Etwas mehr als ein Jahr nach seinem selbstbetitelten Debüt und …
Two Door Cinema Club – Video zu “Something Good Can Work”

Eigentlich veröffentlichten die drei Jungs vom Two Door Cinema Club bereits vor knapp einem halben Jahr ein Video zum Song “Something Good Can Work”. Nun einige Wochen nach dem Release ihres tollen Debüts “Tourist History” wurde eben dieser Song zur neuen Single erkoren und hat auch direkt ein neues Video erhalten. Das ist nun ein wenig teurer, als das alte Video und hat einige hübsche Szenen auf dem Rummel und in der Wüste. Die hübschen Farbspielereien aus Video Nr. 1 hatten auch allerdings auch ihren Charme, deshalb könnt ihr euch nun unten euren Favoriten selbst wählen. Die ersten Tour-Daten der Band sind übrigens bereits ausverkauft, also solltet ihr nun schnell sein.
Two Door Cinema Club auf Tour:
07. April, Köln, Gebäude 9
08. April, München, Atomic Café
10. April, Hamburg, Motorboot Live
Das neue Video:
Das alte Video:
Two Door Cinema Club – Tourist History
Bangor ist eine Stadt direkt an der Küste von Nord-Irland. Mit knapp 77.000 Einwohnern ist sie die drittgrößte Stadt Nord-Irlands und bildet mit knapp 20 km Entfernung von Belfast so etwas wie einen Vorort der Nord-Irischen Hauptstadt. Im Nachtleben dürfte gerade deshalb auch nicht viel passieren, da sich das zum größten Teil in Belfast abspielen dürfte. Will man allerdings mit seiner Band einen Durchbruch schaffen, kommt man nicht umhin, Nord-Irland den Rücken zu kehren um, auf der größten der britischen Inseln seine Zelte aufzuschlagen. Ihre neue Heimat fanden Two Door Cinema Club im Herzen der britischen Musikszene, in London.
Dort wurden sie recht bald vom französischen Mode- und Platten-Label Kistuné unter Vertrag genommen und fanden sich Anfang des Jahres zusammen mit ihren Label-Mates von Delphic sogar in der BBC Sounds Of 2010 wieder. Durch große Treff- und Geschmackssicherheit zeichnete sich die Liste in diesem Jahr bisher zwar nicht gerade aus, mit Two Door Cinema Club war dann aber doch ein Treffer dabei. Und was für einer. Die Songs von “Tourist History” klingen nämlich kein Stück nach Nord-Irischem Küstenstädtchen, sondern nach den Indie-Clubs der europäischen Metropolen. Mit klaren Anleihen bei Phoenix und Bloc Party zeigen sie über zehn Songs in knapp 32 Minuten mit schneidigen Gitarren und tänzelnden Beats, dass man auch direkt von der Schule kommend tanzwütige und infektiöse Elektro-Pop-Nummern produzieren kann. Die Vorabsingle “Something Good Can Work” beschreibt dabei eigentlich ganz treffend das Prinzip des Albums. Die ausgewählten Zutaten haben sie nämlich mehr als gut eingesetzt. Der Beat prischt immer gut gelaunt voran, der Gesang ist ähnlich hoch, wie bei Phoenix und bietet kaum Zeit zum durchatmen. Der einzige Vorwurf, den man dem Trio aus Ulster machen kann, ist, dass die Abwechslung manchmal auf der Strecke bleibt und die Songs zu häufig nach dem Erfolgsrezept aus rasenden Beats, schneidenden Gitarren und gehetztem Gesang, gestrickt sind. Hits, wie “I Can Talk” mit tollen Vokalübungen, oder “Undercover Martyn” und der hibbelige Grundrhythmus des Albums werden “Tourist History” aber zu einem gern gesehenen Gast bei Indie Elektro-Partys machen und bilden vor allem den ersten deutlichen Lichtblick in den BBC Sounds of 2010.










Two Door Cinema Club
Two Door Cinema Club auf Tour:
07. April, Köln, Gebäude 9
08. April, München, Atomic Café
10. April, Hamburg, Motorboot Live
Two Door Cinema Club – “Tourist History” im Stream

Ihr habt es sicherlich auch schon mitbekommen, mit Fionn Regan, Frightened Rabbit, Blood Red Shoes und anderen häufen sich in diesen Wochen wieder die tollen Releases. Mit dem Two Door Cinema Club steht in der nächsten Woche auch endlich der erste wirklich vielversprechende Vertreter der BBC Sounds Of 2010 an. Dass die Jungs wirklich was auf dem Kasten haben, könnt ihr euch auch ab sofort mit dem Stream des Albums auf dem Myspace der Band beweisen lassen. Es lohnt sich. Unser Interview mit Bassist Kevin Baird natürlich auch.
Two Door Cinema Club – Video zu “Undercover Martyn”

Nun dauert es nur noch knapp einen Monat, dann veröffentlichen mit dem Two Door Cinema Club auch die nächsten Elektro-Popper aus dem Hause Kitsuné ihr Debüt. Dazu gehört natürlich auch immer eine angemessene Vorab-Single, nebst hübschen Video. Dazu haben die drei Nord-Iren das hibbelige “Undercover Martyn” erkoren und mit einem netten Video versehen. Dafür bedienen sie sich zwar eines alten Tricks, der wird aber gar nicht schlecht umgesetzt und kommt ähnlich kurzweilig, wie das Stück selbst daher.
Two Door Cinema Club – Gratis-Download “Costume Party”

In den Listen, welchen Namen man sich 2010 unbedingt merken sollte, gehören Two Door Cinema Club vielerorts im Netz ganz nach oben. Dadurch schürt sich zwar eine gewisse Erwartungshaltung, damit wissen die drei Nord-Iren aber ganz gut umzugehen, wie uns Bassist Kevin im Interview mit uns erläuterte. Um die Vorfreude noch ein wenig zu erhöhen hat das Trio nun eine neue Homepage auf den Weg gebracht, über die man ab sofort auch den Song “Costume Party” downloaden kann. Dafür einfach hier entlang, euch für den Newsletter registrieren und reuen.
Two Door Cinema Club | I Can Talk
TWO DOOR CINEMA CLUB | MySpace Video
Two Door Cinema Club – Interview

Noch eine Band, die absolut zurecht in der BBC Liste der wichtigsten Newcomer 2010 gelandet ist und zudem auch noch bei Kitsuné Records unter Vertrag steht. Nur kommen Two Door Cinema Club im Gegensatz zu Delphic nicht aus der Musik-Metropole Manchester, sondern aus dem Nord-Irischen Bangor, haben aber auf ihrem Debüt-Album “Tourist History” dennoch jede Menge Ohrwürmer im Gepäck. Kurz vor dem Release Ende Februar konnten wir Kevin Baird, Bassist vom Two Door Cinema Club für ein paar Fragen gewinnen.
Hi Kevin, wie geht’s, ihr kommt gerade aus Japan zurück, stimmt’s?
Kevin: Ja, habe einen leichten Jetlag, aber Japan war cool. Ein absoluter Kulturschock. Das Konzert war klasse und ich glaube, wir haben bei unseren Promoterminen jedem japanischen Magazin ein Interview gegeben, also es interessierten sich echt viele für uns.
Das freut zu hören. Damit das bald auch in Deutschland so ist, vielleicht möchtest du dich und Two Door Cinema Club einmal kurz vorstellen?
Kevin: Klar, gern. Also, wir sind drei Jungs aus Bangor in Nord-Irland und nennen uns Two Door Cinema Club. Wir sind Freunde, seit wir 14 Jahre alt waren und haben gleiche Interessen, was Musik betrifft. Mit 15 haben wir angefangen zusammen Musik zu machen und seitdem tun wir das nun auch. Das ist sozusagen ein kurzer Umriss, davon, wo wir herkommen und was wir machen.
Das erste Mal haben wir euch so richtig wahrgenommen, als vor einigen Wochen die Tracklist der Phoenix „Wolfgang Amadeus Phoenix“ Remix CD veröffentlicht wurde. Wir ist es zu dieser Zusammenarbeit gekommen?
Kevin: Ähm, das war die Verbindung zu Kitsuné, Phoenix sind eng mit den Leuten bei diesem Label befreundet, wir sind dort unter Vertrag und so kam das dann zusammen. Wir wurden gefragt, ob wir auch Lust hätten, ein paar Cover und Remixes für Kitsuné nahe Künstler zu machen und bei den Vorschlägen war auch dieser Phoenix Song dabei. Wir haben das natürlich gern gemacht und versucht das zeitlich irgendwie reinzukriegen. Zu der Zeit haben wir nämlich gerade auch unser Album aufgenommen und an einem freien Tag haben wir uns gedacht, wo sollen wir die Zeit bloß hernehmen? Dann sind wir einfach in unseren Proberaum gegangen und haben den ganzen Tag damit verbracht dieses Cover aufzunehmen. Wir sind ganz zufrieden damit und Phoenix finden es wohl auch sehr toll.
Habt ihr auch in Erwägung gezogen diesen Song auf’s Album zu nehmen?
Kevin: Ja, kurz. Aber die Idee haben wir schnell verworfen. Es ist zwar eine nette Idee, aber unser Album sollte ganz vom Two Door Cinema Club sein.
Noch eines zu Phoenix, würdet ihr sagen, sie waren ein Einfluss für euch?
Kevin: Überraschenderweise nein. Wir haben diesen Namen das erste Mal gehört, als er in Reviews zu unseren Singles als Vergleich herangezogen wurde. Seitdem leben wir diese Band aber und ich würde sagen, wir sind in kurzer Zeit zu großen Fans geworden. Der Vergleich ist natürlich auch geblieben und schadet ja auch nicht. Aber ein Einfluss waren sie so nun nicht.
Wie kam eigentlich diese Verbindung nach Frankreich zu Kitsuné?
Kevin: Eine schöne Verkettung von Zufällen, also eine natürliche Entwicklung für eine Band denke ich. Wir haben natürlich angefangen in Nord-Irland und England zu spielen und eine Fanbasis aufgebaut, irgendwann haben wir ein Management für so was gehabt und jemand da kannte Leute bei Kitsuné und meinte, wir würden da gut hinpassen. Wir lieben das, was Kistuné so veröffentlichen, spielten dann auf einer Kitsuné Party. Kitsuné mochten uns auch auf Anhieb und so haben wir dann mit einer gemeinsamen Single angefangen. Daraus wurde noch eine Single und dann jetzt eben ein Album. Also, es war keine bewusste Entscheidung, aber wir fühlen uns gut aufgehoben.
Die BBC hat euch gerade in ihre Longlist der wichtigsten Newcomer 2010 gewählt, wie ist das für euch?
Kevin: Wir waren über diese Nachricht ziemlich weggeblasen. Da standen wir gerade im Airport in Tokyo und sind mal kurz ins Internet zu Facebook. Da meinte dann jemand, er hätte uns gerade über die BBC Liste gefunden und fände uns total klasse. Das haben wir nachgeschaut und das ist natürlich klasse. Gerade auf dieser Liste zu sein, macht einen schon stolz.
Dadurch, dass sie so wichtig ist, ist sie ja auch schon beinahe ein sich selbst erfüllende Prophezeiung.
Kevin: Ja, wir sind dafür auch absolut dankbar und freuen uns natürlich auf 2010. Delphic sind auch drin, darüber freuen wir uns auch sehr.
Die sind ja auch auf Kitsuné, seid ihr eigentlich als Bands befreundet?
Kevin: Klar, wir haben uns vor ein paar Monaten kennen gelernt, als wir zusammen die Kistuné Tour in England gespielt haben. Da sind wir ein paar Wochen zusammen quer durch England gereist. Glücklicherweise haben wir uns auf Anhieb gut verstanden und so war das eine klasse Zeit. Vor ein paar Tagen in Berlin war es auch klasse.
Daher kommen wohl auch die Vergleiche, die immer zwischen euch beiden gezogen werden?
Kevin: Das stimmt, wobei ich denke, dass wir doch schon recht unterschiedlich sind. Klar, wir haben Gitarre, Bass und Schlagzeug in der Zusammensetzung, aber Delphic sind eine Spur rauer und elektronischer würde ich sagen, während wir dann doch eher noch tanzbarer und poppig sind.
Sogar Kanye West hat ja jetzt euer Video auf seinem Blog gepostet. Fühlt ihr so langsam einen gewissen Hype um euch?
Kevin: Also, klar würden einige das einen Hype nennen. Es fühlt sich aber noch ganz normal an, es ist nicht so, dass der Trubel riesig wäre, oder wir überhaupt eine Wahl hatten. Wir sind jetzt eben da, wo wir stehen, Kanye mag uns, das ist cool und so hören noch mehr Leute von uns, das ist noch cooler.

Euer Debüt kommt im März raus, wie würdest du es beschreiben, worauf können wir uns einstellen?
Kevin: Als kurze Geschichte unserer Band. Darauf ist mit „Undercover Martyn“ ein Song, der ist mehrer Jahre alt, das erste Stück, das wir zusammen geschrieben haben und ein paar Songs, die sind brand neu. Alle sind tolle Popsongs zum Tanzen. Man lernt also die Entwicklung vom Two Door Cinema Club kennen. Wir sind sehr stolz drauf und lieben das Album. Ich höre es mir selber gern an und wenn du das kannst, dann kannst du auch stolz drauf sein. Jetzt hoffen wir, dass andere es auch mögen und freuen uns auf den Release.
Wenn du so auf das Jahr zurück blickst, was war dein persönliches Highlight?
Kevin: Im Prinzip jede Show, die wir in einer Stadt spielen, in der wir noch nicht waren. Aber richtig klasse war der Sommer, wir waren in Glastonbury und spielten auch ein Festival in Lettland. Das war toll, wir sind dahin gekommen und haben uns vorher ein paar Bier getrunken. In der Kneipe fragten uns die Leute, ob wir Two Door Cinema Club wären und sangen unsere Songs. Die haben uns erzählt, dass unsere Single ein Sommer-Hit in Lettland sei. Abends haben wir dann als Headliner auf der zweitgrößten Bühne gespielt. Das war gewaltig, Leute haben unsere Songs mit gesungen und glücklich getanzt.
Und worauf freust du dich 2010?
Kevin: Amerika. Wir waren noch nicht da und werden eine lange Tour spielen. Das wird zwar harte Arbeit, weil wir in winzigen Venues spielen und selbst quer durch die Staaten fahren müssen, aber das macht es auch richtig abenteuerlich. Natürlich freuen wir uns auch auf den Release des Albums.
Fotos: Myspace der Band














