Etwas mehr als ein Jahr nach seinem selbstbetitelten Debüt und …
BEENDET//Verlosung: Young Rebel Set vs. GHVC Allstars – unterschriebenen Spielball gewinnen
Wir kündigten es ja bereits an, in etwas mehr als drei Wochen gibt es in Hamburg die zweite Auflage des Fußball-Klassikers Deutschland gegen England. Antreten werden Young Rebel Set und eine Allstar Auswahl des Grand Hotel van Cleef
Eine Partie, die sicherlich mit großer Spannung erwartet wird, wie auch das Rahmenprogramm, bestehend aus einem Tomte Konzert am Vortag und dem Mini-LP-Releasekonzert von Young Rebel Set am Tag des Spiels, die sich beide dem Ausverkauf nähern.
Als große Freunde des Ball- und des Saitensports haben wir nun die Ehre einem von euch einen exklusiven Preis im Zusammenhang mit diesem Fußballklassiker zukommen zu lassen. Nämlich das Spielgerät selbst, einen formschönen, runden Lederball mit allen Autogrammen der beteiligten Akteure. Macht sich doch sicher schön in eurer Vitrine. Die Teilnahme ist dabei wieder einmal denkbar einfach. Schickt einfach eine Email mit dem Betreff “Scored twice”, eurem vollständigen Namen, eurer Adresse und der Antwort auf nachfolgende Frage an ariane@whitetapes.de. Ein Kommentar mit der richtigen Antwort ist natürlich auch möglich, dazu müsst ihr allerdings eure echte Email-Adresse (wird nicht veröffentlicht) angeben.Teilnahmeschluss ist Freitag der 23. Juli 2010 um 16:31 Uhr. Die glücklichen Gewinner werden dann direkt benachrichtigt. Nun noch die Frage: Wie viele Tore erzielte die englische Nationalmannschaft bei der Fifa WM 2010 im Achtelfinal-Spiel gegen die deutsche Nationalmannschaft?*
Und hier noch einmal alle Infos:
Donnerstag, 05.08.2010, 20 Uhr
TOMTE – Uebel & Gefährlich
Doors: 20:00 Uhr
Freitag, 06.08.2010, 16 Uhr
Die Superbude Hamburg präsentiert:
Der Klassiker: Deutschland vs. England
GHvC Allstars vs. YOUNG REBEL SET
Anstoss: 16.00 Uhr
Auf dem Kleinfeldkunstrasenplatz, Sternschanze 4 (Schanzenpark, Polizeisportverein) mit freundlicher Unterstützung von VISIONS, MoPo und Bolzen Bier.
Freitag, 06.08.2010, 20 Uhr
YOUNG REBEL SET – Uebel & Gefährlich, Dachgartenkonzert (Releaseparty zur Mini-LP)
präsentiert von VISIONS, MoPo, ByteFM, WhiteTapes und OPAK
Doors: 20:00 Uhr
Und Young Rebel Set kommen auch auf Tour:
06. August, Hamburg, Uebel & Gefährlich (Dachgarten)
07. August, Lokpop Festival, Osnabrück
08. August, Bad Windsheim, Weinturm Open Air
09. August, CH-Zürich, Hafenkneipe
10. August, Stuttgart, Zwölfzehn
11. August, Wiesbaden, Schlachthof
12. August, Köln, Blue Shell
13. August, Hannover, Glocksee
14. August, Haldern Pop Festival
14. August, Olgas Rock, Oberhausen
23. September, Saarbrücken, Garage
24. September, Münster, Sputnikhalle
25. September, Hamburg, Reeperbahnfestival
26. September, Berlin, Privatclub
27. September, Düsseldorf, zakk
Myspace // Homepage
*Schiedsrichterfehlentscheidungen nicht berücksichtigt. Bedeutet, hier geht es nicht um die offizielle von der Fifa anerkannte Torzahl, sondern um die Zahl der Tore, die tatsächlich erzielt wurden.
DAS GEWINNSPIEL IST BEENDET, gewonnen hat: Kathrin aus Bremen und sie darf sich auf diesen hübschen Ball freuen (einfach dem Link folgen).
Wir präsentieren: Young Rebel Set – im Spätsommer auf Tour

Am Sonntag war es soweit. Die englische Nationalmannschaft war im Tea-Time Modus und wurde weggemüllert. Uns hat’s gefreut, die Jungs vom Young Rebel Set wohl nicht so. Das schreit nach Revanche und die gibt es nun auch. Parallel zum Release ihrer ersten Platte in Deutschland – 8 Stücke auf Mini LP und als Download – treten Young Rebel Set kurz vor der Tea-Time auf dem Kleinfeldkunstrasenplatz an der Sternschanze in Hamburg gegen eine Allstar Auswahl des Grand Hotel van Cleef an.
Drumherum gibt es ein tolles Rahmenprogramm. Am Vortag spielen nämlich Tomte im Übel & Gefährlich und am Tag der Revanche Young Rebel Set. Alle Daten:
Freitag, 06.08.2010, 16 Uhr
Die Superbude Hamburg präsentiert:
Der Klassiker: Deutschland vs. England
GHvC Allstars vs. YOUNG REBEL SET
Anstoss: 16.00 Uhr
Auf dem Kleinfeldkunstrasenplatz, Sternschanze 4 (Schanzenpark, Polizeisportverein) mit freundlicher Unterstützung von VISIONS, MoPo und Bolzen Bier.
Freitag, 06.08.2010, 20 Uhr
YOUNG REBEL SET – Uebel & Gefährlich, Dachgartenkonzert (Releaseparty zur Mini-LP)
präsentiert von VISIONS, MoPo, ByteFM, WhiteTapes und OPAK
Doors: 20:00 Uhr
Und Young Rebel Set kommen auch auf Tour:
06. August, Hamburg, Uebel & Gefährlich (Dachgarten)
07. August, Lokpop Festival, Osnabrück
08. August, Bad Windsheim, Weinturm Open Air
09. August, CH-Zürich, Hafenkneipe
10. August, Stuttgart, Zwölfzehn
11. August, Wiesbaden, Schlachthof
12. August, Köln, Blue Shell
13. August, Hannover, Glocksee
14. August, Haldern Pop Festival
14. August, Olgas Rock, Oberhausen
23. September, Saarbrücken, Garage
24. September, Münster, Sputnikhalle
25. September, Hamburg, Reeperbahnfestival
26. September, Berlin, Privatclub
27. September, Düsseldorf, zakk
Fest Van Cleef, Essen, Delta Park, 12. Juli 2009

Wenn ein Label aus Festivaltournee geht, hört sich das nach jeder Menge Alkohol, vielen Frauen und wilder Party an. Stellt man sich vor, dass das Fest van Cleef auf Tour geht, passen diese Bilder nicht so richtig in den Kopf. Der erste Blick mag täuschen, ein Feuerwerk, wenn auch ein etwas Anderes wurde trotz alledem abgefeuert. Essen war der letzte Halt nach drei Tagen und der Delta Park wurde endlich mal zu einem guten Indieclub umfunktioniert.
Das Wetter ist bekanntlich immer für einen guten Scherz zu haben. Auch an diesem Tag spielt es gerne Streiche. Bei den Killians trägt so manch einer die Sonnencreme auf, bei Why? Wird man leider nicht von der Musik weggespült. Wer Unterschlupf sucht, der findet ihn auch im Weiten des Delta Parks. Aber übers Wetter reden ist so ziemlich das Langweiligste, wird Thees an diesem Abend noch sagen, über das Wetter schreiben übrigens auch. Nun also zu den einzelnen Auftritten.
Gyspert zu Knypshausen betrat als erster Künstler die Bühne. Eine verspätete Anfahrt machte es uns unmöglich, den Auftritt zu verfolgen. War bestimmt gut.
Dann, nach herrlichem Gedicht, dass Thees Uhlmann vorgetragen hat, betraten Muff Potter die Bühne. Wohl das härteste und ruppigste was je ein “Fest van Cleef” Publikum vorgetragen bekommen hat. In den seltensten Fällen liegt es an der Band, aber oftmals bestimmt es ihren Auftritt: Der Sound. An einigen Stellen ein wenig schwächelnd, aber man wusste ja, was sie wollen. Kurz gebunden waren sie leider, 40 Minuten Spielzeit ließen wenig Platz für Fantasie, brachten dennoch einen guten Mix aus allen Alben. “Wir sitzen so vorm Molotov”, “Alles nur geklaut” und “Die Guten” sind nur ein kleiner Auszug aus den Nettigkeiten. Lediglich zwei Songs vom aktuellen Longplayer “Gute Aussicht” wurden gespielt. Neben dem Titelsong fand auch die neue virtuelle Single “Niemand will den Hund begraben” den Weg ins Set.

Die Killians hatten Quasi-Heimspiel. Und waren wohl am Meisten auf das Medium Festival eingestellt. Sie forderten Leute zum Tanzen, Springen und Klatschen auf. Schade, dass die Meisten nicht so wirklich mit machen wollten. Der Sound erinnert stark an The Strokes, auch Sänger Simon den Haartog tut sei übriges mit seiner Stimme hinzu. Ein wenig schmeckt es hier noch nach Schülerband, aber dass die Kilians ihren Weg machen werden, da lege ich mich hier fest.
Why? Waren die einzige Band aus dem Ausland. Ein starker Regensturm während des Auftrittes machte das Konzert für viele zum reinen Hörvergnügen, da sie lieber Unterschlupf suchten, als vor der Bühne zu stehen. Aber irgendwie passte das Wetter zur Band. So wirklich verstehen muss man Why? nicht. Entweder man fühlt es und genießt es oder man erhält keinen Zugang zu dieser Musik. Man nehme Mars Volta und lege eine Schippe Hip Hop und “Durchgeknalltheit” drauf und bitteschön: Why?

Tomte sind mit Kettcar zusammen die Dinos des Van Cleef Labels. Und schon zum dritten Mal spielen sie auf der hauseigenen Tour. Wahrscheinlich auch nicht zum letzten Mal. Eine Stunde Thees Uhlmann, es heisst soviel wie eine Stunde Lachen, Trauern, Weinen, sich wohl fühlen und Dinge aus einem Winkel betrachten, der so alltäglich ist und dennoch so verborgen. Thees Uhlmann nimmt alle mit. Selten schafft es ein Sänger mit soviel Charme die Leute zu begeistern. “Die Schönheit der Chance” mit vorher angestimmten “Human”-Cover (The Killers), “New York”, “Korn und Sprite” und “Ich sang die ganze Zeit von dir” waren Teil des schönen Auftrittes, der, wenn es noch geregnet hätte, spätestens dann die Sonne wieder hervorgelockt hätte.
Element of Crime zum Abschluss des Tages. Sven Regener, der Herr mit der wunderschön herrlichen rauen und ehrlichen Stimme versetzte alle noch einmal am Ende des Tages in eine wundervolle Atmosphäre. Es war weder wild, noch laut, noch gab es Unmengen an Rock and Roll, aber es war einfach die Dinge, die einem Gerne im Kopf bleibt und an die man noch in Jahren gerne zurück denkt.
Wenn das im nächsten Jahr die deutsche Version der “Warped Tour” wieder seine Kreise zieht, so werden wir sicherlich wieder dabei sein.
Fest Van Cleef – Start am Freitag

Nur noch vier Mal schlafen, dann ist es so weit, dann verlässt der Hamburger Wanderzirkus vom Grand Hotel van Cleef die Hansestadt und unterrichtet drei ausgewählte deutsche Städte auf dem Fest van Cleef in Sachen Hamburger Schule. Die Karten werden langsam knapp, also am Besten jetzt noch zum Kartendealer eures Vertrauens und eine sichern. Denn ein Line-Up aus Element of Crime, Tomte, Muff Potter, Gisbert zu Knyphausen, den Kilians und den großartigen Anticon Rappern Why? bekommt ihr nicht so schnell wieder zu sehen. Ihr könnt auch versuchen auf euer Glück zu vertrauen und bei Ticketmaster am Gewinnspiel teilnehmen, um 1×2 Karten je Stadt zu ergattern.
Für welchen Weg ihr euch auch entscheidet, wir werden auf jeden Fall in Essen dabei sein und wünschen euch auch schon einmal viel Spaß!
Hier auch noch druckfrisch die Running-Order:
Und hier auch endlich die Running Order
Northeim:
15:00 Einlass
16:30 Gisbert zu Knyphausen
17:20 Muff Potter
18:20 Kilians
19:30 Why?
20:45 Tomte
22:15 Element of Crime
Freiburg:
16:00 Einlass
17:00 Gisbert zu Knyphausen
17:45 Muff Potter
18:40 Kilians
19:45 Why?
20:45 Tomte
21:55 Element of Crime
Essen:
13:00 Einlass
15:00 Gisbert zu Knyphausen
15:50 Muff Potter
16:50 Kilians
18:00 Why?
19:15 Tomte
20:40 Element of Crime
Fest Van Cleef 2009

Jahr für Jahr wandert der kleine, aber feine Van Cleef Zirkus ein Wochenende lang durch drei Städte und richtet ein feines Fest aus. Das Fest van Cleef. Auch dieses Jahr darf es im Festivalsommer nicht fehlen, denn die nette Dame van Cleef hat immer ein feines Line-Up zu bieten, dass die Herzen manch eines Indiefans höher schlagen lässt.
Element of Crime – Tomte* – Muff Potter – Gisbert zu Knyphausen – Why? – Kilians
Ganz tief haben die Macher in der hauseigenen Labelkiste gekramt um euch die Schönheiten zu bieten, die ihr verdient habt. Zum einen wären da die Kilians, die sich erstmals auf dem Fest van Cleef blicken lassen. Die Deutschland Touren zeigen schon die Beliebtheit der 5 Dinslakener Jungs und so darf man sich freuen, das Tanzbein elegant zu schwingen. Feiner Zug!
Why? Einfache Frage – gute Antwort.Eine der Lieblingsband aus dem Van Cleef Clan und das zu Recht! Sehr atmosphärischer Hip-Hop mit großem Pop-Appeal, eine Mischung, die es aus macht. Exklusiv auf dem Fest.
Muff Potter – nach dem Gute Aussicht Album auch dabei und die wahrscheinlich lauteste Band auf dem Fest. Jeder, der die 4 Münsteraner schon einmal live gesehen hat, weiss, was ihn erwartet. Macht Spaß!
Tomte – Muss man noch ein Wort zu denen Verlieren? NEIN! Selbstredend!
Element of Crime – Gänsehaut inkl. verspricht die Van Cleef Ankündigung. Exklusiv für die drei Termine beim Fest dabei und werden so manchen Sonnenuntergang musikalisch unterlegen.
Jetzt wäre es noch gut zu wissen, wo das Ganze stattfinden. Die drei Termine:
10.07.09 – Northeim, Waldbühne
11.07.09 – Freiburg, Zeltmusikfestival
12.07.09 – Essen, Delta Park
Für schlappe 26 Euro ist dabei, da gibt es nichts zu überlegen! Hin und Genießen!!!
Mehr Infos: hier, Tickets hier
Zu dem auch nicht zu verachten, sind die Warm Up Parties, in der Thees Uhlmann und Simon den Hartog(Killians) die Tanzflächen zum Tanzen bringen werden.
Auch hier die Termine:
Fest van Cleef Warm-Up Parties mit
Simon den Hartog (Kilians) und Thees Uhlmann (Tomte) + Aftershowparty
Donnerstag, 11.06. Kassel – Club A.R.M.
Einlass 21.30
Beginn 22.30
Eintritt 5€
Armaberokay
Freitag, 12.06. Essen – Trash Club (im Delta Park)
Einlass 22.00
Beginn 23.00
Eintritt 4€
Delta Essen
Samstag, 13.06. Freiburg – Club Kamikaze
Einlass 21.30
Beginn: 22.00
Eintritt: 7€ (VVK über reservix.de)
Club Kamikaze
Tomte, Bochum, Zeche, 07. November 2008

Du nennst es Pathos – ich nenne es Leben: Tomte in Bochum. Sie sind wieder da – voll verstärkt und Liedern für die verschiedenen Lagen des Lebens. Tomte feuern ihr Heureka-Feuerwerk aus. Diesmal ist die Zeche in Bochum Treffpunkt, mehr als 700 Leute sind heute hier, was soviel wie ausverkauft bedeutet. … Continue Reading
Tomte – Heureka
Es ist immer spannend wenn man fieberhaft auf die Veröffentlichung einer ersehnten Platte wartet. Man wünscht sich die Weiterführung des Vorgängers und warum auch Änderungen vornehmen, wenn das letzte Album doch tierisch viel Freude bereitet hat?! Das sich eine Band entwickelt und die Sichtweise eine andere werden könnte, wird erstmal verdrängt. Bei Tomte hat sich etwas verändert…
Da ist es nun. “Heureka” heißt Tomtes neuster Silberling und kommt mit 12 Songs im Gepäck. Der Eröffnungsong und Namensgeber ist keine große Überraschung. Vielleicht ein bisschen rauer als auf dem letzten Album, aber was schnörkellos beginnt, entfaltet sich schnell zu einem typischen Tomte Opener. So richtig fällt der Vorhang erst wenn der Zweitplatzierte, “Wie ein Planet”, durch die Boxen stolpert. Mit welcher Leichtigkeit Thees Uhlmann “Mein Herz so schwer” singt, überrascht. Diese Unbeschwertheit macht Neugierig und lädt ein, wenn man es zulässt. Die Platte läuft und sie läuft gut. Es folgen die Single “Der letzte große Wal” und das wundervolle “Wie siehts aus in Hamburg”, ein melancholischer Gruß an Thees’ alte Heimat. Dem Wahl-Berliner scheint der Ortswechsel gut zu tun, wie man auf “Heureka” deutlich hören kann, dennoch versteckt sich hinter “Wie siehts aus in Hamburg” ein klares Stück Sehnsucht und Heimweh. Anschließend wird bei “Voran Voran” ein wenig auf die Bremse getreten bis einen “Küss mich wach Gloria” wieder aus dem Sessel holt.
Die zweite Hälfte des Albums braucht ein bisschen länger bis sie zündet. “Es ist so dass du fehlst” ist ein schöner Song, der aber in manchen Momenten gefährlich nah an die Grenzen des Kitsch tritt. Auch “Und ich wander” und “Du bringst die Stories ich den Wein” haben es schwer und brauchen Zeit. Dann kommen Tomte plötzlich mit “Das Orchester spielt einen Walzer” um die Ecke und JA, die Energie eines ganzen Orchesters wird freigesetzt. “Ich will nur noch trinken und nach Hause gehen, mein Gott ist das Leben schön!” ist eine an dieser Stelle ungewohnte Zeile und sie mag auch sehr pathetisch klingen, aber ganz bestimmt nicht abgedroschen. Die Zeiten haben sich geändert und was auf “Buchstaben über der Stadt” noch resigniert oder schwermütig Klang, ersetzt Thees heute durch einen Lebenbejahenden Blick nach vorn. Ungewohnt? Vielleicht; Wirkung? Toll. Bei “Nichts ist so schön auf der Welt wie betrunken traurige Lieder zu hören” wird auch alles richtig gemacht. Ein großer Song, der Anfangs vielleicht ein bisschen schwer daherkommt, aber irgendwann explodiert und ein Feuerwerk entfacht. “Dein Herz sei wild” ist der letzte Song des Albums und anders als auf “Buchstaben über der Stadt”, wo sich Tomte sanft verabschiedeten, wird hier nochmal richtig gefordert. Der Song treibt nach vorn, klingt rau und macht Druck. Hier wird sich freigespielt und -gesungen.
Wem “Hinter all diesen Fenstern” ein wenig zu rau und “Buchstaben über der Stadt” ein bisschen zu sehr dahergeplenkelt kam, der sollte jetzt laut “Heureka” rufen. In diesen 48 Minuten erfinden sich Tomte ganz bestimmt nicht neu, aber sie perfektionieren was sie können und Überraschen mit einem herlich Lebensbejahenden Album. Losgelöst und unbeschwerter als sein Vorgänger. “Heureka” ist leicht, geht in die Ferne, bietet viel Platz zum träumen und zeigt einen entschlossenen Thees Uhlmann, der sich traut und weiß was wer macht. Das Album hat seine Tiefen, aber die Höhen sind stark genug dem Gesamtwerk einen ehrlichen und verdienten Appaus zukommen zu lassen. Tomte umarmen das Leben und es macht Spass ihnen dabei zuzuhören.
Video zu “Heureka”:
httpv://www.youtube.com/watch?v=BW_PHfBSguY
Unser Interview zum Album mit Thees
Myspace der Band
Infos beim Grand Hotel van Cleef
Popkomm 2008 – viel Festival, viel zu wenig Zeit
Am 8. Oktober öffnet die diesjährige Popkomm ihre Pforten und neben Messe und allerlei Diskussionen gibt es wie jedes Jahr ein reichhaltiges Festival-Programm, auch für das Indie-Herz. Schon am ersten Abend dürfte der Besucher hin- und hergerissen sein, warten doch gleich drei großartige Konzerthighlights auf die Fans. … Continue Reading
Tomte + Blackbird, Dortmund, Konzerthaus, 25. September 2008
Inmitten einer langen Einkaufspassage in der Dortmunder Innenstadt befindet sich ein spitz zulaufendes Gebäude. Das Konzerthaus Dortmund. Normalerweise der Spielplatz für verschieden Orchester, heute mal nicht. Heute spielen Tomte. Akkustisch. Mit Cello und klassischem Klavier, sowie Mundorgeln und Xylophonen. Alles ist irgendwie anders heute.
Tomte denken anders. Sie spielen auf Fischmärkten und in Opernhäusern. Doch sie dürfen das. Der Saal ist bis zum letzten Platz gefüllt und eine angespannte Stille beherrscht den Raum. Mehr Bestätigung wird nicht benötigt. Wie verhält man sich in so einem Konzerthaus? Für die meisten der knapp 1500 Besucher ist das merkbares Neuland. … Continue Reading
Tomte – Interview
Es ist kurz nach Sieben im Theaterhaus Dortmund und Thees Uhlmann, Sänger von Tomte, hat sich die Zeit genommen um mit uns das alte Frage und Antwort Spiel zu machen!
Thees: Bitte bitte.
Erste Frage des heutigen Abends. Wir befinden uns im Theaterhaus Dortmund, Tomte spielt ein Akkustikkonzert. Wie ist diese Idee entstanden?
Thees: Das ist fast schon standardmäßig, dass viele Bands denken, wir müssen mal ein Unpluggedkonzert machen. Für uns ist es nun das erste Mal, dass wir das so richtig machen. Es gab das Angebot, das wir das machen. Vorgestern in Wien zum Beispiel, du musst irgendwann mal in diesem ORF Sendesaal spielen, weil man dann mit wirklich großen Leuten in einer Reihe ist, wie zum Beispiel Placebo, Nick Cave. Das Angebot hier gab es auch schon länger. Das schöne in unserer neuen Bandkonstellation ist, Simon Frontczek spielt halt klassisch Klavier und Gunnar „The Gun“ Vosgröne von Escapado Cello, das ist halt geil. Zum Release hin wurden wir halt gezwungen uns was zu überlegen. Unplugged nachspielen, das ist okay, wenn ich das alleine mache, aber zusammen als Band ist das eine kleine Herausforderung.
Will man so vielleicht einem MTV Unplugged entgehen?
Thees: Dem will man nicht entgehen. Aber voraussichtlich werden die uns nie fragen. Es ist aber interessant „Schreit den Namen meiner Mutter“ oder „Ich sang die ganze Zeit von dir“ mal komplett anders zu spielen und auch mal ein bisschen mit dem Cello Gas zu geben.
Stichwort Heureka, euer bald erscheinendes Album. Ich habe es leider noch nicht gehört. Erzähl uns doch mal etwas darüber.
Thees: Solltest du mich als Privatperson fragen, was du natürlich nicht tust, ich würd dir sagen, dass ich finde, dass dies ein wunderschönes Album geworden ist. Aber es hängt bei mir wohl damit zusammen, dass es für mich eine pure Freude war, dieses Album aufzunehmen. Alle in einem Raum, nicht mehr mega konstruiert, und Spuren fett machen, sondern einfach fast wie sich Elliot Smith Platten anhören. Einfach sich mit Tobi Kuhn im Studio auszutoben und vor allem Texte zu schreiben, was mir einen unheimlichen Spaß bringt. Das alles sind Gefühle, die die Platte zur Zeit überstrahlt. Ich kann sie jedem Tomtetypen nur empfehlen, der gesagt hat, die „Buchstaben (über der Stadt)“ war ganz gut, aber… für den ist Tomte Back on the Map.
Geht es wieder in Richtung „Hinter all diesen Fenstern“?
Thees: Es ist nicht „Hinter all diesen Fenstern“, es ist halt ein bisschen anders. Textlich zurück zur dunklen Seite, und es klingt halt mehr. Schwierig so was zu beschreiben. Es ist unter keinen Umständen reduziert, weil wir in Stadien können spielen wollen. Es ist einfach nicht mehr dieses Klinische, zu Aufgeräumte.
Woher nimmt Thees Uhlmann Inspiration für seine Texte?
Thees: Die Inspiration kommt nach drei Tassen Kaffee oder einfach so. Es könnte sein, dass du in den nächsten zwei Minuten einen Satz sagst, wobei ich mir denke: Arschloch, das klaue ich dir, das verbrate ich so, dass du es nicht merkst. Ich gehe auf eine bestimmte Art und Weise durch mein Leben und da fallen mir Sachen auf, die ich unbewusst in meinem Herzen aufbewahre oder über die ich dann nachdenke und da fließt das ein. Es ist schon so, dass wie ein Künstler durch die Gegend geht, zusätzlich, dass mir dann noch normale Sachen auffallen. So eine Mischung, dass ich mir das Recht raus nehme als Thees Uhlmann Lyrik zu schreiben. Es ist meistens das Normale und wenn man dann noch drei Tassen Kaffee trinkt beschleunigt das meinen Körper und dann fange ich an gerne zu schreiben.

Zurück zu Heureka und dem Gimmick, einen Aufnäher, der als Beilage dabei ist. Ist dies die Begründung einer Tomte Jugend?
Thees: (lacht)Nee nee. Jugenden müssen sich unabghängig von der Band gründen. Das durfte man einmal mit Turbonegro machen, und das war’s. Es ist einfach nur, die Überlegung, wie man den Mehrwert einer CD steigert.
Man sucht danach, da möchte ich auch gar nichts beschönigen uns kam es halt in den Sinn. Der Gedanke bei den Aufnahmen war, dass wir das Southern Rock mäßig aufziehen. Das Cover zum Beispiel, dieses auf die Sonne starren, einen neuen Tomte Schriftzug, nicht dieses Oldschool Tomte. Mehr so Chicago, Seventies Rock, Thin Lizzy, das sind alles Stichworte. Das kam dann so einfach und ehrlich gesagt, ist mir die Idee gekommen, dass das gut passen würde und dann dachte ich: Geil. Und dann wird gerechnet, wie teuer so ein Aufnäher ist und wir machen dann halt keine DVD, auf der es nichts zu erzählen gibt, machen dann halt keinen Digipack und merkten. Das passte einfach.
Man will sich ja immer an den Besten orientieren. Rolling Stones damals mit dem Reissverschluss auf der Sticky Fingers war halt genial und Pink Floyd Live, wo dann immer so eine LED geleuchtet hat und in dem Zusammenhang der Aufnäher. Und es ist halt so, dass Tomte keine klassische Band ist, wir machen halt kein Metal und wir sind nicht besonders cool und Social Distortion mäßig und immer dagegen denken, das bringt mir einen heiden Spaß.

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Dagegen denken, das Stichwort. Letzte Woche der Fischmarkt in Hamburg, heute das Konzerthaus. Auch eine Form des Dagegendenkens mit außergewöhnlichen Spielorten?
Thees: Das Fischmarkt Ding, das wollten wir gerne machen. Hat dann auch geklappt, was jedoch wahnsinnig schwierig ist, in dieser unglaublich coolen Rock and Roll Stadt Hamburg mal für eine Stunde eine Sondergenehmigung dafür zu kriegen. Im Konzerthaus gab es die Anfrage schon seit Längeren. Bisher hatten wir keine Zeit oder fühlten uns nicht danach, jetzt passte es jedoch super.
Ist die Nervosität vor so einer Show da?
Thees: Ja!
Im November gibt es die normale Tour zum Album Heureka. Was erwartet den Zuschauer dort? Sind Specials geplant?
Thees: Wir werden garantiert nicht mit Flammen und anderen Unterhaltungselementen rumprotzen, weil das nicht Tomte ist. Wir haben eine extrem geile Idee, die nicht sonderlich groß ist, aber die Idee selber wird so sein, das alle lachen können, aber auf der anderen Seite kann man, wenn man dem geneigt ist sagen, geil das ihr das gemacht hat.
Es bleibt also ein Geheimnis?
Thees: Das bleibt geheim! Ich empfinde die Platte als sehr warm und dann entwickeln wir ein Lichtkonzept, welches ein furchtbares Wort ist. Aber es gehört alles dazu und man überlegt sich das Backdroop, wie soll das Backdroop aussehen usw. Außerdem werden die Vorderseite des Keyboards, weil ich das so hässlich finde, dass was der Zuschauer sieht mit einer Holzkiste zu bauen. Wir überlegen uns die ganze Zeit, was da drauf soll. Entweder schreiben wir da Rookie mit Leuchtschrift drauf, weil er der Jüngste in der Band ist oder ne polnische Flagge, weil er fließend polnisch sprechen kann. Da gehen so die Ideen zur Zeit hin.
Wie sehen denn weiterhin die Pläne für die Zukunft aus?
Thees: Platten machen, touren, Songs auf Englisch aufnehmen, wie seit 5 Jahren, Platte schreiben, weiter touren.
Man hörte die Gerüchte über eine Live CD, welche auf dieser Tour aufgenommen werden soll.
Thees: Es wird mal Zeit, dass wir so was machen. Aber wo sagt man denn so was?

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Im Internet!
Thees: Wir müssen mal gucken, ich hab wahnsinnig Lust im November zu spielen. Und auch heute Abend und ich hoffe, dass es nur 80% so gut wird, wie in Wien. Wenn es so wird, musst du so was auch aufnehmen. Wenn du die beiden Brüder von Gunnar Vosgröne nimmst, die Geige und Bratsche spielen, dann wird das so gut, dass du das aufnehmen musst. Und wie gesagt, Tomte Konzerte sind eine Mischung aus Ernst und Unterhaltung und das kann man schon mal aufnehmen.
Und zu letzt noch einen Insidertipp für alle Musikfans da draußen. Welche Band ist dein neuer Geheimtipp?
Thees: Du selber bist ja beim Indiemagazin, du weißt, was angesagt ist. Wenn ich eine Platte schreibe, dann gibt es halt Sachen, was ich vorhin noch sagen wollte, was mich inspiriert, wo ich Musik höre und denke: Oh, das gefällt mir, das möchte ich auch schreiben. Ich kann Slayer hören und was auf einer Akkustikgitarre spielen oder ich höre Interpol und schreib was ganz schnelles. Andere Musik inspiriert mich oder auch eine Textzeile, dass ist dann wie Benzin in meinem Tank. (Kurze Pause) Was für ein geiler Sly Stallone Vergleich. Eine neue Band, die bei mir in den Kreis gerutscht ist, das ist WHY? Deren neue Platte habe ich heute und gestern gehört und sie ist der Wahnsinn. „We love and hate like tattoed fists“, da muss man erstmal drauf kommen, da ist man dann ganz oben mit dabei.
So, das war’s auch schon. Vielen Dank für das Interview, es hat mich sehr gefreut und ich bin sehr gespannt auf die Show gleich.
Thees: Danke auch!
Bilder: Myspace der Band















