Eigentlich ist Myspace ja tot, die klassische Myspace-Entdeckung gibt es …
Frightened Rabbit – zu Gast bei “Noisy Home Movies”

Eigentlich wollten wir ja einen Bericht über das Frightened Rabbit Konzert zu ihrem dritten Album “The Winter Of Mixed Drinks” in Münster schreiben, nur leider wurden die letzten beiden Konzerte der Tour wegen einer Erkrankung von Scott Hutchison absagen. In England angekommen war die Band nun allerdings wieder komplett genesen und so tauchte Scott dann auch einmal mehr vor einer Kamera auf, um einen Song zu spielen. Für Noisy Home Movies spielte er “Nothing Like You” in einer Hotel-Lounge.
Frightened Rabbit – Video zu “The Loneliness & The Scream”

Es ist schon wirklich schwer nur einen Hit aus dem an Hits beladenen dritten Frightened Rabbit Album “The Winter Of Mixed Drinks” heraus zu picken. Für ihre mittlerweile vierte Single aus dem aktuellen Album mussten es die Schotten nun aber wieder tun und wählten nach den drei schnelleren Nummern nun das starke “The Loneliness & The Scream”. Noch besser hätte mir “The Wrestle” gefallen, aber das kann ja auch noch kommen. Das Video erinnert mich jedenfalls ein wenig an den alten Mann aus “Oben” und ist irgendwo zwischen traurig und hoffnungsvoll. Aber seht selbst.
Frightened Rabbit auf Tour:
07. November, Hamburg, Molotow
08. November, Erlangen, E-Werk
10. November, Heidelberg, Karlstorbahnhof
16. November, Offenbach, Hafen 2
17. November, Münster, Gleis 22
Tickets gibt es ab EUR 13,- zzgl. Gebühren an den bekannten Vorverkaufsstellen, unter der bundesweiten Tickethotline 01805 – 570 000 (14Ct./Min., Mobilfunkpreise max 42Ct./Min) oder im Internet unter www.eventim.de. (alle Angaben ohne Gewähr)
Frightened Rabbit – Session für Bunch.tv

Die zweite Band aus der Kategorie “schreiben wir häufiger mal drüber”. Nicht das es die gäbe, aber ihr wisst schon, was wir meinen. Frightened Rabbit sind uns regelmäßig eine Nachricht wert und das natürlich absolut zurecht, schließlich sind ihre Auftritte famos und auch ihr drittes Album “The Winter Of Mixed Drinks” ein klarer Kandidat für die vorderen Ränge der Jahresbestenlisten. Auf jeden Fall auch ein treuer Begleiter. Im Rahmen ihrer Deutschland-Reise trat Sänger Scott jedenfalls vor die Kamera von Bunch.tv und spielte die tollen Stücke “Swim Until You Can’t See Land” und “Footshoter”. Absolut sehenswert.
Frightened Rabbit auf Tour:
07. November, Hamburg, Molotow
08. November, Erlangen, E-Werk
10. November, Heidelberg, Karlstorbahnhof
16. November, Offenbach, Hafen 2
17. November, Münster, Gleis 22
Tickets gibt es ab EUR 13,- zzgl. Gebühren an den bekannten Vorverkaufsstellen, unter der bundesweiten Tickethotline 01805 – 570 000 (14Ct./Min., Mobilfunkpreise max 42Ct./Min) oder im Internet unter www.eventim.de. (alle Angaben ohne Gewähr)
Frightened Rabbit – Video zu “Living In Colour”

Unfassbar, seit unserem letzten Beitrag über Frightened Rabbit ist nun schon wieder ein Monat vergangen. Das können wir nun zum Glück ändern, denn die Band wies gerade in ihrem Newsletter auf ihr neues Video hin. Das zeigt die Band auf ihrer Amerika-Tour, die offensichtlich wieder einmal ein großer Erfolg war. Der Song ist zudem einer der besten von “The Winter Of Mixed Drinks”, also viel Spaß.
Frightened Rabbit – The Sun Biz Session

Frightened Rabbit Online-Promoter Stephan ist zwar Borussia Dortmund Fan, wirkt aber sonst wie ein sehr netter Kerl. Auch deshalb natürlich, weil er uns immer mit heißen News rund um unsere Lieblings-Kaninchen und jede Menge anderer toller Bands auf dem Laufenden hält. Zum Beispiel auch darüber, dass Frightened Rabbit Frontmann Scott Hutchison vor ein paar Tagen in der The Sun Redaktion vorbei schaute und eine Reihe von Songs zum Besten gab. Eine Info, die wir wohl übersehen hätte, denn mal ehrlich, warum sollten wir bei The Sun vorbei schauen, das wäre ja wie Bild.de lesen. In der Session spielte Scott jedenfalls auch das N-Trance Cover “Set You Free”. Das, was die Damen und Herren von The Suns da als “Foot Soldier” kennzeichnen ist natürlich “Foot Shooter”, aber seien wir mal nicht so kleinlich. Nun denn, gleich mal rüber und Session anschauen. Ein weiterer Hinweis, noch bis Sonntag läuft unsere Verlosung für die Deutschland-Konzerte von Frightened Rabbit.
Hier auch noch alle Tour-Daten:
7. April, Berlin, Magnet
9. April, München, Atomic Café
10. April, Köln, Luxor
BEENDET// Verlosung: Frightened Rabbit – Karten für Deutschland-Tour gewinnen

Pünktlich nach Ostern, wenn der Osterhase seinen Dienst getan hat und fleißig die Eier in Haus und Hof versteckt hat, machen sich seine verängstigten Brüder aus dem schönen Selkirk nach Deutschland, damit wir Hasen nicht allzu lange vermissen müssen. Die Rede ist natürlich von Frightened Rabbit. Deren Tour durch Deutschland erwarten wir schon lange und mit neuem Album “The Winter Of Mixed Drinks” ist unsere Vorfreude mittlerweile ins unermessliche gestiegen.
Euch geht es vielleicht ähnlich und deshalb verlosen wir nun nun 1×2 Tickets je Tour-Stadt unter euch. Die Teilnahme ist, wie könnte es auch anders sein, wie immer ganz einfach. Schickt dazu eine Email mit dem Betreff “Ich möchte Angsthasen live sehen”, eurem Namen und eurer Wunschstadt an ariane@whitetapes.de. Ein Kommentar mit “Gewinnen will” und eurer Wunschstadt ist natürlich auch möglich, dazu müsst ihr allerdings eure echte Email-Adresse (wird nicht veröffentlicht) angeben.Teilnahmeschluss ist Sonntag der 4. April 2010 um 16:10 Uhr. Zusätzlich könnt ihr noch bis Donnerstag um 12 Uhr bei Rote Raupe euer Glück versuchen.
7. April, Berlin, Magnet
9. April, München, Atomic Café
10. April, Köln, Luxor
Frightened Rabbit – Interview
Es gab einmal eine Zeit in den Anfängen der Blogosphäre, da wurde jeder Neuankömmling herzlich begrüßt und in der Mitte der Szene aufgenommen. Seit einiger Zeit ist es allerdings eher so, dass Neuankömmlinge, die sich um ein ähnliches Themenfeld, wie man selbst kümmern, eher argwöhnisch beäugt werden. Da muss man schon ein wenig kämpfen und sich durch ausgesuchten Content empfehlen, um sich Aufmerksamkeit bei den Altforderen zu erhaschen. Die Kooperation kommt dabei vor allem bei denen ein wenig kurz, die sich mit Musik beschäftigen. Um es mit Hape Kerkeling zu sagen, “ich möchte das nicht”. Das gemeinsam mit Tom von der Blogpartei durchgeführte Top Of The Blogs, die schöne Aktion “Ein Herz Für Blogs” von Kai Stylespion Müller, oder auch unser nun Dank Tape.tv gestarteter eigener Channel für Musikvideos sind da schon tolle Aktionen, die zeigen, dass Kooperation doch möglich ist. Das wollen wir in Zukunft auch noch weiter stärken, vor allem auch über redaktionelle Zusammenarbeiten mit anderen Blogs. Da kam uns die Frage von Nicorola, ob wir nicht mit ihm zusammen ein Interview mit Frightened Rabbit vorbereiten möchten gerade recht. Da sich bei uns beiden auch häufig Themenüberschneidungen finden macht eine Zusammenarbeit absolut Sinn und deshalb freuen wir uns auf den Auftakt zu hoffentlich noch vielen weiteren Zusammenarbeiten mit von uns sehr geschätzten Bloggern in der Nation:

nicorola: Hallo! Danke das du dir die Zeit nimmst, mir einige Fragen zu beantworten. Kannst du dich bitte kurz vorstellen?
Grant: Hallo, hier ist Grant von Frightened Rabbit.
nicorola: Vor ein paar Tagen ist euer neues Album erschienen. Wie fühlst du dich?
Grant: Ich bin sehr stolz auf dieses Album. Von “The Midnight Organ Fight” aus gesehen haben wir einen großen Schritt vorwärts gemacht. Ich persönlich bin zum Beispiel sehr viel glücklicher mit den Drums auf dem Album.
nicorola: Ihr habt die Demos für die neuen Songs im schottischen Küstenstädtchen Crail aufgenommen. Inwieweit hatte der Ort Einfluss auf die Songs?
Grant: Der Ort hatte einen sehr großen Einfluss auf die Songs. Eine Menge von ihnen haben direkt oder indirekt mit dem Meer zu tun, und die generelle Idee der Einsamkeit ist von Crail beeinflusst. Neben Strandspaziergängen und dem reinen Naturgenuss gibt es dort eigentlich nicht viel zu erleben. Crail ist ein schöner Ort.
nicorola: Während der Aufnahmen zum neuen Album hattet ihr diesmal etwas mehr Zeit und außerdem ein paar neue Bandmitglieder – welchen Einfluss hatten diese Faktoren auf das Endergebnis?
Grant: Die zusätzliche Zeit hat es uns ermöglicht, eine Menge Sachen in den Songs auszuprobieren, ohne uns darum zu sorgen, ob es am Ende passt oder nicht. Wir hatten eine Pause zwischen den reinen Aufnahmen und dem Abmischen, so konnten wir mit einigem Abstand nochmal rangehen, und Peter Katis war beim Mischen mit seinen unverbrauchten Ohren eine große Hilfe. Wir hatten natürlich auch nicht unendlich viel Zeit, den Druck einer Deadline spürten wir schon… was ich eigentlich immer ganz gut finde.
nicorola: Euer neues Album klingt ein wenig optimistischer als “The Midnight Organ Fight”. Was ist deiner Meinung nach der Hauptunterschied zwischen den beiden Alben?
Grant: Grundsätzlich gibt es diesmal keine Trennung zu verarbeiten. Scott hat momentan ein sehr geregeltes Leben, was natürlich einen positiveren Blick aufs Leben ermöglicht. Obwohl es sehr viel positiver ist, haben wir trotzdem unseren melancholischen Touch nicht verloren, den wir so lieben.
nicorola: In der Pressemitteilung zu “The Winter Of Mixed Dreams” werdet ihr mit folgenden Worten zitiert: “the theme I’m going for is pushing yourself out to the edge of things and being alone, feeling lost and not knowing where you are, which is how I’ve felt recently.” Klingt ziemlich depressiv. Heißt das vielleicht, das euch die Aufregung um eure Band ein wenig zu viel wird und ihr das Gefühl habt, euch abkapseln zu wollen?
Grant: Es ging nicht so sehr um die Aufregung als vielmehr um dieses ständige Unterwegssein, dieses Gefühl, von der Welt abgeschnitten zu sein, obwohl du ja eigentlich die ganze Zeit in ihr unterwegs bist. Ich habe übrigens nie das Gefühl, das wir eine In-Band sind oder es jemals sein werden. Wir haben einen längerfristigen Plan.
nicorola: Seit eurem letzten Album seit ihr recht erfolgreich geworden. Habt ihr während der Aufnahmen eigentlich Erfolgsdruck verspürt? Erhöht dieser Druck eventuell die Produktivität?
Grant: Eigentlich ging es nicht so sehr um Druck als vielmehr um das Bewußtsein, das es ein großes Publikum für unsere Musik gibt. Es gab auf jeden Fall eine Erwartungshaltung, die es beim Vorgänger so nicht gab, und ich denke, das hat im uns Endeffekt eher geholfen. Es ist immer gut, ein wenig Druck zu verspüren und gefordert zu sein, wie sollten wir uns sonst auch erfolgreich weiterentwickeln?
nicorola: Wer kam eigentlich auf den Titel “The Winter Of Mixed Drinks”. Was steckt dahinter?
Grant: Scott kam damit an. Es handelt sich um eine Textphrase aus einem der Songs und es bringt unsere letzten Winter ganz gut auf den Punkt. So viel unterwegs zu sein endet unvermeidlich in einer Menge Drinks und den damit verbundenen Zwischenfällen.
nicorola: In einem Interview mit der BBC sagtet ihr, das ihr nochmal ins Studio wolltet um einige Songs umzuschreiben. Wie sind die Ergebnisse und wofür werdet ihr sie verwenden?
Grant: Wir waren im Studio, um von einigen Songs alternative Versionen aufzunehmen bzw. neu abzumischen. Sie werden für B-Seiten verwendet und als Special Extra Tracks für Rabbit-Fans.
nicorola: Ihr habt im Rahmen der Edinburgh Hogmanay Feierlichkeiten vor 80.000 Menschen gespielt. Ein verdammt großes Publikum. War das ein magischer Moment oder hattet ihr weiche Knie?
Grant: Es war wirklich ein ziemlich magischer Moment, obwohl wir ehrlicherweise nicht unseren besten Gig gespielt haben. Ich war vorher ziemlich nervös, aber als wir die Bühne betraten, merkten wir, das alle ziemlich angetrunken waren, also war es ziemlich egal, wie gut wir spielten. Es war großartig für uns, dort zu spielen, ich bin dort geboren und offensichtlich ist es die beste Neujahrsparty der Welt!
nicorola: Habt ihr eigentlich irgendwelche Rituale, bevor ihr auf die Bühne geht?
Grant: Nicht wirklich. Es sind eher die Aftershow-Rituale, die uns Spaß machen!
nicorola: Ihr habt Fans auf der ganzen Welt. Was denkst du: warum funktioniert eure Musik in so vielen unterschiedlichen Ländern?
Grant: Obwohl unsere Musik eine sehr starke Verbindung zu Schottland hat, sind die Texte sehr universell. Es kommt nicht darauf an, wo du herkommst, ich denke jeder kann etwas mit den Inhalten der Songs anfangen.
nicorola: Eine MySpace-Seite, ein Twitter-Account und Facebook. Wie wichtig ist die moderne Kommunikation für einen Künstler?
Grant: Ich finde es großartig, das die Fans so nah an der Band sein können. Wir alle twittern und nehmen das nicht zu ernst mit all diesen offizielen Updates. Es muss interessant bleiben und das Persönliche ist uns immer sehr wichtig, und das wird auch in Zukunft so bleiben.
nicorola: Ihr benutzt auf dem Album einige Samples. Wie ist euer Standpunkt in Bezug auf Urheberrecht?
Grant: Wie mit allem finde ich es falsch, zu stehlen, aber ich denke auch, das jede Art von Kunst geteilt werden sollte, solange man fair bleibt. Jeder, der auf diesem Album gesampled wurde, weiß, das er gesampled wurde, und alle sind damit einverstanden. Aber wir sind nicht Owl City und werden auch in naher Zukunft keine frechen Rip-Offs abliefern.
nicorola: Denkst du, es könnte eure Popularität erhöhen, wenn ihr eure Musik gratis anbietet?
Grant: Natürlich kann es das, aber um ehrlich zu sein macht es keinen großen Unterschied, denn sobald die Musik veröffentlicht ist, gibt es immer Wege, umsonst an die Musik zu kommen. Die Musiker sind nicht diejenigen, die mit dem Verkauf von Musik Geld verdienen. Es würde für unser Einkommen keinen großen Unterscheid machen, wenn wir unsere Musik umsonst weggeben würden.
nicorola: Ihr habt gerade zwei Videos zu “Nothing Like You” veröffentlicht. Warum zwei? Wer hatte die Ideen?
Grant: Das erste Video wurde vom Label bezahlt, aber mit dem Ergebnis waren wir nicht zufrieden. Wir hatten das Gefühl, der Clip rückte uns in ein falsches Licht. Also haben wir uns entschlossen, unser eigenes Video zu drehen und wir hatten damit eine Menge Spaß. Ich finde unseres besser, und ich hoffe, das das die Meinung der Allgemeinheit ist.
Fat Cat Version:
Band-Version:
nicorola: Adam von We Were Promised Jetpacks hat euer letztes Album “The Midnight Organ Fight” als das besete Album der letzten Dekade bezeichnet, wie findest du ihre Platte?
Grant: Ich liebe ihr Album und kann es kaum erwarten, neues Material von ihnen zu hören. Ich denke, sie sind momentan die beste Liveband und werden noch auf Jahre hinaus für Begeisterung sorgen.
nicorola: Die Medien versuchen, aus We Were Promised Jetpacks, The Twilight Sad und euch so eine Art Triumvirat zu machen. Denkst du, ihr gehört zu einer Art Szene?
Grant: Szene ist ein schreckliches Wort. Für mich sind wir eher eine Gruppe von Freunden mit einer gemeinsamen Liebe für gute Musik und einer Abneigung gegen den Schwachsinn auf dieser Welt. Wir werden immer in einen Topf geworfen, da wir alle aus Glasgow kommen und bei FatCat unter Vertrag sind und ich habe kein Problem damit, da es sich um zwei großartige Bands handelt.
nicorola: Nenn uns bitte eine schottische Band, die du magst und die mehr Leute hören sollten?
Grant: John Knox Sex Club sind momentan die beste schottische Band.
nicorola: Vielen Dank für das Interview.
Frightened Rabbit auf Tour:
7. April, Berlin, Magnet
9. April, München, Atomic Café
10. April, Köln, Luxor
Karten gibt es ab 12 EUR unter der bundesweiten Tickethotline 01805 – 570 000 (14ct/min, Mobilfunkpreise können abweichen) bei Eventim, oder auch an allen bekannten Vorverkaufsstellen.
Fotos: Myspace der Band
Frightened Rabbit – The Winter Of Mixed Drinks
2003 als Soloprojekt von Scott Hutchison ins Leben gerufen sind Frightened Rabbit in den letzten Jahren stetig um neue Mitglieder gewachsen, zuerst stieß Scott’s Bruder Grant zur Band, in der Folge noch ein Freund und so weiter. So bringen es Frightened Rabbit inzwischen auf fünf Mitglieder. Mit steigender Mitgliederzahl wuchs auch der Erfolg der Band aus Selkirk, wobei diese beiden Faktoren sich wohl nicht gegenseitig beeinflusst haben, zumal gerade das Anwachsen auf ein Quintett im dritten Album “The Winter Of Mixed Drinks” begründet liegt, das ist nämlich größer als Frightened Rabbit je waren, da muss die Band mitwachsen. Seit 2006 das Debüt “Sing the Greys” erschien unterlagen die schottischen Kaninchen diesem Wachstumsschub. Bereits da war auch erkennbar, hinter dieser rauen, dumpfen LoFi-Sounds stecken große Songs, wie “Music Now”, oder “The Greys”, um nur zwei zu nennen. Warum Frightened Rabbit damit ausgerechnet in Amerika einen so großen Anklang fanden, wird wohl ein Mysterium der aktuellen Entwicklung der Musikszene bleiben, jedenfalls werden die Schotten seitdem auf jeder Amerika-Tour mit offenen Armen empfangen.
So hatten sie dann auch für ihr zweites Album “The Midnight Organ Fight” das Vergnügen, The National Produzent Peter Katis an die Seite gestellt zu bekommen. Der verpasste dem Bandsound dann auch endlich so etwas wie eine Produktion, so dass Album Nummer 2 nach mehr als nur Demo-Aufnahmen klang. Das in Verbindung mit dem großen, vielschichtigen Sound von Frightened Rabbit sorgte dafür, dass sich der Ruf der Band so langsam vom Geheimtipp zu Szenehelden wandelte und “The Midnight Organ Fight” dank Songs, wie “Fast Blood”, oder “Modern Leper” in jede gut sortierte Liste der besten Alben des letzten Jahrzehnts gehört. Verfolgt man diese Entwicklung weiter, landet man beim logischen Schritt, dass nach einem starken Debüt und einem großen zweiten Album es eigentlich nur noch größer werden kann. Das zeigen zum einen die Hallen, die nun für die nächste Amerika- und England-Tour gebucht werden, aber vor allem auch die steigende Presse- und Szene-Resonanz. Für die Arbeiten am dritten Album zog sich Frontmann Scott Hutchison zunächst zum Songwriting in die Isolation zurück, nämlich in das schottische Küstenstädtchen Crail, Fife. Dort feilte er, abgenabelt vom Trubel um seine Band, am Sound für “The Winter Of Mixed Drinks” und schuf Songs, die noch ein Stückchen größer sein sollten, als alles, was Frightened Rabbit bisher ausmachte.
Das hört man schon dem Opener “Things” an, zum Hall einer verzerrten Gitarren singt Scott mit seiner markanten Stimme zunächst ruhig und dann immer eindringlicher davon, sich zu isolieren und zurück zu ziehen. Das ist auch das Thema des Albums, wie er in einem Interview erklärte: “the theme I’m going for is pushing yourself out to the edge of things and being alone, feeling lost and not knowing where you are, which is how I’ve felt recently”. Es geht also nicht mehr um die gescheiterte Liebe, die noch auf “The Midnight Organ Fight” allgegenwärtig war. Dass man aber auch in der Isolation manchen Stürmen trotzen muss zeigen die Feedback-Gewitter, die sich gegen Ende des Songs auftürmen und auch andere Stücke, wie etwa das großartige “Skip The Youth” einleiten. Das erwähnte Grundthema wird mit der ersten Single “Swim Until You Can’t See Land” aufgegriffen, die gut gelaunte, warme Melodie ist dabei beinahe trügerisch, der Protagonist des Songs hat nämlich genug von der Welt um sich herum und macht sich auf zur Nordsee, um so weit raus zu schwimmen, dass ihn niemand mehr stören kann. Ob das gut geht bleibt zwar offen, so gesellig, wie der Song selbst ist dieser Plan allerdings nun einmal nicht. Das ändert aber nichts an den absoluten Hit-Qualitäten des Stücks. Eine starke Gitarrenmelodie, mitreißender Gesang mit einem Refrain zum laut mitsingen und stimmige Strings machen dieses Stück sofort zu einem guten Freund. Dieses warme Gefühl willkommen zu sein zieht sich auch durch das gesamte Album, alle Melodien ruhen auf einem warmen Klangteppich, der beim Hören stets ein gutes Gefühl gibt, egal, wie düster der Rest der Komposition, oder die Texte sind. Das hilft beim ersten Durchgang sehr dabei, die Orientierung in den stellenweise vielen übereinander geschichteten Sounds zu behalten. Über diese vermitteln Frightened Rabbit die gesamte Palette an Emotionen von berührenden Gänsehautmomenten (“The Wrestle”) bis hin zu Heiterkeitsausbrüchen zum in den Armen liegen (“Nothing Like You”). Ganz Frightened Rabbit typisch erschließen sich die wenigsten Songs hier beim ersten Hören, sondern laden zum entdecken ein und wachsen wieder mit jedem Durchgang, bis sie irgendwann zu ähnlich guten Freunden werden, wie die Songs von “Sing The Greys” und “The Midnight Organ Fight”.










Frightened Rabbit
“The Winter Of Mixed Drinks” gibt es bei Fat Cat im Stream
Frightened Rabbit auf Tour
7. April, Berlin, Magnet
9. April, München, Atomic Café
10. April, Köln, Luxor
Karten gibt es ab 12 EUR unter der bundesweiten Tickethotline 01805 – 570 000 (14ct/min, Mobilfunkpreise können abweichen) bei Eventim, oder auch an allen bekannten Vorverkaufsstellen.
Frightened Rabbit – Video zu “Nothing Like You”

Wie, “Video zu ‘Nothing Like You’”? Das gab’s doch hier schon! Richtig. AberFrightened Rabbit dachten sich, warum ein Video machen, wenn man gleich zwei Ideen hat. Also haben sie gleich beide Ideen umsetzen lassen und so gibt es nun nach Album-Stream (gestern) heute eben schon die nächste Nachricht von Frightened Rabbit. Über diese Band kann man eh nicht genug berichten, also umso schöner. Das Video ist zudem dazu noch herrlich schräg geraten und sicherlich eine Freude für jeden, der die Jungs mal in Unterwäsche sehen wollte (wer auch immer das sein mag).
Frightened Rabbit auf Tour
7. April, Berlin, Magnet
9. April, München, Atomic Café
10. April, Köln, Luxor
Karten gibt es ab 12 EUR unter der bundesweiten Tickethotline 01805 – 570 000 (14ct/min, Mobilfunkpreise können abweichen) bei Eventim, oder auch an allen bekannten Vorverkaufsstellen.
Frightened Rabbit – “The Winter Of Mixed Drinks” im Stream

Übernächsten Freitag, also am 5. März erscheint endlich das dritte Frightened Rabbit Album. Unsere ersten Eindrücke zu “The Winter Of Mixed Drinks” haben wir ja bereits hier geschildert, ab sofort könnt ihr euch aber auch euer eigenes Bild machen. Denn auf dem Myspace der Band gibt es ab sofort das gesamte Album im Stream. Also gleich reingehört und noch fester auf den Release gefreut.
Auf Tour kommen Frightened Rabbit übrigens auch:
7. April, Berlin, Magnet
9. April, München, Atomic Café
10. April, Köln, Luxor
Karten gibt es ab 12 EUR unter der bundesweiten Tickethotline 01805 – 570 000 (14ct/min, Mobilfunkpreise können abweichen) bei Eventim, oder auch an allen bekannten Vorverkaufsstellen.














