Etwas mehr als ein Jahr nach seinem selbstbetitelten Debüt und …
The Duke & The King – Daytrotter Session

Ohne die anderen Felice Brothers, dafür mit seinen Kumpels George Clinton und Robert Burke veröffentlichte Simone (nein, kein e zu viel) Felice im Juli als The Duke & The King das Album “Nothing Gold Can Stay”. Ein Album aus Songs, die er quasi als Therapie geschrieben hat, um den Schmerz über seine persönlichen Verluste des vergangenen Jahres zu überwinden. Das Ergebnis ist ein “zeitlos schönes Stück amerikanischen Folks”, wie Iain schrieb. Kein Wunder, dass wir auch direkt aufhorchen, wenn sich The Duke & The King die Ehre geben, eine Daytrotter Session zu spielen.
The Duke & The King – Nothing Gold Can Stay
Gerade erst im April veröffentlichten The Felice Brothers ihr neues Album “Yonder Is The Clock” auf Team Love Records. Ein schwerer Schicksalsschlag hinderte Simone Felice allerdings daran, seine Brüder auf Tournee zu begleiten. Seine Frau hatte nach den Aufnahmen zum Album das gemeinsame Kind verloren. Das Simone da keinen Kopf für’s Touren hatte ist nur verständlich. Um über seinen Schmerz zu verwinden schrieb Simone eine Menge Songs, die er anschließend mit seinem Freund, George Clinton Mitstreiter Robert “Chicken” Burke aufnahm. Daraus entstand nun das Folk-Duo The Duke & The King. Während der gemeinsamen Aufnahmen für das gemeinsame Debüt-Album “Nothing Gold Can Stay” holte sich das Duo Simone (The Duke) und George (The King) noch Unterstützung von Kumpel Nowell Haskins (The Deacon), der an den Drums Platz nahm.
Den Namen The Duke & The King hat das Duo den beiden so benannten Obdachlosen aus Huckleberry Finn entlehnt, das Simone laut eigener Aussage während der Aufnahmen das vierzehnte Mal gelesen hat. Aufgenommen wurde das Album in einer einsamen Waldhütte in Bearsville in New York. Das Ergebnis sind zehn ruhige und spärlich instrumentierte Folk-Songs, in denen eine ruhige Akustik-Gitarre, hauchzart angeschlagene Drums und sanfter Gesang vorherrschen. Songs, die zwar ruhig und entspannt in ihrer Grundstruktur wirken, aber eine große Tiefe und dichte Atmosphäre besitzen. Schon der Opener “If You Ever Get Famous” kommt als Musterbeispiel des amerikanischen 60ies Folk daher, irgendwo zwischen Hippie-Musik und Road-Movie klingt er typisch amerikanisch und gibt den Tenor des Albums vor. Der ist immer ruhig wirkt oberflächlich ein wenig traurig, aber enthält eine große Portion Hoffnung und Zufriedenheit. Die Selbsttherapie scheint Simone Felice gelungen, er konnte seinen Schmerz in schöne kleine Folk-Perlen verarbeiten. Die brauchen zwar etwas Zeit, sich in ihrer Gänze zu entfalten, aber die gibt man dem Album dank seiner unaufdringlichen und homogenen Art gerne. Ein wenig mehr Abwechslung hätte dem Album vielleicht auch gut zu Gesicht gestanden, aber auch dank des Abschluss-Songs “One More American Song” empfiehlt sich “Nothing Gold Can Stay” als zeitlos schönes Stück amerikanischen Folks.










The Duke And The King
Live-Video zu “If You Ever Get Famous”














