Etwas mehr als ein Jahr nach seinem selbstbetitelten Debüt und …
The Innits – On The Fence
The Innits aus Berlin sind wohl so etwas wie eine kleine deutsche Supergroup, gegründet nämlich aus ehemaligen Mitstreitern von Schneider TM und Die Türen. Zwei Bands allerdings auch, die immer knapp am großen Erfolg vorbei schrabbten. Ihre erste EP / Single veröffentlichten sie 2004 ausgerechnet auf einem irischen Label, bevor sie ihr Debüt-Album “Everything Is True” auf dem selbst gegründeten Labl Sunday Service veröffentlichten. Kein Wunder also nach vielen Jahren als meist mäßig erfolgreiche Musiker, die sich mit Jobs u.a. bei Radiosendern über Wasser hielten und in unzähligen Bands spielten, dass sich das Quartett in ihrer Instrumentierung ganz einfach und bodenständig zeigt.
Ganz im Gegensatz zu den derzeitigen jungen Indie-Bands, die sich meist in den Mittzwanzigern befinden, beziehen die Mittdreißiger von The Innits ihre Einflüsse eindeutig aus der guten alten Zeit der Rockmusik, da hört man Beatleeske Einspielungen, Folk-Einfluss und eine Prise Rock’n'Roll. Das hat dann teilweise ein wenig Schrebergarten-Charme, etwa im kuscheligen “Nothing To Write Home About”, bei dem man gerne den Blick über den Gartenzaun schweifen lässt und verträumt dem Geschehen um einen herum zusieht. Aber auch Grund zum Tanzen gibt es genügend, etwa mit dem leicht schrammeligen “Far Too Wide”, das gewollt LoFi gehalten ist und die Band beim fröhlichen austoben zeigt. Der Track “Hearts And Minds” könnte so auch tatsächlich von den Beatles stammen, Chorgesang und ein fröhlicher Beat-Rhythmus. Im geschilderten Universum bewegt sich dann auch der größte Teil des Albums, alle Songs bodenständig, mit dem nötigen 60ies Charme versehen und so klingend, als hätten die Kumpels das Album direkt in der Garage eingespielt. Das ist nicht immer zwingend, aber meist spaßig, kuschelig und gemütlich, wie eine Party in der eigenen Laube im Schrebergarten (auch wenn kaum eine Schrebergartenordnung eine Party in der eigenen Laube zulassen wird).










The Innits
Wir präsentieren: A Month Of Sundays – Juli-Programm (Karten gewinnen)
A Month Of Sundays – ein Monat voller Sonntage? Was soll das denn bitte sein? Der Berliner Szenekenner weiß vielleicht schon Bescheid, es handelt sich um eine Konzertreihe. Eine Reihe, die ins Leben gerufen wurde, den schlechten Ruf, den dem Sonntag anhaftet zu ändern. Schließlich ist der Sonntag ein Wochentag wie jeder andere. Laut der Überlieferung des Alten Testaments sogar der erste Wochentag, der Tag, an dem Gott das Licht erschuf. Ausgerechnet diesen Tag bringt ganz Deutschland in Verbindung mit dem ZDF Fernsehgarten, Frömmigkeit, der 200ten Spongebob Wiederholung, Langeweile und jeder Menge Lethargie. Das hat der Sonntag nun wirklich nicht verdient und so freuen wir uns, dass es in ausgewählten Berliner Clubs nun fast jeden Sonntag ein Konzert unter dem Motto A Month Of Sundays gibt, um dem Sonntag zu einem besseren Ruf zu verhelfen. Besser kann man eine neue Woche schließlich nicht beschließen als mit feiner Musik in gemütlicher Runde.
Bei uns findet ihr nun immer gegen Ende des Monats das Programm für den Folgemonat und habt die Möglichkeit 1×2 Karten für eine der angekündigten A Month Of Sundays Veranstaltungen eurer Wahl zu gewinnen. Die Teilnahme ist wie immer ganz einfach. Schickt dazu eine Email mit dem Betreff “Und Gott sprach, es werde Licht”, eurem Namen und eurer Wunschveranstaltung an ariane@whitetapes.de. Ein Kommentar mit “Gewinnen will” und eurer Wunschveranstaltung ist natürlich auch möglich, dazu müsst ihr allerdings eure echte Email-Adresse (wird nicht veröffentlicht) angeben. Teilnahmeschluss ist für Juli Donnerstag der 02. Juli 2009 um 19:17 Uhr – sollte sich dann wieder Erwarten noch niemand gefunden haben, verschiebt sich der Teilnahmeschluss automatisch um eine Woche zur nächsten Veranstaltung.
Hier nun das Programm:
5. Juli 2009 A Month Of Sundays @ NBI ab 21 Uhr
Wons Phreely (AU)
A Golden Pony Boy (D)
Wons Phreely ist die australische Antwort auf Jarvis Cocker, Billy Bragg und Elvis Costello. Ein junger Songwriter mit einer Liebe für Punk und Poesie, die er in seinen unterhaltsamen Songs verbindet.
A Golden Pony kommen aus Berlin und ihr Sound lässt sich scheinbar schwer beschreiben, vertraut man ihrem Myspace-Text. Dort heißt es nämlich “das hier macht sprachlos. Und wie soll man Sprachlosigkeit beschreiben?”. Alles klar? Nein? Na gut, das Duo schreibt atmosphärisch dichte Popsongs mit vielen Songwritereinflüssen und einem Gespür für schöne Arrangements.
Wons Phreely – “Rules Of Nature”
A Month Of Sundays
A Month Of Sundays
12. Juli 2009 A Month Of Sundays @ NBI ab 21 Uhr
Jackie-O Motherfucker (US)
Golden Diskó Ship (D)
Jackie-O Motherfucker, das ist amerikanischer Folk in allerbester Do-It-Yourself-Manier. Ein selbsternanntes Musikerkollektiv, das nun bereits seit 15 Jahren aktiv ist und sich aus Soundcollagen, Improvisation und klassischen Folk-Strukturen ein ganz eigenes musikalisches Universum erschaffen hat und live erst so richtig aufdreht.
Golden Diskó Ship aus Berlin haben sich auch zusammengetan, um mit Gitarre, Viola, Glockenspiel, Spielzeuginstrumenten und anderen Spielereien einen ganz eigenen Klang zu erzeugen, der den Hörer in eine ganz eigene Welt zieht.
Jackie-O Motherfucker – Hey! Mr. Sky
A Month Of Sundays
19. Juli 2009 A Month Of Sundays @ Schokoladen Hoffest ab 21 Uhr – Gratis-Konzert
Anois (D)
Peer (D)
The Innits (D)
Anois stammen vom Online-Label Aertone, das in stetiger Folge die Online-Welt mit feinsten Releases beschenkt. Darunter auch das Anois Debüt “Tree House Whispers”, auf dem das Sextett Weird Folk, Ambient, Field Recordings, Elektronika, Postrock und Pop zu einer stimmigen Einheit vermengt.
Peer, alias Peer Göbel scheint seine Finger in unzähligen Projekten im Spiel zu haben. Mit dem Online-Portal Undertube wurde er für den Grimme Award nominiert, spielte mit Mobilé und Locas In Love. In seinem Projekt Peer versammelt er Freunde von Groucho, Ampl:tude, Hund Am Strand und Elaine und trägt augenzwinkernde bis melancholische Songwriter-Songs vor.
The Innits gründeten sich in Berlin und präsentieren auf ihrem Debüt-Album Indie-Rock mit rauen Gitarren und teils abgefahrenen Ideen.
Anois – “See New World”
A Month Of Sundays
26. Juli 2009 A Month Of Sundays @ NBI ab 21 Uhr
Faraday (D)
The Horrible Trees (UK/D)
Faraday kommen zur Abwechslung aus Hamburg. In ihren Songs vermengen sie die Brachialität alter Postrockbands mit Collegerockappeal zu dicht gesponnenen Gesamtkonstrukten.
The Horrible Trees haben sich in London gegründet, aber inzwischen in Berlin nieder gelassen. Dort haben sie ihre ganz eigene Variation aus Ambient, Post-, Stoner- und Drone Rock entwickelt und spinnen so dichte Soundteppiche, die auch ohne Gesang ganz groß sind.
Faraday – “What A Great Force, What A Great City”
A Month Of Sundays
weitere Infos auf der A Month Of Sundays Homepage oder bei Myspace
weiterer Ausblick:
02.08.09 NBI Berlin, ab 21 Uhr, 6€ – Brown Feather Sparrow (NL) – The Violet Burning (US)
09.08.09 NBI Berlin, ab 21 Uhr, 6€ – Happiness. (S) – 6pm (E)
23.08.09 Chase The Dragon (D) – Liger (A) – Dust Covered Carpet (A)
30.08.09 Nias (D)
13.09.09 Kim Janssen (NL) – Gravelclub (D)
27.09.09 Pompeii (US)
04.10.09 Hellraiserten (DK) – Ludwig (D)
11.10.09 Polite Sleeper (US) – Solemn League (D)
18.10.09 Junius (US) – Airpeople (D)
01.11.09 Trespassers William (US)
29.11.09 Bored Man Overboard (S)


















