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The Woe Betides – neue Single “The NatWest Tower” und Gratis-Song

Da haben sich Simon Manstrantone und sein Kumpel Grundy le Zimbra als The Woe Betides mit ihrer neuen Single “The NatWest Tower” nun etwas vorgenommen. Das Ziel ist kein anderes, als es in England zur Weihnachts Nummer 1 zu schaffen. Eine Tradition, die uns in Deutschland zwar völlig unbekannt ist, es aber in England geschafft hat Bands und Fans zu richtigen Release-Battles zu bewegen. Der letzte Höhepunkt in diesem jährlichen Kampf liegt dann auch gerade einmal ein Jahr zurück, da kämpften nämlich Jeff Buckley Fans dafür seine Version des Leonard Cohen Klassikers auf Platz 1 zu bringen. Anlass dafür war Alexandra Burke, eine X Factor (die britische Version von Deutschland sucht den Superstar) Teilnehmerin, die den gleichen Song als Weihnachts-Single veröffentlichte. Leider hat es die Buckley Fan-Gemeinde nicht geschafft ihn auf die 1 zu bringen, dennoch war er der erste Künstler, der mehr als 10 Jahre nach seinem Tod seinen ersten Top 10 Hi t in England hatte.

Die Weihnachts Nummer 1 ist also ein kühnes Ziel. Nun hat “The NatWest Tower” zwar mit Weihnachten wenig zu tun, aber das macht das Duo durch genügend Hit-Potential wieder wett. Wie auch schon auf ihrer “Play Dead” EP hat der Song eine leicht morbide Grundstimmung, allerdings geben sich The Woe Betides nun doch eine Spur zugänglicher. Der Gesang ist dringlich, der Bass schlackert und ein Piano stützt die gehetzte Gitarren-Melodie. Bridges sind für die Beiden unnötig und so wird hier auch beinahe völlig drauf verzichtet. The Woe Betides rasen durch die Strophen direkt zum Refrain, Musik zum Durchatmen klingt anders, das macht das Duo mit “The NatWest Tower” in drei atemlosen Minuten klar. Diese Nummer will direkt nach vorn und sich im Ohr festsetzen und das gelingt ihr. Zu haben ist das Stück digital übrigens ab 14. Dezember und dann geht’s hoffentlich direkt Richtung Nummer 1, im Leben kommt es schließlich immer drauf an sich Ziele zu stecken.

Bis dahin könnt ihr übrigens schon einmal den Song “Sarah and the Great Glass Safety Net” bei Musicglue downloaden.

Blog // Myspace

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The Woe Betides – Play Dead EP

The Woe Betides, das sind im Kern die beiden Londoner Musiker Simon Mastrantone und Grundy le Zimbra, die ihre musikalische Leidenschaft bereits in einer Reihe von Projekten mehr oder meist weniger erfolgreich austobten. Dabei machten sie natürlich unterschiedlichste Erfahrungen und gewannen viele Einflüsse. Eine Konstante dabei, immer wieder kreuzten sich auch die Wege mit Jeremy Warmsley, mit denen beide inzwischen eine Freundschaft verbindet. Statt vieler weiterer Experimente entschlossen sich die beiden Freunde nun dazu es einfach mal zusammen zu probieren. Das Kind hört nun auf den Namen The Woe Betides und wurde mit der Mission gegründet, Grunge zu nehmen und ihn in Pop zu verwandeln. Ein gewagtes Experiment, für das sie sich zur Unterstützung noch ihren bereits erwähnten Freund Jeremy Warmsley ins Boot geholt haben, der nahm aber dennoch größtenteils hinter den Reglern Platz. An den Drums ließ sich das Duo noch von einem Freund mit dem wohlklingenden Namen Colonel Sexlife unterstützen.

Der erste Output des Duos ist nun in Form der EP “Play Dead” zu haben. Der Opener “Boredom is the Killer” gibt auch gleich einen guten Einstieg, eine raue reduzierte LoFi-Melodie und beiläufiger Gesang, der beinahe an Brendan Benson erinnert. Mit Grunge hat das eigentlich nur noch am Rande zu tun, dass er aber da ist zeigt das scheppernde “Under the Sand”, das einen gelungenen Mix aus Folk-Songwriting und Grunge-Struktur darstellt. Das bedeutet, das Schlagzeug scheppert, der Bass schlackert und die Gesangsparts winden sich durch den Song. Hier wird auch die leicht morbide, dunkle Stimmung, die über der EP schwebt immer dichter und mündet bei “The Road to the Cemetery” beinahe in so etwas wie einen Queens Of The Stone Age Rocksong. Eine Referenz, die auch beim Closer “Your Fists, Your Love” durchschlägt. Rau und ungestüm brettert der Song los, aber lässt hintergründig doch wieder eine Prise Folk-Pop aufblitzen, so als würde Brendan Benson die Queens Of The Stone Age covern und statt des Blues der Raconteurs lieber den Pop der Smiths einfließen lassen. Fazit, die beiden Kumpels hätten sich schon viel eher zusammentun sollen, auch wenn die gewollt düstere Mischung aus Pop und Grunge eher in Folk-Grunge mündet. Das tut dem Unterhaltungsfaktor der vier Stücke jedoch keinen Abbruch.

★★★★★★★½☆☆
The Woe Betides

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