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Polarkreis 18 – Video zu “Unendliche Sinfonie”

Bald schon erscheint “Frei”, das mittlerweile dritte Album der Dresdner von Polarkreis 18. Für ihren Nachfolger zum erfolgreichen “The Colour Of Snow” haben sich die Jungs eine ganze Zeit im Studio verschanzt, aber nun endlich in Form der Single “Unendliche Sinfonie”, die am 12. November 2010 erscheint, den ersten Vorgeschmack veröffentlicht. Das Video feierte gestern bei Tape.tv Premiere und fand sich sehr schnell auch bei Youtube.

In der Presseinfo zur Single hieß es: “Die Welt vollends zu verstehen ist keine Sache des Intellekts, sondern für uns Menschen auch eine Sache der Kunst. Polarkreis 18 haben nun einen weiteren Baustein zum Verstehen, zum Leben hinzugefügt. Die “Unendliche Sinfonie”.”

Sehr poetisch, der Song jedenfalls zeigt wieder beste Polarkreis 18 Qualitäten, das Video hat hübschen DDR-Schick, aber vielleicht sehe auch nur ich das so.

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Polarkreis 18 – T-Mobile Streetgig im Stream

Morgen spielen Polarkreis 18 ihr vorerst letztes Konzert für dieses Jahr in der Hamburger Markthalle, bevor sie dann für Aufnahmen an ihrem neuen Album wieder ins Studio verschwinden. Bereits vor ungefähr einem Monat spielten sie in der Frankfurter Eissporthalle beim großen Finale der T-Mobile Streetgigs zusammen mit dem VW Orchester. Ein Ereignis, bei dem wir auch gern dabei gewesen wären, aber die Fahrt nach Frankfurt war unter der Woche dann doch etwas weit. Ab sofort müssen wir deshalb auch nicht mehr ganz so traurig sein, denn auf der Homepage der T-Mobile Streetgigs gibt es das gesamte Konzert im Stream. Das ist toll und deshalb solltet ihr euch auch Polarkreis 18 in der Eissporthalle Frankfurt ansehen.


Polarkreis 18- Allein Allein

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T-Mobile Streetgigs – mit Polarkreis 18 on Ice am 3. November in Frankfurt (+ Verlosung)

Dass Polarkreis 18 immer wieder für tolle Locations bekannt sind hatten wir ja schon einmal irgendwo. Auch, dass sich die T-Mobile Streetgigs bei der Wahl von Konzert-Locations immer wieder übertreffen dürfte nichts Neues sein. Da konnte es natürlich nicht lange dauern, bis beide aufeinandertreffen. Pünktlich zum diesjährigen Finale der T-Mobile Streetgigs, die dieses Jahr über Kartbahnen und durch einen Steinbruch und ein Kino rockten, ist es dann nun auch endlich soweit. Das findet am 3. November 2009 auf der Kunsteisbahn der Frankfurter Eissporthalle statt. Polarkreis 18 auf dem Eis hatten wir zwar dieses Jahr bereits im Januar in Ahaus, bietet sich ja auch schließlich an, aber für den T-Mobile Streetgig in Frankfurt haben sich die Macher doch etwas ganz besonderes überlegt. Denn als Fortsetzung ihrer Orchester-Konzertreihe “Kinder der Freiheit” spielen sie zusammen mit dem Philharmonic Volkswagen Orchestra. Das Aufwärmprogramm unter dem Membrandach bestreiten übrigens die Süd-Afrikanischen Indie-Rocker von The Parlotones. Dabei sein ist auch ganz einfach denn es gibt Tickets bis zum 02. November unter www.t-mobile-streetgigs.de zu gewinnen.

Falls ihr nicht alleine auf euer Glück dort bauen wollt, könnt ihr bei uns 1×2 Karten für den T-Mobile Streetgig mit Polarkreis 18 gewinnen. Die Teilnahme ist wie immer ganz einfach. Schickt einfach eine Email mit dem Betreff “Bald liegt der Polarkreis bei Frankfurt” und eurem Namen an ariane@whitetapes.de. Ein Kommentar mit “Gewinnen will” ist natürlich auch möglich, dazu müsst ihr allerdings eure echte Email-Adresse (wird nicht veröffentlicht) angeben. Teilnahmeschluss ist Donnerstag der 29. Oktober 2009 um 16:32 Uhr.

UPDATE: So, aus die Maus. Gewonnen hat Dieter aus Ratingen. Einen Glückwunsch und viel Spaß, wir schicken dir noch ne Mail mit den Details.


Polarkreis 18- Allein Allein

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Polarkreis 18 + Frida, Bochum, Zeltfestival Ruhr, 29. August 2009

Wir scheinen in den letzten 18 Monaten, seit wir die Karriere der Dresdner Polarkreis 18 verfolgen, ein Talent dafür entwickelt zu haben, die Band in ungewöhnlichen Locations zu sehen. Vor fast genau 18 Monaten sahen wir das Sextett im Vorprogramm der Smashing Pumpkins, kurz darauf bei einem Unplugged im Dortmunder Konzerthaus, dann bei einem Open-Air in einem Schöppinger Freibad. Den Vogel schoss aber wohl das Konzert auf der Ahauser Stattalm am Rand einer Eislauffläche ab. Die einzige Clubshow, die wir bisher mit Polarkreis 18 gesehen haben, war die im Frühjahr in der Bochumer Zeche. Eine ganz deutliche Entwicklung in dieser Zeit war das Publikum, das sich mit zunehmendem Erfolg deutlich änderte. Waren beim Unplugged und beim Open Air in Schöppingen noch größtenteils Anhänger von Indie-Musik anwesend, mischten sich mit der Zeit auch immer mehr Familien und Charts-Jünger unter das Publikum. So fiel dann auch beim diesjährigen Zeltfestival zuerst die frühe Anfangszeit auf, was aber wohl auch der Veranstaltung an sich geschuldet war.

Das Zeltfestival Ruhr ist, wie es der Name schon vermuten lässt, im Grunde eine Zeltstadt. Die wurde am Kemnader See zwischen Bochum und Witten aufgebaut, wo über mehrere Tage gefeiert wird. Vom 21. August bis 6. September werden da unzählige Künstler durch drei große Veranstaltungszelte geschleust, darunter unter anderem Heather Nova, Selig, Henry Rollins, Silbermond und eben Polarkreis 18. Rund um die Veranstaltungszelte gab es jede Menge Fressbuden, Getränkestände und kleine Veranstaltungen für die ganze Familie. Die Seewiesen wurden allerdings mit Brettern verrammelt, so dass alle Besucher sich über Stege zwischen den Zelten und über die Veranstaltungsflächen bewegten, was den Charme der Veranstaltung doch etwas beeinträchtigt. Aber kommen wir zum Anlass unseres Besuchs, Polarkreis 18. Der Einlass zum Konzert erfolgte bereits um 18 Uhr, da es sich bei der Veranstaltung ja um eine Art Familienfest handelt, musste schließlich auch früh begonnen werden. Der Eindruck von Familienfest war dann auch ganz richtig, denn in der Schlange waren Bersucher in verschiedensten Alterklassen, von 8 bis 68 zu sehen. Keine Spur mehr vom homogenen Indie-Publikum von einst. Die Besucher von Polarkreis 18 Konzerten sind nun bunt gemischt, ein weiteres Novum ist dazu noch, dass die Band nun ein Grüppchen von eingefleischten Fans hat, das der Band von Ort zu Ort hinterher reist.

An der Größe des Zeltes zeigte sich dann leider eine gewisse Fehlplanung der Veranstalter. Polarkreis 18 hatten zwar einen Nummer 1 Hit und ein Top 10 Album, dennoch füllen sie deshalb noch lange kein Zelt in einer Größenordnung von 1.500 – 2.000 Menschen. Da muss man einfach nur zum Vergleich nehmen, dass die Band sonst in Bochum so gerade die Zeche gefüllt hat. So füllte sich das Zelt insgesamt vielleicht auf ein Drittel der Kapazität. Beim lokalen Support, der Deutsch-Pop Band Frida war davon vielleicht schon die Hälfte anwesend. Der Grund, warum sich diesen Support viele sparen wollten zeigte sich dann schnell, denn die Musik war alles andere als ein wirkliches Highlight, aber zumindest für einen Familienfest-Rahmen ganz passend. Ihr Sound zeigte Anleihen aus Deutsch-Pop, Schlager und ein bisschen Indie. Sängerin Alina schien offensichtlich ihre Lektionen in Sachen Deutsch-Pop mit weiblicher Stimme gelernt zu haben. Bei schnelleren Songs zog sie einen Schmollmund und sang mit dieser typischen, bereits zum Klischee gewordenen Rotzigkeit in der Stimme. Wenn es dann langsamer wurde, kramte sie die gewollt gefühlvolle Schlagerintonation raus. Tänzerisch bewegte sie sich dann irgendwo zwischen Ententanz und Shakira. Kombiniert mit Ansagen, wie “Wow, ihr seid ja ein richtig freshes Publikum” war das schon eine Spur andersartig, als die Supportbands, die wir sonst erleben, aber nach knapp 30 Minuten war der Spuk dann auch schon vorbei. Es würde uns auch nicht überraschen, wenn wir die Band bald in einer Reihe mit Juli, Silbermond und anderen Deutsch-Pop Größen sehen, was wir ihnen natürlich keineswegs vergönnen möchten.

Um Punkt 20 Uhr war es dann soweit, Polarkreis 18 betraten zum Intro von “Allein Allein” die große Bühne. Wie bereits auf anderen Konzerten zur Tour kam zuerst nur die Band ohne Sänger Felix, alle trugen “Grubenlampen” auf dem Kopf, die sie in einer festen Choreographie auf und ab bewegten. Direkt fiel allerdings auf, dass Keyboarder Bernhard / Silvester Wenzel im Hintergrund fehlte. Eine Erklärung dazu sollte Felix später liefern. Silvester war nämlich früher am Tag mit dem Rad gestürzt und hatte sich eine Hand und ein Auge verletzt, weshalb Ludwig nun für Zwei arbeiten musste, was er natürlich mit Bravour meisterte. Das Intro von “Allein Allein” ging dann direkt über in “The Colour Of Snow”, zu dem Felix aus dem Hintergrund auf die Bühne stürmte. Das nun etwas besser, aber auf Gesamtgröße gesehen immer noch kläglich, gefüllte Zelt nahm diesen Energie geladenen Beginn noch etwas verhalten auf. Felix stürmte dennoch gewohnt von einer Ecke zur nächsten und erklomm sogar die Streben am Bühnenrand. Der zu diesem Zeitpunkt noch etwas matschige Sound hinderte den Funken vielleicht einfach noch am überspringen. Aber schon beim zweiten Stück erschallte der Sound in ganzer Pracht, die Techniker hatten ihn wohl an die Fülle des Zelts angepasst.

Ab dann entwickelte sich der Abend tempo- und abwechslungsreich, wie man es schon immer von einem Konzert mit der Band aus Dresden gewohnt ist. Der Schwerpunkt lag wenig überraschend auf dem zweiten Album “The Colour Of Snow”, dabei wurden insbesondere die schnelleren Stücke vom Publikum ausgelassen gefeiert. So etwa der Album-Opener “Tourist” und das druckvolle “Prisoner”. Die größten Highlights waren allerdings die Stücke des ersten Albums, wie “Crystal Lake”, das bereits sehr früh seinen Weg in die Setlist fand, oder auch das warme “Somedays Sundays”. Während “Comes Around” kletterte Sänger Felix ins Publikum und erklomm eine Säule, die relativ nah bei der Bühne die Decke des Zelts stützte. Wenn wir allerdings sagen, die Stücke stellten besondere Highlights dar, gilt das wohl nur für uns und vielleicht eine handvoll weitere Leute beschränkt, denn einem Großteil des Zelts schienen die Stücke leider vollkommen neu zu sein.

Das stellte natürlich keine Überraschung dar, denn Polarkreis 18 existieren ja schließlich erst seit ihrem Hit “Allein Allein”. Das sollte aber erst später folgen, auch wenn Teile des Publikums es in einigen Song-Pausen bereits früher forderten. Vorher fand sich beispielsweise auch noch die Bandhymne “Dreamdancer” in der Setlist wieder. Zu dem Song kam Felix in einem neuen, nennen wir es Dreamdancer-Kostüm auf die Bühne. Das Kostüm wirkte ein wenig wie eine Mischung aus Matrosenanzug und FDJ-Uniform. Besondere Akzente dabei waren die schwarze Strumpfhose, die Felix zu den Shorts trug und die futuristische Sonnenbrille. Kombiniert mit High Heels hätte das sogar aus dem Kleiderschrank eines Patrick Wolf stammen können. Ohne Sonnenbrille war das dann auch besser anzusehen. Spätestens mit “Dreamdancer” bestätigte sich für uns auch der Eindruck Zeuge einer astreinen und hochunterhaltsamen Popshow zu sein. Getoppt wurde die natürlich durch “Allein Allein” als letztes Stück vor den Zugaben, das mitsamt Chor und Aufspring-La-Ola auf sechs Minuten gestreckt wurde. Felix feuerte den Chor immer wieder an und witzelte dabei ein wenig über darüber, wie spärlich das Zelt gefüllt war, so rief er “so, jetzt tut mal, als wärt ihr 617, und jetzt schreit wie 862″. Schön war hier auch zu beobachten, wie viel rockiger die Band das Stück mittlerweile umsetzt, die E-Gitarre donnerte schön und auch das Schlagzeug wirkte sehr druckvoll. Der anschließende Jubel war natürlich überschwänglich und ausgelassen. So kam die Band dann auch schnell auf die Bühne zurück, um die Zugabe “Look” anzustimmen. Die kündigte Felix dann mit den Worten “jetzt kommt ein Stück vom ersten Album. Ja, Polarkreis 18 haben eine Vergangenheit!” an. Hier steigerte sich die Band noch einmal in ausgelassene Spielfreude. In bester Post-Rock Manier wurden hier Soundwände aufgebaut und stimmige Instrumental-Passagen geformt, die abwechslungsreich mit Gesangspassagen durchbrochen wurden. Während einer längeren Instrumental-Passage kamen dann auch die Masken zum Einsatz, die schon eine Weile zum Inventar gehören. Auch im Publikum waren die nun vielfach zu sehen, was eine gewisse unheimliche Note hatte, aber den Effekt noch zu verstärken wusste. Nach einem langen “Look” verbeugte sich die Band noch einmal und verließ die Bühne. Es folgte langer und ausgelassener Applaus, zu dem Felix noch einmal allein auf die Bühne kam und das Stück “River Loves The Ocean” anstimmte. Das spielte er ganz allein am Klavier und verließ direkt im Anschluss unter tosendem Applaus die Bühne. Ein gelungener Abend also, bei dem die Band auch ein wenig den Eindruck hinterließ, sich mit etwas rockigerem Sound und längeren Instrumental-Passagen wieder mehr auf ihren Sound um den Release des ersten Albums konzentrieren zu wollen.

Nach diesem letzten regulären Konzert zum zweiten Album spielen Polarkreis 18 übrigens noch drei Konzerte, zwei davon mit Orchester und Kinderchor, um sich danach wieder ins Studio zu begeben. Wir freuen uns bereits jetzt, dann vielleicht auch wieder auf ein paar Clubshows.

Fotos: Ariane WhiteTapes

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Polarkreis 18 – Happy Go Lucky ab morgen

Morgen veröffentlichen Polarkreis 18 mit “Happy Go Lucky” bereits die dritte Single aus ihrem aktuellen Album “The Colour Of Snow”. Aus diesem schönen Anlass haben unsere Kollegen von tape.tv eine exklusive Live-Aufnahme des Songs “130/70″ für euch in gewohnt erstklassiger Video-Qualität bereit gestellt. Auf der Single wird übrigens auch eine weitere Live-Aufnahme aus dem Berliner Huxley’s enthalten sein, so könnt ihr euch noch zusätzlich zu unseren zahlreichen Live-Berichten und dem Video bei tape.tv  akustisch von den Live-Qualitäten der Polarkreise überzeugen. Tolle Randnotiz auch, auf dem Cover zu “Happy Go Lucky” ist der Opa von Sänger Felix Räuber zu sehen, der auch die Hauptrolle im Video spielt.

httpv://www.youtube.com/watch?v=0WMTfMqBZVU

Polarkreis 18 live

20.06.09 Freiberg TU Bergakademie
22.06.09 Kiel Kieler Woche R.SH Bühne
27.06.09 CH-St. Gallen Open Air St. Gallen
03.07.09 Bremen Breminale
10.07.09 Frankfurt/Oder HanseStadtFest “Bunter Hering 2009″
17.07.09 Cuxhaven Deichbrand Festival
19.07.09 Gräfenhainichen Melt Festival
25.07.09 CH-Degen Open Air Lumnezia
07.08.09 LUX-Echternach E-Lake Festival
08.08.09 Saalburg Sonne, Mond & Sterne
21.08.09 Braunschweig Volksbank Brawo Bühne
22.08.09 A-St. Pölten FM4 Frequency Festival
29.08.09 Bochum ZFR Festival
22.10.09 Ludwigsburg Sparkassen Forum

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The Colour of Snow – bei Amazon.de kaufen

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Polarkreis 18 – Video zu “Happy Go Lucky”

Nach 2 Top 5 Hits in den deutschen Charts nehmen Polarkreis 18 wieder Kurs Richtung Spitze und so erscheint nach “Allein Allein” und “The Colour Of Snow” am 12. Juni mit “Happy Go Lucky” die dritte Single aus dem zweiten Polarkreis 18 Album “The Colour Of Snow”. Hauptrolle im zugehörigen Video spielt der Opa von Sänger Felix Räuber und in gewohnter Manier spinnt die Band eine mystische Geschichte untermalt von toller Musik.

httpv://www.youtube.com/watch?v=YCiWQhFadiE

Polarkreis 18 live

29.05.09 Neustrelitz Immergut Festival
30.05.09 Halbinsel Pouch Sputnik Springbreak Festival
31.05.09 Hamburg Color Line Arena Support von THE KILLERS
04.06.09 Hamburg Stadtpark Support von BLOC PARTY
05.06.09 Nürburg Rock am Ring
06.06.09 Nürnberg Rock im Park
07.06.09 Leipzig Zentralstadion Support von DEPECHE MODE
08.06.09 Leipzig Zentralstadion Support von DEPECHE MODE
10.06.09 Berlin Olympiastadion Support von DEPECHE MODE
20.06.09 Freiberg TU Bergakademie
22.06.09 Kiel Kieler Woche R.SH Bühne
27.06.09 CH-St. Gallen Open Air St. Gallen
03.07.09 Bremen Breminale
10.07.09 Frankfurt/Oder HanseStadtFest “Bunter Hering 2009″
17.07.09 Cuxhaven Deichbrand Festival
19.07.09 Gräfenhainichen Melt Festival
25.07.09 CH-Degen Open Air Lumnezia
07.08.09 LUX-Echternach E-Lake Festival
08.08.09 Saalburg Sonne, Mond & Sterne
21.08.09 Braunschweig Volksbank Brawo Bühne
22.08.09 A-St. Pölten FM4 Frequency Festival
29.08.09 Bochum ZFR Festival
22.10.09 Ludwigsburg Sparkassen Forum

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Zelt Festival Ruhr – viel los in Bochum

Nach dem Erfolg des Vorjahres am Kemnader See in Bochum haben sich die Macher des zweiten Zelt Festival Ruhr auch in diesem Jahr wieder voll ins Zeug gelegt, um im malerischen Naherholungsgebiet ein Programm zu bieten, dass einer Kulturhauptstadt 2010 gerecht werden kann. Vom 21. August bis zum 6. September werden wieder drei große Festzelte am Stausee aufgebaut, um Freunden der E- und U-Musik wieder tolle Unterhaltung zu bieten.

Dabei sind in diesem Jahr unter anderem die Deutschrocker von Selig, die Königin des deutschen Chanson Annett Louisan, Folk-Star Heather Nova, die Popsternchen von Silbermond, Schlagerbarde Dieter Thomas Kuhn, der großartige Münsteraner Jazzmusiker und Moderator Götz Alsmann, Amy MacDonalds und mit Polarkreis 18 eine der WhiteTapes Lieblingsbands.

Comedy und Lesungen gibt es auch wieder jede Menge, unter anderem mit Johnann König, Sarah Kuttner, Bochumer Lokalmatador und Romanautor Frank Goossen (“Liegen lernen”), ebenfalls Bochumer Hennes Bender und Star Search Gewinner Ingo Oschmann.

Daneben gibt es noch jede Menge Unterhaltung, Märkte und ein umfangreiches Kinderprogramm. Alle Infos zum Programm, Zeiten und Karten gibt es

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Ein ECHO für Polarkreis 18?

Normalerweise tangieren uns Award-Verleihungen eher peripher, insbesondere, wenn sie wie der ECHO Award häufig ganz besonders anbiedernder Ausdruck der Selbstinszenierung der deutschen Fernseh- und Popmusiklandschaft sind. Wenn nun aber eine unserer Lieblings-Bands, namentlich Polarkreis 18, die Chance haben mit anspruchsvoller, handgemachter Musik auch einmal eine dieser Trophäen zu erlangen, dann ist es für uns doch eine Nachricht wert. Ganz besonders dann, wenn ihr, nämlich die Fans selbst, mit entscheiden dürft, ob die Band den Award erhält oder nicht. So könnt ihr also noch für ein paar Tage bei MTV.de dafür sorgen, dass sich Polarkreis 18 gegen Peter Fox und die Beatsteaks durchsetzen und mit “Allein Allein” den ECHO für das beste Video erhalten.

Video zu “Allein Allein”

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Polarkreis 18 – Interview

Foto: Michael Petersohn

Kaum eine junge Indie-Band hat ein so rasantes Jahr hinter sich, wie Polarkreis 18. Nach einer Tour mit den Smashing Pumpkins folgten ein mehr als umjubeltes Unplugged Konzert und zahlreiche Festivalauftritte im Sommer. Zwischendurch standen immer wieder Arbeiten zum zweiten Album auf dem Programm. Harte Arbeit, die sich gelohnt hat und so landeten Polarkreis 18 Ende 2008 nicht nur erstmals in den deutschen Charts, sondern mit “Allein Allein” gleich einen Nummer 1 Hit. Mehr als ein Grund also, Polarkreis 18 ein halbes Jahr nach dem letzten Gespräch mit uns zum Report zu bitten. Auf der Stattalm im münsterländischen Ahaus hatten Felix, Silvester und Philipp dann auch einiges zu berichten.

Vorweg auch von uns noch ein Glückwunsch zum Erfolg. Zuletzt haben wir euch vor relativ genau sechs Monaten in Schöppingen beim Rock Im Bad Festival gesprochen, da ward ihr noch mitten in den Arbeiten zu “The Colour Of Snow”, kurz danach seid ihr ja sozusagen durch die Decke gegangen, wie habt ihr diese Zeit erlebt? Fühlte sich das noch natürlich an, oder ging alles unfassbar schnell?
Felix: Das geht eigentlich, also es fühlte sich jetzt nicht so unfassbar schnell an, weil wir natürlich lange an dem Album gearbeitet haben, also quasi ein Jahr und wie das mit dem Erfolg gelaufen ist, ist natürlich unfassbar. Wir haben uns heute zum Beispiel im ersten Fernsehen gesehen und da haben wir schon festgestellt, dass das natürlich was ganz besonderes ist im Moment.

Silvester: Ich glaube, dass das in der Außenwahrnehmung noch völlig anders wirkt, als für die, die wir da reinschlittern und sich dann an die neue Rolle gewöhnen.

Philipp: Das kommt mir auch gar nicht vor wie ein halbes Jahr seit dem letzten Interview mit euch.

Was war das aufregendste, das euch im letzten halben Jahr passiert ist?

Felix: Also das hier auf der Alm ist definitiv schon geil. Das ist hier auch ein Doppelkonzert, also wir haben gestern schon gespielt, mussten deshalb hier nicht aufbauen, sondern sind heute angekommen und haben direkt die Schlittschuhe angeschnallt und sind ein bisschen gelaufen. Mir liegt der Schweiß noch immer auf dem Rücken.

Philipp: lacht Ja, das ist auf jeden Fall sau geil hier. Das muss man sich auch erst einmal vorstellen, bis wir anfangen zu spielen, laufen die Leute noch direkt vor der Bühne Schlittschuh und es dudelt hier so Almmusik durch die Lautsprecher.

Felix: Ja genau, als Support hatten wir gestern auch ein Alphorntrio, also das ist hier schon sehr strange.

Silvester: Also, für mich war das Aufregendste nach so einer Plattenproduktion das erste Mal wieder zu spielen. Was da was ganz besonderes war, wir hatten Ende August einen Showcase in Berlin, da haben wir zum ersten Mal auch die neuen Sachen gespielt und haben gemerkt, dass das funktioniert. Aber hier, das ist auch schon eine sehr eigene Nummer.

Foto: Ariane WhiteTapes

Wie ist es für euch, erst hoch gelobter Newcomer im Indie-Bereich mit eurem Debüt-Album zu sein und dann mit eurem 2ten Album plötzlich wieder als heißer Newcomer gehandelt zu werden?

Felix: Hmm, stimmt, viele Leute schätzen uns ja noch immer als Newcomer ein, viele denken eben auch, dass Polarkreis 18 “Allein Allein” sind und das war gestern hier schon auch ganz witzig gewesen. Was man auch nicht vergessen darf, ist natürlich, dass es Polarkreis 18 schon seit 10 Jahren und nun zwei Alben gibt. Wir haben schon unglaublich viele Lieder geschrieben und können die auch schon nicht mehr zählen. Das ist jetzt natürlich für viele Leute ein Neuanfang, aber für uns ist das mehr eine logische Entwicklung.

Silvester: Man muss dazu auch sagen, dass das gestern nur so ein Überraschungskonzert für die Gäste von der Firma war, die Leute wären sonst wohl nicht zu einem Konzert von uns gekommen. Die kennen aus dem Radio nur dieses eine Lied und haben das in den Pausen auch immer gerufen und gesungen. Heute haben wir da die Hoffnung, dass die Leute auch wegen dem Album kommen.

Felix: Na warte mal ab. Lacht

Philipp: Klar, ich finde das ist Fluch und Segen, als Künstler für den Moment nur auf ein Lied reduziert zu werden, aber im Endeffekt ermöglicht uns das jetzt so viele Sachen, die vorher gar nicht möglich gewesen wären.

Wie kam es eigentlich dazu, dass “Allein Allein” für den Film Krabat ausgewählt wurde?

Silvester: Also, so wie wir gehört haben waren der Regisseur und ein Mann von der Produktionsfirma, also die kannten uns schon vom ersten Album und fanden das auch sehr gut, weil die eben auch sehr musikinteressiert sind und da die den Titelsong gesucht haben, haben die bei unserem Management angefragt. Die haben das vorher auf ein paar Bands eingegrenzt, The Cure und uns, und da sie The Cure von Anfang an ausschließen konnten, fiel die Wahl auf uns.

Seit ihr mit “Allein Allein” auf der 1 gelandet seid verfolgen wir Diskussionen zwischen euren Fans der ersten Stunde und euren neuen Fans, ihr scheint da ziemlich zu polarisieren. Eric Wrede, euer Manager verteidigt euch da beinahe wie ein Löwe, wenn sogenannte Fans euch im StudiVZ unbegründet als Verräter abgestempelt haben. Wie empfindet ihr das, dass manche eurer alten Fans beinahe von euch verlangen, euch für Erfolg zu rechtfertigen und meinen, ihr hättet eure Authentizität verloren und euch verkauft?

Felix: Wie, der Eric treibt sich da rum?

Silvester: lacht Ja, der hat da so ein ganz komisches Foto.

Felix: Und was macht der dann da?

Silvester: Na haben die doch gesagt, der kämpft für uns.

Felix: Also, um auf die Frage zu kommen, ich glaube die Leute müssen einfach auf unsere Konzerte kommen, sich das neue Album anhören und werden dann merken, dass wir immer noch mehr sind als “Allein Allein”. Das ist eine Facette von uns, diese Pop-Facette haben wir mit unserem zweiten Album weiter nach außen gekehrt, das wird uns nun natürlich teilweise vorgehalten, aber für uns fühlte sich das ganz logisch an. Die Leute die denken, das wäre falsch, die können das gerne, das ist ihre Sache, was wir für uns aber richtig halten zu tun, das tun wir aber auch. Wir hatten eben Lust das mit “Allein Allein” so zu tun und der Erfolg ist dann eben passiert.

Silvester: Wir merken jetzt auch, wo wir jetzt bald die zweite Single veröffentlichen, da haben wir Ende September das Video gedreht, also zu “The Colour Of Snow”. Da kommen jetzt auch wieder viele Zuschriften von alten Fans, die sagen, dass wir doch nicht völlig verloren wären, weil die gedacht haben, auf dem Album wären nur so “Allein Allein” Songs. Das ist aber definitiv nur ein Teil des Albums.

Video zu “The Colour Of Snow”

Polarkreis 18 – The Colour Of Snow

Philipp: Ich frag mich ja immer, warum Erfolg immer so negativ behaftet sein muss.

Felix: Neid?

Philipp: Quark, aber das ist wirklich ganz oft so, weil eigentlich sollte man sich ja freuen für seine Lieblingsband. Da geht auch vielleicht der Coolness-Faktor verloren, weil plötzlich viel mehr Menschen diese Band gut finden.

Ihr nehmt jetzt am Bundesvision Song Contest teil…

Philipp: Klaro.

Felix: Ja, wollten wir schon immer lacht

Wie seid ihr auf die Idee gekommen?

Felix: Nein, also ich wollte das wirklich schon machen, so seit letztem Jahr. Also letztes Jahr, also in den Arbeiten zu dem Album, da hatten wir uns in Niedersachsen in ein verlassenes Bauernhaus eingeschlossen zu sechst und haben nur Musik gemacht, haben angefangen die ersten Songs zu erarbeiten. Und da haben wir einen gemeinsamen Fernsehabend gemacht, das war so der erste richtig gemütliche Fernsehabend und da haben wir den Bundesvision Song Contest geguckt und uns so gefragt, was ist das denn, das ist ja echt irgendwie lustig, haben sogar kurz mitgevotet, also für Das Bo. Der hat leider ziemlich schlecht abgeschnitten.

Silvester: Ja, wir wollten Menschen in Not helfen, hat aber leider nicht viel gebracht.

Philipp: Ja, also das ist für uns auch natürlich eine ganz große Sache jetzt. Lacht

Felix: Also, das ist auch wichtig für uns, weil wir uns in einem für uns noch relativ neuem Medium ausprobieren können, dem Fernsehen. Das ist in Deutschland heute eben auch extrem schwer mit, wie wir finden qualitativ hochwertiger Musik auch uns ins Fernsehen zu kommen und die vor einem Millionenpublikum präsentieren zu dürfen.

Wie schätzt ihr eure Chancen ein?

Silvester: Also gegen Peter Fox wird wohl kaum einer ankommen, der hat ja ne riesige Fanbase, auch aus Seeed-Zeiten.

Philipp: Ich denke, dass wir die beste Platzierung für Sachsen einfahren.

Felix: Am Ende ist es ja wichtig, dass wir die Leute bewegen und ob die nun anrufen oder nicht, wichtig ist, dass wir uns bei dem wohl fühlen, was wir machen.

Foto: Ariane WhiteTapes

Woher die Idee, die T-Shirts dafür von den Fans entwerfen zu lassen?

Philipp: Das waren Christian und Eric, ist ja auch ne nette Idee, die Fans auf die Art teil haben zu lassen, ist ja auch letztlich ein Fanevent. Da kannst du die Leute ach mobilisieren und die können sich auch noch mehr identifizieren. Toll ist ja auch zu sehen, wie viel Mühe die sich geben und was da an Einsendung nun immer rein kommt. Da setzen sich hunderte hin, schustern was zusammen und das ist cool, du guckst dir das an und denkst dir, was machen die Leute eigentlich den ganzen Tag?

Was haltet ihr eigentlich von anderen Formaten, wie DSDS, Popstars und Das Supertalent, könntet ihr euch vorstellen, wenn es bisher noch nicht geklappt hätte euch da vor dem Bohlen auf die Bühne beim Supertalent zu stellen?

Silvester: Ja, also vor fünf Jahren, da hatten Felix und ich eine Wette einmal bei DSDS teil zu nehmen und zu sehen, wer von uns beiden am weitesten kommt. Aber das war auch eher ein Scherz, also das passt ja auch schon von der Musik her mal gar nicht. Aber diese Formate sind ja schon sehr fragwürdig, die haben wenig mit uns zu tun.

Philipp: Was ich mir schon vorstellen könnt, ich mein, wenn wir hier schon in der Hütt’n sitzen, dann können wir auch bei The Dome oder der Bravo Supershow auftreten, der Schritt kommt mir jetzt nicht mehr so weit vor.

Lachen

Wenn ihr an die Zukunft der Musikbranche denkt, könntet ihr euch da vorstellen, dass das Modell “Angelika Express” Zukunft haben könnte, ihr also irgendwann Polarkreis 18 Aktien ausgebt?

Felix: Also, klingt auf jeden Fall sehr interessant, wir kennen das nicht so genau.

Silvester: Klar, also im Moment klappt’s ja noch ganz gut, aber man weiß nicht, wenn’s dann nicht mehr klappt vielleicht, aber dafür müssten wir das jetzt auch besser kennen.

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Polarkreis 18, Ahaus, Stattalm, 24. Januar 2009

Foto: Ariane WhiteTapes

Trotz schon vor Jahren geplatzter New Economy Blase und momentaner Weltwirtschaftskrise gibt es immer noch Unternehmen, die nicht jammern, sondern sich auch gern mal etwas leisten. Im münsterländischen Ahaus sitzt eines dieser Unternehmen, die Software-Experten von Tobit. Neben ihrem eigenen Kerngeschäft leisten die sich noch einen kleinen Vergnügungspark und schon im zweiten Jahr eine eigene Almerlebniswelt mit Eislaufhalle. Hier wurde in der Mitte eines riesigen Zeltes eine Eisfläche angelegt, drumherum gibt es Büdchen mit Waffeln, warmen und kalten Getränken und sogar eine Almhütte. Eine Firma die sich so etwas leistet, die weiß natürlich auch zu feiern und so luden sich die Damen und Herren von Tobit neben zahlreichen Gästen auch die Chart-Newcomer des Winters zu ihrem Firmenevent.

Foto: Ariane WhiteTapes

Da Tobit aber auch der Stadt Ahaus sehr verbunden ist, wurden Polarkreis 18 gleich für zwei Tage verpflichtet und spielten nach einem Konzert vor geschlossener Gesellschaft am nächsten Abend gleich noch einmal vor der zahlreich erschienen Dorfjugend, die in den kommenden Wochen in dieser Umgebung unter anderem noch DJ Ötzi abfeiern sollen. Ein Abend in Ahaus, also, der einer Begegnung der etwas anderen Art gleichkommen sollte. Das begann schon beim sehr heterogen gemischtem, dörflich geprägtem Publikum, dass man so sicherlich nicht in einer Konzertlocation in Münster, geschweige denn Köln angetroffen hätte. Die Location tat ihr übriges, uns an diesem Abend vollständig fertig zu machen. Die Bühne befand sich nämlich nicht irgendwo auf dem Gelände, sondern direkt am Rand der Eisfläche, auf der ab zwei Stunden vor dem Auftritt von Polarkreis 18 Menschen zwischen 8 und 68 noch fröhlich zu Almgedudel und Aprés Ski Hits Eis liefen, was die Wartezeit nicht unbedingt verkürzen sollte. Der Höhepunkt der irritierenden Ereignisse folgte dann mit dem Ansager, der vom Lokalradio WMW gestellt wurde, der in bester Aprés Ski Almparty Manier tierisch gut drauf war, und trotz eisiger Kälte leider nur ein Wortspiel mit Polarkreis 18 hinbekam, nämlich eines mit dem Hit “Allein Allein”. Nach diesem traurigen Schauspiel eines Ansagers folgte aber ein Auftritt, der für beinahe alles bisher gesehene und gehörte entschädigen sollte.

Foto: Ariane WhiteTapes

Bei dieser Entschädigung wussten die Dresdner von Beginn an zu begeistern, um auch gleich allen Anwesenden klar zu machen, wer sie sind wurde das seit der Herbsttour typische Intro mit dem Chor aus “Allein Allein” angestimmt, das mit Erscheinen von Felix auf der Bühne beinahe nahtlos in die neue Single “The Colour Of Snow” überging. Schon bei diesem Stück tanzte Sänger Felix Räuber wie ein Derwisch von links nach rechts über die Bühne, drehte sich dabei im Kreis und schmiss die Arme in die Höhe. Besonders interessant zu beobachten war dabei die Live-Umsetzung der Songs des neuen Albums, die stark von Orchestersounds geprägt, live völlig ohne dieses auskommen müssen. Die erste Bewährungsprobe dafür war das Stück “Prisoner”, dass auch ohne Bläser und Streicher nichts an Druck und Energie einbüßen musste. Trotz Nummer 1 Hit tändelte Sänger Felix Räuber zwischen in den Songs extrovertiert schreiend und in den Pausen schüchtern mit dem Publikum redend. Augenscheinlich peinlich berührt war er dann, als er in einer Pause in einer Ansage den Namen der Stadt erwähnen wollte, in der er sich nun schon zwei Tage befand, ihm das Wort Ahaus aber einfach nicht über die Lippen kommen wollte. Das erste ältere Stück des Abends “Somedays Sundays” war dann die erste Herausforderung an das Publikum, das größtenteils offensichtlich nur aufgrund des neuen Albums “The Colour Of Snow” und dem darauf enthaltenen Hits “Allein Allein” erschienen war, so mischten sich nach dem letzten Takt Applaus mit ersten “Allein Allein” Rufen.

Foto: Ariane WhiteTapes

Rufe, die die Band noch nicht erhören wollte, viel lieber spielten sie nach “130/70″ mit dem “Herbstlied” und “Crystal Lake” noch zwei ältere Stücke. Nach dem post-rockigen “Crystal Lake” schien das Publikum dann aber auch von den älteren Songs überzeugt gewesen zu sein und das allgemeine Gebrabbel in der Masse wich für die nächsten Stücke wieder einem größtenteils aufmerksamen Zuhören, so dass nun auch die Chance bestand Felix Fäuber beim ganz allein am Klavier vorgetragenen “River Loves The Ocean” auch hören konnte. Den Höhepunkt, dem das Publikum mit “Allein Allein” entgegenfieberte, machten sich die Anwesenden dann selbst zur Farce, denn statt der offensichtlichen Aufforderung den Chor des Stücks nachzusingen verstummte das Publikum nach dem Einsingen. Leicht irritiert blickte sich die Band an und versuchte es noch einmal, was Sänger Felix Räuber nur mit einem “Okay, das üben wir jetzt aber noch einmal, wie wir heute mittag mit dem Eislaufen”. Das schien das Publikum nun endlich verstanden zu haben und sang zunächst zurückhaltend “Allein Allein”, erst nachdem Felix noch einmal stichelte und sagte “Wir haben hier gestern vor einer Horde Geschäftsleute gespielt und die sind vielmehr abgegangen als ihr heute” war der Chor dann auch laut genug, um mit der Lautstärke der Instrumente mithalten zu können. Vielleicht wäre das mit einem Song wie “Hey Baby” an diesem Abend einfacher gewesen. Nach einer kurzen Pause, die durch einen Chor aus “Allein Allein” singenden Ahausern begleitet wurde kamen Polarkreis 18 noch für ihre erste und letzte Zugabe, das Stück “Look” zurück. In den knapp 70 Minuten des Konzerts konnte die Band beweisen, dass sie auch vor einem bunt gemischten Familienfest-Publikum bestehen und eine gute Show abliefern können, so gönnt man ihnen den Erfolg noch mehr, auch wenn Konzerte der Band, bei denen man nicht auf dem kalten Eis stehen muss auch etwas für sich haben.

Fotos: Ariane WhiteTapes