er noch etwas elektronischer an als gewohnt und versetzte das Publikum bereits früh in ausgelassene Tanzstimmung. Verdienter Applaus also nach einem tollen Set.
Über die anschließende Umbaupause mitsamt Moderation und Gewinnspiel unter Leitung von Joko legen wir einmal den Mantel des Schweigens. Wie geplant betraten dann die Franzosen von Phoenix Punkt 20:40 Uhr die Bühne. Nach den ersten Takten von “Lisztomania” tanzte allerdings nicht nur das Publikum, sondern auch das Lighting-Rick oben an der Bühne. Zunächst rannten nur einige Bühnentechniker aufgeregt vor der Bühne auf und ab, stimmten sich während der nächsten zwei Stücke noch mit dem Ordnungsamt ab und beschlossen nach Song Nummer 2 das Set zunächst zu unterbrechen. Was folgte war eine knapp 20 Minuten lange Pause, in der zwei Bühnentechniker das Lighting-Rick fixierten. Während der Pause wurde dann noch ein Hüpfverbot für das Publikum ausgesprochen, denn das Betondach des Parkdecks ist zwar für Autos perfekt geeignet, aber nicht unbedingt für knapp 2.000 hüpfende Menschen. Aber nach der Pause reichten auch schon die Bässe und die rhythmischen Bewegungen des Publikums aus, um den Boden doch einige Male in bedenkliche Schwingungen zu versetzen.

Zu loben ist hier dann aber bei allen Bedenken zur Sicherheit durch ein schwingendes Dach und eine wackelnde Bühne, dass die Macher die Besucherzahlen so gut geplant haben, dass die Schwingungen nicht gefährlich wurden und im Fall einer Panik genügend Luft zwischen den Menschen war. Nach ihrer Zwangspause spielten Phoenix dann auch so weiter, als wäre nichts gewesen und gaben alles, um die noch zur Verfügung stehenden 40 Minuten bestens zu nutzen. Um ca. 22 Uhr sollte nämlich Zapfenstreich sein. Das energiegeladene Spiel der Franzosen, die live nur Hits haben, entschädigte somit auch für Pausen und die Kürze des Sets und so sah man nach dem Set nur freudige Gesichter, denen am Ende wohl nur ein durchwachsener Imagegewinn für den rosa Konzern entgegenstand.
Fotos: von Telekom Streetgigs, mehr hier
Phoenix – Telekom-Streetgig im Stream

Morgen ist es endlich soweit, dann verwandelt sich das Parkdeck der Koelnmesse in die spektakulärste Konzert-Location der diesjährigen C/O-Pop. Dann nämlich werden die Grammy-Gewinner von Phoenix im Rahmen ihres Telekom Streetgig ihr einziges Deutschland-Konzert diesen Sommer geben. Als Support gibt sich der famose James Yuill die Ehre. Eine tolle Sache, die ihr morgen, also am 24. Juni ab 20:40 Uhr live über www.telekom-streegigs.de anschauen.
BEENDET//Verlosung: Phoenix – Fanpaket zum Telekom-Streetgig

Wir haben euch ja bereits Anfang Mai berichtet, pünktlich zur C/O-Pop in Köln haben sich die Macher der Telekom-Streetgigs etwas besonderes überlegt und sich Phoenix und James Yuill geladen. Nächste Woche Donnerstag, also am 24. Juni 2010 ist es dann auch soweit, dann endlich werden die Franzosen und der Brite auf dem Parkdeck der Koelnmesse die glücklichen Gewinner unterhalten. Alle Tickets dazu kann man wie immer kostenlos und ausschließlich auf www.telekom-streetgigs.de gewinnen.
Bei uns gibt es zwar keine Tickets für das Event, aber ein hübsches Phoenix-Fanpaket bestehend aus einer signierten CD, T-Shirt und Poster zu gewinnen. Die Teilnahme ist dabei wieder einmal denkbar einfach. Schickt einfach eine Email mit dem Betreff “Tu mich mal das Paket bitte”, eurem vollständigen Namen und eurer Adresse an ariane@whitetapes.de. Ein Kommentar mit “Tu mich mal das Paket bitte” ist natürlich auch möglich, dazu müsst ihr allerdings eure echte Email-Adresse (wird nicht veröffentlicht) angeben.Teilnahmeschluss ist Montag der 21. Juni 2010 um 16:31 Uhr. Die glücklichen Gewinner werden dann direkt benachrichtigt.
P.S.: Nicht nur bei Telekom-Streetgigs, sondern auch bei Nico gibt es Tickets zu gewinnen, aber psst.
DAS GEWINNSPIEL IST BEENDET, DER GEWINNER WIRD PER EMAIL BENACHRICHTIGT!
Phoenix – im Juni bei Telekom Streetgigs

Gestern Abend begeisterten Jamie Cullum und Enno Bunger die glücklichen Gewinner bei den Telekom Streetgigs in der Zentralwerkstatt der BSAG in Bremen. Wer es verpasst hat, kann am 20. Mai alle Highlights um 1:10 Uhr noch einmal auf Pro Sieben sehen. Inzwischen gehört es bei den Gigs auch zur Tradition, dass direkt am Ende des Abends auch schon die Protagonisten des nächsten Streetgigs bekannt gegeben werden. Das war auch gestern wieder so. Verpflichtet wurden dieses Mal die Franzosen von Phoenix, die zeitgleich zur C/O-Pop in Köln am 24. Juni auf dem Parkdeck der Koelnmesse ihre Live-Künste zum Besten geben werden. Alle Tickets kann man wie immer kostenlos auf www.telekom-streetgigs.de gewinnen.
Phoenix – Live-Album zum Gratis-Download beim Guardian

Vor einigen Wochen durften sich die Franzosen von Phoenix auf ihrer Tour durch Amerika nicht nur über gut besuchte Konzerte freuen, sondern gleich auch noch über einen Grammy für ihr Album “Wolfgang Amdeus Phoenix”. Statt aber danach ein wenig zu pausieren ist die Band direkt weiter aus der nördlichen ab in die südliche Hemisphäre, um ein paar Konzerte in Australien zu geben. Damit wären wir dann auch beim Thema, denn bei dieser Tour wurde das Konzert in Sydney live aufgenommen. Acht Stücke davon gibt es ab sofort beim Guardian als Gratis-Download. Es lohnt sich, denn live können Phoenix bekanntlich auch einiges.
Der Guardian-Link ist zwar mittlerweile abgelaufen, aber Nicorola hat noch einen alternativen Link.
Die Tracklist:
1. Lisztomania – Live in Sydney (4’15)
2. Lasso – Live in Sydney (3’18)
3. Fences – Live in Sydney (3’59)
4. Girlfriend – Live in Sydney (3’42)
5. Armistice – Live in Sydney (3’34)
6. Love like a sunset – Live in Sydney (10’40)
7. Rome – Live in Sydney (4’54)
8. 1901 – Live in Sydney (3’44)
Two Door Cinema Club – Interview

Noch eine Band, die absolut zurecht in der BBC Liste der wichtigsten Newcomer 2010 gelandet ist und zudem auch noch bei Kitsuné Records unter Vertrag steht. Nur kommen Two Door Cinema Club im Gegensatz zu Delphic nicht aus der Musik-Metropole Manchester, sondern aus dem Nord-Irischen Bangor, haben aber auf ihrem Debüt-Album “Tourist History” dennoch jede Menge Ohrwürmer im Gepäck. Kurz vor dem Release Ende Februar konnten wir Kevin Baird, Bassist vom Two Door Cinema Club für ein paar Fragen gewinnen.
Hi Kevin, wie geht’s, ihr kommt gerade aus Japan zurück, stimmt’s?
Kevin: Ja, habe einen leichten Jetlag, aber Japan war cool. Ein absoluter Kulturschock. Das Konzert war klasse und ich glaube, wir haben bei unseren Promoterminen jedem japanischen Magazin ein Interview gegeben, also es interessierten sich echt viele für uns.
Das freut zu hören. Damit das bald auch in Deutschland so ist, vielleicht möchtest du dich und Two Door Cinema Club einmal kurz vorstellen?
Kevin: Klar, gern. Also, wir sind drei Jungs aus Bangor in Nord-Irland und nennen uns Two Door Cinema Club. Wir sind Freunde, seit wir 14 Jahre alt waren und haben gleiche Interessen, was Musik betrifft. Mit 15 haben wir angefangen zusammen Musik zu machen und seitdem tun wir das nun auch. Das ist sozusagen ein kurzer Umriss, davon, wo wir herkommen und was wir machen.
Das erste Mal haben wir euch so richtig wahrgenommen, als vor einigen Wochen die Tracklist der Phoenix „Wolfgang Amadeus Phoenix“ Remix CD veröffentlicht wurde. Wir ist es zu dieser Zusammenarbeit gekommen?
Kevin: Ähm, das war die Verbindung zu Kitsuné, Phoenix sind eng mit den Leuten bei diesem Label befreundet, wir sind dort unter Vertrag und so kam das dann zusammen. Wir wurden gefragt, ob wir auch Lust hätten, ein paar Cover und Remixes für Kitsuné nahe Künstler zu machen und bei den Vorschlägen war auch dieser Phoenix Song dabei. Wir haben das natürlich gern gemacht und versucht das zeitlich irgendwie reinzukriegen. Zu der Zeit haben wir nämlich gerade auch unser Album aufgenommen und an einem freien Tag haben wir uns gedacht, wo sollen wir die Zeit bloß hernehmen? Dann sind wir einfach in unseren Proberaum gegangen und haben den ganzen Tag damit verbracht dieses Cover aufzunehmen. Wir sind ganz zufrieden damit und Phoenix finden es wohl auch sehr toll.
Habt ihr auch in Erwägung gezogen diesen Song auf’s Album zu nehmen?
Kevin: Ja, kurz. Aber die Idee haben wir schnell verworfen. Es ist zwar eine nette Idee, aber unser Album sollte ganz vom Two Door Cinema Club sein.
Noch eines zu Phoenix, würdet ihr sagen, sie waren ein Einfluss für euch?
Kevin: Überraschenderweise nein. Wir haben diesen Namen das erste Mal gehört, als er in Reviews zu unseren Singles als Vergleich herangezogen wurde. Seitdem leben wir diese Band aber und ich würde sagen, wir sind in kurzer Zeit zu großen Fans geworden. Der Vergleich ist natürlich auch geblieben und schadet ja auch nicht. Aber ein Einfluss waren sie so nun nicht.
Wie kam eigentlich diese Verbindung nach Frankreich zu Kitsuné?
Kevin: Eine schöne Verkettung von Zufällen, also eine natürliche Entwicklung für eine Band denke ich. Wir haben natürlich angefangen in Nord-Irland und England zu spielen und eine Fanbasis aufgebaut, irgendwann haben wir ein Management für so was gehabt und jemand da kannte Leute bei Kitsuné und meinte, wir würden da gut hinpassen. Wir lieben das, was Kistuné so veröffentlichen, spielten dann auf einer Kitsuné Party. Kitsuné mochten uns auch auf Anhieb und so haben wir dann mit einer gemeinsamen Single angefangen. Daraus wurde noch eine Single und dann jetzt eben ein Album. Also, es war keine bewusste Entscheidung, aber wir fühlen uns gut aufgehoben.
Die BBC hat euch gerade in ihre Longlist der wichtigsten Newcomer 2010 gewählt, wie ist das für euch?
Kevin: Wir waren über diese Nachricht ziemlich weggeblasen. Da standen wir gerade im Airport in Tokyo und sind mal kurz ins Internet zu Facebook. Da meinte dann jemand, er hätte uns gerade über die BBC Liste gefunden und fände uns total klasse. Das haben wir nachgeschaut und das ist natürlich klasse. Gerade auf dieser Liste zu sein, macht einen schon stolz.
Dadurch, dass sie so wichtig ist, ist sie ja auch schon beinahe ein sich selbst erfüllende Prophezeiung.
Kevin: Ja, wir sind dafür auch absolut dankbar und freuen uns natürlich auf 2010. Delphic sind auch drin, darüber freuen wir uns auch sehr.
Die sind ja auch auf Kitsuné, seid ihr eigentlich als Bands befreundet?
Kevin: Klar, wir haben uns vor ein paar Monaten kennen gelernt, als wir zusammen die Kistuné Tour in England gespielt haben. Da sind wir ein paar Wochen zusammen quer durch England gereist. Glücklicherweise haben wir uns auf Anhieb gut verstanden und so war das eine klasse Zeit. Vor ein paar Tagen in Berlin war es auch klasse.
Daher kommen wohl auch die Vergleiche, die immer zwischen euch beiden gezogen werden?
Kevin: Das stimmt, wobei ich denke, dass wir doch schon recht unterschiedlich sind. Klar, wir haben Gitarre, Bass und Schlagzeug in der Zusammensetzung, aber Delphic sind eine Spur rauer und elektronischer würde ich sagen, während wir dann doch eher noch tanzbarer und poppig sind.
Sogar Kanye West hat ja jetzt euer Video auf seinem Blog gepostet. Fühlt ihr so langsam einen gewissen Hype um euch?
Kevin: Also, klar würden einige das einen Hype nennen. Es fühlt sich aber noch ganz normal an, es ist nicht so, dass der Trubel riesig wäre, oder wir überhaupt eine Wahl hatten. Wir sind jetzt eben da, wo wir stehen, Kanye mag uns, das ist cool und so hören noch mehr Leute von uns, das ist noch cooler.

Euer Debüt kommt im März raus, wie würdest du es beschreiben, worauf können wir uns einstellen?
Kevin: Als kurze Geschichte unserer Band. Darauf ist mit „Undercover Martyn“ ein Song, der ist mehrer Jahre alt, das erste Stück, das wir zusammen geschrieben haben und ein paar Songs, die sind brand neu. Alle sind tolle Popsongs zum Tanzen. Man lernt also die Entwicklung vom Two Door Cinema Club kennen. Wir sind sehr stolz drauf und lieben das Album. Ich höre es mir selber gern an und wenn du das kannst, dann kannst du auch stolz drauf sein. Jetzt hoffen wir, dass andere es auch mögen und freuen uns auf den Release.
Wenn du so auf das Jahr zurück blickst, was war dein persönliches Highlight?
Kevin: Im Prinzip jede Show, die wir in einer Stadt spielen, in der wir noch nicht waren. Aber richtig klasse war der Sommer, wir waren in Glastonbury und spielten auch ein Festival in Lettland. Das war toll, wir sind dahin gekommen und haben uns vorher ein paar Bier getrunken. In der Kneipe fragten uns die Leute, ob wir Two Door Cinema Club wären und sangen unsere Songs. Die haben uns erzählt, dass unsere Single ein Sommer-Hit in Lettland sei. Abends haben wir dann als Headliner auf der zweitgrößten Bühne gespielt. Das war gewaltig, Leute haben unsere Songs mit gesungen und glücklich getanzt.
Und worauf freust du dich 2010?
Kevin: Amerika. Wir waren noch nicht da und werden eine lange Tour spielen. Das wird zwar harte Arbeit, weil wir in winzigen Venues spielen und selbst quer durch die Staaten fahren müssen, aber das macht es auch richtig abenteuerlich. Natürlich freuen wir uns auch auf den Release des Albums.
Fotos: Myspace der Band
Two Door Cinema Club – mit “Lasso” Remix auf “Wolfgang Amadeus Phoenix” Remix-Edition

Damit hätte das irische Trio vom Two Door Cinemac Club wohl auch nicht gerechnet, da outen sie sich als große Phoenix-Fans, sollen dann kurz darauf den Phoenix-Song “Lasso” covern und werden kurz darauf damit auf dem Re-Release von “Wolfgang Amadeus Phoenix” vertreten sein. Für uns auch ein schöner Anlass, euch den Two Door Cinema Club aus Irland einmal vorzustellen, die dürfen nämlich jetzt schon als eine der Newcomer-Bands 2010 gesehen werden. Das bewiesen sie auch bereits mit ihrer Single “Something Good Can Work”, auf der zeigen sie eine frische Mischung aus Elektro-Pop in bester Phoenix-Manier, einer Prise Math-Rock, ein bisschen Shoegaze und viel Indie-Pop. Bei Registrierung für den E-Mail-Newsletter der Band über ihr Myspace gibt’s übrigens auch einen Gratis-Song.
Phoenix – Wolfgang Amadeus Phoenix
Dass die Franzosen virtuos mit Lederbällen umgehen können, dürfte unter Fußballfans hierzulande hinlänglich bekannt sein. So verzückt Franck Ribery trotz seiner Zugehörigkeit zu einem ungeliebten Verein jenseits des Weißwurst-Äquators, Fußballliebhaber mit fantastischen Toren, Tempodribblings und technischen Kabinettstückchen. Auch in der Musikwelt punkten unsere Nachbarn mit Kreativität und einem sicheren Gespür für tanzbare Musik. So stellen Phoenix ihr neues Album vor, welches ganz unbescheiden auf den Namen “Wolfgang Amadeus Phoenix” hört. Genau wie beim Debüt “United” stand auch diesmal ihr Landsmann Phillipe Zdar hinter den Reglern und sorgt, wie schon beim Erstling für eine atemberaubend gelungene Platte.
Nun hat das Album mit dem österreichischen Wunderkind und Komponisten ungefähr soviel gemeinsam, wie Franck Ribery und Vinnie “The Axt” Jones (für Nicht-Fußballfans, Wikipedia hilft hier gerne weiter). Dennoch überzeugt es auf ganzer Linie. Die Franzosen besinnen sich ganz auf ihre Stärken und spielen erfrischen Powerpop mit starken elektronischen Einflüssen, der einen nahezu drängt, das Tanzbein zu schwingen. Synthesizer gepaart mit Gitarren und Schlagzeug bzw. Drumcomputer lassen freudige Erwartungen wach werden auf die ersten Live-Auftritte der Band, z.B. beim diesjährigen MELT. Schwierig auf diesem exzellenten Album auch noch Anspieltipps auszuwählen. Ich probiere es trotzdem mal: Definitiv zu nennen sind der Track “1901″, mit dem das Album eingeläutet wird. Ein knarzender Bass, der allgegenwärtige Sythie-Sound und natürlich die perfekte Stimme von Sänger Thomas Mars. Besser kann die erste Single-Auskopplung wohl nicht klingen. Außerdem zu empfehlen, der erste Song “Lisztomania”, die in jeder Indie-Disco für eine volle Tanzfläche sorgen wird. Doch nicht nur auf den Tanzflächen wird man Phoenix definitiv mit offenen Ohren empfangen. Das Album eignet sich auch als idealer Wegbegleiter für einen Trip ans Meer, so gechillt und groovend fährt man wohl selten der Sonne entgegen. Also, 2 thumbs up! Volle Punktzahl. Glückwunsch und recht herzlichen dank für die Aufmerksamkeit.










Phoenix














